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„Toy Story 5“: Das Beste vom Ganzen – und die wichtigste Botschaft

Was die Botschaft angeht, ist „Toy Story 5“ vielleicht der beste Teil der Reihe. Er greift alle in „Toy Story 4“ angesprochenen Themen auf und ist ein bemerkenswert aktuell relevanter Film – ehrlich, nachdenklich und durchaus witzig, der Kinder-Blockbuster des Sommers 2026.
Denn wenn Sie Ihre Kinder nicht gerade auf eine Waldorfschule geschickt haben, werden sie bemerkt haben, dass Spielzeuge immer mehr zu Wegwerfartikeln geworden sind. Das ist auch Aufhänger dieses Films.
Wird der fünfte Teil nun das Ende der Reihe markieren? Da es sich in Hollywood um Angebot und Nachfrage dreht, wird Pixar offensichtlich weiterhin Kapital daraus schlagen, sollten die Leute auch zukünftig etwas von dieser Ansammlung zunehmend nostalgischer Spielzeuge erfahren wollen.

V. l. n. r.: Mrs. Anderson (Originalsprecherin Lori Alan) und Bonnie (Originalsprecherin Scarlett Spears) werden in „Toy Story 5“ von Buzz Lightyear (Originalsprecher Tim Allen) und Woody (Originalsprecher Tom Hanks) ausspioniert.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Pixar. © 2026 Disney/Pixar

Die kurze philosophische Zusammenfassung von „Toy Story 4“: Autonomie versus Bestimmung. Die Ethik der Empfindungsfähigkeit! Es wurde die Frage aufgeworfen, ob empfindungsfähige Wesen einen höheren Sinn, wie etwa die Betreuung von Kindern, benötigen, um Erfüllung zu finden. Darüber hinaus wurden existenzielle Fragen zu Schöpfung und Bewusstsein behandelt.
(Von links nach rechts) Bullseye, Jessie (Originalsprecher Joan Cusack), Atlas (Originalsprecher Craig Robertson), Smarty Pants (Originalsprecher Conan O'Brien) und Snappy (Originalsprecherin Shelby Rabara) in „Toy Story 5“. Foto: mit freundlicher Genehmigung von Pixar. © 2026 Disney/Pixar

V. l. n. r.: Bullseye, Jessie (Originalsprecherin Joan Cusack), Atlas (Originalsprecher Craig Robertson), Smarty Pants (Originalsprecher Conan O’Brien) und Snappy (Originalsprecherin Shelby Rabara) in „Toy Story 5“.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Pixar. © 2026 Disney/Pixar

Die Rettung der kindlichen Vorstellungskraft

Mit der wie üblich beeindruckenden Animation von Pixar (für Walt Disney Pictures) liefert „Toy Story 5“ eine Erzählung über die Bedeutung von Freundschaften, was sich bereits durch den gesamten Verlauf der Reihe zog.
Ob Menschen oder Spielzeuge, Kameradschaft ist das, was am meisten zählt. Alle Filme der Serie veranschaulichen die lebensgefährlichen Anstrengungen, die diese Spielzeuge auf sich nehmen, um sich gegenseitig und ihr menschliches Kind zu beschützen. Sie sind in guten wie in schlechten Zeiten füreinander da.
Jessie (Originalsprecher Joan Cusack) und ihr Spielzeugpferd Bullseye stehen in „Toy Story 5“ auf dem Kopf eines echten Pferdes. Foto: mit freundlicher Genehmigung von Pixar. © 2026 Disney/Pixar

Jessie (Originalsprecherin Joan Cusack) und ihr Spielzeugpferd Bullseye stehen in „Toy Story 5“ auf dem Kopf eines echten Pferdes.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Pixar. © 2026 Disney/Pixar

Die neuen Spielzeuge sorgen für neue Lacher, insbesondere Conan O’Brien, der einem Spielzeug zum Töpfchentraining seine Stimme verleiht. In den rein der Fantasie entstammenden Zwischenspielen sieht das Spielzeug genau wie er selbst aus: mit Hasenzähnen, nach unten gezogenen Mundwinkeln und karottenroter Tolle.
Die Hauptfiguren, die wir so lieb gewonnen haben, sind nach wie vor einfach herrlich. Woodys Rückkehr mit Bo Peep ist sehr erfreulich und die letzte Szene bringt endlich auf den Punkt, worum es in seiner Freundschaft mit Buzz schon immer ging.
Meine persönlichen Favoriten – Duke Caboom (Originalsprecher Keanu Reeves) und Forky (Originalsprecher Tony Hale) – hätten mehr zu tun bekommen können. Aber diese Nebenbemerkung gehört eigentlich zu „Toy Story 4“: Ich liebe es, wie Forky – ein zusammengebasteltes Spielzeug aus einem Plastiklöffel kombiniert mit einer Gabel, Pfeifenreinigern und Eisstielen – eine zutiefst naive, von Ängsten geplagte Persönlichkeit mit ewig weit aufgerissenen Augen und verwirrtem Blick verkörpert.
Seine urkomische, andauernde Existenzkrise wird von der festen Überzeugung angetrieben, dass er, da er aus Müll gemacht wurde, dazu bestimmt ist, auch wieder im Müll zu landen. Was für eine geniale Figur!
Das Happy End, bei dem sich das Mädchen Bonnie mit einem anderen kleinen Mädchen anfreundet, dessen Geist genauso kreativ ist wie sein eigener, ist ein wunderbares Beispiel für einen idealen Zustand in der Kindheit.
Bonnie (Originalsprecherin Scarlett Spears) betrachtet ihr neues Tablet namens Lilypad (Originalsprecherin Greta Lee) in „Toy Story 5“. Foto: mit freundlicher Genehmigung von Pixar. © 2026 Disney/Pixar

