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„Chinesischer Diktator“: Aussage über Mao-Montage kostet Mbappé chinesische Sponsoren

Drei chinesische Geschäftspartner von Kylian Mbappé haben am Dienstag, dem 27. Oktober, die sofortige Beendigung ihrer Zusammenarbeit mit dem Stürmer von Real Madrid bekannt gegeben.
Dongpeng, Mengniu und Milkground werfen dem Fussballer vor, in einem in den sozialen Netzwerken verbreiteten Video Äußerungen gemacht zu haben, die als beleidigend gegenüber Mao Zedong, dem „Großen Steuermann“ der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), angesehen werden.
Der Kapitän der französischen Nationalmannschaft entschuldigte sich noch am selben Tag und räumte „ungeschickte Äußerungen“ ein. Diese Reaktion erfolgte nach den Ankündigungen der Unternehmen, die sich auf die Wahrung nationaler Gefühle beriefen, um die Beendigung ihrer Werbepartnerschaften zu rechtfertigen.
In einer Erklärung auf Französisch, Englisch und Mandarin, die der AFP übermittelt wurde, drückte der Spieler sein Bedauern aus. „Ich entschuldige mich bei allen, die ich durch meine Worte verletzt habe. Das war absolut nicht meine Absicht. Ich habe tiefen Respekt vor dem chinesischen Volk und seiner Geschichte, und es tut mir aufrichtig leid“, erklärte er.

Der Auslöser: eine humoristische Montage

Die Sequenz stammt aus einem Interview in der Sendung „The Bridge“, die von Aurélien Tchouaméni, Mbappés Teamkollegen bei Real Madrid, moderiert wird.
Auf die Frage, welche Fotomontage mit seinem Gesicht ihn am meisten amüsiert habe, erwähnt der Stürmer ein Video mit einem „chinesischen Diktator“ und erklärt dann, dass er diese Montage mit seinen Freunden nutze, wenn er an der Konsole spiele.
Das erwähnte Bild überlagert die Gesichtszüge des Fußballers mit denen von Mao Zedong. Mbappé nannte den ehemaligen KPCh-Führer in dem von „Les Échos“ beschriebenen Ausschnitt nicht namentlich.
Den Berichten zufolge ist Mbappé auch nicht der Urheber der Fotomontage. Die digitale Faktenprüfungsabteilung der AFP konnte das Video zunächst nicht authentifizieren.
Chinesische Unternehmen empfanden diese Äußerungen dennoch als Beleidigung. Mao starb 1976. Er gilt in dem kommunistisch regierten Land jedoch weiterhin als offiziell geehrte Persönlichkeit.

Mao Zedongs Diktatur – geprägt von den größten humanitären Katastrophen

Mao Zedong kam 1949 an der Spitze der Kommunistischen Partei Chinas an die Macht. Er errichtete ein diktatorisches Regime, unterdrückte die Opposition und baute einen Personenkult auf.
Die Umgestaltung des Landes ging mit aufeinanderfolgenden ideologischen Kampagnen und einer Gleichschaltung der Bevölkerung einher, wie eine Dokumentation von „France 5“ vom September 2026 verdeutlicht.
Der 1958 eingeleitete „Große Sprung nach vorn“ sollte die Industrialisierung beschleunigen und die landwirtschaftliche Produktion kollektivieren. Diese Politik brachte jedoch die ländlichen Strukturen durcheinander und löste eine tödliche Hungersnot aus.
Schätzungen von „France Culture“ gehen von 30 bis 40 Millionen Toten zwischen 1958 und 1961 aus. Diese Katastrophe macht den Großteil der mehreren Dutzend Millionen Opfer aus, die mit den beiden maoistischen Kampagnen in Verbindung gebracht werden.
1966 löste Mao die „Kulturrevolution“ aus, um seine Herrschaft über das Land zu festigen und seine Gegner auszuschalten. Bis zu seinem Tod im Jahr 1976 erschütterten Verfolgungen, Säuberungen und Massengewalt die chinesische Gesellschaft.
Die Zahl der Todesopfer dieser Kampagne, die getrennt von der des „Großen Sprungs nach vorn“ zu sehen ist, beläuft sich laut Historikern auf Hunderttausende bis mehrere Millionen. Hinzu kommen unzählige Opfer von Verfolgung.

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Drei China-Marken beendeten Verträge sofort

Der Getränkehersteller Dongpeng, auch bekannt unter dem Namen Eastroc Beverage, der Molkereikonzern Mengniu und der Käsespezialist Milkground gaben ihre Entscheidung in einem sehr ähnlichen Wortlaut per Pressemitteilungen bekannt.
Die chinesischen Unternehmen nutzten den Namen und das Bild des Fußballers, um ihre Produkte auf dem chinesischen Markt zu bewerben, berichtet „Les Échos“.
„Unser Unternehmen lehnt jegliches Verhalten, das nationale Gefühle verletzt, entschieden ab und verfolgt in dieser Hinsicht eine Null-Toleranz-Politik“, erklärte Dongpeng. Der Konzern präzisierte: „Wir beenden mit sofortiger Wirkung jegliche Zusammenarbeit mit Kylian Mbappé.“
Laut „Franceinfo“ war die Vereinbarung mit Dongpeng im April unterzeichnet worden. Das Gesicht des Spielers war insbesondere auf Werbeplakaten in chinesischen Bussen und Bahnhöfen zu sehen. Mengniu hat seinerseits damit begonnen, seine Kampagnen mit dem französischen Nationalspieler aus den sozialen Netzwerken zu entfernen.
Die Angelegenheit löste auch eine diplomatische Reaktion aus. Am Dienstag erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, dass Äußerungen, die die Gefühle des chinesischen Volkes verletzten, auf Ablehnung in der Gesellschaft stoßen würden.
Flaschen des Elektrolytgetränks Bushuila der Dongpeng Beverage Group, deren Verpackung den französischen Fußballstar Kylian Mbappé zeigt, werden am 27. Oktober 2026 in einem Supermarkt in Peking ausgestellt. Foto: Pedro Pardo/AFP via Getty Images

Flaschen des Elektrolytgetränks Bushuila der Dongpeng Beverage Group, deren Verpackung den französischen Fußballstar Kylian Mbappé zeigt, werden am 27. Oktober 2026 in einem Supermarkt in Peking ausgestellt.

Foto: Pedro Pardo/AFP via Getty Images

 
Dieser Artikel erschien im Original auf epochtimes.fr unter dem Titel „Mbappé perd trois sponsors chinois après des propos qualifiant Mao Zedong de ‚dictateur‘“. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: sm)

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