Demonstranten rufen während eines Protests gegen den Besuch des chinesischen Führer Xi Jinping vor dem Weißen Haus am 24. September 2026 in Washington, D.C. Parolen. - Foto: Alex Wong/Getty Images
Der Führer der Kommunistischen Partei Chinas, Xi Jinping, traf am Donnerstag zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt im Weißen Haus ein. US-Präsident Donald Trump begrüßte ihn dort mit militärischen Ehrungen.
Präsident Trump, der in diesem Jahr zum zweiten Mal mit Xi zusammentraf, sagte, beide Länder hätten daran gearbeitet, ihre Handelsbeziehungen ausgewogener zu gestalten.
US-Präsident Donald Trump (r.) geht am 23. September 2026 nach der Begrüßung des chinesischen Staatchef Xi Jinping (l.) bei einer Ankunftszeremonie auf dem roten Teppich. Die Zeremonie fand auf dem Militärstützpunkt Joint Base Andrews im US-Bundesstaat Maryland statt.
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KI, Technologie und Sicherheit
Das Weiße Haus hat nur wenige Informationen über das Ergebnis der Gespräche veröffentlicht. US-Finanzminister Scott Bessent sagte jedoch, dass die beiden Seiten eine zweimonatige Verlängerung ihres Handelsabkommens vereinbart hätten. Das Abkommen, das den Handelskrieg des letzten Jahres beendete, sollte ursprünglich im November auslaufen.
Im Vorfeld wurden Gespräche über dringende Themen wie Künstliche Intelligenz, Technologie und Sicherheit erwartet. Die dabei getroffenen Entscheidungen könnten jahrzehntelange Folgen haben, sagte Trump in seiner Eröffnungsrede. Einen neuen KI-Leitplan zwischen den beiden Ländern werde es allerdings nicht geben, schrieb der US-Präsident zuvor in einem Social-Media-Post.
US-Präsident Donald Trump (r.) steht während einer Ankunftszeremonie am 24. September 2026 im Weißen Haus in Washington, D.C., neben dem chinesischen Staatschef Xi Jinping.
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Gegenüber Trump sagte Xi, er hoffe darauf, dass sich die Vereinigten Staaten der Unabhängigkeit Taiwans entgegenstellen würden, berichtet das chinesische Staatsmedium Xinhua. Xi unterstütze zudem die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit dem Iran und eine Einigung bei den Atomgesprächen, hieß es in chinesischen Staatsmedien.
First Lady Melania Trump und Xis Frau Peng Liyuan besichtigten das Smithsonian National Museum of Asian Art. Kinder einer örtlichen chinesischen Schule gaben für das Paar eine Choraufführung und schwenkten dabei chinesische und US-amerikanische Flaggen.
Chinas First Lady Peng Liyuan (l.) und die US-First-Lady Melania Trump reagieren auf den Auftritt von Chorschülern der Hope Chinese School bei einem Besuch des Smithsonian National Museum of Asian Art am 24. September 2026 in Washington, D.C. Das Museum beherbergt mehr als 45.000 Kunstwerke aus mehreren Jahrtausenden asiatischer Geschichte.
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Diplomatische Bemühungen
Beim Staatsessen überreichte Trump Xi eine Skulptur eines Weißkopfseeadlers. Zuvor hatte Xi ein neues Studentenaustauschprogramm und die bevorstehende Ankunft von zwei Pandas im Zoo Atlanta angekündigt. Beide Maßnahmen werden von chinesischer Seite auch zur Förderung des kulturellen Austauschs und der internationalen Beziehungen genutzt.
Chinas Staatschef Xi Jinping stößt am 24. September 2026 beim Staatsbankett im East Room des Weißen Hauses in Washington, D.C., mit US-First-Lady Melania Trump an, während US-Präsident Donald Trump spricht.
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Während der Treffen fanden in Washington Protestaktionen von Menschenrechtsaktivisten statt. Die Demonstranten kritisierten dabei die Menschenrechtslage in China.
Ein Demonstrant hält am 24. September 2026 vor dem Weißen Haus in Washington, D.C., ein Plakat gegen den Besuch des chinesischen Staatschef Xi Jinping.
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Stunden nachdem Xi im District of Columbia angekommen war, projizierte eine Menschenrechtsgruppe die Gesichter chinesischer politischer Gefangener an mehreren Orten des Bezirks. Nach Angaben der Organisatoren gibt es derzeit Tausende solcher Gefangenen in China. Sie forderten deren Freilassung.