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SpaceX und Tesla diskutieren mögliche Fusion im Wert von 3,5 Billionen Dollar

Die Aktien von SpaceX und Tesla Motors legten Mitte der Woche kräftig zu, nachdem Milliardär Elon Musk eine mögliche Fusion der beiden Billionen-Dollar-Unternehmen ins Spiel gebracht hatte.
An der Wall Street wird seit Langem über eine mögliche Fusion spekuliert, die zwei zentrale Teile des Geschäftsimperiums des zeitweise als Billionär gehandelten Unternehmers unter einem gemeinsamen Konzerndach zusammenführen würde.
In einer Telefonkonferenz mit Analysten am 20. Oktober deutete Musk an, dass ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen eine „gute Idee“ wäre.

Sonderausschüsse eingesetzt

Musk bestätigte, dass die Vorstände von SpaceX und Tesla unabhängige Ausschüsse eingesetzt hätten, um über eine mögliche Fusion zu diskutieren. „Manche Leute gehen davon aus, dass eine Fusion von SpaceX und Tesla bereits beschlossene Sache ist, aber ich halte das für übertrieben“, sagte Musk zu den Analysten.
„Die Sonderausschüsse haben noch keine Einigung über die Bedingungen einer Transaktion erzielt. Und natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass sie dies tun werden.“
Neben den Fusionsgesprächen zeigten sich die Anleger erfreut über die soliden Ergebnisse von SpaceX im dritten Quartal, die die Schätzungen der Wall Street übertrafen.
Tesla wird seine Ergebnisse im letzten Quartal nach Börsenschluss am 21. Oktober veröffentlichen. Die SpaceX-Aktie legte um bis zu 10 Prozent zu, während Tesla um etwa 3 Prozent stieg.

Hinter den Kulissen einer möglichen Fusion

Eine Fusion wurde seit der Ankündigung des Börsengangs von SpaceX Anfang dieses Jahres allgemein erwartet, sagt Daniel Newman, CEO des auf große Technologieunternehmen spezialisierten Analyseunternehmens The Futurum Group.
Angesichts der langfristigen Vision der Unternehmen – die Besiedlung des Weltraums, der Bau von Robotern und die Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz – würde ihre Zusammenarbeit wahrscheinlich viele Vorteile mit sich bringen, was auch Musk bestätigte.

Ein Tesla Cybercab fährt am 4. Oktober 2026 auf der Autobahn in Hayward, Kalifornien.

Foto: Josh Edelson/AFP via Getty images

Außerdem haben die beiden Unternehmen bereits zahlreiche Geschäfte miteinander getätigt. SpaceX hat Megapack-Batterien und Cybertrucks im Wert von 1 Milliarde US-Dollar (rund 0,9 Milliarde Euro) von Tesla gekauft. Zudem wurde Tesla ein SpaceX-Aktionär, als seine 2-Milliarden-Dollar-(1,8-Milliarde-Euro)-Investition in xAI-Investitionen in SpaceX-Aktien umgewandelt wurde. Musks KI-Modell „Grok“ ist zudem in vielen Tesla-Fahrzeugen kostenlos vorinstalliert.
Gemeinsam mit Intel haben SpaceX und Tesla bereits eine Partnerschaft bei Terafab geschlossen, einer Halbleiterfertigungsanlage, die Chipdesign, Speicherproduktion und Verpackung unter einem Dach vereint.
Das Joint Venture hat sich zum Ziel gesetzt, bis Juni 2027 seinen ersten SRAM-Chip zu testen und Chips für selbstfahrende Fahrzeuge, humanoide Roboter und KI-Rechenzentren im Orbit zu produzieren.

Raketentriebwerke am Tesla Roadster

„Die Raketentriebwerke am Tesla Roadster gaben einen guten Vorgeschmack darauf, wie er die Zusammenarbeit der Unternehmen in der Zukunft sieht“, sagte Newman gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times.

Eine Sonderanfertigung des neuen Tesla Roadster kann schweben und über Autos „springen“.

