In Kürze:
- Dr. David Morens bekannte sich Schuldig, bei einer Verschwörung mitgewirkt zu haben und steht nun vor bis zu 5 Jahren Haft.
- Er vernichtete Dokumente, um sie vor der Öffentlichkeit zu verbergen und behinderte damit behördliche Arbeit.
- Fauci selbst verweigert weiterhin eine Aussage.
Dr. David Morens, ein ehemaliger Assistent von Dr. Anthony Fauci, bekannte sich am 18. August schuldig, bei der Vernichtung öffentlicher Aufzeichnungen mitgewirkt zu haben. Zuvor waren E-Mails bekannt geworden, in denen er von der Löschung von Schriftverkehr geschrieben hatte.
Morens war leitender Berater des Direktors des National Institute of Allergy and Infectious Diseases, das Fauci jahrzehntelang bis Ende 2022 leitete. Sein Schuldbekenntnis zu Verschwörungsvorwürfen erfolgte im Rahmen einer Plädoyer-Vereinbarung, wonach die Staatsanwälte im Gegenzug vier weitere Anklagen fallen lassen.
Morens gab zu, sich mit anderen verschworen zu haben, um während der COVID-19-Pandemie „verschiedene Bundesunterlagen im Zusammenhang mit diesem bedeutenden historischen Ereignis vor der Öffentlichkeit zu verbergen“, wie es in einem gemeinsamen Gerichtsantrag heißt.
Gelder nach Wuhan verschoben
Konkret habe er versucht, die Vereinigten Staaten zu betrügen, indem er rechtmäßige Regierungsfunktionen behinderte, darunter die Beantwortung von Anfragen gemäß dem Freedom of Information Act, der es Bürgern ermöglicht, Zugang zu Regierungsunterlagen zu beantragen, heißt es in dem Antrag.
Nachdem ein Förderprogramm für Wuhan gekündigt worden war, half Peter Daszak dabei, die Gelder dennoch an die Forscher in China weiterzuleiten. In einer Mail schrieb Morens an Daszak: „Es gibt Dinge, die ich nicht sagen kann, außer dass [Fauci] darüber informiert ist und ich erfahren habe, dass derzeit Anstrengungen unternommen werden, um diese Situation mit möglichst geringem Schaden für Sie“ und die Regierungsbehörden zu bewältigen.
In einem Schreiben im Jahr 2020 sagte Morens zu Daszak, dass ihm gesagt worden sei, er könne seinen „Hintern“ „retten“, indem er „E-Mails löscht“.
Laut der gemeinsamen Einreichung erhielt Morens zudem Zuwendungen von Daszak, darunter zwei Flaschen Wein.
Morens habe sein strafbares Verhalten umgehend eingestanden und die persönliche Verantwortung dafür übernommen, teilten die Bundesstaatsanwälte der für den Fall zuständigen US-Bezirksrichterin Paula Xinis mit.
Ein Nachtrag zur Vereinbarung wurde unter Verschluss eingereicht, was bedeutet, dass er der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.
Morens drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe und eine anschließende Bewährungszeit von bis zu drei Jahren. Außerdem könnte gegen ihn eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar verhängt werden.
Senatsausschuss empfiehlt Anklage gegen Fauci
Strafmildernde Faktoren wie die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft führen in der Regel dazu, dass Angeklagte nicht die Höchststrafe erhalten.
Die Urteilsverkündung soll am 12. November vor einem Bundesgericht in Maryland stattfinden.
Diese Entwicklung folgt auf die Entscheidung eines Senatsausschusses, Fauci wegen Missachtung des Kongresses anzuklagen. Zuvor hatte er sich geweigert, Fragen zu seinem Verhalten während und nach der Pandemie zu beantworten, darunter auch zum Umgang mit dem Fördergeld.
Der Ausschuss übermittelte dem Justizministerium seine Empfehlung, Fauci wegen Missachtung des Kongresses strafrechtlich zu verfolgen. Eine Entscheidung vom Ministerium steht bislang noch aus.
Faucis Anwälte haben stets betont, dass er sich bei seiner Nichtaussage im Rahmen seiner Rechte gehandelt habe, indem er sich auf den Fünften Verfassungszusatz berief, der vor Selbstbelastung schützt. Dabei beriefen sie sich auch auf seine Eröffnungserklärung sowie auf die Begnadigung durch den damaligen Präsidenten Joe Biden im Jahr 2025, die sich auf sein Verhalten vom 1. Januar 2014 bis zum 19. Januar 2025 bezog.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: „Former Fauci Aide Pleads Guilty to Federal Crime“. (deutsche Bearbeitung tp)