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Temperaturrekord in Deutschland: 41,5 Grad gemessen

Den zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.
Der vorläufige Höchstwert von 41,5 Grad wurde um 16:20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.
Gestern war mit 41,3 Grad in Saarbrücken bereits ein neuer Rekordwert gemessen worden.
Auch die Messstation im Saarbrücker Stadtteil Burbach wies dem Sprecher zufolge am Samstag mit 41,4 Grad erneut einen höheren Wert aus. Zuvor waren zudem im rheinland-pfälzischen Andernach und in Genthin in Sachsen-Anhalt sehr hohe Temperaturen von 41,1 Grad gemessen worden.

Die Daten sind erst vorläufig

Nicht ausgeschlossen ist, dass die Temperaturen am Samstag noch weiter steigen. Der Rekord am Freitag war gegen 17:00 Uhr gemessen worden.
Die Daten sind noch vorläufig. Insbesondere bei möglichen neuen Temperaturrekorden würden die Messstationen stets kontrolliert, sagte der DWD-Sprecher. Die offizielle Bestätigung, ob tatsächlich ein neuer Temperaturrekord vorliegt, dürfte daher erst nach dem Wochenende vorliegen.
Frühere Berechnungsmodelle des DWD hatten bereits für heute die Möglichkeit ergeben, dass sogar die 42 Grad geknackt werden könnten. Der Schwerpunkt der Hitzewelle verschiebt sich derzeit mehr und mehr nach Osten.(afp/red)
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gesellschaft

Rekord: Fast 2.000 O’Sullivans und Sullivans treffen sich

Fast 2.000 Menschen mit den Nachnamen O’Sullivan und Sullivan sind im Südwesten des Lands zusammengekommen und haben damit den bisherigen Rekord von Menschen mit dem Nachnamen Gallagher übertroffen.
Insgesamt versammelten sich 1.848 O’Sullivans und Sullivans in Castletownbere, wie ein Vertreter des Guinness-Buchs der Rekorde am 30. Mai verkündete. Er beglückwünschte die Teilnehmer zu dem neuen Rekord.

Ein Projekt von Jim O’Sullivan aus Castletownbere

O’Sullivan und Sullivan sind verbreitete Nachnamen vor allem im Südwesten Irlands. Zu dem Treffen in einer Grundschule im malerischen Castletownbere reisten auch zahlreiche Menschen aus aller Welt an.
Der 75-jährige Kevin Sullivan sagte: „In Boston gibt es schon viele Sullivans, aber das hier ist unglaublich!“
Zu dem Weltrekordversuch in seiner Heimatstadt aufgerufen hatte Jim O’Sullivan aus Castletownbere. Wegen schlechten Wetters am Morgen hatte er anfangs noch gezweifelt, ob ein neuer Rekord aufgestellt werden könne.
„Aber die Leute sind zahlreich gekommen, und wir haben es geschafft“, sagte er. Er forderte die Gallaghers zu einem neuen Rekordversuch auf: „Beim nächsten Mal übertrefft ihr uns!“
2007 hatten sich im Nordwesten Irlands 1.488 Menschen mit dem Nachnamen Gallagher getroffen. Auch dieser Name ist im Land weit verbreitet. (afp/red)
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gesellschaft

Das 32. Mal auf dem Mt. Everest: Nepalesische Bergsteigerrekorde

Zwei nepalesische Bergsteiger haben ihre Rekorde beim Erklimmen des Mount Everest ausgebaut. Der 56-jährige Kami Rita Sherpa – Spitzname „Everest Man“ – bestieg den höchsten Berg der Welt am Sonntag zum 32. Mal, wie das nepalesische Tourismusministerium mitteilte.
Das ist mehr als jeder andere Mensch. Die 52-jährige Lhakpa Sherpa, Rekordhalterin bei den Frauen, bestieg den 8.849 Meter hohen Mount Everest derweil zum elften Mal.
„Das ist ein weiterer Meilenstein in der Bergsteiger-Geschichte Nepals“, sagte ein Sprecher des Tourismusministeriums.
Die Rekorde seien auch gut für andere Bergsteiger: „Indem sie durch einen gesunden Wettbewerb am Everest Rekorde brechen, helfen sie, das Bergsteigen sicherer, würdevoller und besser gemanagt zu machen.“
Seit 1994 hat Kami Rita Sherpa fast jedes Jahr den Mount Everest bestiegen - inzwischen 30 Mal.

Seit 1994 hat Kami Rita Sherpa fast jedes Jahr den Mount Everest bestiegen – inzwischen 32 Mal.

Foto: Niranjan Shrestha/AP/dpa

Fast jedes Jahr auf der Bergspitze

Kami Rita Sherpa hatte den Mount Everest 1994 zum ersten Mal bestiegen. Seitdem hat er andere Bergsteiger fast jedes Jahr auf die Spitze des Berges geführt. Die als „Mountain Queen“ (Berg-Königin) bekannte Lhakpa Sherpa hatte den Mount Everest im Jahr 2000 erstmals bestiegen.
Der Bergsteiger-Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Nepal. Es gibt aber immer wieder auch Kritik an einem zu großen Ansturm auf den Mount Everest.
Für diese Saison hat das Land am Himalaya eine Rekordzahl von 492 Genehmigungen für das Erklimmen des höchsten Berges der Erde erteilt. (afp/red)
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Mit dem Luftschiff über den Nordpol in 17 Stunden


In Kürze:

  • Am 12. Mai 2026 jährt sich zum 100. Mal der erste Flug über den Nordpol durch den Polarforscher Roald Amundsen.
  • Mit diesem Erfolg sicherte sich der damals 54-jährige Norweger seinen zweiten Rekord.
  • Insgesamt benötigte der Mann, dessen Name „der Ruhmvolle“ bedeutet, drei Anläufe: zu Schiff, per Flugzeug und im Luftschiff.

