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Ukraine, Taiwan, Migration: Die wichtigsten Beschlüsse des G7-Gipfels


In Kürze:

  • G7 sagt der Ukraine weitere militärische und wirtschaftliche Unterstützung zu.
  • Sanktionen gegen Russlands Öl- und Gassektor sollen verschärft werden.
  • Unterstützung für das US-Iran-Abkommen und eine sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus.
  • Deutliche Positionierung zugunsten von Stabilität in der Taiwanstraße.

 
Zum Ende des G7-Gipfels in Évian haben die dort versammelten Führer der größten westlichen Industriestaaten eine Reihe gemeinsamer Erklärungen verabschiedet. Diese befassten sich mit unterschiedlichen Themen, die von Geopolitik und Sicherheit über Gesundheit, Migration und wirtschaftlicher Stabilität bis zu Wachstum und neuen Technologien reichten.
Auf diese Weise unterstrichen die G7 erneut ihre stärkere geopolitische Ausrichtung. Dazu versuchten sie, Bereiche wie Sicherheits-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik enger miteinander zu verknüpfen.

G7 wollen „russische Kriegswirtschaft“ stärker unter Druck setzen

Die G7 bekräftigten erneut ihre „unerschütterliche Unterstützung” für die Ukraine.Sie bekräftigten, deren „Freiheit, Souveränität und territoriale Integrität“ weiterhin verteidigen zu wollen. Dazu wolle man die ukrainische Luftverteidigung weiter ausbauen, zusätzliche Abfangsysteme liefern und weitere Langstreckensysteme bereitstellen.
Als weitere Maßnahme bringen die G7 eine mögliche Ausweitung der Produktionslizenzen für die ukrainische Rüstungsindustrie ins Spiel. Außerdem rechnet man offenbar damit, dass im Winter erneut eine zusätzliche Unterstützung für die Energieversorgung erforderlich werden würde.
Die G7 sprechen sich auch für erhöhten Druck auf Russland durch verschärfte Sanktionen aus, die sich insbesondere gegen den Öl- und Gassektor richten sollen. Die Erklärung spricht von der behaupteten Notwendigkeit einer „Intensivierung des wirtschaftlichen Drucks auf die russische Kriegswirtschaft“.

Unterstützung für Abkommen zwischen den USA und Iran

Mit Blick auf die Entwicklung in der Golfregion begrüßen die G7 das Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Dieses biete eine „historische Chance“, den Erwerb von Atomwaffen durch den Iran dauerhaft zu verhindern. Die G7 bieten ihre Unterstützung bei weiteren Verhandlungen über ein umfassendes Sicherheitsabkommen an.
Dazu bekennen sich die sieben größten westlichen Industriestaaten dazu, die Straße von Hormus offenzuhalten. Darüber hinaus regen sie eine von Frankreich und Großbritannien geführte maritime Schutzmission an. Sie sprechen sich auch für einen Waffenstillstand im Libanon aus, der jedoch mit einer Entwaffnung der Hisbollah einhergehen müsse.
In der Erklärung finden sich auch Forderungen nach einer Beschleunigung der humanitären Hilfe und des Wiederaufbaus in Gaza sowie ein Aufruf zum Ende der Gewalt in Judäa und Samaria, dem sogenannten Westjordanland. Um ihre Abhängigkeit von der Straße von Hormus zu verringern, soll das G7-Mitglied Kanada künftig eine größere Rolle als Energielieferant spielen.

Kritische Worte in Richtung China und Nordkorea

Mit Blick auf Asien bekennt sich der Verbund erneut zu einer „freien und offenen Indo-Pazifik-Region“, wobei die Passage zur Taiwanstraße besonders deutlich ausfiel. Die G7 betonen, jede Änderung des Status quo durch Gewalt oder Zwang abzulehnen. Stattdessen sei eine friedliche Lösung von Konflikten im Ost- und Südchinesischen Meer sowie rund um Taiwan erforderlich.
Die Gemeinschaft übt auch deutliche Kritik am Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas. Von Pjöngjang fordern sie eine vollständige Denuklearisierung. Zudem sprechen sie eine Missbilligung von Kryptowährungsdiebstählen und Cyberkriminalität aus, die von Nordkorea ausgingen.
Darüber hinaus sprachen die G7 auch die Notwendigkeit der Fortsetzung von globalen wirtschaftlichen Ungleichgewichten an – wobei sie insbesondere China und dessen Handelspraktiken erwähnten. Die westlichen Industriestaaten werfen der Führung in Peking unter anderem vor, Seltene Erden als Druckmittel zu verwenden, im Westen in großem Stil Industrie- und Forschungsspionage zu betreiben und Überkapazitäten durch Überschwemmung von Märkten mit Billigexporten abzubauen.

