Die Schulproteste in Frankreich gehen auch nach den Großkundgebungen vom Dienstag unvermindert weiter. Am Morgen kam es erneut zu einzelnen Blockadeaktionen an Gymnasien und Universitäten, darunter an der Pariser Elitehochschule Sciences Po. 528 Schulen blieben vorsorglich komplett oder teilweise geschlossen. Bildungsgewerkschaften riefen zu erneuten Demonstrationen am Donnerstag auf.
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Studenten demonstrieren am 7. Oktober 2026 in Paris, Frankreich, vor der Sciences Po.
Foto: Tom Nicholson/Getty Images
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Schüler blockieren während einer Demonstration am 7. Oktober 2026 in Paris, Frankreich, die Straße vor der Sciences Po.
Foto: Tom Nicholson/Getty Images
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Ein Demonstrant blickt neben einem Feuer während einer Demonstration von Gymnasiasten im Rahmen einer landesweiten Protestbewegung gegen die Lernbedingungen in Lyon am 6. Oktober 2026.
Foto: OLIVIER CHASSIGNOLE / AFP via Getty Images
4 / 19
Polizisten rücken neben einer brennenden Barrikade vor, während es am 6. Oktober 2026 in Bordeaux, Gironde, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich, zu Ausschreitungen im Zusammenhang mit einer Demonstration von Schülern kommt. Müllcontainer und Stadtmobiliar versperren die Fahrbahn, während Flammen und Rauch die Polizei von Gruppen weiter hinten auf der Straße trennen.
Foto: David Sepeau / Hans Lucas / AFP via Getty Images
5 / 19
Antifaschistische Aktivisten skandierten „Siamo tutti antifascisti“ bei einer Demonstration, die am 6. Oktober 2026 in Paris, Frankreich, von Gymnasiasten organisiert wurde.
Foto: Quentin de Groeve / Hans Lucas / AFP via Getty Images
6 / 19
Schwarz gekleidete Demonstranten halten und werfen Gegenstände in Richtung der Polizei während der Proteste von Schülern in Paris am 6. Oktober 2026.
Foto: Basile Dubouis / Hans Lucas / AFP via Getty Images
7 / 19
Polizisten stehen Wache neben Mülleimern und Möbeln, die während einer Demonstration von Gymnasiasten am 6. Oktober 2026 in Paris auf der Straße in Brand gesetzt wurden.
Foto: Kenzo TRIBOUILLARD / AFP via Getty Images
8 / 19
Eine Reihe von Bereitschaftspolizisten mit Schutzschilden steht einer brennenden Barrikade gegenüber, während dichter Rauch in einer Pariser Straße während einer Demonstration von Gymnasiasten am 6. Oktober 2026 aufsteigt. Die Szene dokumentiert den Polizeieinsatz und einen Brand während einer Protestaktion im Zusammenhang mit dem öffentlichen Bildungswesen.
Foto: Djoudi Hamani / Hans Lucas / AFP via Getty Images
9 / 19
Eine Person tritt eine Leuchtfackel in Richtung von Polizeibeamten, die am Ende einer Demonstration Demonstranten auseinander treiben. Die Demonstration war Teil eines landesweiten Aktionstages, zu dem Schüler der Oberstufe aufgerufen hatten und am 6. Oktober 2026 in Paris von gewalttätigen Auseinandersetzungen geprägt waren.
Foto: Dimitar DILKOFF / AFP via Getty Images
10 / 19
Die Polizei setzt am 6. Oktober 2026 in der Region Île-de-France Trännengas während der Proteste von Schülern ein.
Foto: Basile Dubouis / Hans Lucas / AFP via Getty Images
11 / 19
Spannungen während der Proteste von Schülern aus der ganzen Republik in Paris in der Region Île-de-France am 6. Oktober 2026.
Foto: Basile Dubouis / Hans Lucas / AFP via Getty Images
12 / 19
Nahaufnahme des Oberkörpers eines Polizeibeamten in Toulouse am 6. Oktober 2026, auf dem von Demonstranten überreichte Blumen zu sehen sind. Das Bild zeigt die Schutzausrüstung eines Polizeibeamten, der während der Mobilisierung an der Oberschule im Einsatz war.
