Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa; Montage: Epoch Times
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Merz und Trump versöhnt
Nach der Verstimmung in Washington über Äußerungen von Kanzler Merz zum Iran-Krieg vor gut zwei Wochen ist die Funkstille zwischen beiden Seiten nun beendet. Merz telefonierte heute mit US-Präsident Trump. Der Kanzler betonte dabei die Übereinstimmung in der Iran-Frage. Auch der Ukraine-Krieg und die NATO waren Thema des Gesprächs.
Beim zweitägigen Gipfeltreffen in Peking haben US-Präsident Trump und Chinas Machthaber Xi Fortschritte bei Handelsfragen, Investitionen und der Zusammenarbeit im Umgang mit Iran signalisiert. Gleichzeitig machte Washington deutlich, dass die Unterstützung für Taiwan unverändert bleibt. Während Trumps China-Reise kündigte der Kreml an, dass der russische Präsident Putin sehr bald Peking besuchen werde.
Nach dem Fund eines toten Wals vor der dänischen Küste prüfen die Behörden, ob es sich dabei um den Buckelwal „Timmy-Hope“ handelt. Eine Bestätigung gibt es bislang jedoch nicht. Dem Tier wurden Proben entnommen, die nun ausgewertet werden sollen. Walter Gunz, Mitinitiator der Rettungsaktion, betont im Gespräch mit der Epoch Times, dass der Einsatz unabhängig vom Ergebnis richtig gewesen sei.
Ein Telefonbetrüger hat einen älteren Mann in Schleswig-Holstein um mehr als 100.000 Euro gebracht. Der Betrüger gab sich am Telefon als Gerichtsmitarbeiter aus und behauptete, die Tochter des Mannes müsse in der Ukraine ins Gefängnis, wenn keine Kaution gezahlt werde. Daraufhin übergab der Geschädigte an zwei Orten insgesamt 108.000 Euro Bargeld. Anschließend flüchtete der Täter zu Fuß.
Der Windpark Königseiche in Baden-Württemberg sorgt seit 2024 für Ärger: Bei starkem Wind erzeugen zwei Nordex-Anlagen einen tiefen Brummton. Ein Gutachten bestätigt die Lärmbelastung. Die Anlagen müssen bereits ab 9 Metern pro Sekunde gedrosselt werden. Die Bürger fordern eine Abschaltung, der Betreiber prüft Lösungen und neue Anlagen.
Privates Team auf dem Weg zur Rettungsaktion für Wal „Timmy“. (Archivbild) - Foto: Danny Gohlke/AFP via Getty Images
In Kürze:
Schicksal von Buckelwal „Timmy“ bleibt nach Freilassung unklar
Museum hält Tod für wahrscheinlich, Retter sehen Lebenszeichen
GPS-Daten liefern bislang keine eindeutigen Erkenntnisse
Vier Tage nach seiner Freilassung in der Nordsee ist das Schicksal des Buckelwals „Timmy“, auch bekannt als „Hope“, weiterhin unklar. Am Samstag, 2. Mai, endete der Transport des Tieres auf einem Lastkahn, der von einer privaten Rettungsinitiative organisiert wurde. Seitdem befindet sich der Wal im offenen Meer, rund 70 Kilometer vor der dänischen Stadt Skagen im Skagerrak.
„Am Anfang war das alles eigentlich nur eine Idee, fast ein Gespräch, das sich dann verselbstständigt hat. Niemand konnte ahnen, dass daraus eine internationale Rettungsaktion wird, die so viele Menschen bewegt“, sagte Nicoletta DeVidar, die die Initiative maßgeblich mit angestoßen hat, im Gespräch mit Epoch Times.
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Doch seit seiner Freilassung gibt es keine verifizierten Informationen mehr über den Aufenthaltsort oder den Gesundheitszustand des Wals, der Deutschland so bewegt hat. Im Meeresmuseum Stralsund geht man davon aus, dass „Timmy“ vermutlich nicht mehr lebt.
In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung heißt es: „Da sich der Wal in einem extrem geschwächten Zustand befand und nach früheren Rettungsversuchen innerhalb kurzer Zeit immer wieder strandete, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen und nicht mehr lebt.“
GPS-Tracker sendet „Pins“ – Retter sehen Lebenszeichen von „Timmy“
Demgegenüber gehen Kreise der privaten Rettungsinitiative davon aus, dass der Wal noch am Leben ist. Nach Angaben der Initiative habe das im Vorfeld der Freilassung angebrachte GPS-Gerät bereits mehrfach sogenannte „Pins“ gesendet. Dabei handelt es sich um Positionsdaten, die an Satelliten oder andere Empfangssysteme übermittelt werden.
Karin Walter-Mommert, eine der Geldgeberinnen der Rettungsaktion, bestätigte gegenüber „BILD“, dass es seit der Freilassung insgesamt rund 25 Signale gegeben habe.
