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Aus für „Nowaja Gaseta“: UN-Kommissar Türk spricht von „verheerendem Schlag“

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat die Schließung der russischen Zeitung „Nowaja Gaseta“ als „verheerenden Schlag“ für unabhängige Medien im Land bezeichnet.
Er sei „zutiefst besorgt“ und „bestürzt“, dass die Zeitung „gezwungen“ werde, die Arbeit einzustellen, erklärte Türk am Freitag.
Schon seit vielen Jahren sei unabhängiger Journalismus in Russland „zunehmenden Einschränkungen und Druck“ ausgesetzt. Seit Russlands Invasion in die Ukraine seien die Restriktionen noch „deutlich intensiviert“ worden.

Zeitung muss Räume ab 9. November verlassen

Am Freitag hatte Chefredakteur Sergej Sokolow bekannt gegeben, dass die Zeitung angesichts des Drucks der russischen Behörden ihre Arbeit vollständig einstelle. Sie müsse ihre Räumlichkeiten ab dem 9. November verlassen.
Der Gründer der Zeitung und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow bezeichnete die Schließung als Teil von Moskaus „gigantischer Militäroperation“ in der Ukraine. Medienrechtsorganisationen reagierten mit Bestürzung auf den Schritt.

Jahrelang unter Druck

Die „Nowaja Gaseta“ war viele Jahre Russlands führendes unabhängiges Medium. Wegen der Recherche und der kritischen Berichterstattung zur Menschenrechtslage in Russland stand die Zeitung stark unter Druck.
Die Zeitung stellte die gedruckte Ausgabe im Inland nach der strengen Zensur seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine ein. Im Internet veröffentlichte sie aber weiter Inhalte. Die russischen Behörden stufen die Zeitung als sogenannten ausländischen Agenten ein. (afp/red)

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