Atmend steh ich
Die Quellen alter Kraft
sind nun für mich versiegt.
Sie hießen Kampf
und Macht.
sind nun für mich versiegt.
Sie hießen Kampf
und Macht.
Wohl hab ich reichlich auch
an ihnen
meinen Mut gestärkt,
die Angst ertränkt
und die Verachtung
aufgebläht.
Und trefflich konnt
mit Worten ich
erschlagen,
was sich mir
in den Weg gestellt.
an ihnen
meinen Mut gestärkt,
die Angst ertränkt
und die Verachtung
aufgebläht.
Und trefflich konnt
mit Worten ich
erschlagen,
was sich mir
in den Weg gestellt.
Doch brauch ich’s
nun nicht länger,
denn meine Füße
sanken
bis auf den Grund
und atmend steh ich
in dem tiefsten Meer.
nun nicht länger,
denn meine Füße
sanken
bis auf den Grund
und atmend steh ich
in dem tiefsten Meer.
Den Himmel lieb ich
wandernd
auf der Erde Rund,
er senkt sich nieder,
selbst die Flügel
wurden mir zu schwer.
wandernd
auf der Erde Rund,
er senkt sich nieder,
selbst die Flügel
wurden mir zu schwer.
So, in der Mitte
schwingend
lausch ich,
was die Erde singt,
geb ich mich hin,
dass Meer und Himmel
täglich neu
durch mich erklingen.
schwingend
lausch ich,
was die Erde singt,
geb ich mich hin,
dass Meer und Himmel
täglich neu
durch mich erklingen.
Nein, Kampf und Macht
Und Sieg und Niederlage,
sie speisen mich nicht mehr.
Aus einer andern Quelle
strömt meine Kraft
mir her.
Und Sieg und Niederlage,
sie speisen mich nicht mehr.
Aus einer andern Quelle
strömt meine Kraft
mir her.
Renate Lilge-Stodieck