Vom Friedhof ins Altersheim: Die norditalienische Stadt Trient will einer Kaninchenplage mit einer außergewöhnlichen Idee Herr werden.
Mehr als hundert wilde Kaninchen, die auf dem historischen Friedhof seit einiger Zeit ihr Unwesen treiben, sollen in die Gärten von Altersheimen umgesiedelt werden.
Grund dafür sind Klagen von Hinterbliebenen, dass immer wieder Gräber leergefressen werden. Außerdem sollen die Kaninchen tiefe Gänge und Höhlen ins Erdreich gebaut haben, so dass Grabsteine sich zur Seite neigen.
Gefangen werden sie mit Netzen
Jetzt werden bis zum Ende des Monats auf dem fast 200 Jahre alten Friedhof der 120.000-Einwohner-Stadt über Nacht Netze aufgestellt, wie die Stadtverwaltung nach einem Beschluss der zuständigen Regionalregierung mitteilte.
Am nächsten Morgen entscheidet ein Amtsarzt, welche Tiere weggebracht werden dürfen. Säugende Weibchen und junge Kaninchen, die noch nicht entwöhnt sind, kommen wieder frei.
Mehrere Hundert Tiere noch in Umgebung
Die anderen Tiere werden in die Gärten von Altersheimen oder auf eingezäunte Grünflächen umgesiedelt, die von gemeinnützigen Organisationen betreut werden. Die Kaninchenkolonie reicht nach Medienberichten weit über die Grenzen des historischen Friedhofs hinaus.
Schätzungen zufolge leben in der Umgebung noch mehrere Hundert weitere Tiere. Die Stadt will sich deshalb in Gesprächen mit den Anwohnern um eine Lösung bemühen. (dpa/red)


