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Die Renaissance der Steckrüben


In Kürze:

  • Steckrüben sind ein traditionelles Herbst- und Wintergemüse.
  • Sie enthalten wertvolle Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe und gelten als Schlankmacher. 
  • Das Gemüse lässt sich abwechslungsreich zubereiten – von Suppe, Eintopf bis Ofengemüse oder Bratling.

 
Ältere Generationen kennen sie noch als festen Bestandteil der täglichen Ernährung: die Steckrübe, auch Kohlrübe, Butterrübe, Erdkohlrabi, Rutabaga, Wruke oder Dotsche genannt. Lange Zeit galt das Gemüse als Arme-Leute-Essen, denn in Not- und Kriegszeiten war es oft eines der wenigen verfügbaren Nahrungsmittel. Seit dem „Steckrübenwinter“ von 1916/17, als nach einer Kartoffelmissernte die Steckrübe zum Hauptnahrungsmittel wurde, waren sie lange Zeit verrufen.
Heute erlebt das einstige Notgemüse eine wahre Renaissance. Aus gutem Grund, denn dass Gemüse ist einfach zu kultivieren, regional und saisonal verfügbar und liefert wertvolle Vitalstoffe. So überzeugt die Steckrübe nicht nur mit ihrem Gehalt an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, sondern auch mit Ballaststoffen bei gleichzeitig wenigen Kalorien. Das macht die Rübe zu einem äußerst gesunden Gemüse, mit dem sich viele abwechslungsreiche Gerichte kochen lassen.
Die Steckrübe (Brassica napus subsp. rapifera) zählt zur Familie der Kreuzblütler und ist eng mit Brokkoli, Senf und Kohlrabi verwandt. Nach Deutschland kam das Kohlgemüse vermutlich im 17. Jahrhundert aus Skandinavien, weshalb sie auch als „Schwedische Rübe“ bekannt wurde. Heute wird die Rübe weltweit angebaut.
Für den Verzehr sind Sorten mit leicht gelblichem bis orangem Fleisch bevorzugt geeignet. Sie haben ein angenehm würzig, leicht süßlich bis herbes Aroma, das an Kohlrabi erinnert. Ihre Schale kann graugrün, beige bis leicht gelb oder rot-violett gefärbt sein. Steckrüben mit weißem Fleisch hingegen werden traditionell für die Tierfütterung verwendet.

Warum Steckrüben gesund sind

Wie alle Kreuzblütler enthalten auch Steckrüben Glucosinolate, die beim Zerkleinern oder Kauen in Isothiocyanate (Senföle) umgewandelt werden. Isothiocyanate sind für ihre antibakteriellen, entzündungshemmenden und krebshemmenden Eigenschaften bekannt und zählen zu den wichtigsten bioaktiven Substanzen in Steckrüben. Weiterhin befinden sich Beta-Carotine in der Rübe – je stärker sie gelb oder orange gefärbt ist, umso mehr ist davon enthalten. Beta-Carotine (Provitamin A) unterstützen die Funktion der Augen sowie Haut und Schleimhäute.
Darüber hinaus befinden sich wichtige Vitamine in der Kohlrübe. Mit 35 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm unterstützt die Knolle das Immunsystem. Das enthaltene Folat macht sie zu einem Gemüse, dass die Zellteilung, das Wachstum und die Gefäßgesundheit fördert. Weitere B-Vitamine wie B1, B2 und insbesondere B6 unterstützen die Energiegewinnung aus Eiweiß und Kohlehydraten. Vitamin B6 ist zudem an der Bildung wichtiger Neurotransmitter und Hormone beteiligt.
Mit Calcium, Magnesium, Eisen und reichlich Kalium versorgen Steckrüben den Körper mit wichtigen Mineralien. Vor allem Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks und kann Herz und Kreislauf entlasten.
Obwohl Steckrüben süß schmecken, enthalten sie nur sieben Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm. Da sie zudem nur halb so viel Kalorien enthalten wie Kartoffeln, ist das Gemüse eine ideale Wahl, um Gewicht zu verlieren oder zu halten.

