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Endlich Sommer! Jetzt beginnt die schönste Zeit des Jahres

Deutschland hat in den vergangenen Tagen einen Vorgeschmack auf das bekommen, was viele monatelang herbeigesehnt haben: echten Hochsommer. In mehreren Regionen kletterten die Temperaturen auf über 35 Grad. Örtlich wurden sogar Werte von mehr als 40 Grad erreicht. Der deutschlandweite Allzeitrekord von 41,7 Grad Celsius wurde im brandenburgischen Neißemünde-Coschen gemessen.
Freibäder melden Hochbetrieb, Badeseen füllen sich bereits am Vormittag und in den Biergärten sind die Plätze bis in die Abendstunden gut besucht. Damit ist klar: Der Sommer 2026 ist angekommen. Für diese Woche ist weiterhin deutschlandweit überwiegend sonniges Sommerwetter prognostiziert. Die nächste Hitzewelle soll voraussichtlich am kommenden Sonntag im Südwesten Deutschlands anrollen.
Für viele Fußballfans endet die WM früher als erhofft. Doch während der Ball für Deutschland nicht mehr rollt, beginnt draußen die vielleicht schönste Zeit des Jahres erst richtig. Die langen Tage liegen noch vor uns, die Sommerferien starten, die Seen erwärmen sich und die Wetterkarten zeigen weiterhin viel Sonne über weiten Teilen des Landes.
Wer in diesen Tagen morgens das Fenster öffnet, spürt den Sommer deutlich. Die Luft ist warm, die ersten Sonnenstrahlen erreichen früh den Balkon und am Nachmittag zieht es viele Menschen ins Freie. Straßencafés füllen sich, Eis wird serviert, Kinder spielen in Brunnen und in den Biergärten werden kühle Getränke bestellt.

Ganz Deutschland macht Ferien

Mit den Sommerferien beginnt für Millionen Menschen die Ferienzeit des Jahres. Je nach Bundesland starten die Ferien zwischen Ende Juni und Anfang August und dauern in der Regel rund sechs Wochen. Termine sind hier einsehbar.
Dadurch verteilen sich die Urlaubsreisen über mehrere Wochen. Straßen und Reiseziele sind vielerorts weniger überlastet, und auch spontane Ausflüge bleiben häufig möglich. Nicht jede Reise führt dabei ins Ausland oder ans Mittelmeer. Deutschland selbst bietet eine große Vielfalt an Landschaften und Freizeitmöglichkeiten.

Urlaub beginnt oft direkt vor der Haustür

Es sind häufig die einfachen Dinge, die einen Sommer unvergesslich machen: ein Sprung ins kühle Wasser eines Badesees, das erste Eis nach einer Fahrradtour, Grillen bis spät in den Abend, ein Sonnenuntergang am Flussufer oder barfuß über eine Wiese zu laufen. Auch das Zusammensitzen mit Freunden auf einer Picknickdecke bis tief in die Nacht gehört für viele dazu.
Wer Wasser liebt, findet in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten. Ob Stand-up-Paddling auf einem ruhigen See, eine Segeltour auf dem Bodensee, Kanufahren auf der Mecklenburgischen Seenplatte oder ein entspannter Nachmittag im Freibad – Wasser gehört zum Sommer wie Eis und Sonne.

Raus ins Grüne

Auch Wanderer kommen jetzt auf ihre Kosten. Die Wege durch National– und Naturparks – davon gibt es hierzulande mehr als 100 zwischen Bayern und Schleswig-Holstein – führen durch schattige Wälder, über blühende Wiesen und zu Aussichtspunkten, an denen der Alltag weit entfernt scheint. Wer es gemütlicher mag, packt eine Picknickdecke ein, sucht sich einen Platz im Stadtpark oder verbringt den Abend mit Freunden im Biergarten unter alten Kastanien.
Ob entlang des Rheins, der Elbe oder der Mosel oder auf einem der vielen Bahntrassenradwege, für Radfahrer sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt. Einen Überblick und viele Tipps gibt es hier. Wer möchte, verbindet Bewegung direkt mit einer Einkehr im Biergarten, denn vielerorts gehören schattige Kastanienbäume und regionale Spezialitäten fest zum Sommergefühl.

