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29. Juli: Sondersitzung zu CSD-Anschlag | Steinmeier ernennt drei neue Minister | BMW streicht 8.000 Stellen

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Sondersitzung zu CSD-Anschlag

Wegen Unklarheiten um den CSD-Anschlag, kam am Mittwoch der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zu einer Sondersitzung zusammen. Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel erklärte, dass die Überwachung von Abdul B. nichts erbracht habe, was eine Fußfessel oder eine Präventivhaft gerechtfertigt hätte. Auch hätte nichts auf eine bevorstehende terroristische Straftat hingewiesen. Viele andere Fragen blieben weiterhin ungeklärt.

Steinmeier ernennt drei neue Minister

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat drei neuen Ministern die Ernennungsurkunden überreicht. Carsten Linnemann ist nun Gesundheitsminister, Nina Warken Kanzleramtsministerin und Steffen Bilger Verkehrsminister. Im Laufe des Tages nahmen die drei ihre Amtsgeschäfte auf. Vereidigt werden sie wegen der parlamentarischen Sommerpause jedoch erst im September.

BMW streicht 8.000 Stellen

BMW will bis Ende 2027 rund 8.000 Stellen weltweit abbauen. Der Stellenabbau soll über natürliche Fluktuation sowie ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis erfolgen. Betroffen sind dabei vor allem Büroarbeitsplätze. Es wird damit gerechnet, dass in Deutschland mehr als 4.000 Stellen wegfallen könnten.

Brandanschlag im Wallfahrtsort

Kurz vor dem internationalen Jugendfestival in Medjugorje in Bosnien-Herzegowina hat ein Mann einen Außenaltar in Brand gesetzt und mehrere Marienstatuen mit Graffiti beschmiert. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen festnehmen.

Mädchen an Gen-Experiment gestorben

Bei einem umstrittenen Genexperiment in China starb ein sechsjähriges Mädchen mit einer seltenen Krankheit. Es verstarb im März 2025, nach der weltweit ersten klinischen Genbearbeitung per Virus-Injektion. Die Eltern zahlten rund 860.000 US-Dollar und fordern Konsequenzen, denn die Risiken seien nicht klar kommuniziert worden.
 
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Brandanschlag und Vandalismus vor Glaubensfest: Marienstatue in Wallfahrtsort Medjugorje beschmiert


In Kürze:

  • Mann legt Feuer am Außenaltar und beschmiert Marienstatue sowie Gebetsstätten.
  • Tat ereignet sich kurz vor dem internationalen Jugendfestival mit rund 50.000 Teilnehmern.
  • Polizei nimmt Verdächtigen fest; Vatikan bestätigt Marienerscheinungen weiterhin nicht.

 
Im bekannten Wallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina ist es zu einem Angriff auf religiöse Einrichtungen gekommen. Nach Angaben des Innenministeriums des Kantons Herzegowina-Neretva wurden eine Marienstatue beschädigt und ein Außenaltar der Kirche St. Jakobus in Brand gesetzt.
Die Vorfälle ereigneten sich in der Nacht von Montag auf Dienstag. Nach ersten Ermittlungen soll ein Mann die Statue auf dem Erscheinungsberg Podbrdo mit Schriftzügen beschmiert und anschließend den Außenaltar hinter der Pfarrkirche mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet haben.
Die Tat ereignete sich wenige Tage vor dem größten Glaubensfest des Jahres. Es findet vom 1. bis 6. August statt. Erwartet werden rund 50.000 Jugendliche aus aller Welt.

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Polizei nimmt Verdächtigen fest

Eine Überwachungskamera soll den mutmaßlichen Täter beim Legen des Feuers aufgezeichnet haben. Durch die Ermittlungen der Polizei sowie Hinweise aus der Bevölkerung konnte der Verdächtige identifiziert werden.
Nach Angaben der Behörden wurde der Mann noch am selben Tag im Gebiet des Westherzegowina-Kantons festgenommen. Die Polizei leitete weitere Untersuchungen ein, um die genauen Hintergründe der Tat zu klären.
Neben den Beschädigungen an den religiösen Symbolen wurde an einem Zaun nahe einem Denkmal ein Transparent entdeckt. Darauf standen die Namen der Personen, die angeben, am 25. Juni 1981 die Gottesmutter gesehen zu haben. Der Verfasser der Nachricht bezeichnete sie in polnischer Sprache als „Betrüger“ und erklärte, Beweise für einen angeblichen Betrug zu besitzen.
Auf die Marienstatue hatte er die Worte „Teufel im Rock“ geschrieben.

Vatikan hat Marienerscheinungen bislang nicht bestätigt

Das örtliche Pfarramt leitete umgehend die Reinigung und Beseitigung der entstandenen Schäden ein. Zugleich rief es die Gläubigen dazu auf, auf den Vorfall mit Gebet, Fasten und Vergebung zu reagieren.
Medjugorje zählt zu den bekanntesten katholischen Wallfahrtsorten der Welt. Seit 1981 berichten Gläubige dort von Marienerscheinungen, die jedoch bis heute vom Vatikan nicht offiziell als übernatürlich bestätigt wurden.
Zur Untersuchung der Ereignisse setzte der damalige Papst Benedikt XVI. eine internationale Kommission unter der Leitung von Kardinal Camillo Ruini ein. Die Kommission legte 2014 ihre Ergebnisse vor, die jedoch nicht vollständig veröffentlicht wurden. Später übernahm Papst Franziskus die weitere Entscheidungsfindung über die pastorale Behandlung des Wallfahrtsortes und entsandte 2017 Erzbischof Henryk Hoser zur Untersuchung der pastoralen Situation.
Seit 2019 sind offizielle Wallfahrten nach Medjugorje erlaubt. Im Jahr 2024 gestattete der Vatikan zudem die Förderung der Verehrung sowie die Anerkennung der positiven geistlichen Früchte des Ortes. Eine offizielle Anerkennung der Marienerscheinungen als übernatürlich erfolgte jedoch weiterhin nicht.
In der Vergangenheit kam es in Medjugorje auch zu tragischen Ereignissen. Vor vier Jahren verunglückte ein aus Polen stammender Reisebus mit Pilgern; zwölf Menschen kamen dabei ums Leben.