Ein „Pin“ bezeichnet eine Standortmeldung bestehend aus einer GPS-Koordinate und einem Zeitstempel. Eine exakte Lokalisierung des Tieres sei daraus jedoch nicht ableitbar. Die Initiatoren werten die Signale dennoch als mögliches Lebenszeichen, da sie davon ausgehen, dass diese nur bei Aufenthalten an der Wasseroberfläche entstehen können.
Minister Backhaus warnt vor voreiligen Schlüssen
Es bleibt jedoch unklar, ob sich der Sender überhaupt noch am Tier befindet und ob die Signale noch eindeutig dem Wal zugeordnet werden können. Der mit der Thematik befasste „WELT TV“-Reporter Gerrit Schröder erläuterte dazu, dass eine Verbindung zu möglichen Empfangsstationen nur zustande komme, wenn sich der Tracker über dem Wasser befinde. Er logge sich zwar in ein Netzwerk ein, allerdings gebe es Probleme bei der Datenübermittlung.
Um eine Verbindung zu ermöglichen, müsse „Timmy“ jedes Mal für einen längeren Zeitraum aufgetaucht sein. Schröder wies jedoch auch darauf hin, dass sich erst nach längerer Zeit – möglicherweise erst nach Wochen – ein belastbares Muster aus den vorhandenen GPS-Daten ableiten lasse. Zudem setze jede Auswertung voraus, dass der üblicherweise mit Saugnäpfen oder Halterungen am Wal befestigte Tracker tatsächlich noch am Tier sei.
Auch Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus warnt angesichts der unklaren Datenlage vor vorschnellen Schlüssen. Er nehme die aktuelle Diskussion und die Einschätzung des Deutschen Meeresmuseums „zur Kenntnis“. Gleichzeitig betonte er am Dienstagnachmittag: „Den Spekulationen über den möglichen Tod des Wals schließe ich mich zum jetzigen Zeitpunkt ausdrücklich nicht an. Ich richte mein Urteil an Fakten aus. Sollte das Deutsche Meeresmuseum Erkenntnisse haben, die wir nicht haben, bitte ich um entsprechende Herausgabe.“
Museum fordert vollständige Datenoffenlegung
Das Meeresmuseum Stralsund fordert umfassende Transparenz über die Rettungsaktion, insbesondere hinsichtlich Technik und Datenlage. Gefordert werden unter anderem das exakte Modell des Trackers, die Art der Befestigung am Tier sowie vollständige Rohdaten.
Zudem verlangt das Museum Zugang zu den Livedaten durch eine unabhängige Organisation.
„Ich verstehe, dass von außen vieles widersprüchlich wirkt. Aber man darf nicht vergessen, dass Entscheidungen dort draußen unter Bedingungen getroffen werden, die kaum jemand vollständig überblicken kann“, sagte DeVidar angesichts der wachsenden Ungewissheit.
Ein Peilsender kann auch nach dem Tod des Wals noch für eine gewisse Zeit Signale senden, solange die Batterie funktioniert und der Sender weder untergegangen noch deaktiviert ist. Nach aktuellem Stand liegen dem zuständigen Ministerium weiterhin keine von der Initiative übermittelten GPS-Rohdaten vor. Daher sind auch keine verlässlichen Standorte von „Timmy“ nachvollziehbar.
Konflikte begleiteten Rettungsaktion
Im Umfeld der Rettungsaktion kam es zudem zu Spannungen zwischen der privaten Initiative und Teilen der Schiffsbesatzung. So habe die Crew der Barge „Fortuna B“ der Tierärztin Kerstin Tönnies die Mitfahrt an Deck verwehrt.
„Natürlich gab es Reibungen, wenn so viele unterschiedliche Menschen unter Druck zusammenarbeiten. Aber im Kern waren alle von derselben Idee getragen, auch wenn die Wege dorthin unterschiedlich waren“, sagte DeVidar.
Auch der Zeitpunkt der Freilassung sorgte für Differenzen, da er von Teilen der Initiative als zu früh eingeschätzt wurde.
Die Geldgeber Karin Walter-Mommert und Walter Gunz distanzierten sich in einem Schreiben vom Vorgehen der Crew. Zudem gibt es Hinweise, dass „Timmy“ bei der Freilassung Verletzungen am Maul erlitten haben könnte.
„Viele haben geweint vor Freude“
„Im ersten Moment war es eine Erleichterung, ihn schwimmen zu sehen. Das war wirklich ein Moment, in dem alle einfach nur gespürt haben: Es hat geklappt, er ist draußen, er ist im Wasser, er hat es geschafft. Und viele haben geweint vor Freude, weil die Anspannung der ganzen Wochen in diesem Augenblick einfach abgefallen ist“, erzählte DeVidar.
Weiter sagte sie: „Aber gleichzeitig war da sofort diese zweite Ebene: dieses Gefühl von Unsicherheit, von ‚Was ist da eigentlich genau passiert?‘ und ‚Ist das wirklich der richtige Weg gewesen?‘ – das hat uns alle emotional sehr beschäftigt.“
Sie betonte zudem: „Am Ende ging es immer um eines: dem Tier die beste Chance zu geben, die es in diesem Moment hatte. Alles andere musste sich diesem Ziel unterordnen.“