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Roggenmehl und Apfelessig: Das natürliche Duo für schönes Haar + Rezept


In Kürze:

  • Roggenmehl ist reich an Inhaltsstoffen, die krauses Haar und Haarbruch mindern können.
  • Auch verdünnter Apfelessig ist gut fürs Haar, denn er entfernt Produktrückstände und verleiht Glanz.
  • Es ist sehr einfach, ein Shampoo aus Roggenmehl und eine Spülung aus Apfelessig zu Hause selbst herzustellen.

 
Was haben Roggenmehl und Apfelessig gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Und doch können sie beide als natürliche Mittel zur Haarwäsche zum Einsatz kommen – ganz ohne schädliche Inhaltsstoffe und zu einem Bruchteil der Kosten kommerzieller Produkte.

Wie Roggenmehl das Haar „wäscht“

Roggenmehl

Roggenvollkornmehl gemischt mit Wasser ergibt ein natürliches Shampoo.

Foto: Alexandra Roach/The Epoch Times

Roggenmehl schäumt zwar nicht wie herkömmliches Shampoo, vermag aber dennoch Haar und Kopfhaut zu reinigen. Mit Wasser vermischt, bildet es eine milde Paste, die Fett, Schmutz und Rückstände entfernt, ohne die Kopfhaut dabei stark auszutrocknen.
Ein Grund dafür sind Pflanzenstoffe im Roggen, die antioxidative Eigenschaften besitzen. Zudem hat er von Natur aus einen leicht sauren pH-Wert, der nahe am normalen Bereich der Kopfhaut von etwa 4,5 bis 5,5 liegt. Das ermöglicht es, Reibung, krauses Haar und Haarbruch zu verringern.
Zudem hilft ein Shampoo aus Roggenmehl bei trockener oder schuppiger Haut. Besonders im Sommer – wenn die Hitze Jucken verursachen kann – kann es die Kopfhaut beruhigen.
Die präbiotischen Ballaststoffe des Getreides unterstützen die natürliche Abwehr gegen schädliche Bakterien und Pilze. Die Forschung zu den Enzymen und Ballaststoffen des Roggens konzentriert sich jedoch aktuell hauptsächlich auf Ernährung und Backen, nicht auf die direkte Gesundheit der Kopfhaut.

Wie Apfelessig das Haar „spült“

Apfelessig

Verdünnter Apfelessig ist eine natürliche Spülung für das Haar.

Foto: Alexandra Roach/The Epoch Times

Einige herkömmliche Shampoos und Spülungen enthalten Beschichtungsstoffe, die nach dem Waschen im Haar verbleiben. Sie können sich mit der Zeit auf Haar und Kopfhaut ablagern. Dazu gehören unter anderem wasserlösliche Silikone, schwere Wachse und Kunststoffpolymere.
Ablagerungen können sich unter anderem wie folgt zeigen:
  • Das Haar fühlt sich schwer an.
  • Der Haaransatz ist fettig.
  • Die Spitzen sind trocken und spröde.
  • Die Kopfhaut juckt und schuppt.
Die natürlichen Eigenschaften von Apfelessig können helfen, das Haar zu pflegen, indem sie den pH-Wert der Kopfhaut ausgleichen und Ablagerungen entfernen. Das trägt dazu bei, Mikroben zu bekämpfen und Reizungen zu verringern. Zudem enthält naturtrüber Apfelessig Antioxidantien, die Haarfollikel vor Schäden schützen.
Apfelessig hat außerdem weitere Fähigkeiten:
  • Er ist von Natur aus säurehaltig und hat einen pH-Wert von etwa 2 bis 3. Wenn man ihn mit Wasser verdünnt, schont er Kopfhaut und Haar.
  • Eine saure Spülung kann der Alkalität einiger Haarpflegeprodukte entgegenwirken. Hohe Alkalität lässt die Schuppenschicht des Haares aufquellen, was es rau und stumpf wirken lässt.
  • Der Säuregehalt einer verdünnten Essigspülung kann dazu beitragen, die äußere Schuppenschicht zu glätten und zu versiegeln. Das macht die Haare geschmeidiger und verleiht ihnen Glanz.

So stellen Sie Ihre natürlichen Haarpflegeprodukte her

Das Waschen der Haare mit Roggenmehl und Essig erfordert zwar etwas Vorbereitung, aber es kann alles mit einfachen Küchenutensilien zu Hause gemacht werden.

Vor dem Start: Sicherheitstipps

Wer eine Roggenallergie hat oder kein Gluten verträgt, sollte Roggenmehl meiden. Nur fein gemahlenes Roggenmehl verwenden, es gründlich ausspülen und besonders vorsichtig bei Haaren sein, die gefärbt, gebleicht, geglättet, dauergewellt, sehr trocken oder brüchig sind.

