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Größtes Stahlwerk der US-Geschichte: Trump kündigt Milliardenprojekt an


In Kürze:

  • Trump stellt Pläne für ein 15-Milliarden-Dollar-Stahlwerk in Iowa vor.
  • Die Anlage soll zunächst 7,5 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr produzieren.
  • Das Projekt soll mehr als 1.700 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen.

 
US-Präsident Donald Trump hat am Montag, 28. September, im Weißen Haus Pläne für das größte Stahlwerk in der Geschichte der USA vorgestellt. „Dieses Werk wird einige der hochwertigsten und erschwinglichsten Stahlprodukte weltweit herstellen“, sagte Trump während der Veranstaltung.
Führungskräfte von Mesabi Metallics schlossen sich dem Präsidenten und der republikanischen Senatorin Joni Ernst aus Iowa im Oval Office an, um die Investition des Unternehmens in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar (rund 12,9 Milliarden Euro) in Iowa hervorzuheben.
Nach Abschluss der ersten Bauphase soll die Anlage jährlich etwa 7,5 Millionen Tonnen Stahl produzieren. Nach vollständiger Fertigstellung soll die Produktion auf 10 Millionen Tonnen pro Jahr steigen.
Der Ausbau soll etwa drei Jahre dauern, mehr als 5.000 Arbeitsplätze im Baugewerbe und rund 1.750 dauerhafte Stellen schaffen sowie nach Schätzungen des Weißen Hauses bis 2040 mehr als 95 Milliarden US-Dollar (rund 81,7 Milliarden Euro) zur Wirtschaft der Vereinigten Staaten beitragen.

US-Präsident Donald Trump gibt am 28. September 2026 im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, D.C., eine Erklärung zur Stahlindustrie ab.

Foto: Kent Nishimura / AFP via Getty Images

Steuervergünstigungen für das Projekt

Der Bundesstaat Iowa bot im Gegenzug für Investitionen eine Kombination aus Steuer- und Quellensteuergutschriften sowie Umsatzsteuerrückerstattungen. Iowas Gouverneurin Kim Reynolds hob die Auswirkungen von Investition auf den Bundesstaat Iowa hervor. Sie sagte:
„Dies ist eine wegweisende Chance – nicht nur für unser Land sondern auch für Iowa und wirklich für amerikanische Familien.“
Reynolds erklärte, das neue Werk würde Lieferketten in der Verteidigungs- und Fertigungsindustrie stärken und somit zur wirtschaftlichen und nationalen Sicherheit der USA beitragen.
Der in dem neuen Werk produzierte Stahl soll unter anderem für Komponenten in Energie- und anderen kritischen Infrastrukturen, im Schiffbau, in Maschinen und Haushaltsgeräten verwendet werden.

Erstes Mega-Stahlwerk seit mehr als 60 Jahren

Mit dem Projekt baut Mesabi das erste sogenannte Mega-Stahlwerk in den USA seit mehr als 60 Jahren. Das letzte große Stahlwerk, Bethlehem Steel Burns Harbor Works, wurde in Indiana zwischen 1962–1964 am Michigansee errichtet.
Das Projekt wird privat finanziert und soll mit Eisenerz aus dem verbundenen Minnesota-Iron-Range-Projekt des Unternehmens versorgt werden, das Unterstützung von der Export-Import Bank der Vereinigten Staaten erhalten hat.
Mesabi hat kürzlich 2,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Milliarden Euro) in Anlagen zur Eisenerzproduktion in Nashwauk, Minnesota, investiert. Diese werden Material für die Stahlproduktion im neuen Werk in Iowa liefern.

US-Präsident Donald Trump spricht am 28. September 2026 im Oval Office über das geplante 15-Milliarden-Dollar-Stahlwerk in Iowa.

