Categories
ausland ticker

Huthi-Miliz meldet zwei weitere Angriffe auf saudiarabische Öltanker

Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben zwei saudiarabische Öltanker angegriffen. Das Schiff „Wafa“ sei mit mehreren Raketen „erfolgreich“ attackiert worden, sagte Huthi-Sprecher Jahja Saree in einem am Mittwoch verbreiteten Video. Der Angriff habe vor der Küste der saudiarabischen Stadt Janbu am Roten Meer stattgefunden.
Später meldete Saree einen weiteren Angriff der Huthis mit ballistischen Raketen auf den Öltanker „Daisy“ im Golf von Aden, der ins Rote Meer führt.

Zahl der Angriffe steigt

Mit dem jüngsten Angriff auf die „Daisy“ steigt die Zahl der seit Beginn der von den Huthis angekündigten Seeblockade am 22. Juli angegriffenen Handelsschiffe nach Angaben der Miliz auf neun.
Die Huthi-Miliz hatte seither nach eigenen Angaben auch saudiarabische Ölanlagen angegriffen. Saudi-Arabien seinerseits griff Ziele in von den Huthis kontrolliertem Gebiet im Jemen an.

Bedeutung der Route über das Rote Meer

In Janbu endet die wichtige Ost-West-Ölpipeline, über die Rohöl von den Förderstätten am Persischen Golf fließt. Mit ihrer Hilfe kann die von Teheran seit Beginn des Iran-Krieges de facto gesperrte Straße von Hormus umgangen werden.
Seit der Blockade der Meerenge von Hormus östlich der arabischen Halbinsel wurde die Seeroute über das Rote Meer und die Meerenge Bab-al-Mandab immer wichtiger. Bab-al-Mandab liegt zwischen dem Jemen im Osten sowie Eritrea und Dschibuti im Westen.

Huthis kündigen weitere Angriffe an

Der Huthi-Sprecher erklärte, die Blockade habe Saudi-Arabien dazu gezwungen, „seine Öltanker in Richtung des nördlichen Roten Meeres umzuleiten“. Daher werde die Gruppe nun „ihre Angriffe auf saudiarabische Öltanker im nördlichen Roten Meer verstärken, um alle Zugänge zu sperren“. (afp/red)

Leave a Reply

Your email address will not be published.