Bonnie (Originalsprecherin Scarlett Spears) betrachtet ihr neues Tablet namens Lilypad (Originalsprecherin Greta Lee) in „Toy Story 5“.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Pixar. © 2026 Disney/Pixar

Dass Disney erwartungsgemäß seine typischen unterschwelligen Indoktrinationstaktiken eingebaut hat, ignoriere ich einfach mal komplett: Bonnie rennt in Regenbogensocken herum, Ernie Hudsons Machocharakter Combat Carl trägt einen Rock und Daffodil, ein lilafarbenes Spielzeugpferd im Pegasus-Stil mit seidiger pinkfarbener Mähne (angeblich gesprochen von Taylor Swift), sieht wie das Spielzeugpferd einer Dragqueen aus. Daffodil zwinkert einem dann auch demonstrativ zur Schau gestellt zu, um klarzustellen, dass „sie“ genau das ist.

Hommage an das Mädchensein

Der Star von „Toy Story 5“ ist Jessie (gesprochen von Joan Cusack), eine Spielzeugfigur, die eine Hommage an Calamity Jane – eine US-amerikanische Wild-West-Heldin (circa 1856–1903) – darstellt, zusammen mit ihrem kleinen Pferd Bullseye. Das und die rein weibliche Besetzung der menschlichen Charaktere machen den gesamten Film zu einer Liebeserklärung an das Mädchensein.
Blaze Manoukian (Originalsprecherin Mykal-Michelle Harris) auf ihrem Tablet in „Toy Story 5“. Foto: mit freundlicher Genehmigung von Pixar. © 2026 Disney/Pixar

Blaze Manoukian (Originalsprecherin Mykal-Michelle Harris) mit ihrem Tablet in „Toy Story 5“.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Pixar. © 2026 Disney/Pixar

Die Kernaussage betrifft unser größtes gesellschaftliches und kulturelles Problem: Die Technologie verdrängt die Fantasie der Kinder. Kinder spielen wegen ihrer Smartphones und Tablets nicht mehr mit Spielzeug.
Dennoch unterläuft „Toy Story 5“ auf überzeugende Weise die Erwartungen bezüglich des Konzepts des Bösewichts. Lilypad (gesprochen von Greta Lee), das froschgrüne, tabletartige Gerät, welches das Potenzial hat, zum mächtigsten Bösewicht der gesamten Filmreihe zu werden, sorgt für eine fesselnde Wendung, welche die Handlung des Films nachhaltig prägt.

„Toy Story 5“.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Pixar. © 2026 Disney/Pixar

Warum? Weil Technik nicht von Natur aus schlecht ist. Computer und Telefone sind mächtige Werkzeuge. Sie haben die Welt komplett verändert.
Das Problem sind die von Menschen hinzugefügten süchtig machenden Komponenten. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen, wenn sie nicht an irgendeiner Form von persönlicher Verbesserung arbeiten, stets mit Mäßigung zu kämpfen haben.
Kontrolle und das Setzen von Grenzen sind der Schlüssel. KI in Maßen ist eine Superkraft, aber KI, die mit bösen Absichten einhergeht, verbreitet Internetlügen wie die Beulenpest. Diese Sichtweise wird dadurch vermittelt, dass Lilypad mit guten Absichten und einem Gewissen vermenschlicht wird.
Der bewegendste Moment des Films ist jedoch, als Jessie endlich Gewissheit bekommt. All die Jahre hat sie geglaubt, dass ihr Mensch, Emily, sie einfach vergessen habe. Jessies Hintergrundgeschichte gehört zu den traurigsten der gesamten „Toy Story“-Reihe, und der Abschluss dieses Handlungsbogens schenkt ihr endlich den Frieden und die Anerkennung, die sie verdient.
Allein das ist für Kinobesucher jeden Alters Grund genug, sich „Toy Story 5“ anzusehen.
„Toy Story 5“
Regie: Andrew Stanton
Mit: Joan Cusack, Tom Hanks, Tim Allen, Conan O’Brien
Empfehlenswert ab circa zehn Jahren in elterlicher Begleitung
Laufzeit: 1 Stunde, 42 Minuten
In deutschen Kinos ab 23. Juli 2026
Bewertung: 4 von 5 Sternen
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „‘Toy Story 5’: Best of the Bunch With the Most Important Message“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)
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„Die Schöne und das Biest“: Soul-Sänger Peabo Bryson ist gestorben