Foto: Grégory Dziedzic / Hans Lucas / AFP via Getty Images
13 / 19
Demonstranten marschieren am 6. Oktober 2026 in Toulouse bei einer Kundgebung von Schülern im Rahmen einer landesweiten Protestbewegung gegen die Lernbedingungen.
Foto: Ed JONES / AFP via Getty Images
14 / 19
Gymnasiasten halten bei einer Demonstration in Paris am 6. Oktober 2026 ein Transparent mit der Aufschrift „Es lebe der Jugendaufstand – wir haben Recht, zu revoltieren – Kommunistische Jugend“ hoch, während in der Menge Plakate zu sehen sind.
Foto: Djoudi Hamani / Hans Lucas / AFP via Getty Images
15 / 19
Eine Person hält während einer Demonstration im Rahmen eines landesweiten Aktionstages ein Plakat mit der Aufschrift auf Französisch „Besteuert die Reichen, nicht unsere Zukunft“ hoch. Seit Tagen fordern sie bessere Lernbedingungen bei Protesten, die von gewalttätigen Auseinandersetzungen begleitet waren, am 6. Oktober 2026 in Bayonne im Südwesten Frankreichs.
Foto: Gaizka IROZ / AFP via Getty Images
16 / 19
Ein Demonstrant geht während einer Solidaritätskundgebung für Gymnasiasten im Rahmen einer landesweiten Protestbewegung gegen die Lernbedingungen in Paris am 7. Oktober 2026 an einer Blockade vor einem Gebäude der Universität „Sciences Politiques“ (Institut d’études politiques de Paris) vorbei.
Foto: JULIEN DE ROSA / AFP via Getty Images
17 / 19
Große Studentendemonstration mit Schülern und Studenten, die handgeschriebene Schilder und Transparente hochhalten, am 6. Oktober 2026 in Nantes in der Region Pays de la Loire in Frankreich.
Foto: Laure-Anne Bomati / Hans Lucas / AFP via Getty Images
18 / 19
Persönlichkeiten, darunter Alexis Corbiere, tragen weiße Helme, um die Schüler vor möglichen Gewalttaten während einer Schülerdemonstration in Paris am 6. Oktober 2026 zu schützen oder darauf aufmerksam zu machen; in der Menge sind Plakate zu sehen. Die Demonstranten prangern einen Mangel an Mitteln im öffentlichen Bildungswesen an.
Foto: Djoudi Hamani / Hans Lucas / AFP via Getty Images
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Junge Männer traten am 1. Oktober 2026 in Lyon im mittleren Osten Frankreichs während der Schülerproteste und Zusammenstößen mit der Polizei eine Seitentür des Gymnasiums „Lycée Édouard Herriot“ ein.
Foto: Alex Martin/AFP via Getty Images
Unterdessen kündigte Innenminister Laurent Nuñez am Morgen an, dass der Einsatz von Blendgranaten durch die Polizeikräfte bei den Schülerprotesten ausgesetzt wird. Dies gelte zunächst nur für die Schülerproteste, „um zu klären, was genau passiert ist“, sagte Innenminister Laurent Nuñez dem Sender RTL. Einem 15-jährigen Jungen aus dem nordfranzösischen Lens war am Montag durch eine solche Granate die Hand abgerissen worden.
Unklar war vor allem, ob der Junge von der Polizeigranate getroffen wurde oder ob er sie selbst aufgehoben hatte, um sie zurückzuwerfen. Geklärt werden soll auch, ob der Einsatz den Regeln entsprach. Die Generalinspektion der Polizei nahm Ermittlungen auf.
