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Sonnenfinsternis in Spanien im Livestream


In Kürze:

  • Heute Abend schiebt sich der Neumond vor die Sonne und erzeugt eine Sonnenfinsternis.
  • Ein schmaler Streifen von Oviedo an der spanischen Atlantikküste bis Mallorca verschwindet bis knapp zwei Minuten in totaler Dunkelheit.
  • In weiten Teilen Europas lässt sich eine partielle Sonnenfinsternis beobachten.
  • Von Deutschland aus gesehen, schiebt sich der Mond ab kurz nach 19:00 Uhr vor die Sonne und wird sie – je nach Standort – zu 84 bis 90 Prozent verdecken.
  • Sowohl die Europäische Weltraumagentur ESA als auch die NASA senden aus Nordspanien live.

 
Schon als Kind betrachtete Enrique Bordallo voller Staunen den Sternenhimmel über seiner spanischen Heimat. Bis heute begeistert er sich für Gestirne; seine Vorfreude auf die totale Sonnenfinsternis am Mittwochabend ist riesig. „Wir sind völlig aus dem Häuschen!“, sagt Bordallo, der den Astronomieverein in Burgos leitet. In dieser Stadt in Nordspanien wird das astronomische Spektakel besonders gut zu beobachten sein.

Wettrennen um Betten und Brillen

Hinzu kommt, für Spanien ist es die erste totale Sonnenfinsternis seit 1905. Obwohl extrem kurz, verschafft das astronomische Ereignis der Gegend große Aufmerksamkeit: Hunderttausende Besucher werden erwartet, von denen einige ihre Zimmer bereits vor Jahren gebucht haben. Falls noch Unterkünfte verfügbar sein sollten, ist mit Mondpreisen zu rechnen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass auch diese schon vergeben sind und es zwischen Oviedo im Norden und Palma de Mallorca in diesen Tagen keine freien Betten gibt.

Von Oviedo im Norden bis Palma de Mallorca ist die totale Sonnenfinsternis sichtbar.

Der Mondschatten wird mit rund 2.500 Kilometer pro Stunde – über 40 Kilometer pro Minute – über Spanien ziehen, bevor der sich im Mittelmeer mit dem Sonnenuntergang trifft und verschwindet.

Und Betten sind nicht das einzige knappe Gut: Zwei Millionen spezielle Sonnenfinsternisbrillen hat die spanische Regierung in einer gemeinsamen Kampagne mit einer Organisation für Sehbehinderte bereitgestellt, damit das Himmelsspektakel nicht zu massenhaften Augenschäden führt. Trotzdem ist der zertifizierte Sehschutz kaum zu bekommen.
An vielen Ausgabestellen wie Kiosken oder Museen sind die Gratis-Brillen vergeben, in einigen Apotheken in der Hauptstadt Madrid war der Sehschutz am Dienstag noch zum Preis zwischen drei und vier Euro zu haben. In anderen Ländern ist es nicht anders.
„Es ist verrückt“, sagte ein Apotheker in Paris. Sein Lieferant sei von der Nachfrage so überwältigt, dass er die Brillen nicht mehr selbst ausliefern könne und die Bestellungen stattdessen mit einem Uber kämen. Verkaufspreis: 10 Euro pro Brille. Auch Fouad Mehdaoui, Ladenbesitzer in der belgischen Hauptstadt Brüssel, berichtete, dass er in letzter Minute noch eine Lieferung von hundert Brillen bekommen habe. „Alle waren innerhalb von 30 Minuten weg“, sagte er.
Zudem erfüllen nicht alle auf dem Markt erhältlichen Brillen die notwendigen Schutzstandards. In Spanien zogen die Behörden am Montag sechs Modelle aus dem Verkehr, da ihre Nutzung laut einer Verbraucherschutzorganisation „das Risiko von Augenschäden“ mit sich bringe.