Foto: Tesla

Vergangene Woche stellte Tesla einen fliegenden Sportwagen vor, der mithilfe der Kaltgas-Triebwerke von SpaceX rückwärts gerichtete Saltos und Sprünge vollführte.
„Unter dem Strich vereinen die beiden Unternehmen die Bereiche Weltraum, KI, Autonomie und Robotik und wären wohl das weltweit am besten positionierte Unternehmen für die kommenden Entwicklungen.“

Eines der weltweit größten Unternehmen

Wenn die größte Fusion aller Zeiten zustande käme, würde die fast 4 Billionen Dollar (rund 3,6 Billionen Euro) schwere Marktkapitalisierung es sofort zu einem der größten börsennotierten Unternehmen der Welt machen, das mit Alphabet, Amazon und Microsoft konkurrieren würde.
Die größten börsennotierten Unternehmen der USA
Eine mögliche Fusion von SpaceX und Tesla würde das Unternehmen zu einem der größten der Welt machen:

Die Schätzungen zur Marktkapitalisierung entsprechen Stand 21. Oktober 2026.

Foto: Andrew Moran/Epoch Times; created with Datawraper

Abgesehen von einer enorm hohen Marktkapitalisierung würde ein gemeinsames Unternehmen von SpaceX und Tesla zu einem verzweigten Industrie- und Technologiegiganten mit rund 155.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von etwa 153 Milliarden Dollar (rund 136 Milliarden Euro) werden.
Zugleich haben beide Unternehmen weiterhin einen hohen Kapitalbedarf. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 belief sich der negative Cashflow von SpaceX auf insgesamt rund 35 Milliarden Dollar (rund 31 Milliarden Euro), nachdem 48 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) ausgegeben worden waren – größtenteils für KI-bezogene Infrastruktur.
Im zweiten Quartal lag der freie Cashflow von Tesla bei minus 1,1 Milliarden Dollar (rund 1 Milliarde Euro).

„Eine komplexe Organisation“

Eine Fusion von SpaceX und Tesla könnte laut Ryan Zurrer, Gründer der auf alternative Anlagen spezialisierten Firma Dialectic, die zu den frühen Investoren von SpaceX gehörte, eine „komplexe Organisation“ schaffen, deren Führung eine Herausforderung darstellen würde.
Er fügte hinzu, dass ein wahrscheinliches Szenario darin bestehe, dass die beiden Unternehmen als getrennte Einheiten innerhalb des Konglomerats agieren und dann technische Ressourcen gemeinsam nutzen würden.
„Ich sehe keine große Vermischung der Marken“, sagte Zurrer der Epoch Times.

Der Start des SpaceX-Raumschiffs Starship 14 am 28. September 2026 auf der SpaceX-Starbase in Starbase, Texas.

Foto: Ronaldo Schemidt/AFP via Getty Images

Die Sicht der Wall Street

Ein Deal würde Musks Einfluss auf Tesla stärken. Während er bei SpaceX 84 Prozent der Stimmrechte kontrolliert, beträgt sein Anteil an Tesla 20 Prozent.
Trotz des weitverbreiteten Optimismus an der Wall Street könnte eine Fusion von SpaceX und Tesla Risiken für die Aktionäre mit sich bringen, warnt Robert Johnson, Finanzprofessor am Heider College of Business der Creighton University in Omaha, Nebraska.
„Man kann die Aussichten des einen Unternehmens positiv und die des anderen negativ einschätzen“, sagte er der Epoch Times.
„Solange es sich um getrennte Unternehmen handelt, kann man in das eine investieren und das andere meiden (oder leerverkaufen). Das fusionierte Unternehmen bietet einem Anleger nicht diese Möglichkeit.“
Laut dem Finanzportal „MarketBeat“ haben Wall-Street-Analysten zum Stand vom 21. Oktober unterschiedliche Erwartungen für beide Unternehmen.
  • Die Konsensbewertung für SpaceX lautet „Moderate Buy“ mit einem Kursziel von 43 Prozent innerhalb von 12 Monaten.
  • Tesla hat eine „Hold“-Bewertung und eine Kursprognose von 7 Prozent innerhalb von 12 Monaten.
Jede Fusion müsste die Unterstützung einer Mehrheit der Aktionäre von Tesla erhalten – etwas, was Musk als „eine ziemlich hohe Hürde“ bezeichnete.
Die Prognosemärkte erwarten eine offizielle Fusion bis spätestens Dezember 2027.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „From Rockets to Roadsters: SpaceX, Tesla Boards Start Possible $3.5 Trillion Merger“. (deutsche Bearbeitung ks)

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