🔴🇫🇷Mouvement lycéen : la police charge les lycéens qui manifestent à Toulouse. Les forces de l’ordre chargent des lycéens qui manifestent à Toulouse pour réclamer des moyens pour l’éducation. Les défilés, où se comptent de nombreux slogans dénonçant la répression policière, se déroulent sous haute surveillance des autorités, qui ne parviennent pas à répondre à la colère après déjà plusieurs jours de tensions et d’affrontements ( Afp)
Präsident Emmanuel Macron habe in dem Zusammenhang bei einer Krisensitzung am Dienstagabend zur Mäßigung aufgerufen, sagte der Innenminister im Interview des Senders RTL. Macron habe dazu aufgefordert, „auch Einfühlungsvermögen zu zeigen“ und zu erläutern, dass die Polizei bei schweren Gewalttaten eingreift. Es müsse aber vor allem deutlich gemacht werden, „dass es bei friedlichen Demonstrationen – einschließlich solcher von Schülern vor ihren Schulen – keinen Grund für ein polizeiliches Eingreifen gibt, überhaupt keinen“. Bislang hatte die Polizei auch Blockaden vor Schulen aufgelöst.
Cont:📷👆🏼📽️:Paris:Place de la Nation:Mobilisation of Lycéens : Clashes intensify, as police charge at the pupils and carry out arrests. 📽️Luc Auffret:#BlocusLycées : https://t.co/1wOsDBp7SA
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Insgesamt ermittelt die Polizeiaufsicht bereits in 18 Fällen im Zusammenhang mit den Schülerprotesten. Dazu zählt auch die Verletzung eines 14-Jährigen durch den Abschuss einer Tränengasgranate aus der Nähe. Der Schüler namens Eden verlor dabei einen Großteil seiner Zähne und erlitt einen Kieferbruch.
Der Polizist, der diese Granate bei einem Einsatz gegen protestierende Schüler in Saint-Ouen-l’Aumône nordwestlich von Paris abgeschossen hatte, ist wegen illegaler Gewaltanwendung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Voraussetzungen für Notwehr nicht erfüllt waren. Menschenrechtsgruppen, Oppositionspolitiker und viele Schüler warfen der Polizei in den vergangenen Tagen die Anwendung unverhältnismäßiger Gewalt vor.
🚨 BREAKING: MASSIVE RIOTS and PALESTINE FLAGS are waving in Paris, riot police are STRUGGLING, foreigners are everywhere and leftists are going berserk THIS IS AMERICA IF THE LEFTISTS WIN. The Islamists are waving the Palestinian flag everywhere…FRANCE IS FALLING TEAR GAS is now being deployed. Hamas movements are „ACTIVELY INVOLVED“ in the riots Rioters are being chased everywhere, but I want to see more MASS ARRESTS This is a total free for all! IT LOOKS LIKE A 3RD WORLD NATION.
Premierminister Sébastien Lecornu kündigte an, dass in den kommenden Tagen in allen Oberstufen landesweit Zeit für Diskussionsrunden zu den Forderungen der Schüler eingeräumt werde. In knapp 900 der insgesamt 3700 Oberstufen fiel am Dienstag der Unterricht ganz oder teilweise aus.
This video from yesterday clearly tells us who is creating chaos in France and Europe. Very, very clear. Let’s hope many people see it. https://t.co/WPVA8e0Z2F
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Unterstützt wurden die Proteste von Gewerkschaften und Oppositionsparteien. Nach Gewerkschaftsangaben gab es landesweit Kundgebungen mit insgesamt 450.000 Menschen Teilnehmern, davon 100.000 allein in Paris.
In mehreren Städten kam es zu Ausschreitungen, bei denen die Polizei Tränengas und Wasserwerfer einsetzte. 488 Menschen wurden laut Innenministerium festgenommen und 43 Sicherheitskräfte verletzt. Seit Beginn der Proteste wurden mehr als 6500 Menschen festgenommen, überwiegend Minderjährige.
Oberstufenschüler blockieren seit Mitte September landesweit den Zugang zu hunderten Schulen, um für bessere Lernbedingungen zu demonstrieren. Konkret fordern sie unter anderem mehr Lehrer, kleinere Klassen, kürzere Schultage und eine bessere Ausstattung der Schulen. Zugleich bricht sich eine allgemeine Wut, es wird von einer Ungerechtigkeiten im Bildungssystem und fehlenden Perspektiven gesprochen.