Nicht mit bloßen Augen in die Sonne schauen

Dennoch ist es wichtig, nicht ohne eine Schutzbrille in die Sonne zu sehen, denn sonst kann man es genau zweimal tun: einmal mit dem linken Auge, einmal mit dem rechten, heißt es scherzhaft unter Astronomen. Die Warnung dahinter ist jedoch äußerst ernst und gilt auch bei weitgehender Verfinsterung sowie einsetzender Dämmerung.
Wer ungeschützt in die Sonne blickt, läuft Gefahr, zu erblinden, denn unsere Augen bündeln das Licht wie ein Brennglas – und haben keine Schmerzrezeptoren. Ersteres führt dazu, dass binnen kürzester Zeit bleibende Schäden an der lichtempfindlichen Netzhaut drohen. Letzteres ist trügerisch, denn wenn Betroffene es bemerken, ist es bereits zu spät.
Eine sichere Beobachtung ist laut Bundesamt für Strahlenschutz daher nur mit genormten (ISO 12312-2:2015) und entsprechend gekennzeichneten Spezialbrillen für Sonnenfinsternisse möglich. Auch indirekte Beobachtung durch Projektion auf eine Fläche etwa mittels Lochkamera sind möglich.
Auf keinen Fall darf jedoch mit Ferngläsern oder Kameras ohne Sonnenfilter in die Sonne geschaut werden; die Optik bündelt das Licht zusätzlich und verstärkt Augenschäden. Eindringlich gewarnt wird zudem vor improvisierten Hilfsmitteln wie gefalteten Rettungsdecken, Gletscherbrillen oder schwarzen Filmstreifen.

Es bleibt eine schmale Sichel

Vollkommen dunkel wird es in Deutschland nicht, aber die Sonnenfinsternis ist auch hierzulande gut zu sehen. Laut Astronomen werden während des Maximums je nach Standort etwa zwischen 84 und 90 Prozent der Sonne verdeckt – es bleibt also eine schmale Sichel. Grundsätzlich ist die partielle Sonnenfinsternis aber überall in Deutschland zu sehen.
Das Ereignis wird insgesamt fast zwei Stunden dauern und mit dem beginnenden Sonnenuntergang zusammenfallen. Der Mond schiebt sich in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ab 19:11 Uhr allmählich vor die Sonne. In den Bundesländern weiter südlich beginnt das kosmische Spektakel einige Minuten später, in Bayern etwa um 19:19 Uhr. Der Höhepunkt mit der maximalen Sonnenbedeckung wird etwa eine Stunde später erreicht, wobei es ebenfalls abermals eine leichte Zeitverzögerung in Nord-Süd-Richtung gibt.

Verlauf und Sichtbarkeit der Sonnenfinsternis am 12. August 2026.

Foto: Grzegorz Nykiel/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Das Maximum stellt sich nach Angaben des Heidelberger Hauses der Astronomie in Kiel und Rostock um 20:07 Uhr ein, in Berlin um 20:09 Uhr, in Dresden um 20:11 Uhr, in Köln um 20:13 Uhr, in München und Stuttgart um 20:16 Uhr und in Freiburg um 20:18 Uhr. Je später, desto größer ist die Bedeckung. In Freiburg beispielsweise ist die Sonne zu über 90 Prozent verdeckt, in Berlin sind es noch knapp 85 Prozent.
Danach gibt der Mond nach und nach die Sonne wieder frei, bis die partielle Finsternis zwischen 20:48 Uhr und 21:03 Uhr überall in Deutschland beendet sein wird. Dies fällt mit dem Sonnenuntergang zusammen. Das heißt, die Sonne geht noch teilweise verfinstert unter.

