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Erneut zwei Explosionen in Frankfurt – Polizei nimmt Verdächtigen fest

Nach erneuten Detonationen in Frankfurt am Main am frühen Donnerstagmorgen, 17. September, hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.
Die Polizei prüft, ob die Taten mit dem Phänomen „Violence as a Service“ zusammenhängen. Dabei heuern kriminelle Netzwerke junge Menschen für Gewalttaten gegen Bezahlung an.

Gebäude und Auto beschädigt

Wie „hessenschau.de“ berichtete, ereigneten sich die Explosionen vor einer Shishabar auf der Einkaufsmeile Zeil sowie vor einem Café in der Berger Straße im Stadtteil Nordend. Die Polizei nahm einen Verdächtigen in der Nähe fest.
Die Detonation vor dem Café war derart heftig, dass auch eine gegenüberliegende Suppenbar, eine angrenzende Sparkassenfiliale und mindestens ein geparktes Auto in Mitleidenschaft gezogen wurden. Scheiben gingen zu Bruch und der gewaltige Knall riss zahlreiche Menschen aus dem Schlaf.
Es hatte in den Tagen zuvor drei weitere Anschläge in der Mainmetropole sowie einen im benachbarten Offenbach gegeben. Verletzte gab es bei keiner der Explosionen, jedoch hohen Sachschaden. Die Polizei nahm nach einem Anschlag auf einen Kiosk in Frankfurt-Sachsenhausen einen Tatverdächtigen fest, der mittlerweile in Untersuchungshaft sitzt.
Es handelt sich dabei um einen 15 Jahre alten Jugendlichen aus den Niederlanden. Der „BILD“ zufolge könnte der Jugendliche im Auftrag der Mafia gehandelt haben. Diese bediene sich junger „Wegwerf-Krimineller“.

Kriminelle „Dienstleister“ rekrutieren jungen Täter

Europol hatte bereits im vergangenen Jahr vor dem Phänomen „Violence as a Service“, auf Deutsch „Gewalt als Dienstleistung“, gewarnt. Kriminelle „Dienstleister“ nehmen über soziale Medien Kontakt zu Jugendlichen auf und geben tätliche Angriffe, Lieferung von Drogen und sogar Morde im Ausland in Auftrag.
Die Kriminellen ködern und manipulieren die jungen Menschen, locken mit Geld oder anderen Belohnungen, schüchtern sie aber auch ein und zwingen sie zu den Straftaten.
Die Frankfurter Polizei dokumentierte zwischen Juli und September 2025 sieben mögliche „Violence as a Service“-Fälle im Rhein-Main-Gebiet. Darunter waren Sprengstoffexplosionen und schwere Brandstiftungen. Das geht aus der Kriminalstatistik hervor.
Im vergangenen März nahm die Polizei einen 20 Jahre alten Niederländer fest, dem sie vorwirft, an mehreren Detonationen beteiligt gewesen zu sein.