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Ryanair-Chef prognostiziert: „größten Anstieg der Flugpreise in der Geschichte“ für 2027

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Ryanair-Chef Michael O’Leary erklärte am Dienstag (20. Oktober) auf einer Pressekonferenz in Brüssel, dass die Flugpreise in Europa im nächsten Jahr um 10 % bis 20 % steigen könnten, was seiner Aussage nach der größte Anstieg in der Geschichte werden könnte.
„In den nächsten 12 Monaten werden Sie in Europa den größten Anstieg der Flugpreise erleben, den es meiner Meinung nach je gegeben hat“, sagte O’Leary. Er  prognostiziert, dass die Flugpreise in Europa im nächsten Jahr um bis zu 20 % steigen werden, da abgesicherte Treibstoffpreise der großen Fluggesellschaften auslaufen und sie dann komplett auf den gestiegenen Ölpreis zurückgreifen müssen.
Der Krieg im Iran hatte die Preise für Flugbenzin in diesem Jahr stark in die Höhe getrieben und die Margen der Fluggesellschaften trotz weit verbreiteter Treibstoffabsicherungen unter Druck gesetzt.
O’Leary zeigte sich jdeoch optimistisch, dass die US-Zertifizierung der Boeing 737 MAX 10 noch in diesem Monat abgeschlossen werde, wodurch Ryanair Anfang 2027 die ersten Flugzeuge erhalten könne. Er erklärte, Ryanair habe kein Interesse an Fusionen oder Übernahmen, und die Bestellung von 300 MAX-10-Flugzeugen werde dem Unternehmen helfen, das Passagieraufkommen von 200 Millionen im vergangenen Jahr bis 2034 auf 300 Millionen zu steigern. (reuters/red)
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Verlorene Koffer kosten Airlines Milliarden

Wenn eine Fluggesellschaft Koffer verliert oder beschädigt, kann sie das teuer zu stehen kommen: Im Durchschnitt entstünden Kosten von rund 260 Dollar (knapp 230 Euro) pro Gepäckstück, schreibt der Dienstleister Sita in Genf in seinem neuen Gepäck-Report.
Er macht folgende Rechnung auf: Pro Passagier verdienten Fluggesellschaften nach Abzug aller Kosten nur 8 Dollar. Nach dieser Rechnung mache also ein verlorenes oder beschädigtes Gepäckstück den Profit aus bis zu 30 verkauften Tickets zunichte. Weltweit schätzt Sita die Kosten für die Airlines pro Jahr auf 6,3 Milliarden Dollar. Im Jahr davor waren es allerdings noch 7,9 Milliarden Dollar.
Sita erfasst die fehlgeleiteten und verspätet zugestellten Gepäckstücke, die mehr als 75 Prozent ausmachen, die beschädigten Stücke (21 Prozent) sowie auch die, die auf Nimmerwiedersehen verschwinden (4 Prozent).

Bessere Vernetzung senkt die Fehlerquote

Die Zahl der Gepäckprobleme geht nach Angaben von Sita stetig zurück, im vergangenen Jahr um 19 Prozent im Jahresvergleich. Und es gab auch weniger Probleme mit Gepäckstücken als im letzten Jahr vor der Pandemie, 2019, obwohl 2025 mehr Passagiere befördert wurden.
Der Vergleich: 2019 gingen bei knapp 4,5 Millionen geförderten Passagieren weltweit 26 Millionen Gepäckstücke verloren oder wurden beschädigt, 2025 waren es bei knapp 5 Millionen Passagieren 24 Millionen.
Probleme vorbeugen oder sie schneller lösen könne man durch die bessere Datenvernetzung von Fluggesellschaften, Flughäfen und den dortigen Dienstleistern, um den Standort von jedem Gepäckstück zu jedem Zeitpunkt zu kennen. Dabei könnten auch Programme mit Künstlicher Intelligenz helfen. (dpa/red)