Der beste Blick: in Deutschland, in Spanien, auf dem Sofa

Wegen des Zeitpunkts kurz vor Sonnenuntergang benötigen Beobachter unbedingt einen freien Blick auf den Horizont in Richtung Westen. Zu Beginn der partiellen Finsternis steht die Sonne dem Haus der Astronomie zufolge noch etwa zwölf Grad über dem Horizont, während des Höhepunkts der Verfinsterung aber nur noch etwa vier Grad. Häuser, Bäume oder Hügel können schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Das Wetter hingegen eher nicht:
Dank des vorherrschenden Hochdruckeinflusses werde die Sonnenfinsternis „fast landesweit hervorragend zu beobachten sein“, teilte der Deutsche Wetterdienst am Dienstag mit. Nur den Norden überziehen dann zeitweise ein paar hohe Wolkenfelder.
In Spanien ist vor allem direkt an der Atlantikküste mit Wolken zu rechnen. Ideale Beobachtungsbedingungen herrschen daher eher im Landesinneren. Auch an der Mittelmeerküste ist ein leichter Schleier nicht ausgeschlossen. Auf den Balearen hingegen ist wiederum mit klarem Himmel zu rechnen, dafür ist hier die Dauer kürzer. Der nordöstlichste Zipfel Portugals versinkt sogar nur für wenige Sekunden in kompletter Dunkelheit.
Noch besser als vor Ort ist die Sonnenfinsternis nur mittels Profiausrüstung zu beobachten. Die Europäische Raumfahragentur verfolgt die Sonnenfinsternis gleich an drei Standorten: am Observatorio Astrofísico de Javalambre, in Leon und in Frómista (Palencia). Ab 19:30 überträgt sie die Bilder der Teleskope des Observatorium live.

An dieser Stelle wird ein Video von Youtube angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um das Video anzusehen.

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde wird die Sonnenfinsternis aus Island und Spanien beobachten und beginnt seine Übertragung bereits 19:15 Uhr. Außerdem wird ein Höhenforschungsflugzeug den Schatten des Mondes verfolgen.

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Angesichts der technisch erheblich besser ausgestatteten Raumfahrtbehörden verzichtet Epoch Times auf eine eigene Liveübertragung aus Nordspanien. Unsere Reporter vor Ort wird Sie stattdessen mit exklusiven Bildern und einem Bericht aus erster Hand versorgen.

Sonne und Mond kehren zurück

Etwa ein- bis zweimal pro Jahr gibt es eine Sonnenfinsternis. Da der Streifen der absoluten Verdeckung jedoch nur wenige hundert Kilometer breit ist, kann es bis zu 400 Jahre dauern, bis am selben Ort wieder eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten ist. Spanien kann sich dennoch über drei Finsternisse in drei Jahren freuen:
Am 2. August kommenden Jahres wird in Südspanien, Nordafrika und der arabischen Halbinsel eine besonders lang andauernde totale Sonnenfinsternis zu beobachten sein. Sechs Minuten und 23 Sekunden lang wird die Sonne dann im Kernschatten des Mondes liegen. Eine ähnlich lange Sonnenfinsternis wird es danach bis 2114 nicht mehr geben.
Ganz so lange muss Deutschland nicht warten. Der Mondschatten erreicht uns „schon“ im Jahr 2081 wieder. Während alte Kulturen dieses merkwürdiges Phänomen als Zeichen der Apokalypse oder Botschaften der Götter betrachteten, wissen wir heute also sehr genau, was, wann und wo passiert – und dennoch ist es immer wieder faszinierend.
Oder um es mit den Worten Enrique Bordallos zu sagen: „Wir können es kaum erwarten, dass es endlich so weit ist, und hoffen auf gutes Wetter.“
Mit Material der Nachrichtenagenturen
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Erste totale Sonnenfinsternis seit 1999: Was Beobachter erwartet


In Kürze:

  • Am 12. August 2026 wird Europa Zeuge einer totalen Sonnenfinsternis. Das letzte derartige Ereignis lag im vergangenen Jahrtausend.
  • Weite Teile Europas – einschließlich Deutschland – sehen eine partielle Sonnenfinsternis.
  • Die sogenannte Totalität, jener Bereich, in dem die Sonne vollständig hinter dem Mond verschwindet, ist nur in einem schmalen Streifen von wenigen Hundert Kilometern Breite sichtbar.
  • Die besten Beobachtungsbedingungen bieten der Norden Russlands, Grönland, Island und Spanien – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

 
Für Jamie Carter fühlte sich die erste totale Sonnenfinsternis wie ein kosmischer Fehler an. Der ganze Himmel verwandelte sich in einen Sonnenuntergang. Tiere verstummten plötzlich, als wäre es Nacht geworden. Die Sonne erschien als schwarze Scheibe, gekrönt von einem Lichtkegel.
Am 12. August wird der erfahrene Astronomieautor und Reiseleiter dieses Erlebnis erneut genießen. Er wird an Bord eines Schiffes nach Grönland reisen, um dort eine Astronomiereise zu leiten und Vorträge zu halten. Dies wird Carters neunte totale Sonnenfinsternis sein. Die sogenannte Totalität, das Zeitfenster, in dem der Mond die blendende Sonnenscheibe vollständig verdeckt, beträgt nur wenige Minuten.

