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Schäden in Paris: Anwohner helfen Müllabfuhr – Händler fordern staatliche Unterstützung


In Kürze:

  • Mehrere Dutzend Bewohner von Paris unterstützten die städtischen Aufräumteams nach den Plünderungen und Ausschreitungen.
  • Händler begutachten das Ausmaß der Zerstörungen.
  • Handelsminister Serge Papin schätzt, dass mindestens 3.000 Geschäfte betroffen sind.

 
Am Sonntag, den 18. Oktober 2026, schlossen sich in Paris Bewohner den städtischen Teams an, um den Platz der Republik und die umliegenden Bereiche nach den Gewalttaten wieder aufzuräumen.
Mit Müllsäcken in der Hand sammelten mehrere Dutzend Freiwillige den Müll rund um die zentrale Statue und an den Ufern des Kanals Saint-Martin ein. Die Nachbarschaftssolidarität geht Hand in Hand mit einer außergewöhnlichen Mobilisierung der Reinigungsdienste in der Hauptstadt.
Gleichzeitig beginnen betroffene Händler, das Ausmaß der Zerstörungen und Plünderungen zu begutachten. Branchenvertreter fordern finanzielle Unterstützung und vereinfachte Verfahren bei den Versicherungen.

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Hilfe der Anwohner

Das Engagement der Anwohner konzentrierte sich in Paris insbesondere auf den Müll, der auf dem Platz der Republik verstreut war. Laut „Franceinfo“ zeigen vom Rathaus veröffentlichten Fotos einige Anwohner, die bei der Müllbeseitigung mithelfen. Die Stadtverwaltung spricht von spontaner Unterstützung.
Auf städtischer Ebene spricht Bürgermeister Emmanuel Grégoire von einer breiteren Beteiligung: „Eine Welle der Solidarität entsteht, Hunderte von Parisern mobilisieren sich, um Paris beim Wiederaufbau zu helfen. “
 

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Aufräumen am frühen Morgen

Das Engagement der Anwohner ergänzt die Maßnahmen der städtischen Dienste, die in der Nacht von Samstag zu Sonntag unterwegs waren. Laut „franceinfo“ wurden in Paris noch vor Tagesanbruch fast 1.000 Reinigungskräfte mobilisiert.
Ihre Aufgabe besteht in der Reinigung der Straßen und der Instandsetzung der beschädigten Bereiche über das Viertel République hinaus.

Aufräumen mit dem Schild vom Winterdienst: A, 18. Oktober 2026 auf dem Boulevard Sebastopol in Paris.

Foto: Daniel Perron/Hans Lucas/AFP via Getty Images

„Le Figaro“ zitierte Bürgermeister Grégoire damit, dass die Teams seit 3 Uhr morgens im Einsatz seien – zudem seien es dreimal so viele wie an einem normalen Wochenende. Nach Angaben der Stadt wurden auch Mitarbeiter, die ursprünglich beurlaubt waren, zur Arbeit zurückgerufen.
Die Unterstützung der Anwohner ist Teil der Maßnahmen, ersetzt jedoch nicht die Arbeit der Stadtreinigung. Es müssen die zerbrochenen Schaufenster und die beschädigten Einrichtungen repariert werden, was weitere Maßnahmen erfordert.
Gleichzeitig gab es am Sonntag am Place de la République erneut Spannungen sowie Aufrufe zu neuen spontanen Demonstrationen.

Nach Ausschreitungen am 17. Oktober in Paris: Menschen betrachten am 18. Oktober 2026 polizeifeindliche Graffiti am Denkmal der Place de la République.

Foto: Laurent Caron/Hans Lucas via AFP via Getty Images

Händler benötigen mehr als Aufräumarbeiten

Betroffene Geschäfte müssen sich nun auch den materiellen Folgen dieser Gewalttaten stellen. Vertreter der Händler beschreiben eine besonders schwierige Situation – bei der zudem die Bilanz erst noch gezogen werden muss.
„Wir befinden uns in einer dramatischen Lage“, sagte Thierry Véron, Vorsitzender des Verbandes der Pariser Händler- und Handwerksverbände, am 18. Oktober. Noch sei es schwierig, genaue Zahlen zu den Schäden an den Pariser Geschäften zu erhalten.

