US-Präsident Donald Trump spricht bei der Auftaktveranstaltung zur „Great American State Fair“ auf der National Mall in Washington am 24. Juni 2026. - Foto: Madalina Kilroy/The Epoch Times
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington die „Great American State Fair“ eröffnet. Damit gab er den Startschuss für die 16-tägigen Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten.
„In zehn Tage lang wird unser Land einen der monumentalsten Meilensteine der Menschheitsgeschichte feiern“, sagte Trump bei der Eröffnung. „Es hat noch nie etwas Vergleichbares wie die Vereinigten Staaten von Amerika gegeben, und gemeinsam machen wir sie größer, besser und außergewöhnlicher als je zuvor.“
Der Präsident sprach kurz nach 20:30 Uhr Ortszeit bei einer Kundgebung auf der National Mall, der grünen Museumsmeile im Zentrum Washingtons. Bei untergehender Sonne und vor der Kulisse des Washington Monuments hatten sich Tausende Besucher versammelt. Mehrere Bundesbehörden waren an den umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen beteiligt.
Die Teilnehmer konnten sich an Live-Musik hochrangiger US-Militärkapellen und eines gemeinsamen Chors der amerikanischen Streitkräfte erfreuen. Kurz vor Trumps Rede traten Opernsänger Christopher Macchio und Country-Musiker Lee Greenwood auf. Greenwood sang seinen bekannten patriotischen Titel „God Bless the USA“.
Auftaktveranstaltung zur „Great American State Fair“ auf der National Mall in Washington am 24. Juni 2026.
Foto: Madalina Kilroy/The Epoch Times
Kampfjets, Country-Sänger und Tenor
Die Veranstaltung war zudem von militärischen Darbietungen geprägt. So flogen F-16-Kampfjets und ein Tarnkappenbomber vom Typ B-2 über das Veranstaltungsgelände.
Zu den weiteren Rednern gehörten unter anderem der US-Verkehrsminister Sean Duffy, US-Innenminister Doug Burgum und US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins.
Überflüge von B-2- und F-16-Kampfjets während der Eröffnungsfeier der „Great American State Fair“ auf der National Mall in Washington am 24. Juni 2026.
Foto: Madalina Kilroy/The Epoch Times
Bereits am 4. Juni hatte Trump auf Truth Social angekündigt, in Washington eine Veranstaltung auszurichten, die er als „größte Kundgebung aller Zeiten“ bezeichnete. Geplant seien Reden, patriotische Musik, Militärkapellen sowie Auftritte des bekannten US-amerikanischen Country-Sängers Lee Greenwood und des amerikanischen Tenors Christopher Macchio.
Die „Great American State Fair“ ist die erste landesweite Ausstellung ihrer Art und orientiert sich am Vorbild historischer Weltausstellungen. Sie findet vom 25. Juni bis zum 10. Juli auf der National Mall statt und soll die Geschichte und Entwicklung der Vereinigten Staaten würdigen.
„Die Great American State Fair ist eine einmalige Gelegenheit, die gesamte Nation zusammenzubringen, um 250 außergewöhnliche Jahre zu feiern“, erklärte Keith Krach, Geschäftsführer von Freedom 250, der gemeinnützigen Organisation hinter der Veranstaltung. Von der National Mall aus wolle man den Erfindungsgeist und das Potenzial Amerikas präsentieren und zugleich einen Ausblick auf die kommenden 250 Jahre geben.
Themen von Weltraumforschung bis Künstlicher Intelligenz
Die Ausstellung umfasst Themen wie Luft- und Raumfahrt, Künstliche Intelligenz, Robotik, Verkehr, Energie, Gesundheitswesen, Fertigung und Weltraumforschung. Zu den Teilnehmern zählen Bundesstaaten, Organisationen und Unternehmen wie Harley-Davidson, John Deere, SpaceX und Meta.
Der Eintritt ist frei, die Veranstalter empfehlen jedoch eine vorherige Anmeldung.
Auftaktveranstaltung zur „Great American State Fair“ auf der National Mall in Washington am 24. Juni 2026.
Foto: Madalina Kilroy/The Epoch Times
Im Vorfeld hatte die Messe Rückschläge hinnehmen müssen, nachdem mehrere ursprünglich angekündigte Künstler ihre Teilnahme mit Verweis auf die politischen Verbindungen der Veranstaltung abgesagt hatten. Trump reagierte darauf mit scharfen Worten. Man brauche keine prominenten Künstler, sondern Unterstützer, Redner und patriotische Musik. Die Veranstaltung werde eine „Kundgebung, die alle anderen Kundgebungen überflüssig macht“.
„Wir wollen keine talentlosen Sänger, die nur für viel Geld auftreten wollen“, schrieb Trump damals auf Truth Social. „Wir wollen nur euch, mich, ein paar Redner und die beste Musik aller Zeiten.“
Auftaktveranstaltung zur „Great American State Fair“ auf der National Mall in Washington am 24. Juni 2026.
Foto: Madalina Kilroy/The Epoch Times
Nach Angaben von Freedom 250 wurden jedem Bundesstaat rund 55 Quadratmeter Ausstellungsfläche zugeteilt.
Vertreter aus Illinois, Maine, Massachusetts und North Carolina erklärten gegenüber der englischsprachigen Epoch Times, aus Kostengründen jedoch keine eigene Delegation zu entsenden. Dennoch sollen alle 50 Bundesstaaten sowie sechs US-Territorien auf der Messe vertreten sein – teils über Tourismusverbände, Kulturstiftungen oder private Partner. Gebühren gebe es keine.
„Jede Gemeinschaft wird gefeiert werden“, sagte ein Sprecher von Freedom 250 gegenüber der Epoch Times. „Jeder Amerikaner wird sich bei dieser Veranstaltung wiedererkennen.“
Chase Smith und Tom Gantert haben zu dem Bericht beigetragen.