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Warum manche Gehirne um bis zu 13 Jahre jünger erscheinen

Menschen, die mehrere Sprachen sprechen, haben möglicherweise eine Gehirnstruktur, die deutlich jünger erscheint, als es ihrem Alter entspricht. Laut einer neuen Studie weisen sie Merkmale auf, die typischerweise bei bis zu 13 Jahren jüngeren Menschen zu finden sind.
Die Ergebnisse, die kürzlich auf dem Forum 2026 der Federation of European Neuroscience Societies vorgestellt wurden, deuten darauf hin, dass das Gehirn umso jünger wirkt, je mehr Sprachen man spricht.
Die neu vorgestellten Daten bauen auf einer im letzten Jahr veröffentlichten Studie des Forscherteams auf, die Menschen aus 27 europäischen Ländern untersuchte und einen Zusammenhang zwischen Mehrsprachigkeit und gesünderem Altern zeigte.

Wie das Erlernen von Sprachen das alternde Gehirn prägt

Je mehr Sprachen man spricht, desto langsamer altert das Gehirn. Laut der Studienautorin Lucia Amoruso kommt es dabei aber auch darauf an, wie gut man die Sprachen beherrscht und wann man sie gelernt hat.
Diejenigen, die zwei Sprachen sprachen, hatten Gehirne, die mittels KI-basierter Modellrechnungen etwa sechs Jahre jünger eingeschätzt wurden als ihr tatsächliches Alter. Diejenigen, die drei Sprachen sprachen, hatten Gehirne, die etwa sieben Jahre jünger erschienen, und Teilnehmer, die vier Sprachen fließend beherrschten, hatten Gehirne, die etwa 13 Jahre jünger geschätzt wurden.
Diese Ergebnisse stimmen mit einer wachsenden Zahl neurowissenschaftlicher Untersuchungen überein, die darauf hindeuten, dass lebenslange Mehrsprachigkeit mit einer größeren kognitiven Reserve verbunden ist und dem Gehirn helfen könnte, im Alter widerstandsfähiger zu bleiben, sagte Dr. Paul E. Bendheim, klinischer Professor für Neurologie am College of Medicine der University of Arizona, der nicht an der Studie beteiligt war, gegenüber der Epoch Times.

Das Erlernen von Sprachen trainiert das Gehirn in besonderem Maße

Zwar hält jede Denkaufgabe das Gehirn fit, aber Sprachenlernen ist ein besonderes Kompletttraining: Es fordert Hören, Denken, Sprechen und Gefühle gleichzeitig. Das Gehirn muss dabei ununterbrochen zwischen den Sprachen wechseln, erklärt Neurowissenschaftler Christopher U. Missling.
Es muss aber nicht immer Sprachenlernen sein: Auch Tanzen, Musik machen, Sport oder Meditation können positive Auswirkungen auf das Gehirn haben. Der Neurowissenschaftler betont, dass vor allem die Mischung aus Bewegung, neuen Reizen und dem Kontakt zu anderen Menschen entscheidend ist.
Laut Missling stärken Meditation und Achtsamkeit die Aufmerksamkeit. Sport wie Kraft- und Ausdauertraining regt dagegen die Durchblutung an, was die Bildung neuer Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn fördert.
Selbst im fortgeschrittenen Alter, so sagte er, könne das Erlernen neuer Fähigkeiten, wie das Spielen eines Instruments oder die Ausübung einer neuen Sportart, eine vorteilhafte synaptische Umstrukturierung auslösen.
„Das Gehirn bleibt während des gesamten Erwachsenenalters plastisch; es ist nie zu spät, es mit neuen, herausfordernden Erfahrungen zu stimulieren“, sagte er.
Mit Blick auf die Zukunft planen Amoruso und ihr Team zu untersuchen, ob ähnliche Effekte bei Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer auftreten und ob der Umgang mit eng verwandten Sprachen, der möglicherweise mehr mentale Kontrolle erfordert, einen noch größeren Einfluss hat.
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Schrumpfendes Gehirn im Alter: Fehlt Ihrem Kopf dieser eine alltägliche Nährstoff?