Tipps für Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf ist es sinnvoll, zu kleineren, prallen Knollen zu greifen. Sie sind zarter und süßer als größere Exemplare, die leicht holzig sein können. Die Schale sollte glatt und unbeschädigt sein. Im Kühlschrank sind Steckrüben bis zu drei Wochen haltbar, in einem kühlen Keller eingeschlagen in Sand auch mehrere Monate. Vor allem im Herbst sind Steckrüben günstig auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt erhältlich.
Wer einen eigenen Garten besitzt, kann Steckrüben auch einfach selbst anbauen. Sie gedeihen am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit humoser und tiefgründiger Erde und bei feucht-kühlem Klima. Ab Ende Mai bis Juni kommen die Samenkörner ins Beet. Geerntet wird ab September bis vor den ersten starken Frösten.

Steckrüben in der Küche

Steckrüben können für viele Gerichte anstelle von Kartoffeln verwendet werden, zum Beispiel als Beilage aus dem Ofen oder als Schmorgemüse. Ein Klassiker für die kalte Jahreszeit ist Steckrübeneintopf, kombiniert mit Kartoffeln, Zwiebeln und Möhren und wenn ergänzt mit Würsten. Aber auch als Cremesuppe oder Mus ist das Gemüse beliebt.
Ersetzt man im Kartoffelpüree einen Teil der Kartoffeln mit Rüben, spart das Kalorien und liefert obendrein mehr Vitalstoffe. Ebenso schmecken die Knollen als Rösti, Bratling oder in Aufläufen. Junge zarte Knollen eignen sich auch als Rohkostsalat – geraspelt mit Karotten und Apfel und mit Joghurtdressing und gehackten Nüssen verfeinert.
Traditionell wurden Steckrüben auch wie Sauerkraut fermentiert. In Norddeutschland und Skandinavien kommen noch heute viele traditionelle Steckrübengerichte als Hausmannskost auf den Tisch. Beliebt sind Steckrüben mittlerweile in der vegetarischen und veganen Küche, da sie nährstoffreich und vielseitig sind.
Steckrüben verdienen zu Recht wieder mehr Aufmerksamkeit. Sie sind ein wertvolles regionales Herbst- und Wintergemüse, das günstig und gesund ist. Es lohnt sich, sie wieder öfter in den Speiseplan einzubeziehen. Warum dafür nicht ebenfalls auf Bewährtes zurückgreifen? Das folgende Rezept stammt aus einem historischen Kochbuch von 1921:

Rezept Wrukenschnitzel:

Zutaten:
  • 450 g weichgekochte Wruken (Steckrüben)
  • 220 g weichgekochte Bohnen
  • 150 g weichgekochte Erdäpfel
  • 1 EL fein gehackte Zwiebel
  • 1 EL fein gehackte Petersilie
  • 1,5 EL Mehl
  • Salz und Pfeffer
  • Beilagen nach Belieben
Zubereitung:
Wruken, Bohnen und Erdäpfel durch eine Fleischmaschine drehen oder in einer Küchenmaschine zerkleinern. Zwiebel, Petersilie, Mehl, Salz und Pfeffer hinzufügen und alles gut miteinander vermischen. Aus dieser Masse Laibchen formen und in einer Pfanne goldbraun braten. Mit beliebigem Gemüse oder Salat servieren.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Warum Brokkoli eines der gesündesten Gemüse ist


In Kürze:

  • Brokkoli ist ein nährstoffreiches Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler, das besonders viel Vitamin C und K sowie sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Für die Gesundheit besonders bedeutend sind die enthaltenen Senfölglycoside (Glucosinolate) und deren Abbauprodukt Sulforaphan.
  • Auch Blätter, Strunk und Sprossen des Brokkolis sind nährstoffreich.
  • Um die Inhaltsstoffe möglichst gut zu erhalten, ist eine schonende Zubereitung wichtig.

