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Was ist eigentlich aus unserem Brot geworden?


In Kürze:

  • Die Grundzutaten für Brot sind Mehl, Wasser, Salz, dazu Hefe oder Sauerteig – und Zeit.
  • Verschiedene Zusatzstoffe sollen vor allem letztere ersetzen, das Aussehen vereinheitlichen und die industrielle Fertigung ermöglichen.
  • Moderner Weizen weist nicht grundsätzlich mehr Gluten auf, aber seine Zusammensetzung hat sich geändert.
  • Bei einer Brotunverträglichkeit kann Gluten die Ursache sein, muss es aber nicht. Ein gutes Sauerteigbrot kann hier Aufschluss bringen.

 
Ich habe nichts gegen Brot. Im Gegenteil. Brot gehört für mich zu den Lebensmitteln, bei denen ich mich regelmäßig frage, wie man etwas so Einfaches derart kompliziert machen konnte. Was meine ich? Einfach war früher: Mehl, Wasser, Salz. Dazu Sauerteig oder Hefe – mehr brauchte es im Prinzip nicht.
Und es kam noch eine Zutat hinzu, die heute auf keiner Zutatenliste steht: Zeit. Ein Teig durfte ruhen und die Mikroorganismen arbeiteten. Dabei wurden Kohlenhydrate verändert und bestimmte schwerer verdauliche Bestandteile teilweise abgebaut. Niemand hätte damals von „Fermentationsmanagement“ gesprochen. Man ließ den Teig einfach stehen.
Zeitsprung in das Jahr 2026. Zeit ist kostbar – und übrigens noch nicht an sich besteuert. Dennoch ist Zeit angeblich Geld. Deswegen muss es beim Brot schneller gehen. Nicht nur schneller, sondern auch maschinengängig, lagerfähig und möglichst jeden Morgen genauso aussehen wie am Tag zuvor. „Zeit“ stört dabei, also hilft man nach. Und die Lebensmittelchemie mit ihren Segnungen steht selbstverständlich bereit.

Vom Brot zum kleinen „lebensmitteltechnischen Projekt“

Wer sich einmal die Zutatenliste abgepackter Brote oder Aufbackbrötchen angesehen hat, stellt fest, dass aus Mehl, Wasser und Salz oftmals ein kleines „lebensmitteltechnisches Projekt“ wurde: Emulgatoren, Säuerungsmittel, Enzyme, Zucker, Öle, Backmittel und je nach Produkt auch zusätzliches Weizengluten.
Selbstverständlich ist nicht jedes industriell hergestellte Brot vollgestopft mit Zusatzstoffen. Und natürlich backt auch nicht jeder kleine Bäcker noch wie vor hundert Jahren. Das Schild „Handwerk“ über der Tür sagt leider nichts darüber aus, wie lange ein Teig tatsächlich geführt wurde. Wenn ich Bäckereifachverkäufer frage, wie sich das Brot genau zusammensetzt oder wie lange der Teig geführt wurde, werde ich in gefühlt 90 Prozent der Fälle mit großen Augen angesehen.
Da ist es auch kein Wunder, dass mir heute immer mehr Patienten sagen: „Ich vertrage Brot nicht mehr.“ Ja, ich weiß: Früher war nicht alles besser. Bei Brot und Brötchen darf man darüber zumindest diskutieren. Sehr schnell fällt im Zusammenhang mit solchen Unverträglichkeiten ein Wort: Gluten.

Gleich, welche Zutaten enthalten sind: Brot sollte immer Zeit zum Gehen bekommen.

Foto: Magone/iStock

Mehr Gluten als früher?

Gluten ist das Klebereiweiß des Weizens und verwandter Getreidearten. Genau genommen handelt es sich um verschiedene Speicherproteine, vor allem Gliadine und Glutenine. Ohne Gluten wäre das luftige Brötchen oder Brot, wie wir es kennen, kaum möglich. Der Kleber bildet im Teig ein elastisches Gerüst und hält die beim Gären entstehenden Gase fest.
Bei einer Zöliakie brauchen wir gar nicht zu diskutieren. Gluten löst bei diesen Patienten eine Autoimmunreaktion aus. Betroffene müssen Gluten konsequent meiden. Daran ändert auch der beste Sauerteig der Welt nichts.
Interessanter ist die weit größere Gruppe von Menschen, die keine Zöliakie haben, nach Brot oder Weizenprodukten aber trotzdem über Blähungen, Bauchschmerzen, Müdigkeit oder Verdauungsprobleme klagen. Dazu hört man häufig: Der moderne Weizen sei auf immer mehr Gluten gezüchtet worden. Ganz so pauschal lässt sich das allerdings nicht behaupten.