Foto: Kevin Dietsch/Getty Images

Eisenerz aus Minnesota

Der Vorsitzende der Export-Import Bank, John Jovanovic, nahm an der Veranstaltung im Oval Office teil und besuchte am 17. September den Standort zu einer symbolischen Sprengung im Bergwerk. „Alles beginnt damit, in Amerika mehr abzubauen“, sagte er während der Veranstaltung. Und weiter:
„Was Sie heute hier sehen, ist privates Kapital, das in den Wiederaufbau Amerikas und in den Aufbau von Amerikas Zukunft fließt.“
Die Direktreduktionspellets der Anlage werden – so die US-Geologische Behörde (USGS) – die umweltfreundliche Herstellung von hochwertigem Primäreisen in Form von Eisenschwamm mittels Elektrolichtbogenöfen ermöglichen. Dieses Material stehe dem Stahlschrott, der gegenwärtig 70 Prozent der US-amerikanischen Stahlproduktion ausmacht, qualitativ deutlich über. Dazu erklärte Donald Trump:
„Dieser Stahl wird hier in den USA abgebaut, geschmolzen und hergestellt, was etwas sehr Ungewöhnliches ist.“
Rewant Ruia, Vorsitzender von Mesabi und der Muttergesellschaft Essar, erläuterte das vertikal integrierte Geschäftsmodell – vom Erzabbau über die Herstellung der produzierten Eisenerzpellets, die die Firma als Patriot Pellets bezeichnet, bis hin zum neuen Stahlwerk in Iowa. Zugleich dankte er dem Präsidenten dafür, „die Bedeutung des Aufbaus von Dingen in Amerika wiederherzustellen“.

Rewant Ruia (l.), Vorsitzender von Mesabi Metallics, spricht neben Prashant Ruia (r.), Vorstandsmitglied von Mesabi Metallics und Direktor von Essar Capital, während einer Ankündigung im Oval Office des Weißen Hauses am 28. September 2026 in Washington, D.C.

Foto: Kent Nishimura / AFP via Getty Images

50 Prozent Zölle auf ausländischen Stahl

Die Trump-Regierung räumte der Rückverlagerung der Produktion in die USA Priorität ein und führte Zölle von 50 Prozent auf ausländischen Stahl ein, um die heimische Entwicklung zu fördern.
„Jeder baut sein Werk hier, weil er keine Zölle zahlen will“, sagte Trump während der Zeremonie. „Es ist wirklich nicht so kompliziert.“
Der Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, und der Präsident hatten bereits im März 2025 Pläne für ein weiteres Stahlwerk angekündigt. Es soll in Ascension Parish nahe Donaldsonville entstehen. Das Gemeinschaftsunternehmen zwischen Hyundai Steel, Hyundai Motor Group und POSCO umfasst eine Investition von 5,8 Milliarden US-Dollar (rund 5 Milliarden Euro) und soll jährlich rund 2,7 Millionen Tonnen beschichteten Flachstahl für die Automobilproduktion herstellen.
Nach Angaben des Weißen Hauses rückten die USA bei der jährlichen Stahlproduktion weltweit auf den dritten Platz und überholten im vergangenen Jahr erstmals seit 1999 Japan.
Inländische Stahlwerke decken inzwischen 84 Prozent des in den USA verwendeten Fertigstahls ab.

Kritik an Bidens Rohstoffpolitik

Das Weiße Haus kritisierte die Regierung des ehemaligen Präsidenten Joe Biden dafür, Genehmigungen für Kupfer- und Nickelabbauprojekte in Minnesota blockiert zu haben. Die Entscheidung von 2023, den Zugang zu mehr als 225.000 Acres (circa 911 Quadratkilometer, etwa so groß wie Berlin) zu entziehen, stoppte die Twin-Metals-Mine im Nordosten Minnesotas.
Im Jahr 2007 kaufte die Firma Essar die Vermögenswerte in Nashwauk, wo nun Eisenerzproduktion stattfindet. Nach dem ersten Spatenstich 2008 führte die anschließende Wirtschaftsrezession infolge der Bankenkrise von Lehman Brothers zu einem vorübergehenden Baustillstand.
Angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen waren republikanische Kandidaten für die Wahlen in Iowa bei der Ankündigung anwesend. Dazu gehörten die Kongressabgeordnete Ashley Hinson sowie die Kongressabgeordnete Mariannette Miller-Meeks, die zur Wiederwahl antritt.

WASHINGTON, D.C. – 28. September: Die republikanische Senatskandidatin für Iowa, US-Abgeordnete Ashley Hinson (M.), spricht neben der Abgeordneten Mariannette Miller-Meeks (l.) und Iowas Gouverneurin Kim Reynolds während einer Ankündigung von US-Präsident Donald Trump im Oval Office des Weißen Hauses. Trump kündigte den Bau eines 15-Milliarden-Dollar-Stahlwerks in Iowa an.

Foto: Kevin Dietsch/Getty Images

„Wir versorgen die Welt mit Nahrung und Energie, und jetzt werden wir weiterhin Teil der amerikanischen Geschichte der industriellen Produktion sein“, sagte Hinson.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Trump Announces Largest Ever US Steel Plant“. (deutsche Bearbeitung: zk)

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