Vitamin C hat sich seinen Ruf als Mittel zur Stärkung des Immunsystems erworben. Doch Wissenschaftler stellen zunehmend fest, dass eine seiner wichtigsten Funktionen möglicherweise im Schutz des alternden Gehirns liegt.
Diese Möglichkeit wurde durch eine aktuelle Studie mit mehr als 2.000 älteren japanischen Erwachsenen festgestellt. Die Forscher fanden heraus, dass Teilnehmer mit niedrigeren Vitamin-C-Spiegeln im Blut über weniger graue Substanz verfügten und die Kommunikation innerhalb eines der ersten bei der Alzheimer-Krankheit betroffenen Hirnnetzwerke schwächer war.

Warum Vitamin C für das Gehirn wichtig sein könnte

Vitamin C kann viel mehr als nur das Immunsystem stärken: Es ist ein echter Schutzschild für unser Gehirn. Als Antioxidans fängt es schädliche Stoffe (freie Radikale) ab, die das Gehirn mit den Jahren altern lassen. Gleichzeitig hilft es bei der Herstellung von Botenstoffen, mit denen Gehirnzellen untereinander Informationen austauschen.
Der Mensch kann Vitamin C nicht selbst produzieren und muss es vollständig über die Ernährung aufnehmen. Reichhaltige Quellen sind Zitrusfrüchte, Beeren und grünes Blattgemüse.
Die empfohlene Tagesdosis beträgt für die meisten erwachsenen Frauen 95 mg und für die meisten erwachsenen Männer 110 mg. Während einige Forscher vermuten, dass eine höhere Zufuhr zusätzliche Vorteile bieten könnte, ist die optimale Zufuhr für die langfristige Gesundheit des Gehirns noch nicht ermittelt worden.

Bisherige Forschung

Die neuen Erkenntnisse ergänzen eine wachsende Zahl von Belegen, die einen Zusammenhang zwischen einem gesunden Vitamin-C-Status und einer besseren kognitiven Gesundheit herstellen.
Eine niederländische Studie aus dem Jahr 2002 begleitete 5.395 Personen über sechs Jahre hinweg und stellte fest, dass eine hohe Zufuhr von Vitamin C und E mit einem um 18 Prozent geringeren Risiko für Alzheimer verbunden war.
Andere Studien haben ergeben, dass selbst Vitamin-C-Spiegel, die zu niedrig sind, um klassische Mangelerscheinungen hervorzurufen, bei älteren Erwachsenen mit einem schlechteren Gedächtnis und einer langsameren Informationsverarbeitung in Verbindung gebracht wurden.
Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2022, in der 12 Studien ausgewertet wurden, ergab ebenfalls, dass Menschen mit Alzheimer durchweg signifikant niedrigere Vitamin-C-Spiegel im Blut aufwiesen als kognitiv gesunde Erwachsene, was darauf hindeutet, dass der Nährstoff eine Rolle beim Krankheitsverlauf spielen könnte.
Ältere Erwachsene sind möglicherweise einem höheren Risiko für niedrige Vitamin-C-Spiegel ausgesetzt, was auf verminderten Appetit, eine weniger abwechslungsreiche Ernährung sowie altersbedingte Veränderungen der Verdauung und Aufnahme zurückzuführen ist, sagte Jen Scheinman, eine in New York ansässige staatlich geprüfte Ernährungsberaterin, gegenüber der Epoch Times.
Chronische Erkrankungen, Entzündungen und bestimmte Medikamente können den Vitamin-C-Bedarf des Körpers zusätzlich erhöhen.

Vitamin C ist nur ein Teil des Puzzles

Die Forscher weisen darauf hin, dass die Studie nicht beweist, dass Vitamin C das Gehirn direkt schützt. Ein Grund dafür ist, dass Menschen mit höheren Vitamin-C-Spiegeln oft insgesamt einen gesünderen Lebensstil pflegen.
Vitamin C sollte als Teil eines umfassenden Ernährungsmusters betrachtet werden, wie beispielsweise der Mittelmeerdiät oder der MIND-Diät (Mediterranean-DASH Intervention for Neurodegenerative Delay), so Dr. Thomas Holland, klinischer Forscher, der sich mit kognitivem Altern befasst und nicht an der Studie beteiligt war.
„Kein einzelnes Lebensmittel und kein einzelnes Vitamin kann Demenz verhindern“, sagte Holland. „Aber eine konsequent nährstoffreiche Ernährung, einschließlich reichlich vitamin-C-reicher Obst- und Gemüsesorten, kann langfristig dazu beitragen, die kognitiven Funktionen zu erhalten.“
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel „Low Vitamin C Linked to Reduced Brain Volume, Study Finds“. (deutsche Bearbeitung kr)