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Nach Hausverbot für CNN: Große US-Sender schränken Berichterstattung über Trump ein

Nach den Hausverboten für den US-Sender CNN und weitere Medien im Weißen Haus schränken vier weitere große Sender ihre Berichterstattung über Präsident Donald Trump vorerst ein. Die Sender ABC, CBS, Fox News und NBC erklärten am Montag gemeinsam mit CNN, sie würden vorerst nicht mehr über Trump-Auftritte berichten. Die Sender gehören zu einem sogenannten Pool, der im Rotationsverfahren mit Trump zu Terminen reist.
„Ab heute wird der TV-Pool keine Veranstaltungen mehr übertragen, die als Pool-Berichterstattung über den Präsidenten vorgesehen sind“, schrieb Chris Boughton, kommissarischer Vorsitzender des Verbunds von Medienunternehmen, der die Fernseh-Pool-Berichterstattung über Trump üblicherweise organisiert, in einer Mitteilung an die Pool-Mitglieder.
„Dies entspricht der Position des Weißen Hauses, die CNN daran hindert, seine zugewiesenen Aufgaben im Bereich der Poolberichterstattung wahrzunehmen. Es wird keinen Ersatzpool geben.“
Die vom Ausschluss betroffenen Medien CNN, „Politico“ und MS NOW ziehen außerdem vor Gericht, um ihre Plätze im Weißen Haus zurück zu erkämpfen.

Trump: Angriff auf „fake news“

Das Weiße Haus lehnte eine Stellungnahme ab und verwies auf einen Beitrag von Trump auf Truth Social.
Der Präsident schrieb am Montag: „Das Weiße Haus greift nicht die freie Presse an, die ich sehr schätze. Es greift die FAKE NEWS an, die sich wie ein Krebsgeschwür in unseren geliebten Vereinigten Staaten von Amerika ausgebreitet hat. Sie ist korrupt, zielgerichtet, allgegenwärtig, perfekt koordiniert und völlig außer Kontrolle. Sie ist eine Bedrohung für unsere nationale Sicherheit und muss JETZT gestoppt werden!“
CNN und Fox News gehören zu den Sendern, die abwechselnd Trumps Rede im Fernsehen übertragen. Die anderen Sender sind CBS, NBC und ABC.
Journalisten von CNN, MS Now und „Politico“ wurde der Zugang zum Weißen Haus verweigert, ihre Ausweise wurden eingezogen.
„Die Öffentlichkeit hat ein vitales Interesse daran, genaue und unabhängige Informationen über ihre Regierung zu erhalten“, erklärten die fünf Medien in einer gemeinsamen Stellungnahme. „Keine Regierung sollte eine Nachrichtenorganisation einschränken, nur weil sie deren Berichterstattung ablehnt.“
Fernsehsender übten 2009 Druck auf die Obama-Regierung aus, nachdem Beamte geplant hatten, Fox News von einem Interview mit einem Regierungsvertreter auszuschließen. Dieser Druck führte schließlich dazu, dass die Regierung „Fox News“ die Teilnahme gestattete.

CNN urprünglich als Pool-TV-Sender für Montag vorgesehen

Trump sollte am Montag in Washington an Treffen und einer Einweihungszeremonie teilnehmen. Am Dienstag war eine Rede vor der UN-Generalversammlung in New York geplant.
CNN war ursprünglich als Pool-TV-Sender für Montag vorgesehen, wurde aber vom Weißen Haus aus dem Programm gestrichen.
Trump hat kürzlich auch CNN, Politico und MS NOW aus dem Weißen Haus verbannt und den Sendern vorgeworfen, wiederholt Falschnachrichten und Artikel zu veröffentlichen, die sich auf negative Entwicklungen konzentrierten, während positive Geschichten verschwiegen würden.
„Wir werden Ihnen keinen Sonderzugang zum Weißen Haus gewähren, wenn Sie sich an etwas beteiligen, das im Grunde Propaganda ist“, sagte Vizepräsident JD Vance am Montag in Maryland vor Reportern.

Klage eingereicht

Die Medienunternehmen haben am Montag Klage gegen Trump und weitere Beteiligte eingereicht. Sie werfen ihnen eine verfassungswidrige Einmischung in die Pressefreiheit vor.
„Die Verfassung schützt die Freiheits- und Eigentumsrechte, die Nachrichtenorganisationen und Reporter des Weißen Hauses an ihren Presseausweisen und dem Zugang haben, den ihnen diese Ausweise ermöglichen, um zum Wohle der Öffentlichkeit über das Weiße Haus zu berichten“, erklärten die Medien in der Klage.
„Kein Amtsträger darf den Klägern diese Rechte willkürlich – ohne Benachrichtigung, ohne Verfahren und ohne Warnung – entziehen, wie es der Präsident hier getan hat.“
Die Klage der Medien ist ein Eilantrag. Das heißt, dass sich ein Gericht zügig mit dem Fall befassen muss. Beantragt wurde, dass das Gericht das Verbot unverzüglich untersagen soll.
Mindestens ein weiterer Teil der Poolberichterstattung wurde am Montag fortgesetzt. Joe Reberkenny, ein Reporter des „Washington Blade“, schickte um 10:17 Uhr ein Update an den Pool, in dem er den Terminkalender des Präsidenten und das Wetter in Washington auflistete.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Networks Decline TV Pool Coverage of Trump in Response to CNN Ban“ (deutsche Bearbeitung: il)

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