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Feilen am Charakter: Die 7 Gewohnheiten der Reichen

Gewohnheiten entstehen aus Verhalten, das so oft wiederholt wird, bis es fast automatisch abläuft. Ich bin beeindruckt von der Kraft einer Gewohnheit. Sie ist eine Kraft, die Ihr Leben verändern kann, und sie steht jedem zur Verfügung, unabhängig von seiner Situation oder seinen Lebensumständen.
Fünf Jahre lang beobachtete der Autor Tom Corley die täglichen Gewohnheiten von Reichen und Armen und hielt seine Erkenntnisse in seinem Buch fest: „Rich Habits: The Daily Success Habits of Wealthy Individuals“ – zu Deutsch etwa: „Die Erfolgsgewohnheiten wohlhabender Menschen: Erfahren Sie, wie die Reichen so reich werden“. Corley definiert als reich diejenigen, die mindestens 160.000 Dollar pro Jahr verdienen und über ein Vermögen von mindestens 3,2 Millionen Dollar verfügen. Personen mit einem Jahreseinkommen von weniger als 30.000 Dollar und einem Vermögen von weniger als 5.000 Dollar werden als arm definiert.
Bemerkenswerterweise stellte Corley fest, dass reiche Menschen weit mehr gemeinsam haben als nur ihr Einkommen. Sie teilen dieselben Gewohnheiten und Verhaltensweisen im Alltag, die er bei den Armen größtenteils nicht vorfand. Corley legt ein überzeugendes Argument vor: Reich zu werden hat nichts damit zu tun, wie viel Glück man hat; es hängt möglicherweise mehr davon ab, wie man seinen Tag gestaltet – angefangen bei der Stunde, in der man aufwacht.
In seinen jahrelangen Beobachtungen lernte Corley, dass es nicht so sehr die Wirtschaft oder äußere Einflüsse sind, sondern vielmehr die eigenen täglichen Gewohnheiten, die den Weg zu Reichtum oder Armut ebnen.
Da wir wissen, dass wir Kontrolle über unsere Gedanken und Handlungen haben und dass wir Gewohnheiten entwickeln können, indem wir einfach dasselbe Verhalten immer wieder wiederholen, bis es fast automatisch abläuft – was wäre, wenn wir die täglichen Verhaltensweisen von wirklich wohlhabenden Menschen nachahmen würden? Könnten Sie finanziell besser dastehen, wenn Sie Ihre schlechten Geldgewohnheiten aufgeben und sie durch Gewohnheiten ersetzen würden, die nachweislich dazu beitragen, finanziell fitter zu werden? Urteilen Sie selbst, aber ich wette auf „Ja“.
Hier sind die Gewohnheiten, die Corley bei Hunderten von wohlhabenden Menschen übereinstimmend feststellte, nachdem er sie fünf Jahre lang begleitet hatte.

Früh aufstehen

Corley stellte fest, dass wohlhabende Menschen früh aufstehen, um die frühen Morgenstunden voll auszunutzen. Vierundvierzig Prozent der Probanden in Corleys Studie wachen mindestens drei Stunden vor Beginn ihres Tagesjobs auf. Sie nutzen diese Stunden, um sich auf ihre persönliche Weiterentwicklung zu konzentrieren, beispielsweise durch das Lesen von Sachbüchern, Blogs und Fachzeitschriften. Und sie schieben auch noch irgendeine Form von körperlicher Betätigung dazwischen.
Erfolgreiche Menschen starten oft aktiv in den Tag. Foto: BartekSzewczyk/iStock

Erfolgreiche Menschen starten oft aktiv in den Tag.

Foto: BartekSzewczyk/iStock

Mittagessen? Ja. Pause? Nein.

Fünfundfünfzig Prozent nahmen keine langen Mittagspausen oder gar keine Mittagspause. Sicher, diese Leute essen, aber zwischendurch erledigen sie ihre Geschäfte. Sie essen an ihrem Schreibtisch, während sie arbeiten. Ein langes, gemütliches Mittagessen gehört nicht zu den Gewohnheiten der Reichen.

Kein Herumtrödeln

Corley stellte nicht fest, dass die Reichen am Wasserspender herumlungerten. Sie sind nicht diejenigen, die auf die Uhr schauen oder ständig ausrechnen, wie lange sie noch arbeiten müssen, bevor sie Feierabend machen können.
Im Gegenteil: Die Reichen verschwenden keine Zeit. Sobald sie ihr Büro oder ihren Arbeitsplatz erreichen, planen sie ihren Tag. Die meisten Vermögenden führen eine tägliche To-do-Liste und haken jeden Tag 70 Prozent ihrer Aufgaben ab. Außerdem setzen sie sich langfristige Ziele.
Erfolgreiche Menschen sind effektiver bei ihrer Arbeit. Foto: DuxX/iStock

Erfolgreiche Menschen sind effektiver bei ihrer Arbeit.

Foto: DuxX/iStock

Kalorienbewusst sein

Reiche Leute achten sehr auf ihre Kalorienzufuhr. Corley stellte fest, dass die meisten Vermögenden ihren Alkoholkonsum einschränken und so gut wie nie Junkfood zu sich nehmen.
Sie beschränken ihre Snacks auf nur 300 Kalorien pro Tag, weil sie gesundheitsbewusst sind. Für wohlhabende Menschen ist Gesundheit ein Mittel, um mehr Geld zu verdienen, wie Corley herausfand. Sie glauben, dass sie weniger Krankheitstage haben, wenn sie gesund sind. Wenn sie Sport treiben, haben sie mehr Energie. Die Reichen pflegen ihre Gesundheit als Lebensweise, damit sie länger berufstätig bleiben können.

Kein Klatsch und Tratsch

Haben Sie eine pikante Neuigkeit, die Sie einem Kollegen, Freund oder Verwandten weitergeben möchten? Bevor Sie das tun, bedenken Sie Folgendes: 79 Prozent der Menschen mit geringem Einkommen geben an, dass sie klatschen, verglichen mit nur 6 Prozent der wohlhabenden Personen. Das sagt schon alles.

Begrenzte Internetnutzung

Die Armen nutzen nach der Arbeit doppelt so häufig Facebook und verbringen eine Stunde oder länger damit, im Internet zu surfen. Die Reichen verbringen ihre Zeit nach der Arbeit mit ehrenamtlichen Tätigkeiten, Networking und sozialen Kontakten – und zwar auf eine Art und Weise, die ohne Smartphones oder den Cyberspace auskommt.
Sie pflegen persönliche Beziehungen und betrachten das Internet eher als Geschäftsinstrument denn als Quelle der Freizeitgestaltung oder sozialen Interaktion.

Mehr verdienen, weniger ausgeben

Die Reichen leben unter ihren Verhältnissen. Sie geben weniger aus, als sie verdienen. Sie glauben, dass sie es sich leisten können, unter ihren Verhältnissen zu leben, wenn sie wohlhabend genug sind.
Der Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „7 Habits of the Rich“. Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: (sm)

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