Seit Mittwochmorgen, 2. September, findet in der Nähe des Bahnhofs von Augsburg ein größerer Polizeieinsatz statt. Wie die Polizei Schwaben-Nord erstmals gegen 5:15 Uhr auf X mitteilte, ist die Bahnhofstraße dessen Schauplatz.
Mehrere Straßenzüge im Umfeld – darunter die Ecken Halderstraße/Hübnerstraße, Bahnhofstraße/Hübnerstraße und Viktoriastraße/Bahnhofstraße – wurden gesperrt. Durch den Einsatz kommt es zu Beeinträchtigungen des ÖPNV.
Zwei Verletzte durch Knalltraumata
Später teilten die Einsatzkräfte mit, dass die Explosion eines unbekannten Gegenstandes der Auslöser für den Großeinsatz gewesen sei. Ein solcher sei in einem Gebäudedurchgang explodiert. Die Polizei geht davon aus, dass nicht mit einem zeitnahen Ende der Störungen im ÖPNV zu rechnen sei. Deshalb rief sie Autofahrer auf, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Örtlichen Pressemeldungen zufolge kam es durch die Detonation bei mehreren Menschen zu leichten Verletzungen durch Knalltraumata. Polizeisprecher Michael Niefenecker sprach gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“ von zwei Betroffenen. Außerdem seien Fensterscheiben beschädigt. Um welchen Gegenstand es sich handelte, ist zum momentanen Zeitpunkt noch nicht geklärt. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.
Sprengstoffexperten des LKA in Augsburg vor Ort
Der Bahnbetrieb als solcher ist nicht vollständig unterbrochen. Allerdings ist der Zugang zum Bahnhofsgebäude derzeit eingeschränkt. Das Gleis 1 ist nach Angaben der Einsatzkräfte gesperrt. Auf den übrigen Gleisen findet weiterhin gewöhnlicher Betrieb statt. Pendler können über die Zugänge Nord und Süd und Seiteneingänge zu den Zügen gelangen.
Spekulationen über eine Bank und deren Geldautomaten als mögliches Ziel wollten Beamte bis dato nicht bestätigen und verweisen auf die nach wie vor andauernden Ermittlungen. Einem Bericht von „BILD“ zufolge sind auch Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts (LKA) vor Ort. Ursache und mögliches Ziel sind weiterhin unklar.
Mit Material von Nachrichtenagenturen