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Kommunale Schulden steigen um fast zehn Prozent

Die Schulden der Kommunen sind im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent gestiegen.
Insgesamt ergab sich zum Jahresende bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden ein Schuldenvolumen von 378,9 Milliarden Euro oder 4907 Euro pro Kopf, 9,9 Prozent mehr als im Jahr davor, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit.
Schon im Vorjahr hatte es einen Anstieg um 6,3 Prozent gegeben.

Mehr Schulden in Kern- und Extrahaushalten

Für die sogenannten integrierten kommunalen Schulden werden neben den Schulden der kommunalen Kernhaushalte auch die Schulden der Extrahaushalte und sonstigen öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen bis in tiefe Beteiligungsstufen abgebildet.
Der Anstieg liegt an einem deutlichen Schuldenaufbau in den Kern- und Extrahaushalten.
Den größten Schuldenstand gab es mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 6763 Euro in Hessen, gefolgt vom Saarland mit 6408 Euro. Im Saarland war noch Ende 2023 die Pro-Kopf-Verschuldung am höchsten.
Die geringsten Schuldenniveaus pro Kopf hatten Ende 2025 die Kommunen in Brandenburg mit 2733 Euro, Sachsen mit 3338 Euro und Thüringen mit 3692 Euro.
Einen Anstieg gab es in allen Bundesländern. Besonders stark war er in Niedersachsen und Baden-Württemberg, dahinter folgten Schleswig-Holstein und Bayern. (afp/red)