Elektroautos legen in Deutschland zu – aber nicht überall gleich stark. Den höchsten Anteil an den Neuzulassungen des laufenden Jahres haben sie in Rheinland-Pfalz, wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. 33,1 Prozent bedeuten, dass dort fast jedes dritte seit Januar neu zugelassene Auto rein elektrisch fährt. Ähnlich hoch ist der Anteil in Schleswig-Holstein mit 32,6 Prozent.
Rheinland-Pfalz an der Spitze
Die dritthöchste Quote verzeichnet Niedersachsen mit 29,8 Prozent. In dem Land, in dem Volkswagen seinen Firmensitz hat, hängen die Zulassungszahlen allerdings nicht nur von Privatkäufern, sondern auch von Unternehmen ab. Das kann auch für Baden-Württemberg gelten, wo Mercedes und Porsche ihren Sitz haben und der Anteil bei 29,7 Prozent liegt. Nordrhein-Westfalen folgt mit 29,3 Prozent vor Bremen mit 28,9 Prozent.
Bayern, Berlin, Brandenburg und das Saarland liegen nahe am bundesweiten Durchschnitt von 27,2 Prozent.
Hamburg mit dem niedrigsten Anteil
Der niedrigste Elektroautoanteil im laufenden Jahr findet sich in Hamburg – dort ist mit 16,9 Prozent nur etwas mehr als jedes sechste neu zugelassene Auto ein Elektroauto. Dahinter folgen Sachsen mit 21,6 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 21,7 Prozent. Auch Thüringen mit 22,4 Prozent, Hessen mit 22,5 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 23,2 Prozent haben vergleichsweise niedrige Werte.
Anteil überall gestiegen
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Elektroautoanteil in allen Bundesländern gestiegen, im Bundesschnitt um 9,1 Prozentpunkte. Die meisten Länder liegen nahe an diesem Wert, einige weichen jedoch deutlich ab: allen voran Rheinland-Pfalz, das nicht nur die höchste Quote, sondern mit 13,8 Prozentpunkten auch den stärksten Zuwachs hat. Im Saarland stieg der Anteil um 12,9 Punkte, in Schleswig-Holstein um 11,7 Punkte. Am geringsten fiel der Anstieg in Hamburg mit 3,8 Punkten aus, gefolgt von Hessen mit 6,8 sowie Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit je 7,6 Prozentpunkten. (dpa/red)