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YouGov: Zahl der Spender geht immer weiter zurück

Die Zahl der Spender in Deutschland geht immer weiter zurück. Nur 13 Prozent geben aktuell an, regelmäßig Geld zu spenden, weitere 25 Prozent spenden gelegentlich, so eine Umfrage des Instituts Yougov, die der dts Nachrichtenagentur vorab vorliegt. Das macht zusammen 38 Prozent.

Gemessenes Verhalten: nur 17 Prozent im ersten Halbjahr

Die tatsächlichen Zahlen sehen aber womöglich anders aus. Yougov betreibt parallel zu den Umfragen auch ein sogenanntes „Charity Panel“, in dem das tatsächlich gemessene Spenderverhalten abgebildet wird. Und demnach haben im ersten Halbjahr 2026 nur 17 Prozent der Bevölkerung wirklich gespendet, das war noch einmal ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.
Gleichzeitig sagt aktuell ein Drittel (33 Prozent), früher gespendet zu haben, dies heute aber nicht mehr zu tun. Jeder Vierte (26 Prozent) hat nach eigenen Angaben noch nie Geld gespendet.

Grünen-Wähler spenden am häufigsten, AfD-Wähler am seltensten

Am höchsten ist die Spendenbereitschaft unter Wählern der Grünen: 25 Prozent spenden – nach eigenen Angaben – regelmäßig Geld, weitere 33 Prozent gelegentlich.
Unter AfD-Wählern liegt der Anteil regelmäßiger Spender dagegen bei lediglich 11 Prozent. Gleichzeitig geben 34 Prozent der AfD-Wähler an, noch nie Geld gespendet zu haben, der höchste Wert unter allen Wählergruppen.

Hauptgrund: Geldmangel, Zweifel und Intransparenz

Als wichtigste Hürde nennen die Deutschen ihre finanzielle Situation: 42 Prozent sagen, sie könnten sich derzeit Spenden finanziell nicht leisten. Dahinter folgen Zweifel am sinnvollen Einsatz der Gelder (27 Prozent) sowie mangelnde Transparenz darüber, was konkret mit Spenden geschieht (26 Prozent). Die Umfrage war vom 28. bis 31. August unter 2.321 Personen durchgeführt worden.

YouGov: NGOs müssen um Vertrauen werben

„Die Ergebnisse fallen in eine Zeit, in der die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen kontroverser diskutiert wird als noch vor einigen Jahren“, sagte Frieder Schmid von Yougov. Manche Bürger beurteilten die Arbeit von NGOs auch durch die Parteibrille. Für die Organisationen sei es deshalb wichtiger denn je, aktiv um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu werben und ihre Arbeit nachvollziehbar zu erklären.
Der „Deutsche Spendenrat“ hatte schon zu Jahresbeginn festgestellt, dass die Spendenbereitschaft in Deutschland stark unter Druck steht – und sich dabei ebenfalls auf Yougov-Zahlen berufen. Die Geldspendeneinnahmen waren demnach 2025 auf 4,65 Milliarden Euro gefallen und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Jahren. (dts/red)
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YouGov: Union fällt bundesweit auf 18 Prozent – Knappe Mehrheit gegen Brandmauer

Eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und vor den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin fällt die Union laut der vom Institut YouGov gemessenen Wählergunst bundesweit auf ein neues historisches Tief.
Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden laut der Umfrage aktuell nur noch 18 Prozent CDU/CSU wählen – und damit zwei Prozentpunkte weniger als bei der Yougov-Umfrage im August.

AfD und Grüne legen zu

Die AfD bleibt demnach stärkste Partei und kommt jetzt auf 29 Prozent, das bedeutet ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat. Die Grünen gewinnen ebenfalls einen Prozentpunkt hinzu und kommen jetzt auf 16 Prozent. So stark notierten die Grünen zuletzt im Mai 2023.
Die SPD stabilisiert sich und kommt auf 13 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als im August. Die Linke verliert dagegen zwei Prozentpunkte und kommt im September auf 10 Prozent. Die FDP bleibt unverändert bei 5 Prozent. Das BSW gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und liegt jetzt bei 4 Prozent. Sonstige Parteien kommen auf 5 Prozent.

