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SpaceX feiert spektakuläres Börsendebüt – größte IPO der Geschichte

Das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk hat am 12. Juni um 10 Uhr Ortszeit New York unter dem Börsenkürzel SPCX den Handel an der Technologiebörse Nasdaq aufgenommen. Mit einem angestrebten Emissionsvolumen von 75 Milliarden US-Dollar gilt der Börsengang als der größte Initial Public Offering (IPO) der Geschichte.
Das Unternehmen plante, 555,6 Millionen Aktien zu einem Preis von 135 US-Dollar je Anteilsschein zu platzieren. Sollte sich die Bewertung am Markt behaupten, könnte Elon Musk bereits zum Ende des ersten Handelstags zum ersten Billionär der Welt werden.
„Die IPO-Parade, die inzwischen eher wie ein Ansturm wirkt, hat sich schon seit geraumer Zeit angekündigt“, erklärte Mark Klein, Präsident und CEO der Beteiligungsgesellschaft SuRo Capital, in einer Mitteilung an die Epoch Times.
„SpaceX wird zum Gradmesser für den IPO-Markt in diesem Sommer werden. Aus unserer Sicht ist das eine äußerst spannende Entwicklung.“
Investoren richten ihren Blick nun auf zwei weitere milliardenschwere Börsengänge: die KI-Unternehmen Anthropic und OpenAI. Beide Firmen, die langfristig Bewertungen im Billionen-Dollar-Bereich anstreben, haben nach Angaben des Berichts in den vergangenen Wochen vertrauliche IPO-Unterlagen bei den US-Aufsichtsbehörden eingereicht.
Während SpaceX an die Börse ging, gerieten mehrere Raumfahrt- und Satellitenunternehmen unter Druck. Der texanische Satellitenhersteller AST SpaceMobile verlor zum Handelsauftakt acht Prozent. Die Raumfahrtgesellschaft Virgin Galactic Holdings büßte 25 Prozent ein. EchoStar, das rund drei Prozent an SpaceX hält, verzeichnete ein Minus von sieben Prozent.
Der technologielastige Nasdaq Composite Index gab um rund 0,3 Prozent nach. Der breit gefasste S&P 500 zeigte sich nahezu unverändert, während der Dow Jones Industrial Average um mehr als 100 Punkte beziehungsweise knapp 0,3 Prozent zulegte.

Bewertung von 1,77 Billionen Dollar sorgt für Diskussionen

SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell (r) feiert gemeinsam mit Mitarbeitern beim Börsengang von SpaceX an der Nasdaq in New York.

SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell (r) feiert gemeinsam mit Mitarbeitern beim Börsengang von SpaceX an der Nasdaq in New York.

Foto: Frank Franklin II/AP/dpa

Marktbeobachter stellen die Frage, ob die angestrebte Bewertung von 1,77 Billionen US-Dollar gerechtfertigt ist.
In den bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen verweist SpaceX zur Begründung auf sein Satelliteninternetgeschäft Starlink, die Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz über xAI sowie die Entwicklung wiederverwendbarer Raketen.
Darüber hinaus argumentiert das Unternehmen, seine Raumfahrtprojekte könnten weitreichende wirtschaftliche Impulse für zahlreiche Branchen auf der Erde auslösen.
„Wir sind überzeugt, dass unsere gegenwärtigen Aktivitäten im Weltraum transformative Durchbrüche anstoßen werden, die bestehende Industrien auf der Erde verändern und neue Billionen-Dollar-Märkte auf dem Mond, dem Mars und darüber hinaus entstehen lassen könnten“, heißt es in den regulatorischen Unterlagen.
Eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond könne beispielsweise jährliches Wachstum im Terawatt-Maßstab für KI-Rechenkapazitäten ermöglichen, ambitioniertere Tiefraummissionen und industrielle Aktivitäten fördern sowie langfristig den Weg für eine permanente menschliche Gesellschaft auf dem Mars ebnen.
Nancy Tengler, CEO und Chief Investment Officer von Laffer Tengler Investments, sieht in Musks Erfolgsbilanz sowie in der vertikalen Integration des Unternehmens entscheidende Wettbewerbsvorteile.
„Sie verfügen über Kapital, Daten, große Sprachmodelle, Hardware, Fertigungskapazitäten und technisches Spitzenpersonal“, erklärte Tengler gegenüber der Epoch Times.
„Es gibt viele Elon-Musk-Kritiker. Ich kann das nicht vollständig nachvollziehen. Deshalb hört man in den Medien oft mehr über die Risiken als über die Chancen. Aber SpaceX ist eine narrative Aktie. Anleger investieren in eine Vision und in die damit verbundene Begeisterung.“
SpaceX selbst betont, langfristige Ziele über kurzfristige Gewinnziele zu stellen.
In einem Interview mit CNBC sagte SpaceX-COO Gwynne Shotwell, das Unternehmen wolle sich nicht auf Quartalsergebnisse konzentrieren.
„Ich möchte mich nicht auf Quartalsgewinne fokussieren“, erklärte Shotwell. „Das bedeutet nicht, dass wir unsere Investoren nicht fair behandeln werden. Aber wer in SpaceX investiert, muss verstehen, dass wir an Projekten arbeiten, die stark auf die Zukunft ausgerichtet sind.“
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Rekord-Börsengang von SpaceX macht Musk zum ersten Billionär

