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Konkurrenz durch KI: US-Bildagentur Getty stellt Insolvenzantrag

Getty Images erklärte, die bereits geplante Restrukturierung könne nun „möglichst effizient“ umgesetzt werden. Sie soll bis Jahresende abgeschlossen werden, wenn die Aufsichtsbehörden zustimmen. Epoch Times arbeitet mit Getty zusammen.
Die Bildagentur wurde 1995 in London von Mark Getty mitgegründet, der der einflussreichen Ölunternehmerfamilie in den USA angehört. Später verlegte Getty den Hauptsitz in die USA. Die Agentur verkauft Nutzerlizenzen für Fotos, Videos und andere visuelle Medien an Medienhäuser, Werbeagenturen und andere Unternehmen weltweit.
Zu den Hauptgründen für die Finanzprobleme gehören die Flut von Bildern, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt werden. Dazu kam die im Juni gescheiterte Fusion von Getty Images mit der Bilddatenbank Shutterstock. Medienberichten zufolge kostete dies Getty mehr als 100 Millionen US-Dollar (rund 89 Millionen Euro).
Das Unternehmen einigte sich dann im Oktober mit Gläubigern auf das Insolvenzverfahren. Es sieht vor, dass Mitglieder der Getty-Familie und die US-Investmentgesellschaft Koch Equity Development bis zu 533 Millionen US-Dollar (rund 475 Millionen Euro) für die Schuldenrückzahlung aufbringen.
Während des Insolvenzverfahrens will Getty den Betrieb fortführen. Am Ende soll die Bildagentur ein Unternehmen in Privatbesitz sein, das den Eigenkapitalinvestoren gehört.
Im vergangenen Jahr hatte Getty einen Verlust von gut 206 Millionen US-Dollar (gut 183 Millionen Euro) geschrieben. Der Aktienkurs fiel unter einen Dollar. Die New Yorker Börse stellte die Listung daraufhin in diesem Jahr ein. (afp/red)

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