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Iran greift Golfstaaten an – USA und Teheran verschärfen Konflikt weiter


In Kürze:

  • Iranische Drohnen und Raketen treffen Ziele in Bahrain und Kuwait.
  • USA greifen weiterhin iranische Militär- und Infrastrukturziele an.
  • Die Spannungen um die Straße von Hormus verschärfen sich.

 
Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA weitet sich weiter aus. In der Nacht zum Samstag griff der Iran erneut mehrere Golfstaaten an, während die US-Streitkräfte ihre Angriffe auf iranische Ziele fortsetzten. Betroffen waren unter anderem Bahrain und Kuwait, wo militärische Einrichtungen und wichtige Energieanlagen getroffen wurden.

Iran greift US-Stützpunkt in Bahrain an

Nach Angaben der iranischen Armee richteten sich Drohnenangriffe gegen den von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkt Issa im Süden Bahrains. Der Iran erklärte, Ziel der Angriffe seien Flugzeugunterstände, Abstellflächen, Treibstofflager des US-Militärs sowie mehrere Verbindungsbrücken gewesen.
Die iranische Armee bezeichnete den Stützpunkt als „eines der wichtigsten operativen und logistischen Zentren“ der USA in der Region.
Das bahrainische Innenministerium bestätigte die Angriffe und erklärte, wegen der Bedrohung seien Luftschutzsirenen ausgelöst worden. Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten lagen zunächst nicht vor.
Der Iran steht schon seit langem in der Kritik, Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine auch mit Waffen zu unterstützen. (Archivbild)

Iranische Raketen. (Archivbild)

Foto: Iranische Armee/Zuma Press/dpa

Kuwait meldet Schäden an Kraftwerksanlage

Auch Kuwait wurde erneut Ziel iranischer Angriffe. Nach Angaben des kuwaitischen Strom- und Wasserministeriums traf ein Angriff eine zweite Kraftwerksanlage mit angeschlossener Meerwasserentsalzungsanlage.
Durch den Einschlag sei ein Brand in einem Teil der Anlage entstanden. Mehrere Produktionseinheiten seien vorübergehend außer Betrieb genommen worden. Zusätzlich seien vorsorgliche Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet worden.
Bereits am Freitag hatte der Iran in Kuwait eine weitere Kraftwerks- und Meerwasserentsalzungsanlage sowie mehrere Militäreinrichtungen angegriffen. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mehrere kuwaitische Soldaten verletzt.

USA setzen Angriffe auf Iran fort

Die neuen iranischen Angriffe erfolgten in der siebten Nacht gegenseitiger Attacken zwischen Teheran und Washington.
Das US-Militär führte in derselben Nacht erneut eine Angriffswelle gegen iranische Ziele durch. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) wurden unter anderem iranische Überwachungsanlagen, militärische Logistikeinrichtungen, unterirdische Waffenlager und maritime Fähigkeiten angegriffen.
Die USA verstärkten zudem ihre militärische Präsenz in der Region und entsandten weitere Kampfflugzeuge, Drohnen und Kriegsschiffe.
Das US-Zentralkommando erklärte, mehr als 50.000 amerikanische Soldaten seien derzeit im Nahen Osten stationiert und weiterhin „wachsam, kampfbereit und einsatzfähig“.
Am Montag ist es wieder soweit: Die Nato beginnt ihre jährliche Atomwaffenübung. (Archivbild)

F35-Kampfflugzeuge des Rüstungsherstellers Lockheed Martin. (Archivbild)

Foto: Tom Reynolds/Lockheed Martin Aeronautics/EPA/dpa

Kämpfe um Straße von Hormus verschärfen sich

Ein weiterer Schwerpunkt des Konflikts ist die strategisch wichtige Straße von Hormus. Die Wasserstraße ist eine der wichtigsten Handelsrouten für weltweite Öl- und Gaslieferungen.
Der Iran hatte zuvor mehrere Handelsschiffe angegriffen. Die USA reagierten mit einer erneuten Seeblockade gegen iranische Häfen. Nach Angaben des US-Militärs wurden in den ersten Tagen nach Wiederaufnahme der Blockade mehrere Handelsschiffe umgeleitet. Zudem hätten US-Kräfte ein Schiff außer Gefecht gesetzt und ein weiteres kontrolliert.
Die iranische Armee meldete unterdessen, zwei Öltanker seien beim Versuch, eine verminte Route in der Straße von Hormus zu passieren, explodiert und in Brand geraten. Das US-Militär wies diese Darstellung zurück und bezeichnete sie als falsch.

Drohungen mit weiterer Eskalation

Die Spannungen verschärften sich weiter, nachdem ein hochrangiger Militärberater des iranischen Religionsführers Modschtaba Chamenei mit „großangelegten Offensiveinsätzen“ gedroht hatte. Voraussetzung dafür sei, dass die US-Angriffe noch zwei oder drei Tage andauerten.
Seit seiner Ernennung zum obersten Führer hat sich Modschtaba Chamenei nie öffentlich gezeigt. (Archivbild)

Modschtaba Chamenei. (Archivbild)

Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Bei US-Angriffen auf die südiranische Provinz Hormusgan wurden nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA drei Menschen getötet und acht weitere verletzt.
Iranische Medien berichteten außerdem, US-Angriffe hätten mehrere Brücken und Tunnel in der Provinz Hormusgan getroffen.

Trump droht Angriffen auf kritische Infrastruktur

US-Präsident Donald Trump erklärte, die militärischen Aktionen gegen den Iran würden so lange fortgesetzt, bis er sie für beendet erkläre. Sollte Teheran nicht zu Verhandlungen über ein Abkommen zurückkehren, könnten auch wichtige Infrastrukturziele angegriffen werden.
Trump sagte, mögliche Angriffe auf Energieanlagen würden zunächst zurückgehalten. „Nächste Woche kommen die Kraftwerke. Danach kommen die Brücken“, erklärte der US-Präsident.
Washington fordert weiterhin, dass ein mögliches Abkommen mit dem Iran sicherstellt, dass Teheran keine Atomwaffen entwickeln kann.
Mit Material der Nachrichtenagenturen sowie der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times  

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