Die Sorge der Regierung ist, dass die Proteste sich – angefacht durch hohe Spritpreise und Lebenshaltungskosten – auf andere Bereiche ausweiten könnten und so etwas wie ein zweiter Gelbwestenprotest entsteht, der Frankreich 2019 längere Zeit in Atem hielt. Vor dem Hintergrund will Premierminister Sébastien Lecornu am Abend eine Ansprache zu der Lage an den Gymnasien, den hohen Spritpreisen, der Agrarkrise sowie der angeschlagenen finanziellen Lage des Landes halten.
Die Schulproteste in Frankreich gehen auch nach den Großkundgebungen vom Dienstag unvermindert weiter. Am Morgen kam es erneut zu einzelnen Blockadeaktionen an Gymnasien und Universitäten, darunter an der Pariser Elitehochschule Sciences Po. 528 Schulen blieben vorsorglich komplett oder teilweise geschlossen. Bildungsgewerkschaften riefen zu erneuten Demonstrationen am Donnerstag auf.
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Studenten demonstrieren am 7. Oktober 2026 in Paris, Frankreich, vor der Sciences Po.
Foto: Tom Nicholson/Getty Images
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Schüler blockieren während einer Demonstration am 7. Oktober 2026 in Paris, Frankreich, die Straße vor der Sciences Po.
Foto: Tom Nicholson/Getty Images
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Ein Demonstrant blickt neben einem Feuer während einer Demonstration von Gymnasiasten im Rahmen einer landesweiten Protestbewegung gegen die Lernbedingungen in Lyon am 6. Oktober 2026.
Foto: OLIVIER CHASSIGNOLE / AFP via Getty Images
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Polizisten rücken neben einer brennenden Barrikade vor, während es am 6. Oktober 2026 in Bordeaux, Gironde, Nouvelle-Aquitaine, Frankreich, zu Ausschreitungen im Zusammenhang mit einer Demonstration von Schülern kommt. Müllcontainer und Stadtmobiliar versperren die Fahrbahn, während Flammen und Rauch die Polizei von Gruppen weiter hinten auf der Straße trennen.
Foto: David Sepeau / Hans Lucas / AFP via Getty Images
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Antifaschistische Aktivisten skandierten „Siamo tutti antifascisti“ bei einer Demonstration, die am 6. Oktober 2026 in Paris, Frankreich, von Gymnasiasten organisiert wurde.
Foto: Quentin de Groeve / Hans Lucas / AFP via Getty Images
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Schwarz gekleidete Demonstranten halten und werfen Gegenstände in Richtung der Polizei während der Proteste von Schülern in Paris am 6. Oktober 2026.
Foto: Basile Dubouis / Hans Lucas / AFP via Getty Images
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Polizisten stehen Wache neben Mülleimern und Möbeln, die während einer Demonstration von Gymnasiasten am 6. Oktober 2026 in Paris auf der Straße in Brand gesetzt wurden.
Foto: Kenzo TRIBOUILLARD / AFP via Getty Images
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Eine Reihe von Bereitschaftspolizisten mit Schutzschilden steht einer brennenden Barrikade gegenüber, während dichter Rauch in einer Pariser Straße während einer Demonstration von Gymnasiasten am 6. Oktober 2026 aufsteigt. Die Szene dokumentiert den Polizeieinsatz und einen Brand während einer Protestaktion im Zusammenhang mit dem öffentlichen Bildungswesen.
Foto: Djoudi Hamani / Hans Lucas / AFP via Getty Images
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Eine Person tritt eine Leuchtfackel in Richtung von Polizeibeamten, die am Ende einer Demonstration Demonstranten auseinander treiben. Die Demonstration war Teil eines landesweiten Aktionstages, zu dem Schüler der Oberstufe aufgerufen hatten und am 6. Oktober 2026 in Paris von gewalttätigen Auseinandersetzungen geprägt waren.
Foto: Dimitar DILKOFF / AFP via Getty Images
10 / 19
Die Polizei setzt am 6. Oktober 2026 in der Region Île-de-France Trännengas während der Proteste von Schülern ein.
Foto: Basile Dubouis / Hans Lucas / AFP via Getty Images
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Spannungen während der Proteste von Schülern aus der ganzen Republik in Paris in der Region Île-de-France am 6. Oktober 2026.
