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Britischer Staatsminister für Sicherheit: Bombendrohungen gegen Kulturshow Shen Yun „absolut verwerflich“

Die Anfang Januar gestartete Großbritannien-Tournee von Shen Yun, der amerikanischen Tanz- und Kulturshow mit klassischem chinesischem Tanz, wird erneut von Drohungen gegen die Veranstaltungen überschattet. Nach Angaben aus Veranstalterkreisen hat ein Theater in der zentralbritischen Metropole Birmingham zwei E-Mails erhalten, die Drohungen gegen Personen beziehungsweise eine Bombendrohung gegen das Theater enthielten. Wie die chinesischsprachige Epoch Times berichtet, sind für Großbritannien 52 Aufführungen in zwölf Städten geplant. Mehrere andere Theater hätten demnach ebenfalls Droh-E-Mails erhalten, teils in chinesischer, teils in englischer Sprache.
Neben der Androhung von Gewalt seien auch politische und wirtschaftliche Konsequenzen angekündigt worden. In einem der Schreiben wurde demnach angekündigt, dass der Veranstaltungsort der Aufführung dauerhaft von der Ausrichtung offizieller staatlicher chinesischer Sinfonieorchester, Ballettkompanien oder Ausstellungen ausgeschlossen werde – und somit auch vom riesigen chinesischen Kulturmarkt und den damit verbundenen Sponsoringmöglichkeiten.

Lokale Polizei und britische Regierungsstellen alarmiert

Alle beteiligten Theater meldeten die Vorfälle der örtlichen Polizei, die umgehend Ermittlungen einleitete und die Sicherheitsvorkehrungen während der Aufführungen verstärkte.
Alle bisherigen Aufführungen, von denen viele nahezu oder vollständig ausverkauft waren, konnten dennoch planmäßig starten und verliefen ohne weitere Vorfälle.
Der lokale Veranstalter in Großbritannien, der britische Falun-Dafa-Verein, wandte sich nicht nur an die lokale Polizei, um die Sicherheit aller Mitarbeiter und Zuschauer zu gewährleisten, sondern auch an verschiedene Stellen der britischen Regierung.

Eine Frage der nationalen Sicherheit – proaktiv gegen Bedrohungen vorgehen

Laut der chinesischsprachigen Epoch Times bekräftigte das britische Außenministerium in einem Antwortschreiben vom 23. Januar an den Veranstalter die „vorrangige Verantwortung der Regierung“, die darin bestehe, „die nationale Sicherheit zu gewährleisten“.
„Wir lehnen jegliche ausländische Einmischung, einschließlich transnationaler Repression, entschieden ab. Jeder Versuch ausländischer Mächte, Einzelpersonen oder Gruppen im Vereinigten Königreich einzuschüchtern, zu belästigen oder zu schädigen, ist unerträglich.“
Am 4. Februar meldete sich auch der britische Staatsminister für Sicherheit, Dan Jarvis, beim Veranstalter.

Dan Jarvis, Minister of State for Security in Großbritannien.

Foto: Gov.UK/Open Government Licence v3.0

In einem Brief an den Falun-Dafa-Verein in Großbritannien versicherte der zuständige Staatsminister für Terrorismusbekämpfung, die Abwehr von Bedrohungen durch ausländische feindliche Kräfte und die öffentliche Sicherheit, dass „jeder Versuch, Personen oder Gemeinschaften im Vereinigten Königreich einzuschüchtern, zu belästigen oder zu schädigen“, nicht toleriert werde. Jarvis bezeichnete die Bedrohungen gegen Veranstaltungsorte und Personen als „absolut verwerflich“ und fügte hinzu, dies stelle eine „Verletzung der Freiheiten und der Sicherheit“ dar, „die wir alle im Vereinigten Königreich genießen“.
Der Staatsminister für Sicherheit erklärte:
„Wir bewerten kontinuierlich potenzielle Bedrohungen im Vereinigten Königreich und nehmen den Schutz der Rechte, Freiheiten und Sicherheit von Personen äußerst ernst. Durch die engagierte Arbeit unserer Polizei und Nachrichtendienste gehen wir bei der Bekämpfung solcher Bedrohungen proaktiv vor.“

Der Brief des britischen Staatsministers für Sicherheit, Dan Jarvis, an den britischen Falun-Dafa-Verein.

Foto: Minghui.org

Jarvis bestätigte zudem, dass die Angelegenheit an die „zuständigen operativen Partner weitergeleitet“ worden sei, und versicherte, dass sich die britische Regierung „entschlossen für die Förderung und den Schutz des Rechts auf freie Meinungsäußerung, Religions- und Glaubensfreiheit“ einsetzen werde. Dazu gehöre auch die „Förderung und der Schutz der Rechte von Kunstgruppen wie Shen Yun und deren Publikum“.
Auch die „geäußerten Bedenken hinsichtlich der Drohungen gegen Veranstaltungsorte“ im vergangenen Jahr seien nicht vergessen. Wie Jarvis weiter ausführte, habe die Polizei „die Vorfälle untersucht und anschließend geeignete Maßnahmen“ ergriffen, „um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten“. Der Staatsminister für Sicherheit äußerte die Hoffnung, er habe die Sicherheitsbedenken des Veranstalters „etwas zerstreuen“ können.

