Die Polizei in Thailand hat ein riesiges Waffenarsenal im Haus eines Chinesen ausgehoben. In dem Anwesen des 31-Jährigen in der Nähe des Badeorts Pattaya wurden Sturmgewehre, mehrere Kilo Sprengstoff, hunderte Schuss Munition, Granaten und Landminen gefunden, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Der Chinese wurde demnach wegen illegalen Waffenbesitzes angeklagt. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.
Motiv weiter unklar
Was der Mann mit den Waffen vor hatte, war unklar. Es gebe keinen Hinweis auf einen konkret geplanten Angriff, ein terroristisches Motiv könne aber auch nicht ganz ausgeschlossen werden, hieß es in einer Erklärung der Behörden in der Provinz Chon Buri. Weitere Ermittlungen sollten nun Aufschluss geben, woher die Waffen stammten.
Der örtliche Polizeichef Pongphan Wongmanithet kündigte an, Auswirkungen auf die Sicherheit vor Ort zu untersuchen. „Wir prüfen das Motiv des Verdächtigen und werden einen Psychologen hinzuziehen, um zu beurteilen, ob möglicherweise psychische Probleme vorliegen“, sagte er.
31-Jähriger hatte Langzeitvisum
Die Razzia im Haus des 31-Jährigen erfolgte, nachdem die Polizei bei einer Verkehrskontrolle eine Pistole im Auto von zwei Chinesen gefunden hatte. Nach Behördenangaben besaß der 31-Jährige ein Langzeitvisum für Thailand und lebte seit zwei Jahren in dem Haus. (afp/red)

