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Rüstung nimmt weiter Fahrt auf – Bundeswehr plant rund 100 weitere Rüstungsprojekte

Das Verteidigungsministerium plant für das zweite Halbjahr 2026 rund 100 weitere große Rüstungsprojekte. Dabei handelt es sich jeweils um Vorhaben mit einem Volumen von mehr als 25 Millionen Euro. Die Projekte müssten jeweils ab September vom Bundestag gebilligt werden.
Die „Welt am Sonntag“ berichtet unter Berufung auf interne Unterlagen, in 2025 habe es im gesamten Jahr 100 solcher Vorhaben gegeben. Für 2026 könnten es knapp 150 werden, für 2027 bis zu 170. Für das laufende Jahr ist die Mehrheit der knapp 150 geplanten Großprojekte demnach noch nicht dem Parlament zugeleitet worden.

Bundestag muss Vorhaben genehmigen

Die Vorhaben betreffen alle Teilstreitkräfte und Bereiche der Bundeswehr. Ein Schwerpunkt liegt auf der Beschaffung von Munition. Geplant sind unter anderem weitere Projekte und Verbesserungen für Eurofighter, F-35, Patriot, Iris-T, den Schützenpanzer Boxer, die Bewaffnung der Drohne Heron TP sowie Ausrüstung für Marine, Weltraumaufklärung und militärische Infrastruktur.
Auch neue Geschäfte mit den USA sind vorgesehen. Die genauen Inhalte und Zahlen können sich nach den Planungen noch ändern. Das Ministerium äußert sich nach eigenen Angaben vor der parlamentarischen Befassung nicht zu geplanten Beschaffungsvorhaben.
Grünes Licht für 20 neue Kampfjets im Wert von 3,75 Milliarden Euro. (Archivbild)

Deutscher Kampfjet. (Archivbild)

Foto: Christoph Reichwein/dpa

Rüstungsausgaben nehmen weiter zu

Bis zur Sommerpause waren zuletzt 44 Großprojekte mit einem Gesamtvolumen von knapp 19 Milliarden Euro umgesetzt. Bis Anfang August erteilte das Verteidigungsministerium nach Angaben in der „Welt am Sonntag“ insgesamt knapp 6.400 Aufträge, kleinere Vorhaben eingerechnet. (dts/red)

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