Der US-amerikanische Soulsänger Peabo Bryson, unter anderem bekannt für sein Duett mit Céline Dion aus dem Disney-Film „Die Schöne und das Biest“, ist laut übereinstimmenden Medienberichten gestorben.
Wie der US-Sender „CNN“ und der britische Sender „BBC“ aus einer Mitteilung der Familie zitierten, starb er im Alter von 75 Jahren am Dienstagabend – „umgeben von der Liebe seiner Familie und seiner engsten Vertrauten“.
Peabo Bryson und Céline Dion gewannen für Disney-Duet einen Grammy. (Archivbild)

Peabo Bryson und Céline Dion gewannen für Disney-Duet einen Grammy. (Archivbild)

Foto: Reed Saxon/AP/dpa

Am Sonntag hatten das Branchenblatt „Variety“ und das US-Promiportal „People“ unter Berufung auf einen Sprecher berichtet, dass der Sänger einen Schlaganfall erlitten habe.

Auftritte mit Céline Dion und Whitney Houston

Bryson habe vor allem für seine Duette mit bekannten Interpretinnen wie der Kanadierin Céline Dion, die die Charts stürmten, den Spitznamen „Stimme der Liebe“ (Voice of Love) erhalten, schrieb die „New York Times“.
Einen Grammy bekam er unter anderem für den Titelsong des Walt-Disney-Films „Die Schöne und das Biest“.
Mit dem Lied „A Whole New World“ aus dem Soundtrack des Disney-Films „Aladdin“ stieß er Whitney Houston von der Spitze der US-Charts. (dpa/red)
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Kabinett beschließt Investitionspflicht: Netflix, Amazon und Disney+ sollen zahlen

Zur Unterstützung des schwächelnden Filmstandorts Deutschland hat das Bundeskabinett eine Investitionspflicht für Streamingdienste wie die US-Anbieter Netflix oder Disney+ beschlossen.
Der Gesetzentwurf aus dem Haus von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sieht eine verpflichtende Investitionsquote von mindestens acht Prozent des Umsatzes in Deutschland vor – sonst könnte eine Ersatzzahlung fällig werden.
Gleichzeitig sollen die Filmfördermittel des Bundes auf 250 Millionen Euro pro Jahr verdoppelt werden.

2027 geht es los

„Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss zünden wir für den deutschen Film eine neue Stufe im internationalen Standortwettbewerb“, erklärte Weimer. Er sprach von einem „Filmbooster“ mit Blick auf die ausgeweitete Bundes-Förderung. „Zugleich nehmen wir die Streaminganbieter und Sender deutlich in die Pflicht.“
Die Regelung soll ab Anfang kommenden Jahres gelten. Die Filmförderungsanstalt des Bundes soll dabei das Erreichen der Quote überwachen. Wird das Ziel nicht erreicht, ist eine „Ausgleichsabgabe“ von 75 Prozent der nicht geleisteten Investitionssumme vorgesehen. Dies liegt aber im Ermessen der Anstalt.
Weimer verwies auch auf eine „Öffnungsklausel“ in dem Gesetzentwurf. Ab einer Investitionsquote von zwölf Prozent oder mehr ist es den Medienunternehmen erlaubt, von bestimmten Detailvorgaben abzuweichen, etwa beim Anteil deutschsprachiger Produktionen.

Die Investitionspflicht haben auch deutsche Fernsehsender

Die Investitionspflicht von mindestens acht Prozent gilt auch für deutsche Fernsehsender. Sie dürften die Quote in der Regel ohnehin erreichen, obwohl auch sie in den vergangenen Jahren zunehmend Film- und Serienproduktionen aus Kostengründen insbesondere ins osteuropäische Ausland verlagert haben.
Weimer hatte sich ursprünglich für eine rein freiwillige Regelung bei Investitionen stark gemacht. Insbesondere die SPD pochte in der schwarz-roten Koalition aber auf eine verpflichtende Quote.
„Wer am deutschen und europäischen Filmmarkt gute Geschäfte macht, der muss hier auch seinen Beitrag leisten“, erklärte dazu Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). „Unser Ziel ist, dass mehr Aufträge nach Deutschland und Europa gehen.“
In der Wirtschaft stieß das Vorhaben auf Kritik. Der Digitalverband Bitkom kritisierte „starre Vorgaben, zusätzliche Bürokratie und einseitige Belastungen für Video- und Streamingdienste“. Das sogenannte Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz muss nun noch vom Bundestag gebilligt werden. (afp/red)