Das Unsichtbare wird sichtbar

„Totalität ist transformativ“, sagte er der Epoch Times. „Ich habe Menschen gesehen, die unkontrolliert lachten, in Tränen ausbrachen, sprachlos dastanden oder einfach nur ungläubig starrten. Das Gehirn hat Mühe, das Gesehene zu verarbeiten.“
Manchmal hat man kurz das Gefühl, die Sonne könnte nie wiederkehren.
„Natürlich kehrt sie zurück – aber in diesen kostbaren Momenten fühlt es sich an, als ob das Universum kurz eine Seite von sich offenbart, die wir eigentlich nie zu sehen bekommen sollten“, so Carter. „Wenn man eine erlebt hat, erscheint einem die Jagd nach Sonnenfinsternissen plötzlich als der naheliegendste Weg, die Welt zu sehen.“
Die ikonische silberne Lichtkrone, die nur bei totalen Sonnenfinsternissen sichtbar wird, ist die Sonnenkorona, die schwer fassbare äußere Atmosphäre der Sonne. Normalerweise vom blendenden Licht der Photosphäre überstrahlt, ist dieser Kranz aus überhitztem, perlmuttweißem Plasma für das bloße Auge unsichtbar – außer während der Totalität. Er hängt am verdunkelten Himmel, surreal geformt von den intensiven Magnetfeldern der Sonne.
Die Physik hinter diesem Spektakel beruht auf einer verblüffenden kosmischen Konstellation. Die Sonne ist etwa 400-mal größer als der Mond, aber 400-mal weiter von der Erde entfernt. Dadurch gleichen sich ihre Größenverhältnisse aus unserer Perspektive aus, sodass der Mond zwar die Sonnenoberfläche vollständig verdecken kann, die Korona aber sichtbar bleibt.
Diese Verdunkelung des Himmels fällt zudem mit dem Höhepunkt des jährlichen Perseiden-Meteorstroms zusammen, sodass Beobachter mit besonders dunklem Himmel sogar Sternschnuppen in der Mittagsdämmerung sehen können. Gleichzeitig sorgt ein hilfsbereiter Neumond für einen tiefschwarzen Himmel.

Am 12. August ist es wieder soweit

In exakt zwei Wochen zeigt sich das beeindruckende Naturschauspiel erneut, zunächst im hohen Norden. Der Schatten des Mondes legt in gut 4 Stunden sodann rund 8.300 Kilometer zurück.
Nachdem er zuerst in der abgelegenen Wildnis Nordrusslands auf Land trifft, streift der dunkelste Teil des Mondschattens, der Kernschatten, über die eisigen Fjorde Ostgrönlands und Islands. Er überquert den Polarkreis und zieht nach Westeuropa.
Im Nordatlantik dauert die Totalität 2 Minuten und 18 Sekunden. Sonnenfinsternisbeobachter wie Carter in Scoresby-Sund, Grönland, erwarten eine partielle Sonnenfinsternis ab 15:34 Uhr Ortszeit, die Totalität beginnt hier um 16:34 Uhr. Reykjavik, Island, erlebt die partielle Dunkelheit um 17:48 Uhr.
Die spanische Atlantikküste erreicht der Mondschatten kurz vor Sonnenuntergang. Das Zeitfenster beträgt hier etwas weniger als 2 Minuten. Allerdings beginnt die partielle Phase erst um 19:34 Uhr, während die Totalität ihren Höhepunkt um 20:29 Uhr deutscher Zeit erreicht. Dieser Umstand macht auch die Städte im spanischen Inland – wie Saragossa – zu idealen Beobachtungsorten.
Nach einem Besuch auf Mallorca verliert sich der Mondschatten schließlich über dem Mittelmeer.