Das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk hat am 12. Juni um 10 Uhr Ortszeit New York unter dem Börsenkürzel SPCX den Handel an der Technologiebörse Nasdaq aufgenommen.
Das Unternehmen plante, 555,6 Millionen Aktien zu einem Preis von 135 US-Dollar je Anteilsschein zu platzieren. „Die IPO-Parade, die inzwischen eher wie ein Ansturm wirkt, hat sich schon seit geraumer Zeit angekündigt“, erklärte Mark Klein, Präsident und CEO der Beteiligungsgesellschaft SuRo Capital, in einer Mitteilung an die Epoch Times.
„SpaceX wird zum Gradmesser für den IPO-Markt in diesem Sommer werden. Aus unserer Sicht ist das eine äußerst spannende Entwicklung.“
SpaceX sammelte an der Technologiebörse Nasdaq mindestens die erwarteten 75 Milliarden Dollar (rund 65 Milliarden Euro) ein. Damit übertraf Musks Konzern den bisher größten Börsengang des saudiarabischen Ölriesen Saudi Aramco Ende 2019 um rund das Dreifache.
Der Kursanstieg katapultierte den Marktwert von SpaceX auf über zwei Billionen US‑Dollar. Der Konzern wurde damit auf einen Schlag zu einem der zehn wertvollsten Konzerne der USA – noch vor Musks Elektroautohersteller Tesla, der Facebook-Mutter Meta und dem Einzelhandelsriesen Walmart.
Musk verfolgte den Börsenstart vom SpaceX-Hauptquartier in Texas aus. Er befeuerte die Erwartungen der Anleger noch. Seine Vision sei es, mit SpaceX ganz normale Menschen zum Mond zu bringen, zum Mars und letztlich auch an andere Orte des Sonnensystems, sagte er vor jubelnden Mitarbeitern.
Sein Ziel sei es, „Star Trek Wirklichkeit werden zu lassen“. Der gebürtige Südafrikaner nennt eine Besiedlung des Weltalls bereits seit Jahren erstrebenswert.
Fast ein Vierteljahrhundert nach Gründung von SpaceX im März 2002 hat Musk seine Stellung als reichster Mann der Welt damit zementiert. Sein Vermögen stieg nach dem Börsenstart über die symbolische Marke von 1.000.000.000.000 Dollar, wie das Magazin „Forbes“ auf seiner Echtzeit-Reichenliste bestätigte.
„Forbes“ gab den Marktwert des 54-Jährigen zwischenzeitlich mit 1,2 Billionen Dollar an. Weit abgeschlagen dahinter liegen die Google-Mitgründer Larry Page und Sergey Brin sowie Amazon-Gründer Jeff Bezos – sie kommen noch nicht einmal zusammen auf Musks Wert.
Investoren richten ihren Blick nun auf zwei weitere milliardenschwere Börsengänge: die KI-Unternehmen Anthropic und OpenAI. Beide Firmen, die langfristig Bewertungen im Billionen-Dollar-Bereich anstreben, haben nach Angaben des Berichts in den vergangenen Wochen vertrauliche IPO-Unterlagen bei den US-Aufsichtsbehörden eingereicht.
Während SpaceX an die Börse ging, gerieten mehrere Raumfahrt- und Satellitenunternehmen unter Druck. Der texanische Satellitenhersteller AST SpaceMobile verlor zum Handelsauftakt acht Prozent. Die Raumfahrtgesellschaft Virgin Galactic Holdings büßte 25 Prozent ein. EchoStar, das rund drei Prozent an SpaceX hält, verzeichnete ein Minus von sieben Prozent.
Der technologielastige Nasdaq Composite Index gab um rund 0,3 Prozent nach. Der breit gefasste S&P 500 zeigte sich nahezu unverändert, während der Dow Jones Industrial Average um mehr als 100 Punkte beziehungsweise knapp 0,3 Prozent zulegte.

