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Antwort auf iranischen Abschuss eines US-Hubschraubers: Washington und Teheran greifen sich erneut an

Die USA und der Iran haben sich in der Golfregion erneut gegenseitig angegriffen. Als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers bombardierte das US-Militär im Iran Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Straße von Hormus, wie das zuständige Regionalkommando CENTCOM auf X mitteilte.
Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an, unter anderem mit ballistischen Raketen. Kuwaits Luftabwehr war laut Armeeangaben im Einsatz. Auch in Bahrain schrillten wieder Sirenen.

US-Angriffe sind mittlerweile beendet

Das US-Militär sprach von einer „verhältnismäßigen“ Antwort auf den iranischen Abschuss des Apache-Kampfhubschraubers vor der Küste des Omans. Die US-Streitkräfte seien bereit, sich weiter gegen „ungerechtfertigte iranische Aggressionen“ zu verteidigen, teilte CENTCOM weiter mit.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump den Iran für den Abschuss des Hubschraubers verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt. Er sprach später von einer „sehr starken, sehr kraftvollen“ Antwort auf Irans Vorgehen.
US-Medienberichten zufolge erfolgten die Angriffe im Iran in drei Wellen und richteten sich gegen rund 20 Ziele. Inzwischen seien die Angriffe „abgeschlossen“.

Iran: Wir lassen keine Bedrohung unbeantwortet

Iranische Medien berichteten von mindestens zwei US-Angriffswellen. Es habe zunächst  Explosionen an der Südküste des Landes nahe der Straße von Hormus gegeben. Nachdem es eine kurze Phase der „Ruhe“ gegeben habe, habe es neue Angriffe gegeben.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi drohte mit Vergeltung. „Unsere schlagkräftigen Streitkräfte werden keinen Angriff und keine Drohung unbeantwortet lassen“, erklärte er im Onlinedienst X. Zugleich forderte er die US-Streitkräfte auf: „Verlassen Sie unsere Region, wenn Sie sicher sein wollen.“
„Als Reaktion auf diesen bösartigen Schritt des Feindes führten die Marineeinheiten der Revolutionsgarden einen Drohnenangriff auf die in Bahrain stationierte Fünfte US-Flotte aus“, hieß es weiter.
Auch eine US-Basis in Jordanien wurde attackiert. Es seien unter anderem „Stellplätze für F-35-Kampfjets auf einem Luftwaffenstützpunkt“ angegriffen und zerstört, so die Revolutionsgarden. Die Angriffe erfolgte demnach mit „Langstreckenraketen“. Die jordanische Armee erklärte, sie habe fünf iranische Raketen abgeschossen.
Keine dieser Angaben konnte zunächst unabhängig überprüft werden. Am frühen Morgen schrillten unterdessen auch in Bahrain abermals die Sirenen.

Zwei US-Soldaten des Hubschraubers gerettet

Präsident Trump hatte vor den neuen US-Angriffen erklärt, „dass die Iraner in der vergangenen Nacht einen unserer hochmodernen Apache-Hubschrauber abgeschossen haben während einer Patrouille in der Straße von Hormus“. Die Piloten seien zwar unverletzt gerettet worden, die USA müssten dennoch „gezwungenermaßen auf diesen Angriff reagieren“.
Laut CENTCOM retteten Einsatzkräfte die zwei Soldaten des Apache AH-64 nach dem Absturz nahe der Küste des Oman. Sie seien in einem stabilen Zustand. Dabei kam eine See-Drohne zum Einsatz.
Es handelte sich um den zweiten Abschuss einer bemannten US-Militärmaschine, den Washington bestätigte. Im April war ein US-Kampfjet vom Typ F-15 abgeschossen worden. Auch hier wurden beide Piloten gerettet, davon einer in einer besonders spektakulären Rettungsaktion.
Die neue Eskalation in der Nacht zum Mittwoch erfolgte nur wenige Stunden, nachdem Trump ein Abkommen zur Beendigung des Krieges noch in greifbarer Nähe gesehen hatte: „Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird“, sagte er und stellte einen Abschluss der Verhandlungen in den kommenden „zwei oder drei Tagen“ in Aussicht.
Der US-Präsident hatte in den vergangenen Wochen schon mehrmals eine baldige Einigung mit Teheran für möglich gehalten. (afp/dpa/red)

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