Zeit füreinander

Vielleicht ist genau das die größte Stärke des Sommers: Er schenkt Zeit, Zeit für Gespräche auf der Terrasse, für gemeinsame Ausflüge, für Spiele mit den Kindern oder für Abende mit Freunden am See.
Statt ständiger Bildschirmzeit oder abendlicher Streamingroutinen werden im Biergarten Begegnungen und gemeinsames Lachen zu Erinnerungen, die oft über den Sommer hinaus wirken. Der Sommer muss dabei nicht spektakulär sein. Häufig reicht ein freier Nachmittag, ein Picknickkorb, ein gutes Buch oder eine Hängematte im Garten. Manchmal genügt schon der Duft einer blühenden Wiese oder das Zirpen der Grillen, um für einen Moment den Alltag zu vergessen.

Jetzt ist Sommer

Der Sommer 2026 hat gerade erst begonnen. Die Fußball-WM mag für Deutschland bereits vorbei sein, doch die langen Abende, Ferientage, Ausflüge und besonderen Momente liegen noch vor uns. Sonnenbrille einpacken, Freunde treffen und hinaus ins Freie – der Sommer wartet nicht.
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Kein Deutsch, kein Eintritt: Strandbad verschärft Einlass

Kein Deutsch, kein Eintritt: Diese umstrittene Regel ist in einem Strandbad in Sachsen-Anhalt eingeführt worden.
Nachdem der Chef des Heidebades, Mathias Nobel, im sachsen-anhaltischen Halle am vergangenen Wochenende ein Kleinkind aus metertiefem Wasser retten musste, führte er eine neue Regel ein.
Demnach werden Menschen, die nicht ausreichend Deutsch sprechen und die Baderegeln nicht verstehen, nicht mehr hereingelassen. Diese Entscheidung sorgt laut Nobel auch für Kritik.

Es wird im Einzelfall entschieden

„Wir müssen uns sicher sein, dass die Besucherinnen und Besucher unsere Baderegeln verstehen und so konsequent sein, um die Sicherheit der Badegäste gewährleisten zu können“, sagte Nobel. Falle am Eingang auf, dass es Verständnisprobleme gibt, werde im Einzelfall entschieden, wie verfahren wird.
Nobel gehe es vor allem darum, dass die Badegäste wüssten, wie sie sich am und im Wasser verhalten müssten, betonte er. Dabei spiele die Sprache eine wichtige Rolle, aber nicht nur.
„Wenn die Sprachkenntnis eher schlecht ist, wir aber das Gefühl haben, dass die Menschen wissen, wie sich am Wasser verhalten wird, dürfen sie natürlich bei uns baden.“ Für seine Entscheidung sei er dennoch auch kritisiert worden, erzählt der Geschäftsführer des Bades. „Wir bleiben da aber konsequent.“

Kleinkind aus tiefem Wasser gerettet

Vor allem an heißen Tagen wie am vergangenen Wochenende sei auch am Einlass des Bades so viel los, dass eine neue Regelung habe gefunden werden müssen – ergänzend zu den Hinweisschildern, die an mehreren Stellen im Bad zu finden sind, sagte Nobel.
Seit die neue Einlassregel vor wenigen Tagen eingeführt wurde, seien vereinzelt Menschen nicht hereingelassen worden.
Anlass, die Regel ins Leben zu rufen, sei ein Vorfall vom vergangenen Wochenende gewesen. Nobel – selbst Rettungsschwimmer – musste ein Kleinkind aus dem Wasser retten, das in viel zu tiefem Wasser war. „Unser See ist zum Teil 13 Meter tief. Das ist einfach gefährlich.“

Was ist leistbar und was nicht?

Vor allem die Kinder müssten verstehen, wie sie sich am Wasser zu verhalten hätten und in Aufsicht von Personen sein, die ebenfalls wüssten, wie sie zu handeln hätten.
Außerdem müssten die Menschen von den Rettungsschwimmern angesprochen werden können. Komme zum Beispiel eine Gruppe ohne auch nur eine Person, die ausreichend Deutsch verstehe, kämen bei ihm und seinem Team Bedenken auf, sagte Nobel.
Mit der neuen Regelung wolle er auch seine Bademeister entlasten. In der Vergangenheit habe es Diskussionen gegeben, weil diese nicht dazu bereit gewesen seien, die Schwimmregeln einzeln in ein Übersetzungsprogramm zu sprechen, so der Chef des Heidebades. „Mein Personal ist so schon an der Grenze.“

Stadtwerke Jena mit anderem Ansatz

In Jena beispielsweise wird das Thema anders gehandhabt: „Die Jenaer Bäder stehen grundsätzlich allen Gästen offen“, betonte eine Sprecherin der Stadtwerke, die in Jena mehrere Bäder und einen Badesee betreiben.
„Ein Zutrittsverbot oder ein Verweis aus dem Bad erfolgt ausschließlich bei Verstößen gegen die Haus- und Badeordnung. Herkunft, Nationalität oder Sprache spielen dabei keine Rolle.“
Die Sprecherin erklärte, dass es dort keinerlei Überlegungen gebe, vergleichbare Regelungen einzuführen. Bisher seien dort keine Fälle bekannt, in denen es aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse zu gefährlichen Situationen im Badebetrieb gekommen ist.