Im Fokus des Pekinger Regimes

Die 2006 in New York gegründete Tanzkompanie Shen Yun Performing Arts hat sich zum Ziel gesetzt, die in China fast vollständig zerstörte traditionelle chinesische Kultur wiederzubeleben. Auf ihren Tourneen wollen die Künstler dem westlichen Publikum die Schönheit, die Weisheit und die Werte der 5.000 Jahre alten chinesischen Zivilisation vorstellen – ein „China vor dem Kommunismus“, wie das Tourneemotto lautet. Viele der Künstler kennen die Verfolgung des Regimes gegen die buddhistische Meditationsbewegung Falun Gong und die von ihr vertretenen Werte Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht aus ihrer eigenen Familiengeschichte. Sie nutzen die Form des Tanzes auch, um den Opfern in China eine Stimme zu geben.

3. Dezember 2024, Middletown, New York – die Shen-Yun-Tänzerin Ellie Rao hält ein altes Foto ihrer Eltern in den Händen. Ihr Vater, Zhuoyuan Rao, wurde in China verhaftet, als sie vier Jahre alt war – wegen seines Glaubens an Falun Gong. Wenige Wochen später starb er.

Foto: Samira Bouaou/Epoch Times

Wie die chinesische Ausgabe der Epoch Times weiter berichtet, fand im Juni 2025 im US-Kapitol ein Kongressforum zum Thema „Eskalation der transnationalen Repression durch die KPCh“ statt. Dort sprach unter anderem der im Exil lebende, renommierte chinesische Rechtswissenschaftler Yuan Hongbing. Der ehemalige Rechtsprofessor der Pekinger Universität erklärte, dass die von Xi Jinping Ende 2022 angeordnete neue Runde der eskalierenden transnationalen Repression in erster Linie gegen Falun Gong und Shen Yun gerichtet sei und vor allem durch „Informationskriegsführung“ und „Rechtskriegsführung“ vorangetrieben werde.
Infolgedessen hätten die Drohungen und Einmischungen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und ihrer Helfershelfer in den vergangenen Jahren noch weiter zugenommen. Einige dieser Drohungen erfolgen anonym, in anderen behaupten die Absender, chinesische Regierungsbeamte, Journalisten oder sogar angebliche Dissidenten zu sein.

Reaktionen auf Evakuierung des Kennedy Centers

Doch die Shows gehen weiter – trotz allen Drucks. Laut Angaben des Falun-Dafa-Informationszentrums in den USA gingen zwischen März 2024 und dem 16. Oktober 2025 insgesamt 193 Gewaltdrohungen gegen Shen Yun Performing Arts und die Falun-Gong-Gemeinschaft ein.
Nachdem es im vergangenen Jahr bereits weltweit zu ähnlichen Drohungen gekommen war – unter anderem in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den USA –, hatten sich mehrere US-Senatoren und Kongressabgeordnete zu Wort gemeldet und Maßnahmen gefordert. Nach der Evakuierung des prestigeträchtigen Kennedy Centers in Washington, D.C., aufgrund einer Bombendrohung im vergangenen Jahr, schrieb der US-Kongressabgeordnete Lance Gooden aus Texas: „Die KPCh hat wiederholt und schamlos Bombendrohungen gegen Spielstätten von Shen Yun weltweit ausgesprochen. Die gestrige haltlose Bombendrohung im Kennedy Center ist ein weiterer Einschüchterungsversuch. Die Sabotage der KPCh wird scheitern. Shen Yun wird weiterhin authentische, vom Kommunismus unberührte chinesische Kultur präsentieren.“

Künstler von Shen Yun Performing Arts nehmen am 20. Juli 2025 in New York City an einem Marsch durch Chinatown, Manhatten, teil, der ein Ende der seit 26 Jahren andauernden Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas fordert.

Foto: Benny Zhang/Epoch Times

Gesetzentwurf gegen Chinas Wirken im Ausland

US-Senator Jeff Merkley aus Oregon sagte gegenüber der Epoch Times: „Die Kommunistische Partei Chinas trägt ihr Vorgehen gegen die Meinungs- und Versammlungsfreiheit in die Vereinigten Staaten. Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel, und wir müssen entschieden darauf reagieren.“
Der US-Abgeordnete Chris Smith, Co-Vorsitzender der Kongress-Exekutivkommission für China (CECC), erklärte gegenüber der Epoch Times, die USA hätten „Null Toleranz“ gegenüber der transnationalen Verfolgung von Falun Gong und anderen schutzbedürftigen Gruppen durch die Kommunistische Partei Chinas. „Dies ist nicht nur ein Problem der nationalen Sicherheit, sondern es provoziert auch terroristische Akte.“ Die USA müssten „energischer reagieren“.
Am 31. Juli 2025 brachten Mitglieder beider Parteien des US-Senats und des Repräsentantenhauses gemeinsam den „Transnational Repression Policy Act“ (HR4829, S. 2525) ein, um der eskalierenden transnationalen Repression der KPCh entgegenzuwirken.
Die ins westliche Ausland verlagerte Verfolgung zeigt sich weltweit in politischen und wirtschaftlichen Drohungen, in Bombendrohungen gegen Theater oder den Standort von Shen Yun in den USA, in Morddrohungen gegen Ensemblemitglieder oder deren Familienangehörige, in Ankündigungen von Brandanschlägen auf Trainingszentren von Shen Yun in den USA, in Vergewaltigungsankündigungen gegen Tänzerinnen oder in Verleumdungsartikeln in manchen westlichen Medien. Dahinter werden letztlich die chinesischen Botschaften und Konsulate vermutet.

20. Juli 2025, New York City – eine Gruppe von Shen-Yun-Tänzerinnen bei der Parade durch Chinatown, Manhattan.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Adhiraj Chakrabarti

(Mit Material von www.epochtimes.com)