Roggenmehl-Shampoo: Rezept + Anwendung

Das Haarwaschmittel aus Roggenmehl ist einfach herzustellen und sollte jedes Mal frisch zubereitet werden.
Darüber hinaus enthält Roggenmehl weniger Gluten und mehr Schleimstoffe, wodurch es in Verbindung mit Wasser weniger elastisch und klebrig wird als Weizenmehl. Das macht das Ausspülen sehr einfach und eignet sich gut für langes Haar. Außerdem hat es den Vorteil, dass der Abfluss nicht verstopft wird – vorausgesetzt, man verwendet ein Haarsieb.

Zubehör 

  • Schüssel
  • Messbecher
  • Schneebesen oder Handrührgerät

Zutaten

  • 35 Gramm fein gemahlenes Roggenvollkornmehl
  • 180 Milliliter Wasser, Kräutertee (Ringelblume) oder Pflanzenwasser (Lavendelwasser)

Zubereitung 

  1. Das Roggenmehl in einer kleinen Schüssel mit dem Wasser vermischen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Für einen zusätzlichen Duft einen Kräutertee oder ein Pflanzenwasser verwenden.
  2. Die Mischung 15 Minuten ruhen lassen. Das hilft, die Schleimstoffe aus dem Mehl besser zu lösen.
  3. Die Konsistenz sollte am Ende der von Joghurt ähneln. Ist das Gemisch zu dickflüssig, nach und nach Wasser hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Alles gut verrühren.
 

Anwendung

  • Den Kopf über das Waschbecken oder die Badewanne beugen und das Roggenmehl-Shampoo sanft ins trockene Haar und in die Kopfhaut einmassieren. Dabei besonders auf Bereiche achten, die zu Fettigkeit neigen.
  • Die Mischung 5 bis 10 Minuten einwirken lassen.
  • Alles gründlich mit Wasser ausspülen, bis das gesamte Roggenmehl vollständig entfernt ist.
Man kann das Roggenmehl-Shampoo nach Bedarf anwenden. Aber man sollte langsam anfangen und darauf achten, wie die Kopfhaut und das Haar darauf reagieren.

Rezept für Spülung aus naturtrübem Apfelessig

Wer hartnäckige Produktrückstände aus dem Haar entfernen und zusätzlichen Glanz erzielen möchte, kann die folgende Apfelessig-Spülung ausprobieren.

Sicherheitstipps

Bevor man Apfelessig auf Haar oder Kopfhaut aufträgt, sollte man ihn immer verdünnen. Den Kontakt mit den Augen oder verletzter, gereizter Haut vermeiden. Falls Brennen, Rötungen, Juckreiz oder Unwohlsein auftreten, die Stelle sofort mit Wasser abspülen.

Zubehör 

  • Messbecher mit Ausguss oder eine Dosierflasche

Zutaten 

  • Ein Teil naturtrüber Apfelessig
  • Drei Teile Wasser
  • Ein Teil Aloe-Vera-Saft, optional

Zubereitung 

  1. Essig und Wasser in einem Messbecher oder einer Flasche mischen. Man kann beispielsweise 60 Milliliter Apfelessig und 180 Milliliter lauwarmes Wasser verwenden.
  2. Die verdünnte Essiglösung nach der Roggenmehl-Haarwäsche auf das Haar auftragen.
  3. Die Mischung mit den Fingerspitzen sanft in die Kopfhaut einmassieren und bis zu 5 Minuten einwirken lassen.
  4. Das Haar gründlich mit Wasser ausspülen.
Es mit der Essigspülung nicht übertreiben und sie nur etwa einmal pro Woche anwenden. Bei fettigem Haar kann man sie bis zu zweimal wöchentlich ausprobieren. Bei trockenem oder sprödem Haar reicht eine Anwendung alle zwei Wochen oder seltener.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „The 2 Natural Hair Cleansers Hiding in Your Pantry“ (redaktionelle Bearbeitung: as)
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Blutdruck & Zellschutz: Was passiert, wenn Sie regelmäßig Grünkohl essen?