DLRG: Kommunikation ist nicht nur Sprache

Für die Wasserrettung sei Kommunikation ein wichtiger Faktor, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Sachsen-Anhalt, Holger Friedrich. „Unsere Arbeit wird deutlich erschwert, wenn der Badegast nicht versteht – oder verstehen will.“
Die Kräfte der DLRG entschieden zwar nicht, wer in Schwimmbäder gelassen wird, könnten den Betreibern aber durchaus darstellen, wo und warum es zu Problemen kommt.
Besonders an beliebten Punkten in Bädern, wie zum Beispiel Sprüngtürme oder Rutschen, komme es immer häufiger dazu, dass Badegäste Regeln nicht befolgen, so Friedrich. „Da für Ordnung zu sorgen, ist eigentlich gar nicht die Aufgabe der DLRG und lenkt von der eigentlichen Arbeit ab.“
Immer häufiger gebe es Badegäste, die von Regeln nichts wissen wollen, so der DLRG-Geschäftsführer. „Das hat dann in erster Linie gar nicht mit der Sprache an sich zu tun. Aber natürlich wird es umso komplizierter, wenn es Sprachbarrieren gibt.“

Regel nicht eingehalten? Mann stirbt in Weinheimer Spaßbad

Diskussionen um die Einhaltung von Regeln im Schwimmbad-Betrieb hatte es zuletzt nach einem Unfall im baden-württembergischen Weinheim gegeben. Nach einem Unfall in einer Rutsche im Spaßbad „Miramar“ war dort ein 25 Jahre alter Mann gestorben.
Die Kriminalpolizei hatte danach die Ermittlungen aufgenommen. „Nach dem derzeitigen Kenntnisstand kam es im Zusammenhang mit einem Verstoß gegen die geltenden Nutzungs- und Sicherheitsregeln zu dem Unfallgeschehen“, hatte ein Bad-Sprecher nach dem Unfall erklärt. (dpa/red)
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Schwimmbäder diskutieren neue Zutrittsregeln für Kinder

Angesichts der schlechten Schwimmfähigkeiten von Kindern und Jugendlichen fordert der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister eine bundesweite Bronze-Pflicht für Unter-16-Jährige.
„Die Regelung sollte bundesweit von den kommunalen und privaten Freibad-Betreibern übernommen werden“, sagte Präsident Peter Harzheim dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.
Hintergrund ist die Debatte um eine entsprechende Umsetzung in mehreren Bädern in Nordrhein-Westfalen, in der Kinder und Jugendliche ohne Bronze-Abzeichen nur in Begleitung eines Elternteils Zutritt erhalten.
„Das ist eine gute und saubere Idee. Das Bronzeabzeichen gewährleistet, dass die Kinder wirklich sicher im Schwimmen sind“, so Harzheim.

Verantwortung liegt bei den Eltern

Harzheim sieht in der Zugangsbeschränkung keine Schikane, sondern eine Chance, das sichere Schwimmen wieder stärker in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken. Sie sei zudem ein „Weckruf an die Eltern“, ihrer Pflicht nachzukommen und Kinder frühzeitig an das Wasser zu gewöhnen.
Die Präsidentin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ute Vogt, zeigte Verständnis für eine solche Überlegung.
„Die Verantwortung für Kinder und Jugendliche liegt bei den Erziehungsberechtigten. Diese Verantwortung lässt sich nicht auf das Personal im Schwimmbad übertragen“, sagte sie.
Auch der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB), Christian Mankel, findet entsprechende Regeldiskussionen vor allem im Hinblick auf die Sommermonate mit sehr vollen Freibädern „nachvollziehbar“.