Foto: Basile Dubouis / Hans Lucas / AFP via Getty Images
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Nahaufnahme des Oberkörpers eines Polizeibeamten in Toulouse am 6. Oktober 2026, auf dem von Demonstranten überreichte Blumen zu sehen sind. Das Bild zeigt die Schutzausrüstung eines Polizeibeamten, der während der Mobilisierung an der Oberschule im Einsatz war.
Foto: Grégory Dziedzic / Hans Lucas / AFP via Getty Images
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Demonstranten marschieren am 6. Oktober 2026 in Toulouse bei einer Kundgebung von Schülern im Rahmen einer landesweiten Protestbewegung gegen die Lernbedingungen.
Foto: Ed JONES / AFP via Getty Images
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Gymnasiasten halten bei einer Demonstration in Paris am 6. Oktober 2026 ein Transparent mit der Aufschrift „Es lebe der Jugendaufstand – wir haben Recht, zu revoltieren – Kommunistische Jugend“ hoch, während in der Menge Plakate zu sehen sind.
Foto: Djoudi Hamani / Hans Lucas / AFP via Getty Images
15 / 19
Eine Person hält während einer Demonstration im Rahmen eines landesweiten Aktionstages ein Plakat mit der Aufschrift auf Französisch „Besteuert die Reichen, nicht unsere Zukunft“ hoch. Seit Tagen fordern sie bessere Lernbedingungen bei Protesten, die von gewalttätigen Auseinandersetzungen begleitet waren, am 6. Oktober 2026 in Bayonne im Südwesten Frankreichs.
Foto: Gaizka IROZ / AFP via Getty Images
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Ein Demonstrant geht während einer Solidaritätskundgebung für Gymnasiasten im Rahmen einer landesweiten Protestbewegung gegen die Lernbedingungen in Paris am 7. Oktober 2026 an einer Blockade vor einem Gebäude der Universität „Sciences Politiques“ (Institut d’études politiques de Paris) vorbei.
Foto: JULIEN DE ROSA / AFP via Getty Images
17 / 19
Große Studentendemonstration mit Schülern und Studenten, die handgeschriebene Schilder und Transparente hochhalten, am 6. Oktober 2026 in Nantes in der Region Pays de la Loire in Frankreich.
Foto: Laure-Anne Bomati / Hans Lucas / AFP via Getty Images
18 / 19
Persönlichkeiten, darunter Alexis Corbiere, tragen weiße Helme, um die Schüler vor möglichen Gewalttaten während einer Schülerdemonstration in Paris am 6. Oktober 2026 zu schützen oder darauf aufmerksam zu machen; in der Menge sind Plakate zu sehen. Die Demonstranten prangern einen Mangel an Mitteln im öffentlichen Bildungswesen an.
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Junge Männer traten am 1. Oktober 2026 in Lyon im mittleren Osten Frankreichs während der Schülerproteste und Zusammenstößen mit der Polizei eine Seitentür des Gymnasiums „Lycée Édouard Herriot“ ein.
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Unterdessen kündigte Innenminister Laurent Nuñez am Morgen an, dass der Einsatz von Blendgranaten durch die Polizeikräfte bei den Schülerprotesten ausgesetzt wird. Dies gelte zunächst nur für die Schülerproteste, „um zu klären, was genau passiert ist“, sagte Innenminister Laurent Nuñez dem Sender RTL. Einem 15-jährigen Jungen aus dem nordfranzösischen Lens war am Montag durch eine solche Granate die Hand abgerissen worden.
Unklar war vor allem, ob der Junge von der Polizeigranate getroffen wurde oder ob er sie selbst aufgehoben hatte, um sie zurückzuwerfen. Geklärt werden soll auch, ob der Einsatz den Regeln entsprach. Die Generalinspektion der Polizei nahm Ermittlungen auf.