Irreguläre Migration und Schleuser-Tätigkeit als „Bedrohung staatlicher Souveränität“

Eine weitere Erklärung beschäftigte sich mit der Schleuserkriminalität. Die entsprechenden Netzwerke wolle man energischer bekämpfen. Dazu wolle man stärker mit den Herkunfts- und Transitstaaten zusammenarbeiten. Zudem plant man, die Zusammenarbeit mit Internetplattformen im Kampf gegen Online-Schleusung zu intensivieren und gezielte Sanktionen gegen beteiligte Personen und Organisationen zu verhängen.
Gleichzeitig bekennen die G7 sich zu einer erleichterten Rückführung von Personen ohne Aufenthaltsrecht. Die Teilnehmer bezeichnen irreguläre Migration und Menschenhandel ausdrücklich als „grenzüberschreitende Bedrohung staatlicher Souveränität“.
Weitere Entschließungen betreffen den internationalen Drogenhandel und die Entwicklungs- sowie Gesundheitspolitik. Ein neues „G7+ Ports Network“ soll demnach zur Sicherung wichtiger Häfen beitragen. Auch soll es eine bessere Zusammenarbeit von Polizei- und Zollbehörden gegen Geldwäsche und Unterwanderung des Staates durch kriminelle Netzwerke geben.

G7 für sichere Lieferketten und engere Zusammenarbeit in der Krebsforschung

In der Entwicklungspolitik wolle man die afrikanischen Staaten beim Schuldenmanagement unterstützen und Projekte in Bereichen wie Infrastruktur, Energie und Digitales fördern. Große Bedeutung misst man auch dem Ausbau sicherer Lieferketten für kritische Rohstoffe.
Die G7 rufen mit Blick auf den Ebola-Ausbruch in der DR Kongo und in Uganda zu einer koordinierten internationalen Reaktion auf. Schwerpunkte dabei sollen Impfstoffentwicklung, Diagnostik und Grenzkontrollen sein. Auch bei der Krebsbekämpfung vereinbarte man eine engere internationale Zusammenarbeit. Dabei solle es unter anderem um Krebsforschung, Datenaustausch, Früherkennung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Onkologie gehen.
 
 
 
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Die Eheformel: Wie die Partnerschaft das Krebsrisiko beeinflusst

In Kürze:

  • Unverheiratete haben laut aktuellen Studienergebnissen eine höhere Krebsrate (Männer +68 %, Frauen +85 %).
  • Der Unterschied betrifft vor allem Krebsarten durch veränderbare Lebensstile, Viren (HPV), Rauchen und Alkohol.
  • Genetische oder hormonelle Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs hängen kaum vom Familienstand ab.
  • Ehepartner schützen sich gegenseitig durch gesündere Gewohnheiten, Vorsorge und das Achten auf Symptome.

 
Die Ehe gilt seit Langem als Schutzschild für die Gesundheit. Partnerschaft, gemeinsame Ressourcen und gegenseitige Pflege im Alltag tragen maßgeblich dazu bei, wie gut Menschen sich von Krankheiten erholen.
In der Krebsforschung zeigt sich dieses Muster auffallend konsistent: Verheiratete Patienten überleben nach einer Diagnose im Durchschnitt länger.
Doch beeinträchtigt der Beziehungsstatus auch das Risiko, überhaupt erst zu erkranken?
Eine großangelegte Studie in „Cancer Research Communications“ verglich verheiratete, geschiedene und verwitwete Menschen mit Personen, die nie geheiratet hatten. Das Ergebnis im Vergleich zu verheirateten Paaren ist eindeutig:
  • Männer: Wer nie verheiratet war, hat eine um 68 Prozent höhere Krebsrate.
  • Frauen: Bei Frauen, die nie geheiratet haben, liegt die Krebsrate sogar um 85 Prozent höher.
Diese Erkenntnisse gewinnen drastisch an Bedeutung, da sich unsere Familienstrukturen stark verändern: Die Heiratsraten unter jungen Erwachsenen sinken weltweit stetig.

Warum haben verheiratete Menschen ein geringeres Krebsrisiko?