Das Korn unter der Lupe

Forscher haben 60 deutsche Winterweizensorten untersucht, deren Zulassungsjahre von 1891 bis 2010 reichen. Dabei zeigte sich kein signifikanter Anstieg des gesamten Glutengehaltes. Der Gesamtproteingehalt und die Gliadine nahmen sogar eher ab. Verändert hat sich allerdings die Zusammensetzung: Bestimmte Glutenine, die für Elastizität und Backqualität wichtig sind, nahmen zu. Die Züchtung hat den Weizen also sehr wohl verändert.
Die Backindustrie hat ohnehin noch eine einfachere Methode. Wenn das Mehl nicht die gewünschten Backeigenschaften besitzt, kann man Gluten einfach hinzufügen. Das nennt sich dann Vitalweizengluten. Es wird aus Weizen gewonnen und verbessert unter anderem die Teigstabilität und das Brotvolumen. Je nach Rezeptur wird solches Weizengluten zusätzlich zum Mehl eingesetzt. Das macht Brot und Brötchen noch „fluffiger“.
Man könnte sagen: Wenn der Weizen nicht genügend Kleber für das gewünschte Ergebnis mitbringt, bekommt er eben Nachhilfe. Das ist besonders praktisch, wenn Vollkornteige, eiweißreiche Brote oder andere Mischungen nicht so brav aufgehen, wie es die Produktionsanlage gern hätte.
Und anschließend wundert man sich, warum Gluten plötzlich ein Verkaufsschlager geworden ist. Die einen geben es hinein, die anderen schreiben „glutenfrei“ auf die Packung. Willkommen in den „Modernen Zeiten“. Charlie Chaplin hat dem Irrsinn der Maschinenwelt bereits 1936 ein Denkmal gesetzt.

Forscher haben 60 deutsche Winterweizensorten untersucht und festgestellt, dass der Gesamtproteingehalt und die Gliadine seit 1891 abgenommen haben.

Foto: Frolova_Elena/iStock

Zeit und Herstellungsweise machen den Unterschied

Zurück ins Jahr 2026. Bei manchen Menschen könnte hinter den Beschwerden allerdings noch etwas ganz anderes stecken. Weizen enthält nämlich Fruktane. Diese gehören zu den sogenannten FODMAPs, einer Gruppe kurzkettiger Kohlenhydrate, die im Dünndarm teilweise schlecht aufgenommen werden. Gelangen größere Mengen davon in den Dickdarm, freuen sich dort zunächst die Bakterien. Der Besitzer des Darms freut sich möglicherweise etwas weniger.
Es entstehen Gase, Wasser wird in den Darm gezogen. Bei empfindlichen Menschen können Blähungen, Druck, Schmerzen, Durchfall oder andere Beschwerden auftreten. Gerade beim Reizdarmsyndrom ist dieser Zusammenhang inzwischen gut untersucht. Das ist insofern bemerkenswert, als jemand nach zwei Brötchen Bauchschmerzen bekommen und anschließend völlig korrekt beobachten kann: „Weizen vertrage ich nicht.“ Gluten kann der Schuldige sein, muss aber nicht.
Und jetzt taucht unsere verschwundene Zutat wieder auf: Zeit. Bei langer Sauerteigführung können Mikroorganismen einen Teil der Fruktane abbauen. Das Brot verändert sich also bereits während der Herstellung. Ich frage mich deshalb, weshalb wir beim Thema Ernährung ständig darüber reden, was wir essen, aber so selten darüber, wie diese Lebensmittel hergestellt wurden.
Weizen ist eben nicht gleich Brot. Ein Mehl, das innerhalb kürzester Zeit mit Backhilfsmitteln und viel Hefe zu einem Brötchen verarbeitet wird, ist etwas anderes als ein Teig, der über viele Stunden fermentieren durfte.

