Tee- und Kaffeetrinker, die ihre Getränke sehr heiß, über 65 Grad Celsius, trinken, haben laut einer aktuellen Studie ein fast dreimal so hohes Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken, wie diejenigen, die ihre Getränke abkühlen lassen.
Der Konsum von sechs oder mehr sehr heißen Getränken pro Tag erhöhte das Risiko noch weiter.
Die Studie, die kürzlich im „International Journal of Cancer“ veröffentlicht wurde, begleitete 977.282 Teilnehmer aus Großbritannien über einen Zeitraum von durchschnittlich 11 bis 14 Jahren.
Wie könnte Hitze Krebs verursachen?
Sehr heiße Flüssigkeiten können die Schleimhaut der Speiseröhre schädigen, sagte Dr. Jason Korenblit, Facharzt für Gastroenterologie (Magen-Darm-Heilkunde) am Center for Digestive Health in Orlando, USA, der nicht an der Studie beteiligt war, gegenüber der Epoch Times.
„Wiederholte Einwirkung kann einen Kreislauf aus Schädigung, Entzündung und Regeneration auslösen. Im Laufe der Zeit kann eine anhaltende Entzündung die DNA schädigen“, so Korenblit. „Und dies kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass abnormale Zellen überleben und sich schließlich zu Krebs entwickeln.“
Er betonte, dass es sich hierbei um eine vorgeschlagene Erklärung für den Zusammenhang handelt, da die britische Studie diesen Prozess nicht direkt gemessen hat. Die Forscher verfolgten Trinkgewohnheiten und Krebsdiagnosen. Sie führten keine Biopsie des Speiseröhrengewebes durch, um den Entzündungsprozess direkt zu beobachten.
Bei dem in dieser Studie mit der Getränketemperatur in Verbindung gebrachten Krebs handelte es sich um ein Plattenepithelkarzinom, das sich aus den Zellen der Speiseröhrenschleimhaut entwickelt.
Ein Befund, der die Hitzetheorie stützt: „Die Forscher fanden ähnliche Muster bei Menschen, die hauptsächlich Tee tranken, und solchen, die hauptsächlich Kaffee tranken“, sagte Korenblit. „Das spricht dafür, dass die Hitzeeinwirkung das wahrscheinliche Problem ist.“
Cancer Research UK empfiehlt, mit dem Trinken zu warten, bis sich ein heißes Getränk angenehm anfühlt, um mögliche Schäden zu vermeiden.
Die Autoren der Studie wiesen darauf hin, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um festzustellen, welche Temperaturen das größte Risiko darstellen.
Im Vergleich dazu sind Rauchen und Alkohol gefährlichere Auslöser für Speiseröhrenkrebs als die Temperatur von Getränken. „Beides verursacht nachweislich Krebs. Wer raucht und trinkt, steigert sein Risiko noch einmal um ein Vielfaches“, erklärt Korenblit.
Sicherste Temperatur für Kaffee
Die Forscher definierten Temperaturen unter 60 Grad Celsius als sicheren Temperaturbereich.
Eine andere Studie mit 118 jungen Erwachsenen ergab, dass die meisten schwarzen Kaffee nur dann als zu heiß empfanden, wenn er mindestens 65 Grad Celsius hatte.
Zu den frühen Symptomen von Speiseröhrenkrebs können Sodbrennen, Verdauungsstörungen, Hals- oder Brustschmerzen sowie Gewichtsverlust gehören, so Korenblit; das Warnzeichen, das jedoch besondere Aufmerksamkeit verdient, sind neu auftretende oder sich verschlimmernde Schluckbeschwerden, insbesondere das Gefühl, dass die Nahrung im Hals stecken bleibt.
„Weitere Symptome können Schmerzen beim Schlucken, unerklärlicher Gewichtsverlust, Beschwerden hinter dem Brustbein, anhaltende Heiserkeit oder Husten sowie Sodbrennen oder Verdauungsstörungen sein“, fügte er hinzu. „Diese Symptome haben oft andere Ursachen, sollten aber abgeklärt werden.“
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel „Drinking Very Hot Tea or Coffee Triples Esophageal Cancer Risk“. (deutsche Bearbeitung kr)
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel „Drinking Very Hot Tea or Coffee Triples Esophageal Cancer Risk“. (deutsche Bearbeitung kr)