Die Autoren der Studie analysierten Daten von US-Erwachsenen ab 30 Jahren. Dabei zeigte sich ein klares Bild:
  • Das erhöhte Krebsrisiko bei Alleinstehenden betrifft die meisten Krebsarten.
  • Der Trend zieht sich durch fast alle demografischen Gruppen.
  • Die genaue Ausprägung der Krebsinzidenz variiert jedoch je nach Gruppe und Krebsart.
Besonders auffällig war der Unterschied bei Gebärmutterhals-, Anal-, Leber- und Magenkrebs sowie bei bestimmten Lymphomen, die mit veränderbaren Risikofaktoren wie Infektionen, Rauchen und Alkoholkonsum in Verbindung stehen.
Krebsarten wie Brust-, Schilddrüsen- und Prostatakrebs zeigen deutlich geringere Unterschiede zwischen Verheirateten und Singles. Diese Erkrankungen werden stärker beeinflusst durch:
  • Vererbte Gene
  • Natürliche hormonelle Faktoren
  • Biologische Faktoren

Wie die Ehe das Risiko senkt

Die Ehe kann das Krebsrisiko auf vielfältige Weise beeinflussen. Sie bietet unter anderem einen stärkeren Schutz vor wechselnden Sexualpartnern, übermäßigem Rauchen und Alkoholkonsum.
Dieser Schutz ist im Vergleich zum reinen Zusammenleben oder dem Singlestatus ausgeprägter.
Laut der Studie wiesen Personen, die nie verheiratet waren, das höchste Risiko für HPV-bedingte Krebserkrankungen auf. Die Inzidenzraten zeigen drastische Unterschiede:
Bei Männern: Das Risiko für Analkrebs war mehr als fünfmal höher.
Bei Frauen: Das Risiko für Gebärmutterhalskrebs war fast dreimal höher.
Diese Abweichungen spiegeln wahrscheinlich Unterschiede im Sexualverhalten, in der HPV-Exposition und bei der Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen wider.
„Verheiratete Partner achten möglicherweise gegenseitig auf übermäßigen Alkoholkonsum, Rauchen sowie Symptome und Anzeichen von Gesundheitsproblemen und bieten einander größere soziale und finanzielle Unterstützung“, ordnete Jagdish Khubchandani, Krebsepidemiologe und Professor für öffentliche Gesundheit an der New Mexico State University, die Studienergebnisse gegenüber Epoch Times in einer E-Mail ein.
Verheiratete Menschen könnten von gesünderen Gewohnheiten profitieren, zu denen ihre Partner sie ermutigen, wie beispielsweise eine gesunde Ernährung und körperliche Aktivität, sagte er weiter.

Partner als Gesundheitscoach: Soziale Unterstützung und das gemeinsame Achten auf Symptome schützen vor schweren Krankheiten.

Foto: monkeybusinessimages/iStock

Diese sozialen, wirtschaftlichen und lebensstilbezogenen Vorteile könnten dazu beitragen, das Risiko von Gesundheitsproblemen zu senken.
Die Studie vom April stellte auch Unterschiede bei den Erkrankungsraten für Gebärmutter- und Eierstockkrebs je nach Familienstand fest, was teilweise mit der schützenden Wirkung von Geburten gegen diese Krebsarten zusammenhängen könnte.
„Zwar kann Stress in der Ehe negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben, doch überwiegen die Vorteile der Ehe die stressbedingten Risiken“, sagte Dr. Rumaisa Hameed, Onkologin und Hämatologin, gegenüber Epoch Times.
Die Ehe könne dazu beitragen, einige dieser Faktoren auszugleichen, indem sie die Unterstützung, das Vertrauen und die Interaktion mit dem Gesundheitssystem verbessere, sagte sie.

Jenseits des Familienstands: Welche Faktoren können die Gesundheit schützen?

Fokus auf die Krebsvorsorge bei Singles

Die Autoren der Studie betonen, dass Erwachsene, die nie verheiratet waren, eine wichtige Zielgruppe für Krebsprävention und Früherkennung sein sollten. Das gilt besonders vor dem Hintergrund von:
  • sinkenden Heiratsraten
  • späteren oder ausbleibenden Geburten
  • sich wandelnden sozialen Normen

Gesundheitsschutz ohne Trauschein

Die gesundheitlichen Vorteile einer Ehe lassen sich möglicherweise auch durch andere Anpassungen erreichen. Professor Khubchandani empfiehlt dafür folgende konkrete Maßnahmen:
Er fungiert wahrscheinlich als Indikator für kumulierte soziale Vorteile und eine Reihe miteinander verbundener Faktoren, die das Gesundheitsverhalten und den Zugang zur Versorgung prägen.

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „The Unexpected Connection Between Marriage and Cancer Risk“. (deutsche Bearbeitung: vm)