Das große Aber

Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Sauerteigbrot automatisch bekömmlich ist. Die Studienlage ist auch hier nicht so eindeutig, wie es manche Sauerteigmissionare gern hätten. Weniger FODMAPs bedeuten in klinischen Untersuchungen nicht zwangsläufig, dass jeder Mensch das Brot plötzlich problemlos verträgt. Menschen haben leider die unangenehme Eigenschaft, komplizierter zu sein als Laborwerte.
Und dann wäre da noch der Acker. Denn bevor der Weizen im Brot landet, steht er einige Monate draußen. In der konventionellen Landwirtschaft können dabei Herbizide, Fungizide, Insektizide und andere Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen.
Glyphosat ist nur einer dieser Stoffe, allerdings der bekannteste. Die verbreitete Behauptung, in Deutschland werde Weizen vor der Ernte routinemäßig mit Glyphosat „totgespritzt“, um ihn schneller trocken zu bekommen, stimmt so nicht. Eine Anwendung allein zur Sikkation, also zur Beschleunigung der Abreife oder Ernte, ist in der EU nicht erlaubt.
Das bedeutet aber nicht, dass Pflanzenschutzmittelrückstände im Getreide überhaupt kein Thema wären. Die Lebensmittelüberwachung findet regelmäßig Rückstände verschiedener Substanzen. Der größte Teil liegt innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte.
Unsere Behörden schließen daraus, dass bei „bestimmungsgemäßer Anwendung“ kein relevantes Gesundheitsrisiko zu erwarten sei. Behörden und Grenzwerte halt. Ich will hier auch keine Diskussion um Grenzwerte eröffnen. Denn die würde die Frage nicht beantworten, die ich mir beim Einkauf stelle.
Ein Plastikcontainer mit der Aufschrift "Glyphosat" bei einer Protestaktion vor dem Eingang des Chemiekonzerns Bayer. (Archivbild)

Ein Plastikcontainer mit der Aufschrift „Glyphosat“ bei einer Protestaktion vor dem Eingang des Chemiekonzerns Bayer. (Archivbild)

Foto: Fabian Sommer/dpa

Was kann der Einzelne tun?

Ich möchte nämlich nicht wissen, wie viel von einem Stoff ich gerade noch essen darf, ohne dass der Gesetzgeber ein Problem sieht. Mich interessiert eher, wie ich meine Belastung mit solchen Stoffen möglichst gering halte. Das gilt besonders für Lebensmittel, die täglich auf dem Tisch stehen. Wer morgens Brötchen, mittags Nudeln und abends Brot isst, hat mit Getreide nicht gerade eine seltene Begegnung.
Biogetreide ist deshalb für mich eine vernünftige Option. Nicht weil ein konventionelles Brötchen zur toxikologischen Zeitbombe wird, sondern weil Untersuchungen bei Biolebensmitteln deutlich häufiger eben keine quantifizierbaren Rückstände synthetischer Pflanzenschutzmittel finden.
Man kann sich natürlich auch darüber lustig machen und sagen, die Mengen seien doch winzig und an irgendetwas müsse man sowieso sterben. Stimmt. Die Menge macht bekanntlich das Gift. Aber daraus folgt noch nicht, dass jede vermeidbare Menge automatisch sinnvoll ist.
Was mache ich also mit einem Patienten, der mir sagt, er vertrage Brot nicht mehr? Ich würde zunächst wissen wollen, welches Brot er überhaupt isst. Ist es ein lange geführtes Sauerteigbrot oder ein Schnellbrot? Welche Zutaten stehen auf der Packung? Wurde zusätzlich Gluten verwendet? Gibt es eine gesicherte Zöliakie? Passen die Beschwerden eher zu einer FODMAP-Problematik? Und wie sieht der Rest der Ernährung aus?
Manchmal ist ein Versuch mit einem guten Sauerteigbrot aus wenigen Zutaten erstaunlich aufschlussreich. Viele Menschen berichten mir inzwischen auch: „Ich backe wieder selbst.“ Dann weiß man wenigstens, was drin ist – und vor allem, wie viel Zeit der Teig bekommen hat.
Und es gibt noch eine Möglichkeit. Ich selbst esse inzwischen praktisch kein Brot mehr. Nicht aus Angst vor Gluten oder weil ich Brot grundsätzlich für schlecht halte. Es hat sich einfach so ergeben. Und ich finde bis heute erstaunlich, wie gut das geht.
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Roggenmehl und Apfelessig: Das natürliche Duo für schönes Haar + Rezept


In Kürze:

  • Roggenmehl ist reich an Inhaltsstoffen, die krauses Haar und Haarbruch mindern können.
  • Auch verdünnter Apfelessig ist gut fürs Haar, denn er entfernt Produktrückstände und verleiht Glanz.
  • Es ist sehr einfach, ein Shampoo aus Roggenmehl und eine Spülung aus Apfelessig zu Hause selbst herzustellen.