 
Brokkoli (Brassica oleracea var. Italica) zählt zur Familie der Kreuzblütler und ist eine Varietät des Gemüsekohls, wie beispielsweise auch Blumenkohl, Kohlrabi oder Rosenkohl. Die Wildform des Gemüsekohls stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. Vorläufer des Brokkolis wurden bereits von den Griechen und Römern geschätzt.
Brokkoli enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und bioaktive Pflanzenstoffe, die die Gesundheit auf vielfältige Weise unterstützen können.

Wichtige Vitamine und Mineralien

Das grüne Gemüse enthält etwa 95 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm und deckt damit einen Großteil des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Vitamin C schützt die Zellen vor oxidativem Stress und kann der Entstehung chronischer Erkrankungen vorbeugen. Zudem ist es an zahlreichen Entgiftungsprozessen im Körper beteiligt und wichtig für das Immunsystem, starke Knochen und ein jugendliches Hautbild.
Des Weiteren zählt Brokkoli zu den Vitamin-K-reichsten Lebensmitteln. Mit dem Verzehr von nur 100 Gramm Brokkoli nimmt man mehr als den empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin K zu sich. Vitamin K ist am Knochenstoffwechsel und an der Blutgerinnung beteiligt. Es aktiviert Proteine, die dafür sorgen, dass Calcium direkt in den Knochen oder Zähnen eingelagert wird und die Bildung von unerwünschten Calciumablagerungen in den Blutgefäßen gehemmt wird. Da Vitamin K zu den fettlöslichen Vitaminen zählt, sollte Brokkoli mit etwas Fett oder Öl zubereitet werden, um die Aufnahme von Vitamin K zu verbessern.
Darüber hinaus enthält Brokkoli Folat, das für eine gesunde Zellteilung sorgt, sowie andere B-Vitamine, insbesondere B5 und B6. Beide Vitamine sind wichtig für die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten und Eiweiß und stärken die Nerven. Vitamin B6 spielt zudem eine wichtige Rolle im Hormonhaushalt, beispielsweise in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren.
Schließlich versorgt uns Brokkoli mit den essenziellen Mineralien Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor sowie den Spurenelementen Eisen und Zink. Kalium ist ein lebensnotwendiger Elektrolyt, der hohem Blutdruck entgegenwirkt und die Ausscheidung von Wasseransammlungen im Körper unterstützt. Ebenso essenziell ist Magnesium für unseren Körper. Es ist an hunderten Stoffwechselfunktionen und an allen Energievorgängen des Körpers beteiligt. Gemeinsam mit Calcium und Phosphor stärkt Magnesium Knochen und Zähne.
Brokkoli ist zudem ballaststoffreich und kalorienarm und damit ein unverzichtbares Gemüse für eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien

Darüber hinaus stecken in Brokkoli zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Dazu zählen Carotinoide wie Lutein, Zeaxanthin und Betacarotin, Flavonoide wie Kaempferol und Quercetin sowie Glucosinolate, zu deren Abbauprodukte Sulforaphan gehört und die fast ausschließlich in Kreuzblütlern vorkommen.
All diese Stoffe schützen unsere Zellen vor den Schäden freier Radikale und mindern das Risiko für viele Krankheiten, die auf chronischen Entzündungen beruhen, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder verschiedene Krebserkrankungen.
Eine besondere Rolle spielt Sulforaphan, das in Brokkoli in hohen Konzentrationen vorkommt. Forschungsergebnisse zeigen, dass Sulforaphan vor verschiedenen Krebsarten schützen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken und bei Autismus und Osteoporose helfen kann. Des Weiteren konnten blutzuckersenkende Wirkungen des Scharfstoffes festgestellt werden. Außerdem stellten Forscher an einem Mausmodell fest, dass Sulforaphan aus Brokkoli Darmentzündungen lindern kann.
Einen besonders hohen Gehalt an Glucosinolaten – und somit auch an Sulforaphan – weisen drei bis fünf Tage alte Brokkolisprossen auf. Ihr Gehalt kann um das Zehn- bis Hundertfache höher sein als in den Röschen des ausgewachsenen Brokkolis.
Aufgrund seiner zahlreichen Inhaltsstoffe zählt Brokkoli zweifellos zu den gesündesten Gemüsesorten und sollte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Er aktiviert den gesamten Stoffwechsel und unterstützt die täglichen Entgiftungsprozesse im Körper. Regelmäßig genossen, trägt sein hohes entzündungshemmendes und antioxidatives Potenzial zur täglichen Gesundheitsvorsorge bei.