Zugangsbeschränkung sorgt für Kontroversen

Die Grünen-Politikerin und Mitglied im Bundestags-Innenausschuss, Schahina Gambir, sieht in einer potenziellen Bronze-Pflicht dagegen ein Ausschlusskonzept, das vor allem sozial schwächere Familien träfe.
Zwar sei der Sicherheitsgedanke nachvollziehbar, die Regelung löse aber das eigentliche Problem nicht. „Wer flächendeckend eine Bronze-Pflicht einführen will, muss gleichzeitig dafür sorgen, dass alle Kinder überhaupt die Chance haben, schwimmen zu lernen“, so Gambir. Sie warnte, eine solche Regelung könne „mittelbar diskriminierend“ wirken.
DGfdB-Geschäftsführer Mankel warnt zudem vor potenziellen Ausweichbewegungen. Zwar sei die abnehmende Schwimmfähigkeit der Jugend ebenso alarmierend wie die sinkende Aufmerksamkeit vieler Eltern am Beckenrand.
Dennoch berge ein strenges Einlassverbot Risiken: „Je höher die Eintrittsbarrieren, desto wahrscheinlicher weichen Nichtschwimmer und nicht sichere Schwimmer auf unüberwachte Badestellen aus, die eine hohe Gefährdung für diese Personengruppe aufweisen können.“ (dts/red)
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Freibadsaison startet: Personalmangel in Bädern hat Folgen

Deutschlands Schwimmbädern fehlen zum Start der Freibadsaison weiterhin Bademeisterinnen und Bademeister. „Leider ist es so, dass wir immer noch Fachkräftemangel haben“, sagte Peter Harzheim, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Der Mangel resultiere aus der Coronazeit und den Babyboomern, die in Rente gehen.
„Die, die jetzt in Rente gegangen sind oder noch in Rente gehen, können durch das momentane Ausbildungspotenzial, das wir haben, nicht aufgefangen werden“, sagte Harzheim. „Es ist aber eine Tendenz zu erkennen, dass es wieder mehr werden.“ Man müsse daran arbeiten, den Beruf attraktiv zu machen.

Umfrage: Nur etwas mehr als die Hälfte der Stellen besetzt

Einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) unter 94 Badbetreibern zufolge, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorlag, sind die Lücken vielerorts groß. Anfang Mai war laut VKU nur etwas mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Stellen besetzt. Fast jedes dritte Schwimmbad meldete noch einen zweistelligen Personalbedarf. Jeder zehnte Betreiber gab sogar an, dass mehr als 30 Prozent der Stellen noch offen seien.
Für viele Badegäste dürfte der Personalmangel spürbar werden: Es gebe Bäder, die aufgrund des Personalmangels schließen müssen oder von vornherein zubleiben, sagte Harzheim. „Man hat dann nicht mehr sieben Tage die Woche, sondern nur fünf Tage und nicht mehr zehn Stunden oder zwölf Stunden am Tag, sondern nur acht Stunden auf, weil wir auch nach dem Arbeitszeitgesetz arbeiten müssen.“
Auch wegen Geldmangels müssten viele Bäder geschlossen bleiben oder reduziert betrieben werden. Harzheim forderte die Bundes- und Landespolitik auf, mehr zu unterstützen – „nicht in der Finanzierung einzelner Positionen, sondern in einer Dauerfinanzierung, um die Betriebskosten am Laufen zu halten.“ (dpa/red)
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DLRG rettet 1.154 Menschen das Leben

Rettungsschwimmer der DLRG haben im vergangenen Jahr bundesweit deutlich mehr als 1.000 Menschen das Leben gerettet. Insgesamt bewahrten sie 1.154 Menschen vor dem Tod – ein Jahr zuvor waren es sogar 1.446, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft mitteilte.
Das schließt diejenigen mit Herzinfarkt oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen am Strand oder auch abseits des Strandes ein. Vor dem Ertrinken bewahrten die Wasserretter 704 Menschen, ein Jahr zuvor waren es 699.
Mindestens 393 Menschen konnten die Lebensretter im vergangenen Jahr allerdings nicht mehr helfen, sie ertranken. 2024 waren es 411.
Die DLRG ist nach eigenen Angaben die größte Wasserrettungsorganisation der Welt: Mehr als 642.000 Mitglieder zum Ende des vergangenen Jahres bedeuteten den Angaben zufolge den höchsten Stand in der Geschichte der Organisation – und einen Anstieg um gut 2,3 Prozent im Vergleich mit 2024.
Bundesweit sorgten laut DLRG über 51.000 Helfer für Sicherheit im und auf dem Wasser. Ein Jahr zuvor waren es sogar fast 55.000. (dpa/red)