 
Was haben Roggenmehl und Apfelessig gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Und doch können sie beide als natürliche Mittel zur Haarwäsche zum Einsatz kommen – ganz ohne schädliche Inhaltsstoffe und zu einem Bruchteil der Kosten kommerzieller Produkte.

Wie Roggenmehl das Haar „wäscht“

Roggenmehl

Roggenvollkornmehl gemischt mit Wasser ergibt ein natürliches Shampoo.

Foto: Alexandra Roach/The Epoch Times

Roggenmehl schäumt zwar nicht wie herkömmliches Shampoo, vermag aber dennoch Haar und Kopfhaut zu reinigen. Mit Wasser vermischt, bildet es eine milde Paste, die Fett, Schmutz und Rückstände entfernt, ohne die Kopfhaut dabei stark auszutrocknen.
Ein Grund dafür sind Pflanzenstoffe im Roggen, die antioxidative Eigenschaften besitzen. Zudem hat er von Natur aus einen leicht sauren pH-Wert, der nahe am normalen Bereich der Kopfhaut von etwa 4,5 bis 5,5 liegt. Das ermöglicht es, Reibung, krauses Haar und Haarbruch zu verringern.
Zudem hilft ein Shampoo aus Roggenmehl bei trockener oder schuppiger Haut. Besonders im Sommer – wenn die Hitze Jucken verursachen kann – kann es die Kopfhaut beruhigen.
Die präbiotischen Ballaststoffe des Getreides unterstützen die natürliche Abwehr gegen schädliche Bakterien und Pilze. Die Forschung zu den Enzymen und Ballaststoffen des Roggens konzentriert sich jedoch aktuell hauptsächlich auf Ernährung und Backen, nicht auf die direkte Gesundheit der Kopfhaut.

Wie Apfelessig das Haar „spült“

Apfelessig

Verdünnter Apfelessig ist eine natürliche Spülung für das Haar.

Foto: Alexandra Roach/The Epoch Times

Einige herkömmliche Shampoos und Spülungen enthalten Beschichtungsstoffe, die nach dem Waschen im Haar verbleiben. Sie können sich mit der Zeit auf Haar und Kopfhaut ablagern. Dazu gehören unter anderem wasserlösliche Silikone, schwere Wachse und Kunststoffpolymere.
Ablagerungen können sich unter anderem wie folgt zeigen:
  • Das Haar fühlt sich schwer an.
  • Der Haaransatz ist fettig.
  • Die Spitzen sind trocken und spröde.
  • Die Kopfhaut juckt und schuppt.
Die natürlichen Eigenschaften von Apfelessig können helfen, das Haar zu pflegen, indem sie den pH-Wert der Kopfhaut ausgleichen und Ablagerungen entfernen. Das trägt dazu bei, Mikroben zu bekämpfen und Reizungen zu verringern. Zudem enthält naturtrüber Apfelessig Antioxidantien, die Haarfollikel vor Schäden schützen.
Apfelessig hat außerdem weitere Fähigkeiten:
  • Er ist von Natur aus säurehaltig und hat einen pH-Wert von etwa 2 bis 3. Wenn man ihn mit Wasser verdünnt, schont er Kopfhaut und Haar.
  • Eine saure Spülung kann der Alkalität einiger Haarpflegeprodukte entgegenwirken. Hohe Alkalität lässt die Schuppenschicht des Haares aufquellen, was es rau und stumpf wirken lässt.
  • Der Säuregehalt einer verdünnten Essigspülung kann dazu beitragen, die äußere Schuppenschicht zu glätten und zu versiegeln. Das macht die Haare geschmeidiger und verleiht ihnen Glanz.

So stellen Sie Ihre natürlichen Haarpflegeprodukte her

Das Waschen der Haare mit Roggenmehl und Essig erfordert zwar etwas Vorbereitung, aber es kann alles mit einfachen Küchenutensilien zu Hause gemacht werden.

