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Cyberangriff auf französische Bank: 118 Millionen Euro angeblich gestohlen


In Kürze:

  • Die französische Bankengruppe Crédit Mutuel Arkéa gibt an, Opfer eines Cyberangriffs geworden zu sein.
  • Der Schaden soll rund 118 Millionen Euro betragen. Die Bank hat die Summe nicht bestätigt.
  • Die Bank versichert, dass der Vorfall nun „unter Kontrolle“ sei.
  • Das genaue Datum des Angriffs wurde nicht bekannt gegeben.

 
Der Schaden nach einem Cyberangriff auf die französische Bank Crédit Mutuel Arkéa beläuft sich möglicherweise auf über 133 Millionen US-Dollar (etwa 118 Millionen Euro). Die Gelder sollen zur Geldwäsche auf Kryptowährungsplattformen überwiesen worden sein. Die Bank räumt den Betrug ein, hat die genaue Schadenssumme jedoch nicht bestätigt.

Verdächtige Abhebungen

Die ersten Meldungen über den Diebstahl kamen vor der offiziellen Mitteilung. Am Montag, 2. November, berichtete ZachXBT, ein unabhängiger Ermittler, der auf die Verfolgung von Transaktionen auf Blockchains spezialisiert ist, auf Telegram von verdächtigen Abhebungen. Diese sollen 106 Millionen US-Dollar (rund 95 Millionen Euro) überstiegen haben und zulasten eines damals nicht identifizierten europäischen Finanzinstitut gegangen sein.
Am nächsten Tag lag seine Schätzung bei über 133 Millionen US-Dollar. In der Nacht vor der Bekanntgabe der Bank nannte er dann Crédit Mutuel Arkéa als betroffenes Unternehmen, berichtet die französische Nachrichtenwebsite „Numerama“.
Der Fachjournalist Grégory Raymond beschreibt ein Schema, bei dem das Geld zunächst als herkömmliche Währung das Institut verlassen haben soll, bevor es auf mehrere Konten bei Kryptobörsen gelangte.
Die Beträge sollen anschließend zum Zweck der Geldwäsche in Kryptowährungen umgewandelt worden sein. Der genaue Ablauf des Einbruchs und die Identität der Täter sind weiterhin unbekannt.

Überweisungen wurden ausgesetzt

Um weitere verdächtige Aktivitäten zu verhindern, hat Arkéa einen Teil ihrer Überweisungen ausgesetzt. „Sobald dieser Angriff entdeckt wurde, haben unsere Teams umgehend reagiert“, erklärte die Bankengruppe in einer Mitteilung, die von der französischen Tageszeitung „Le Parisien“ veröffentlicht wurde.
Diese Vorsichtsmaßnahme hatte am Mittwochmorgen noch spürbare Auswirkungen. Einige Überweisungen konnten in den Banking-Apps nicht durchgeführt werden. Die angekündigte Eindämmung des Vorfalls bedeutete zu diesem Zeitpunkt also noch nicht die vollständige Wiederaufnahme des Betriebs.
Die Bank verspricht eine rasche Wiederaufnahme, die vom Abschluss der letzten Überprüfungen und Sicherheitsmaßnahmen abhänge. Sie gibt keinen genauen Zeitplan für die Rückkehr der ausgesetzten Transaktionen zum Normalbetrieb an.

Noch unklar: War Onlinebank Fortuneo betroffen?

Arkéa vereint die Verbände der Crédit Mutuel der Bretagne und des Südwestens sowie mehrere Tochtergesellschaften, darunter die Onlinebank Fortuneo.
Anhand der vorliegenden Informationen lässt sich weder bestätigen, dass die Onlinebank direkt betroffen war, noch lässt sich der Umfang der technischen Auswirkungen genau bestimmen.
Für die Kunden soll die Mitteilung des Instituts beruhigend wirken: „Wir möchten allen unseren Kunden versichern: Dieser Vorfall hat für Sie keinerlei finanzielle Folgen.“ Arkéa betont zudem, dass die Interessen der Kunden „umfassend geschützt sind“.
Der Vorfall betrifft nicht alle Einrichtungen, die den Namen Crédit Mutuel tragen. Crédit Mutuel Alliance Fédérale stellte gegenüber „Numerama“ klar, dass die beiden Gruppen über separate Informationssysteme verfügten.
Dieser Artikel erschien im Original auf epochtimes.fr unter dem Titel „Cyberattaque au Crédit Mutuel Arkéa : 118 millions d’euros auraient été détournés et blanchis en cryptomonnaies“. (deutsche Bearbeitung: ks)

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