In Kürze:

  • Grünkohl zeichnet sich durch einen außergewöhnlich hohen Gehalt an Vitaminen, bioverfügbarem Kalzium und sekundären Pflanzenstoffen aus.
  • Erst die richtige Küchenpraxis – wie das Kombinieren mit Fett, Kneten oder kurzes Anbraten – bricht die zähe Struktur auf und optimiert Geschmack und Nährstoffaufnahme.
  • Trotz seiner gesundheitlichen Vorteile sollten Personen, die Blutverdünner einnehmen oder an Schilddrüsenproblemen leiden, beim Verzehr gewisse Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Seit Jahrzehnten gilt Grünkohl als Nährstoffbombe. Die einen lieben ihn, die anderen meiden ihn wegen seiner Bitterkeit und zähen Struktur. Das Problem ist jedoch selten das Gemüse selbst, sondern die Zubereitung. Ein paar Kniffe verwandeln den winterlichen Klassiker in einen kulinarischen Genuss.

Das Nährstoffprofil: Mehr als nur Ballaststoffe

Gemessen an seiner Nährstoffdichte belegt Grünkohl Spitzenplätze in internationalen Analysen.
  • Vitamine im Überfluss: Eine Portion deckt den Tagesbedarf an Vitamin C und liefert reichlich Vitamin K sowie Beta-Carotin (die Vorstufe zu Vitamin A).
  • Der Kalziumkönig: Im Gegensatz zu Spinat enthält Grünkohl kaum Oxalate, welche die Aufnahme von Mineralstoffen wie Kalzium hemmen. Eine Studie in „Food Research International“ bestätigt, dass das im Grünkohl enthaltene Kalzium vom Körper im Vergleich zu vielen anderen Gemüsesorten in hohen Mengen aufgenommen werden kann.
  • Zellschutz: Pflanzenstoffe wie Glucosinolate, Lutein und Flavonoide tragen Untersuchungen zufolge dazu bei, die Gefäßgesundheit, die Augen (reduziertes Risiko für fortgeschrittene altersbedingte Makuladegeneration) und die körpereigene Entgiftung in der Leber zu unterstützen. Eine Studie im Magazin „Nutrients“ zeigt zudem, dass der regelmäßige Verzehr den Blutdruck senken kann.

Küchenpraxis: So werden die Nährstoffe bioverfügbar

Roher Grünkohl ist schwere Kost. Mit diesen drei goldenen Regeln der Redaktion maximieren Sie Geschmack und Gesundheit:
  • Fett und Säure kombinieren: Da Carotine fettlöslich sind, steigert ein Dressing auf Ölbasis die Aufnahme drastisch. Zitronensaft hilft zudem, das pflanzliche Eisen besser zu verwerten.
  • Schneiden und Ruhen lassen: Durch das Zerkleinern der Blätter wird das das Enzym Myrosinase aktiviert. Dadurch werden Glucosinolate in die bioaktiven Isothiocyanate (Senföle) umgewandelt, die im Körper ihre Wirkung entfalten können.
  • Die Massage: Wer Grünkohl roh als Salat (am besten die zartere Sorte Lacinato) essen möchte, sollte die Blätter, nachdem sie vom Stiel entfernt wurden, mit Olivenöl und Salz kräftig kneten. Das bricht die harten Zellwände auf.
Tipp für den Herd: Das Anbraten in der Pfanne (Sautieren) ist die verlässlichste Methode, um schnell eine Beilage zuzubereiten. Lockiger Grünkohl eignet sich hierfür besonders gut, da er seine Struktur behält.

Rezept: Sautierter Knoblauch-Grünkohl

Zubereitungszeit: 15 Minuten für 4 Personen
Zutaten: 225 g gehackte Grünkohlblätter (ohne Strunk), 2 EL Olivenöl, 3 gehackte Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer, 2 EL Zitronensaft.
Zubereitung: Öl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch 30 Sekunden andünsten. Grünkohl hinzufügen und unter Rühren 5 bis 7 Minuten garen, bis er zusammenfällt. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Risiken und Wissenswertes

Medikamente beachten: Aufgrund des hohen Vitamin-K-Gehalts sollten Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, den Verzehr von Grünkohl laut Empfehlungen von Gesundheitsbehörden mit ihrem Arzt abstimmen. In solchen Fällen sollen Schwankungen in der Vitamin-K-Zufuhr vermieden werden.
Schilddrüse: Bei Jodmangel sollte Grünkohl vorzugsweise gekocht verzehrt werden, da Hitze die enthaltenen Goitrogene reduziert, welche die Jodaufnahme hemmen.
Frost bringt Süße: Grünkohl schmeckt nach dem ersten Frost milder, da die Pflanze dann Stärke in Zucker umwandelt.
Weltraumgemüse: Sogar die NASA testet den Anbau von Grünkohl auf der ISS für zukünftige Marsmissionen.

 
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Kale: An Unpalatable but Highly Nutritious Leafy Green–How to Maximize Taste and Benefits“. (deutsche Bearbeitung: vm)