Meinung zur Brandmauer hat sich verändert

Im September sind laut YouGov 51 Prozent der Meinung, dass die anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht grundsätzlich ausschließen sollten. 40 Prozent sind der Ansicht, dass die anderen Parteien eine Zusammenarbeit ausschließen sollten, 9 Prozent sind unentschieden.
Im Vergleich zu August 2026 (28. bis 31.08.2026) hat sich das Meinungsbild zur Brandmauer verändert: Damals waren 44 Prozent der Meinung, dass die anderen Parteien eine Zusammenarbeit nicht grundsätzlich ausschließen sollten. 46 Prozent wollten dagegen, dass die anderen Parteien eine Zusammenarbeit grundsätzlich ausschließen. 10 Prozent waren unentschieden.
Die Brandmauer spaltet die Anhängerschaften: Wähler von SPD (grundsätzlich ausschließen: 71 Prozent, nicht grundsätzlich ausschließen: 22 Prozent), den Grünen ( 76 Prozent zu 15 Prozent) und der Linken (73 Prozent zu 18 Prozent) sind mehrheitlich der Meinung, dass andere Parteien eine Zusammenarbeit ausschließen sollten.
Unter Wählern von CDU/CSU gibt es keine Mehrheit für die Brandmauer (grundsätzlich ausschließen: 38 Prozent, nicht grundsätzlich ausschließen: 55 Prozent).
Wähler der AfD lehnen die Brandmauer ab (grundsätzlich ausschließen: 3 Prozent, nicht grundsätzlich ausschließen: 94 Prozent).

Umfrage: Ist die AfD rechtsextrem?

Die Mehrheit der Bürger hält die AfD für rechtsextrem. 59 Prozent sind dieser Meinung, 30 Prozent sehen es anders. 11 Prozent sind unentschieden.
Wähler der Grünen (97 Prozent), SPD (89 Prozent) und der Linken (82 Prozent) sind ganz überwiegend der Ansicht, dass die AfD eine rechtsextreme Partei ist. Wähler von CDU/CSU halten zu 69 Prozent die AfD für rechtsextrem, 22 Prozent nicht. 9 Prozent sind unentschieden.
Unter AfD-Wählern halten sind 4 Prozent der Meinung, die Partei sei rechtsextrem, 88 Prozent sehen es anders und 8 Prozent sind unentschieden.
Im Vergleich zu Mai 2025 hat sich die Meinung der Öffentlichkeit nicht verändert: Damals waren 61 Prozent der Meinung, dass die AfD rechtsextrem ist, 29 Prozent nicht und 10 unentschieden.
YouGov hatte die aktuellen Zahlen per Online-Panel vom 11. bis 14. September erhoben, 2.161 Personen wurden befragt. (dts/red)
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YouGov-Umfrage: Deutschland geht generell in die falsche Richtung

Die AfD verliert in der aktuellen Umfrage des Instituts YouGov im Vergleich zum Vormonat, bleibt aber klar stärkste Kraft. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden laut der Erhebung 27 Prozent der Wähler in Deutschland die AfD wählen, 2 Prozentpunkte weniger als im Juni.
CDU/CSU kommen aktuell unverändert auf 20 Prozent. Die Grünen liegen auf Platz drei und stehen unverändert bei 14 Prozent. SPD und Die Linke liegen gleichauf bei 12 Prozent, ebenfalls ohne Veränderung zum Vormonat.
Die FDP bleibt bei 5 Prozent, das BSW kommt unverändert auf 4 Prozent. 6 Prozent der Wähler würden für eine andere Partei („Sonstige“) stimmen.

Deutschland geht generell in die falsche Richtung

Drei von vier Bundesbürgern (74 Prozent) denken laut der Umfrage, dass sich Deutschland generell in die falsche Richtung entwickelt.
Besonders Wähler der AfD (93 Prozent) und der Linken (84 Prozent) sind dieser Überzeugung, aber auch unter Wählern der Grünen (69 Prozent), der SPD (63 Prozent) und der Union (58 Prozent) ist jeweils eine Mehrheit dieser Meinung.
Etwas mehr als jeder Zweite (55 Prozent) in Deutschland findet, dass das Land tiefgreifende Reformen benötigt. In allen Wählergruppen ist eine Mehrheit dieser Meinung (AfD: 67 Prozent, CDU/CSU: 57 Prozent, Die Linke: 55 Prozent, Die Grünen: 50 Prozent, SPD: 49 Prozent).

Reformen gehen in die falsche Richtung

Die Unterstützung für das Reformpaket der Bundesregierung ist gering. Nur jeder Zehnte (13 Prozent) ist der Meinung, dass das Reformpaket notwendig ist und Unterstützung verdient. 27 Prozent finden, dass die Reformen grundsätzlich notwendig sind, aber haben Zweifel an der Umsetzung.
Fast die Hälfte der Bundesbürger (45 Prozent) ist der Meinung, dass die Reformen in die falsche Richtung gehen. 9 Prozent können die Reformen nach eigenen Angaben nicht beurteilen und 5 Prozent sind unentschieden bzw. machen keine Angabe.
Besonders AfD-Wähler (65 Prozent) und Linke-Wähler (64 Prozent) sind der Meinung, dass das Reformpaket in die falsche Richtung geht.
Unter Wählern der Grünen (44 Prozent) und SPD (40 Prozent) ist die Ablehnung geringer, unter Wählern von CDU/CSU (30 Prozent) glaubt knapp jeder Dritte, dass die Reformen in die falsche Richtung gehen.
Yougov hatte zwischen dem 10. und 13. Juli 2.230 Personen online befragt, an der „Sonntagsfrage“ hatten davon nur 1.827 Menschen teilgenommen. (dts/red)