So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten

Um alle Nähr- und Inhaltsstoffe optimal aufnehmen zu können, ist unter anderem die richtige Zubereitung entscheidend. Viele der genannten Vitalstoffe wie etwa Vitamin C, B-Vitamine, Folsäure, teilweise auch Flavonoide und insbesondere die Senföle sind wasserlöslich, licht- und hitzeempfindlich. Sie bauen sich durch lange Lagerung und langes Kochen allmählich ab. Daher sollte Brokkoli entweder roh verzehrt oder nur kurz gedämpft oder schonend gegart werden. Da roher Brokkoli nicht jedem schmeckt, kann gekochter Brokkoli durch die Zugabe von frischen Brokkolisprossen wieder mit Vitalstoffen aufgewertet werden.
Auch Blätter, Strunk und Stängel des Brokkolis enthalten wertvolle Inhaltsstoffe und können mitverwendet werden.
Brokkoli hat in Mitteleuropa von Juni bis Oktober Saison. Um die Nährstoffverluste zu minimieren, sollte er möglichst frisch geerntet und verwendet sowie nur kurzfristig kühl und dunkel gelagert werden. Alternativ kann auf tiefgekühlten Brokkoli zurückgegriffen werden. Zudem ist es empfehlenswert, Brokkoli in Bioqualität zu kaufen, da er aus konventionellem Anbau häufig mit Pestiziden belastet ist.
Wer das Glück hat, einen eigenen Garten zu besitzen, kann Brokkoli sogar mehrfach beernten. Wichtig ist, nur den Haupttrieb mit den Blütenknospen zu ernten. Die Seitentriebe bilden daraufhin wiederum neue Blütenknospen, die ebenfalls geerntet werden können.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Rettich: Antiker Allrounder für Genuss und Wohlbefinden


In Kürze:

  • Rettich begeistert seit Jahrtausenden mit seiner Würze und Frische.
  • Heute gibt es ihn in vielen verschiedenen Sorten, Formen und Farben. 
  • Senföle und weitere Inhaltsstoffe machen den Rettich besonders wertvoll für die Gesundheit.

Rettich ist ein vielseitiges und beliebtes Gemüse in der Küche. Das aromatische Wurzelgemüse schmeckt sowohl roh – etwa als knackiger Snack oder im Salat – als auch warm zubereitet in verschiedensten Gerichten.
Besonders in Bayern hat Rettich, dort auch „Radi“ genannt, eine lange Tradition. In hauchdünne Scheiben oder spiralförmig aufgeschnitten ist er ein fester Bestandteil der bayerischen Brotzeit.
Ursprünglich stammt Rettich allerdings aus Vorderasien. Bis heute spielt er auch in vielen asiatischen Küchen eine wichtige Rolle. In Ländern wie China, Japan oder Korea wird Rettich beispielsweise eingelegt, getrocknet oder als würzige Zutat in Suppen und Beilagen verwendet.
Rettiche (Raphanus) beeindrucken mit ihrer großen Vielfalt. Ob groß oder klein, rund, länglich, oval oder walzenförmig, es gibt sie in zahlreichen Formen. Auch farblich zeigen sie sich äußerst abwechslungsreich. Das Spektrum reicht von weißen, rosafarbenen und roten Früh- und Sommerrettichen bis zu violetten, braunen oder schwarzen Herbst- und Winterrettichsorten. Das Fruchtfleisch ist meist weiß, einige Sorten sind jedoch vollständig durchgefärbt. Je nach Sorte können Rettiche fast das ganze Jahr über geerntet werden und überzeugen mit unterschiedlich intensiven Aromen – von angenehm mild bis würzig-scharf.
Radieschen zählen zu den engsten Verwandten des Rettichs. Der Meerrettich hingegen ist trotz seines Namens nicht näher mit dem Rettich verwandt. Beide gehören jedoch zur Familie der Kreuzblütler.