 
Der Drang nach Abenteuern und Entdeckungen ist eines der Merkmale der Menschheit. Früher wie heute schrecken Neugierige weder vor Fremdem noch vor Extremem zurück und dringen zu Orten vor, an denen niemand zuvor war. Im 19. Jahrhundert fassten Entdecker besonders die Arktis und Antarktis ins Auge.
Schon bald begann ein Wettlauf um die Rekorde. Wer durchquert als Erstes per Schiff die Nordwestpassage oder erreicht die geografischen Erdpole? Und wer überfliegt erstmals das Ewige Eis oder taucht darunter durch?
Ein Mann, der später als bekanntester Polarforscher in die Geschichte einging, nahm erfolgreich an diesem Wettbewerb teil. Sein Name ist Roald Amundsen.
Roald Amundsen war der erste Mann, der den Nordpol überflog

In Norwegen wird der Polarforscher Roald Amundsen als Nationalheld gefeiert.

Eisige Faszination von Kindesbeinen an

Der Norweger Roald Engelbregt Gravning Amundsen erblickte im Juli 1872 als Sohn eines wohlhabenden Schiffskapitäns das Licht der Welt. Geprägt von dem Beruf seines Vaters und den Büchern über Entdeckungsreisen entbrannte in dem jungen Amundsen bereits früh die Faszination für Polarforschungen – sehr zum Leidwesen seiner schulischen Leistungen.
Zwar begann er zunächst ein Studium, brach dieses jedoch bald ab, um Matrose zu werden. Gute soziale und finanzielle Absicherungen reichten nicht aus, um seine Leidenschaft für das Ewige Eis aufzuwiegen.
Mit 24 Jahren heuerte er bei dem Belgier Adrien de Gerlache de Gomery (1866–1934) für eine Antarktisexpedition an. Aufgrund seiner guten Kenntnisse wurde Amundsen bald zum Zweiten Offizier und Co-Leiter der Belgica-Expedition erhoben.

Aufnahme des getakelten Dampfschiffs „Belgica“ vor dem antarktischen Eis.

Fortan unternahm Amundsen zahlreiche weitere Expeditionen und veröffentlichte stets Berichte über seine Reisen. Seine Beliebtheit stieg und seine Landsleute feierten ihn als Nationalheld.
Einen Meilenstein erreichte der Norweger im Dezember 1911, als er als erster Mensch den geografischen Südpol erreichte. Doch das Erlebte reichte dem damals 39-Jährigen nicht, und er setzte Kurs auf die Arktis.

Amundsen wusste sich im Ewigen Eis zu orientieren, zu bewegen und zu überleben.

Drei Anläufe bis zum Nordpol

Zwar erreichte die Welt 1909 die umstrittene Nachricht, dass der US-Amerikaner Robert Edwin Peary bereits den Nordpol erobert habe, doch hielt dies Amundsen nicht davon ab, die Arktis selbst zu bereisen. 1920 startete er deshalb seinen ersten Versuch per Schiff, musste diesen jedoch aus gesundheitlichen Gründen abbrechen.
Da die Luftfahrt zu dieser Zeit enorme Fortschritte machte und Amundsen sie für „die Zukunft des Reisens und Forschens“ hielt, plante er seine nächste Reise mit dem Flugzeug. 1925 startete der Norweger zusammen mit dem US-amerikanischen Piloten Lincoln Ellsworth (1880–1951) seinen zweiten Versuch, die Arktis zu erreichen. Doch auch dieser erste Versuch der Amundsen-Ellsworth-Expedition schlug fehl, da die Flugzeuge 255 Kilometer vor dem Nordpol den Dienst versagten.
Es heißt „alle guten Dinge sind drei“ und so unternahm Amundsen ein Jahr später erneut einen Anlauf. Dieses Mal sollte die Reise in einem Luftschiff des italienischen Flugpioniers Umberto Nobile (1885–1978) erfolgen.

Rekordflug vor 100 Jahren

Amundsen kaufte der italienischen Regierung den fliegenden Giganten „N-1“ ab, benannte es in „Norge“ um und ließ das Luftschiff für seine Expedition umrüsten. Am 10. April 1926 startete Amundsen mit seiner 16-Mann-starken Besatzung das Abenteuer.
Von Italien ging es zunächst über England, Oslo und Russland nach Spitzbergen (7. Mai). Kurz vor dem Start am 11. Mai erreichte die Mannschaft die Meldung, dass dem US-Amerikaner Richard Byrd bereits der Überflug über den Nordpol geglückt sei. Diese ist bis heute umstritten, da die Angaben zu seiner Route und zum Wetter Zweifel wecken.
Unbeeindruckt startete Amundsen am 12. Mai 1926 seinen Flug über den geografischen Nordpol. Nach 16 Stunden, 40 Minuten und rund 5.300 Kilometern Luftweg über die Arktis landete das Team erfolgreich in Alaska.

Ein Teil der Besatzung der „Norge“. Auf den Stühlen sitzend  v.l.n.r.: Roald Amundsen, Lincoln Ellsworth und Umberto Nobile.

Damit gilt dieser Versuch offiziell als erster Überflug des Nordpols. Roald Amundsen, dessen Name im Nordischen „der Ruhmvolle“ bedeutet, hält damit gleich zwei Rekorde rund um die Pole der Erde.