Totale Sonnenfinsternis in Teilen Europas

Durch weite Ozeanpassagen wohnen weltweit verhältnismäßig wenige Menschen innerhalb des schmalen, etwa 290 Kilometer breiten Streifens, in dem die totale Sonnenfinsternis sichtbar ist. Mitteleuropa kam dabei zuletzt am 11. August 1999 in den Genuss des Himmelsspektakels. Spanien musste sogar noch erheblich länger warten. Die letzte totale Sonnenfinsternis über der Iberischen Halbinsel ereignete sich 1905.
Millionen Menschen erleben indes eine partielle Sonnenfinsternis – dabei erzeugt der Halbschatten des Mondes, die Penumbra, eine sichelförmige Sonne.

Partielle Sonnenfinsternis über Deutschland am 10. Juni 2021.

Foto: Olivier Maire/KEYSTONE/epa/dpa/dpa

Von Deutschland aus gesehen bedeckt der Mond etwa 80 bis 90 Prozent der Sonnenfläche, sodass wir zumindest in den Genuss einer partiellen Sonnenfinsternis kommen. Damit ist der Bedeckungsgrad erheblich größer bei der letzten partiellen Sonnenfinsternis im Juni 2021.
Zeitlicher Verlauf der partiellen Sonnenfinsternis für ausgewählte deutsche Städte

Zeitlicher Verlauf der partiellen Sonnenfinsternis am 12. August 2026 für ausgewählte deutsche Städte.

Foto: kms/Epoch Times

Achtung: Augenschutz beachten!

Die größte Gefahr bei der Beobachtung einer Sonnenfinsternis geht von der blendenden Sonne aus. Direktes Hineinschauen in die Sonne während der partiellen Phase kann zu dauerhaften Netzhautschäden führen.
Herkömmliche Sonnenbrillen bieten, unabhängig von ihrem UV-Schutz oder ihrer Tönung, keinerlei Schutz vor der intensiven Sonnenstrahlung. Während der partiellen Phase müssen Beobachter zertifizierte Sonnenfilter oder spezielle Sonnenfinsternisbrillen verwenden, die tausendfach dunkler sind als normale Sonnenbrillen.
Spezielle Sonnenfinsternisbrillen sollen die Augen der Beobachter schützen. Ein Muss. Foto: Victor Sanchez/iStock

Spezielle Sonnenfilter und Finsternisbrillen lassen nur rund ein Hunderttausendstel des Lichtes durch. Ein Muss, um die Augen der Beobachter zu schützen.

Foto: Victor Sanchez/iStock

Kurz bevor die Sonne verschwindet, erzeugen die letzten Lichtstrahlen, die noch durch die Mondtäler hindurchscheinen, ein schimmerndes Phänomen, das als Baily’sche Perlen oder als „Diamantring-Effekt“ bekannt ist.
Erst wenn dieser Ring erlischt und die helle Sonnenscheibe vollständig verdeckt ist, ist es sicher, die Schutzbrille abzunehmen und mit bloßem Auge hinzusehen. Sobald die Totalität endet, muss die Sonnenfinsternisbrille jedoch wieder aufgesetzt werden.
Bei einer totalen Sonnenfinsternis wird der Bereich um die Sonne herum sichtbar. (Archivbild)

Bei einer totalen Sonnenfinsternis wird der Bereich um die Sonne herum sichtbar. Zum Schutz der Augen können Beobachter jedoch erst nach dem sogenannten Diamantring ihre Schutzbrillen absetzen.

Foto: Robert F. Bukaty/AP/dpa

Für Carter und seine Mitreisenden an Bord des Forschungsschiffs „New Scientist Discovery Tours“ wird sich die Reise zum Scoresby-Sund in Grönland lohnen. Sie hoffen auf klaren Polarhimmel, um die volle Dauer der Dämmerung mitten am Tag zu erleben.
„Selbst nach acht vorangegangenen Sonnenfinsternissen“, sagte Carter, „gibt es auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares zu diesen wenigen außergewöhnlichen Minuten.“
Weder Carter noch Spanien muss dabei allzu lange auf die nächste totale Sonnenfinsternis warten. Bereits am 2. August 2027 wird der Mond die Sonne erneut vollständig bedecken – dann sogar für über 6 Minuten.
(Mit Material von theepochtimes.com)