Inhaltsstoffe und gesundheitliche Vorteile

Rettich enthält wertvolle Senfölglykoside (Isothiocyanate), die für seine typische Schärfe verantwortlich sind. Je höher der Gehalt an Senfölen, desto intensiver schmeckt er. Diese natürlichen Pflanzenstoffe kommen sowohl in der Wurzel als auch in den Blättern vor und gelten als besonders gesundheitsfördernd.
Senföle wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen zudem darauf hin, dass Rettich durch das Zusammenspiel verschiedener bioaktiver Substanzen – darunter Polyphenole – antioxidative Eigenschaften besitzt. Dadurch könnte er dazu beitragen, der Entstehung bestimmter Krankheiten wie Diabetes sowie verschiedener Krebsarten, etwa Darm-, Leber- oder Brustkrebs, vorzubeugen.
Bereits seit der Antike wird Rettich in der Volksmedizin geschätzt. Extrakte der Pflanze kamen traditionell unter anderem bei Magenbeschwerden, Harnwegsinfektionen, Leberbeschwerden, Herzerkrankungen und Geschwüren zum Einsatz. Besonders der schwarze Rettich gilt bis heute als bewährtes Hausmittel bei Erkältungen, da er schleimlösend wirken kann.
Darüber hinaus liefert Rettich reichlich Vitamin C sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen. Gleichzeitig ist das Gemüse kalorien- und fettarm. Seine Schärfe regt den Stoffwechsel an und kann dabei helfen, unerwünschte Bakterien- oder Pilzbesiedlungen im Darm zu hemmen, während die enthaltenen Ballaststoffe Gift- und Fettstoffe im Darm binden. Dadurch eignet sich Rettich hervorragend für eine figurbewusste Ernährung und kann zugleich die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützen.
Ein weiterer Vorteil sind die enthaltenen Bitterstoffe. Sie fördern die Bildung von Verdauungssäften, unterstützen so die Verdauung und können Blähungen sowie Völlegefühl lindern.

Verwendung in der Küche

Rettiche werden besonders gern roh verzehrt. Dafür schneidet man sie am besten in dünne Scheiben, salzt sie leicht und lässt sie kurz ziehen. Das nimmt etwas von seiner Schärfe und er wird bekömmlicher. Anschließend schmeckt er hervorragend auf einem Butterbrot oder als klassischer Bestandteil einer Brotzeit.
Auch als Salat ist Rettich sehr beliebt. Geraspelt oder in feine Scheiben geschnitten lässt er sich hervorragend mit geriebenen Äpfeln kombinieren. Zusammen mit einem Joghurtdressing oder einer klassischen Essig-Öl-Marinade entsteht daraus ein erfrischender, würziger Salat. Doch auch leicht gedünstet, gebraten oder erst am Ende der Garzeit Suppen und Eintöpfen hinzugefügt, entfaltet Rettich ein angenehm mildes und feinwürziges Aroma. Rettich eignet sich darüber hinaus wunderbar zum Einlegen in Essig oder zum Fermentieren.

Rezept Rettichsalat:

Zutaten:
  • 300 g Rettich
  • 1 großer säuerlicher Apfel
  • 200 g saure Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Zitronensaft
  • frisch gehackter Schnittlauch
Zubereitung:
  1. Rettich und Apfel in Stifte raspeln.
  2. Saure Sahne mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Schnittlauch verquirlen und abschmecken.
  3. Rettich und Apfel untermischen.
Guten Appetit!
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.