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Präsident Emmanuel Macron habe in dem Zusammenhang bei einer Krisensitzung am Dienstagabend zur Mäßigung aufgerufen, sagte der Innenminister im Interview des Senders RTL. Macron habe dazu aufgefordert, „auch Einfühlungsvermögen zu zeigen“ und zu erläutern, dass die Polizei bei schweren Gewalttaten eingreift. Es müsse aber vor allem deutlich gemacht werden, „dass es bei friedlichen Demonstrationen – einschließlich solcher von Schülern vor ihren Schulen – keinen Grund für ein polizeiliches Eingreifen gibt, überhaupt keinen“. Bislang hatte die Polizei auch Blockaden vor Schulen aufgelöst.
Cont:📷👆🏼📽️:Paris:Place de la Nation:Mobilisation of Lycéens : Clashes intensify, as police charge at the pupils and carry out arrests. 📽️Luc Auffret:#BlocusLycées : https://t.co/1wOsDBp7SA
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Insgesamt ermittelt die Polizeiaufsicht bereits in 18 Fällen im Zusammenhang mit den Schülerprotesten. Dazu zählt auch die Verletzung eines 14-Jährigen durch den Abschuss einer Tränengasgranate aus der Nähe. Der Schüler namens Eden verlor dabei einen Großteil seiner Zähne und erlitt einen Kieferbruch.
Der Polizist, der diese Granate bei einem Einsatz gegen protestierende Schüler in Saint-Ouen-l’Aumône nordwestlich von Paris abgeschossen hatte, ist wegen illegaler Gewaltanwendung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Voraussetzungen für Notwehr nicht erfüllt waren. Menschenrechtsgruppen, Oppositionspolitiker und viele Schüler warfen der Polizei in den vergangenen Tagen die Anwendung unverhältnismäßiger Gewalt vor.
🚨 BREAKING: MASSIVE RIOTS and PALESTINE FLAGS are waving in Paris, riot police are STRUGGLING, foreigners are everywhere and leftists are going berserk THIS IS AMERICA IF THE LEFTISTS WIN. The Islamists are waving the Palestinian flag everywhere…FRANCE IS FALLING TEAR GAS is now being deployed. Hamas movements are „ACTIVELY INVOLVED“ in the riots Rioters are being chased everywhere, but I want to see more MASS ARRESTS This is a total free for all! IT LOOKS LIKE A 3RD WORLD NATION.
Premierminister Sébastien Lecornu kündigte an, dass in den kommenden Tagen in allen Oberstufen landesweit Zeit für Diskussionsrunden zu den Forderungen der Schüler eingeräumt werde. In knapp 900 der insgesamt 3700 Oberstufen fiel am Dienstag der Unterricht ganz oder teilweise aus.
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Unterstützt wurden die Proteste von Gewerkschaften und Oppositionsparteien. Nach Gewerkschaftsangaben gab es landesweit Kundgebungen mit insgesamt 450.000 Menschen Teilnehmern, davon 100.000 allein in Paris.
In mehreren Städten kam es zu Ausschreitungen, bei denen die Polizei Tränengas und Wasserwerfer einsetzte. 488 Menschen wurden laut Innenministerium festgenommen und 43 Sicherheitskräfte verletzt. Seit Beginn der Proteste wurden mehr als 6500 Menschen festgenommen, überwiegend Minderjährige.
Oberstufenschüler blockieren seit Mitte September landesweit den Zugang zu hunderten Schulen, um für bessere Lernbedingungen zu demonstrieren. Konkret fordern sie unter anderem mehr Lehrer, kleinere Klassen, kürzere Schultage und eine bessere Ausstattung der Schulen. Zugleich bricht sich eine allgemeine Wut, es wird von einer Ungerechtigkeiten im Bildungssystem und fehlenden Perspektiven gesprochen.
Die Sorge der Regierung ist, dass die Proteste sich – angefacht durch hohe Spritpreise und Lebenshaltungskosten – auf andere Bereiche ausweiten könnten und so etwas wie ein zweiter Gelbwestenprotest entsteht, der Frankreich 2019 längere Zeit in Atem hielt. Vor dem Hintergrund will Premierminister Sébastien Lecornu am Abend eine Ansprache zu der Lage an den Gymnasien, den hohen Spritpreisen, der Agrarkrise sowie der angeschlagenen finanziellen Lage des Landes halten.