Ein Demonstrant hält einen Stein in der Hand, während bei einer Demonstration in der Nähe der Place de la République ein Kiosk brennt.

Foto: Carl Court/Getty Images

Der Branchenvertreter hebt die zusätzlichen Schwierigkeiten für  die Händler hervor, die „ohnehin schon Mühe haben, über die Runden zu kommen“. Für diese Unternehmen sei die Wiederherstellung der Umgebung eine erste Hilfe, decke jedoch nicht den gesamten Bedarf ab. Daher fordert der Verband finanzielle Unterstützung der Regierung.
„Was wir erwarten, ist eine Bilanz und Erleichterungen, vor allem im Bereich der Versicherungen“, erklärte Thierry Véron.

Handelsminister: Über 3.000 Geschäfte betroffen

Handelsminister Serge Papin hatte am 17. Oktober versichert, das Finanzministerium setze alles daran, betroffenen Gewerbetreibenden zu helfen. Papin schätze, dass mindestens 3.000 Geschäfte betroffen sind. Die Regierung plant, dass Betroffene Kurzarbeitergeld beantragen können.
Sébastien Lecornu kündigte eine 100-prozentige Übernahme der Kosten sowie einen spezifischen Unterstützungsfonds an. Er erwähnte insbesondere den Liquiditätsbedarf der Händler, von denen einige bereits ihre Bestände für Weihnachten aufgebaut hatten. Die Konturen dieses Fonds müssen noch präzisiert werden.
Der Premierminister betonte zudem die finanzielle Verantwortung der Verursacher der Schäden: „Vor allem müssen diejenigen, die etwas kaputt gemacht haben, dafür bezahlen“.
 
Mit Material von AFP und Laurent Desforêts.
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Gewaltwelle überrollt China – Zentralregierung wirft lokalen Verwaltungen Versagen vor


In Kürze:

  • Berichte über mögliche Zunahme von Gewaltvorfällen in China
  • Vorwürfe über eingeschränkte Informationsweitergabe und Kontrolle
  • Experten verweisen auf gesellschaftlichen und strukturellen Druck

 
In China soll die Zahl der Gewalttaten Berichten zufolge stark zugenommen haben. Personen aus dem inneren Sicherheitssystem berichten von einer Vielzahl von Messerattacken und Angriffen auf Fahrzeuge. Offizielle Stellen veröffentlichen jedoch nur einen Teil solcher Vorfälle. Kritiker gehen davon aus, dass dadurch nicht alle Ereignisse öffentlich bekannt werden.

Überwachung von Personen mit „extremen Tendenzen“

Von der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times befragte Personen wollten aus Angst vor möglichen Repressalien anonym bleiben und nannten lediglich ihre Nachnamen. Ihre Aussagen deuten darauf hin, dass es Unterschiede zwischen den tatsächlichen Vorfällen und den offiziellen Darstellungen geben könnte. Demnach soll Peking auf die Entwicklung mit verstärkter Informationskontrolle und ausgeweiteter Überwachung reagieren.
Die Sorge vor sogenannten „Rache gegen die Gesellschaft“-Angriffen – also Gewalttaten gegen zufällig ausgewählte Personen im öffentlichen Raum – habe laut diesen Angaben zugenommen. Ein Insider namens Wei sagte gegenüber der Epoch Times: „Nach intern verfügbaren Informationen kommt es auf dem chinesischen Festland regelmäßig zu Messerangriffen. Zudem gebe es weitere Vorfälle, über die nicht öffentlich berichtet werde.“
Demnach habe die Entwicklung auch innerhalb des politisch-rechtlichen Systems der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), das für Sicherheit und Strafverfolgung zuständig ist, Aufmerksamkeit ausgelöst. Berichten zufolge sollen zuständige Behörden interne Anweisungen herausgegeben und Untersuchungen eingeleitet haben.
Dabei sollen Behörden angewiesen worden sein, Personen zu identifizieren und zu beobachten, die als mögliche Sicherheitsrisiken gelten. Dazu zählen unter anderem Petenten, Personen, die in Konflikten mit Behörden stehen, sowie Menschen, denen „Ressentiments“ oder „extreme Tendenzen“ zugeschrieben werden.
Gleichzeitig soll die Kontrolle von Informationen verstärkt worden sein. Nach Angaben eines Insiders würden Behörden versuchen, Videos, Augenzeugenberichte und andere sensible Inhalte zu entfernen, bevor diese sich im Internet verbreiten oder auf ausländischen Plattformen erscheinen.