Bewertung von 1,77 Billionen Dollar sorgt für Diskussionen

SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell (r) feiert gemeinsam mit Mitarbeitern beim Börsengang von SpaceX an der Nasdaq in New York.

SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell (r) feiert gemeinsam mit Mitarbeitern beim Börsengang von SpaceX an der Nasdaq in New York.

Foto: Frank Franklin II/AP/dpa

Marktbeobachter stellen die Frage, ob die angestrebte Bewertung von 1,77 Billionen US-Dollar gerechtfertigt ist.
In den bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen verweist SpaceX zur Begründung auf sein Satelliteninternetgeschäft Starlink, die Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz über xAI sowie die Entwicklung wiederverwendbarer Raketen.
Darüber hinaus argumentiert das Unternehmen, seine Raumfahrtprojekte könnten weitreichende wirtschaftliche Impulse für zahlreiche Branchen auf der Erde auslösen.
„Wir sind überzeugt, dass unsere gegenwärtigen Aktivitäten im Weltraum transformative Durchbrüche anstoßen werden, die bestehende Industrien auf der Erde verändern und neue Billionen-Dollar-Märkte auf dem Mond, dem Mars und darüber hinaus entstehen lassen könnten“, heißt es in den regulatorischen Unterlagen.
Eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond könne beispielsweise jährliches Wachstum im Terawatt-Maßstab für KI-Rechenkapazitäten ermöglichen, ambitioniertere Tiefraummissionen und industrielle Aktivitäten fördern sowie langfristig den Weg für eine permanente menschliche Gesellschaft auf dem Mars ebnen.
Nancy Tengler, CEO und Chief Investment Officer von Laffer Tengler Investments, sieht in Musks Erfolgsbilanz sowie in der vertikalen Integration des Unternehmens entscheidende Wettbewerbsvorteile.
„Sie verfügen über Kapital, Daten, große Sprachmodelle, Hardware, Fertigungskapazitäten und technisches Spitzenpersonal“, erklärte Tengler gegenüber der Epoch Times.
„Es gibt viele Elon-Musk-Kritiker. Ich kann das nicht vollständig nachvollziehen. Deshalb hört man in den Medien oft mehr über die Risiken als über die Chancen. Aber SpaceX ist eine narrative Aktie. Anleger investieren in eine Vision und in die damit verbundene Begeisterung.“
SpaceX selbst betont, langfristige Ziele über kurzfristige Gewinnziele zu stellen.
In einem Interview mit CNBC sagte SpaceX-COO Gwynne Shotwell, das Unternehmen wolle sich nicht auf Quartalsergebnisse konzentrieren.
„Ich möchte mich nicht auf Quartalsgewinne fokussieren“, erklärte Shotwell. „Das bedeutet nicht, dass wir unsere Investoren nicht fair behandeln werden. Aber wer in SpaceX investiert, muss verstehen, dass wir an Projekten arbeiten, die stark auf die Zukunft ausgerichtet sind.“