Vor dem Start: Sicherheitstipps

Wer eine Roggenallergie hat oder kein Gluten verträgt, sollte Roggenmehl meiden. Nur fein gemahlenes Roggenmehl verwenden, es gründlich ausspülen und besonders vorsichtig bei Haaren sein, die gefärbt, gebleicht, geglättet, dauergewellt, sehr trocken oder brüchig sind.

Roggenmehl-Shampoo: Rezept + Anwendung

Das Haarwaschmittel aus Roggenmehl ist einfach herzustellen und sollte jedes Mal frisch zubereitet werden.
Darüber hinaus enthält Roggenmehl weniger Gluten und mehr Schleimstoffe, wodurch es in Verbindung mit Wasser weniger elastisch und klebrig wird als Weizenmehl. Das macht das Ausspülen sehr einfach und eignet sich gut für langes Haar. Außerdem hat es den Vorteil, dass der Abfluss nicht verstopft wird – vorausgesetzt, man verwendet ein Haarsieb.

Zubehör 

  • Schüssel
  • Messbecher
  • Schneebesen oder Handrührgerät

Zutaten

  • 35 Gramm fein gemahlenes Roggenvollkornmehl
  • 180 Milliliter Wasser, Kräutertee (Ringelblume) oder Pflanzenwasser (Lavendelwasser)

Zubereitung 

  1. Das Roggenmehl in einer kleinen Schüssel mit dem Wasser vermischen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Für einen zusätzlichen Duft einen Kräutertee oder ein Pflanzenwasser verwenden.
  2. Die Mischung 15 Minuten ruhen lassen. Das hilft, die Schleimstoffe aus dem Mehl besser zu lösen.
  3. Die Konsistenz sollte am Ende der von Joghurt ähneln. Ist das Gemisch zu dickflüssig, nach und nach Wasser hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Alles gut verrühren.
 

Anwendung

  • Den Kopf über das Waschbecken oder die Badewanne beugen und das Roggenmehl-Shampoo sanft ins trockene Haar und in die Kopfhaut einmassieren. Dabei besonders auf Bereiche achten, die zu Fettigkeit neigen.
  • Die Mischung 5 bis 10 Minuten einwirken lassen.
  • Alles gründlich mit Wasser ausspülen, bis das gesamte Roggenmehl vollständig entfernt ist.
Man kann das Roggenmehl-Shampoo nach Bedarf anwenden. Aber man sollte langsam anfangen und darauf achten, wie die Kopfhaut und das Haar darauf reagieren.

Rezept für Spülung aus naturtrübem Apfelessig

Wer hartnäckige Produktrückstände aus dem Haar entfernen und zusätzlichen Glanz erzielen möchte, kann die folgende Apfelessig-Spülung ausprobieren.

Sicherheitstipps

Bevor man Apfelessig auf Haar oder Kopfhaut aufträgt, sollte man ihn immer verdünnen. Den Kontakt mit den Augen oder verletzter, gereizter Haut vermeiden. Falls Brennen, Rötungen, Juckreiz oder Unwohlsein auftreten, die Stelle sofort mit Wasser abspülen.

Zubehör 

  • Messbecher mit Ausguss oder eine Dosierflasche

Zutaten 

  • Ein Teil naturtrüber Apfelessig
  • Drei Teile Wasser
  • Ein Teil Aloe-Vera-Saft, optional

Zubereitung 

  1. Essig und Wasser in einem Messbecher oder einer Flasche mischen. Man kann beispielsweise 60 Milliliter Apfelessig und 180 Milliliter lauwarmes Wasser verwenden.
  2. Die verdünnte Essiglösung nach der Roggenmehl-Haarwäsche auf das Haar auftragen.
  3. Die Mischung mit den Fingerspitzen sanft in die Kopfhaut einmassieren und bis zu 5 Minuten einwirken lassen.
  4. Das Haar gründlich mit Wasser ausspülen.
Es mit der Essigspülung nicht übertreiben und sie nur etwa einmal pro Woche anwenden. Bei fettigem Haar kann man sie bis zu zweimal wöchentlich ausprobieren. Bei trockenem oder sprödem Haar reicht eine Anwendung alle zwei Wochen oder seltener.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „The 2 Natural Hair Cleansers Hiding in Your Pantry“ (redaktionelle Bearbeitung: as)