Tote und Verletzte bei Amokfahrten

Mehrere jüngere Vorfälle werden in diesen Berichten als Beispiele genannt. Diese würden laut Insidern ein wiederkehrendes Muster zeigen, wobei die öffentliche Informationslage teilweise begrenzt oder unterschiedlich sei.
Am 19. April kam es in der Stadt Shuitou im Verwaltungsgebiet Nan’an in der Provinz Fujian zu einem Vorfall, bei dem ein Auto in eine Menschenmenge fuhr. Laut Behörden wurden dabei zwei Menschen getötet und eine weitere Person verletzt. Der Fahrer wurde festgenommen.
In den sozialen Medien, insbesondere auf Weibo, berichteten Augenzeugen von abweichenden Angaben. Dort war teilweise von mindestens vier Todesopfern die Rede. Im Internet kursierten zudem Videos, die ein Fahrzeug zeigen sollen, das mit hoher Geschwindigkeit eine Kreuzung überquert, in den Gegenverkehr gerät, einen Straßenteiler durchbricht und mit mehreren Motorrädern kollidiert.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 29. März im Pekinger Bezirk Fangshan. Dort soll ein Mann mit einem Bulldozer auf einen belebten, ländlichen Markt gefahren und in eine Menschenmenge gerast sein. Eine offizielle öffentliche Mitteilung der Behörden dazu liegt nach Angaben von Anwohnern nicht vor.
Mehrere Einwohner berichteten dennoch von dem Vorfall auf dem Dahanji-Markt. In sozialen Medien kursierten unterschiedliche Angaben zu möglichen Opferzahlen, die zwischen mindestens sieben und 13 Todesopfern sowie rund einem Dutzend Verletzten schwankten. Entsprechende Inhalte sollen Nutzern zufolge später entfernt worden sein.

Messerangriffe in Shenzhen

Auch weitere Gewaltvorfälle werden in einzelnen Berichten erwähnt. Am 26. März soll es in den Shenzhener Bezirken Luohu und Longgang zu zwei Messerangriffen gekommen sein, bei denen mehrere Menschen getötet oder verletzt wurden. In einem der Fälle habe eine Frau nach Berichten zwei Personen getötet und drei weitere verletzt, darunter einen 14-Jährigen.
Ein pensionierter Beamter aus Shenzhen erklärte, die jüngsten Vorfälle hätten das politisch-rechtliche System der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) unter Druck gesetzt. Höhere Behörden seien demnach der Ansicht, dass lokale Verwaltungen ihre Aufgaben nicht ausreichend erfüllt und zu langsam auf soziale Spannungen reagiert hätten.
Demnach seien lokale Behörden angewiesen worden, der Aufrechterhaltung der öffentlichen Stabilität Vorrang einzuräumen. Dazu gehörten auch strengere Kontrollen der Informationsweitergabe. Interne Anweisungen sollen darauf abzielen, die Verbreitung sensibler Inhalte im Ausland zu verhindern.
Ein in Europa lebender chinesischer Wissenschaftler namens Li äußerte die Einschätzung, dass die Gewalt Ausdruck eines längerfristigen gesellschaftlichen Drucks sei. Er verwies darauf, dass lokale Beamte im bestehenden System teilweise auf administrative oder wirtschaftliche Ziele fokussiert seien, während soziale Probleme weniger Beachtung fänden. Dies könne insbesondere in unteren sozialen Schichten zu wachsendem Druck führen und in Einzelfällen Gewalt begünstigen.
Li argumentierte zudem, dass solche Entwicklungen historische Parallelen hätten und einzelne Gewalttaten auf breitere gesellschaftliche Spannungen hinweisen könnten. Die aktuelle Reaktion der Behörden – verstärkte Überwachung und strengere Kontrolle von Informationen – trage seiner Einschätzung nach nicht zur Lösung der Ursachen bei.
 
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Insider Says Hundreds of Violent Attacks Take Place Daily in China as Authorities Tighten Control“. (deutsche Bearbeitung: os)