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Venezuela: Opferzahl auf 1.700 gestiegen – USA verdoppelt Hilfen auf 300 Millionen Dollar

Die offizielle Zahl der Todesopfer durch das Erdbeben in Venezuela ist auf mehr als 1.700 gestiegen. Inzwischen wurden 1.719 Tote und 5.034 Verletzte verzeichnet, wie der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, am Montag mitteilte. Zuvor lag die offizielle Zahl der Todesopfer bei mindestens 1.450.
Es ist allerdings zu befürchten, dass die Zahl noch weiter steigt. Fünf Tage nach dem verheerenden Doppel-Beben gelten weiterhin zehntausende Menschen als vermisst.

UNO stellt 10.000 Leichensäcke bereit

Auch die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Opferzahl noch deutlich ansteigen könnte. Der UN-Koordinator für Venezuela, Gianluca Rampolla del Tindaro, sagte am Montag, die UNO stelle Venezuela in Absprache mit den örtlichen Behörden 10.000 Leichensäcke bereit. „Das ist sehr traurig. Wir hoffen wirklich, dass die Zahl tatsächlich geringer ausfallen wird.“

US-Militär: Hafen im zerstörten La Guaira wieder in Betrieb

Nach Reparaturarbeiten durch Spezialisten des US-Militärs ist der Hafen der zerstörten Stadt La Guaira wieder in Betrieb genommen worden.
Wie das US-Südkommando am Montag in Washington mitteilte, steuert das Marineschiff USS Fort Lauderdale den Hafen nun an, um Hilfsgüter und Ausrüstung in die Katastrophenregion zu bringen.
Ein US-Regierungsvertreter hatte zuvor gesagt, ein Team von Marineinfanteristen arbeite „Tag und Nacht daran, den Hafen zu reparieren und so die Anlieferung lebenswichtiger Güter auf dem Seeweg zu ermöglichen“.

USA verdoppelte zugesagte Hilfen auf 300 Millionen Dollar

Das US-Außenministerium verdoppelte die für Venezuela zugesagten Hilfen auf 300 Millionen Dollar (263 Millionen Euro).
„Diese Mittel werden es ermöglichen, dringend nötige medizinische Versorgung, Nahrungsmittelhilfe, Wasser- und Sanitärdienste, Unterkünfte sowie logistische Unterstützung bereitzustellen“, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
Nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben vom 24. Juni hatten die USA mehrere hundert Soldaten nach Venezuela entsandt, darunter drei Hundestaffel-Brigaden, die bei der Suche nach Überlebenden zum Einsatz kamen.

Ein Motorradfahrer fährt am 29. Juni 2026 in Caraballeda im Bundesstaat La Guaira, Venezuela, an einem großen Riss in einer beschädigten Straße vorbei. Verheerende Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 ereigneten sich am 24. Juni kurz nacheinander nahe der karibischen Küste des Landes.

Foto: Juan Barreto/AFP via Getty Images

Die US-Hilfe erfolgt vor dem Hintergrund der Annäherung der beiden Staaten in den vergangenen Monaten. Vorausgegangen war die Entmachtung des langjährigen sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar durch das US-Militär.
Die zwei Beben hatten im Abstand von 39 Sekunden die Region westlich von Caracas erschüttert. Die Erdstöße hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5, es gab dutzende Nachbeben. (afp/red)

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