In Kürze:
- Neue Trump-Konten-App in Apple- und Google-Stores verfügbar
- US-Babys können 1.000 Dollar Startkapital erhalten
- Finanzministerium warnt vor Betrugsmaschen und Fake-Nachrichten
Das US-Finanzministerium hat offiziell den Start der neuen Trump-Konten-App bestätigt. Die Anwendung ist ab sofort in den App-Stores von Apple und Google verfügbar und dient Familien als zentraler Zugang zu den neuen staatlich geförderten Kinderkonten.
Das Programm wurde im vergangenen Jahr durch das von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Gesetzespaket „One Big Beautiful Bill“ eingeführt. Ziel ist es, jedem Neugeborenen in den USA ein Startkapital von 1.000 Dollar bereitzustellen – vorausgesetzt, die Eltern eröffnen ein entsprechendes Konto. Das Geld wird in den Aktienmarkt investiert und kann von den Kindern ab dem 18. Lebensjahr genutzt werden.

US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung des „One Big Beautiful Bill Act“ im Weißen Haus in Washington, D.C. am 4. Juli 2025.
Foto: Brendan Smialowski/POOL/AFP via Getty Images
US-Finanzministerium: App bietet „einfachen Zugang“
US-Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die neue App als wichtigen Schritt zur finanziellen Förderung amerikanischer Familien. Die Trump-Konten-App ermögliche einen einfachen und sicheren Zugang zu dem Programm, das langfristig Vermögen für Kinder aufbauen solle.
„Indem wir Eltern und jungen Amerikanern einfachen Zugang zu Trump Konten direkt in die Hand geben, helfen wir sicherzustellen, dass Amerikas Jugend in dieser neuen Ära wirtschaftlicher Teilhabe einbezogen wird“, erklärte Bessent.
Die App ist inzwischen sowohl im Apple App Store für iPhones und iPads als auch im Google Play Store für Android-Geräte verfügbar. Laut Bessent wurden bereits fast sechs Millionen Kinder für die neuen Konten registriert. Zusätzlich hat die US-Steuerbehörde IRS in diesem Jahr erstmals eine Anmeldemöglichkeit für Trump Konten in die Steuerformulare aufgenommen.
Konten treten am 4. Juli in Kraft
Die Trump Konten treten offiziell am 4. Juli 2026 in Kraft – passend zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Nach Angaben des US-Finanzministeriums können Eltern, Familienmitglieder, Arbeitgeber und weitere berechtigte Personen Geld auf die Konten einzahlen.
Zum Start des Programms erhalten berechtigte Kinder direkt vom US-Finanzministerium ein Startkapital von 1.000 US-Dollar auf ihr Trump Konto. Eltern dürfen zusätzlich jährlich bis zu 2.500 Dollar steuerfrei einzahlen, ähnlich wie bei privaten Altersvorsorgekonten. Insgesamt sind Einzahlungen von maximal 5.000 Dollar pro Jahr erlaubt, wobei staatliche Zuschüsse und Spenden von Wohltätigkeitsorganisationen nicht angerechnet werden.
Anspruch auf die 1.000 Dollar haben Kinder, die US-Staatsbürger sind, eine Sozialversicherungsnummer besitzen und zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 31. Dezember 2028 geboren wurden. Der Einwanderungsstatus der Eltern spielt dabei keine Rolle.
Auch Familien mit älteren Kindern sollen Konten eröffnen können. Diese erhalten allerdings keinen staatlichen Bonus von 1.000 Dollar.

Der US-Präsident machte bei einer Veranstaltung des Finanzministeriums Werbung für die «Trump Accounts»
Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa
Milliardäre haben Gelder beigesteuert
Im Dezember 2025 kündigten die Unternehmer Michael und Susan Dell eine Spende von 6,25 Milliarden Dollar an. Damit sollen Kinder bis zum Alter von zehn Jahren ein Startkapital von 250 Dollar erhalten, sofern ihre Eltern ein Trump Konto eröffnen. Die Unterstützung richtet sich an Familien in Regionen mit einem durchschnittlichen Haushaltseinkommen von höchstens 150.000 Dollar, die keinen Anspruch auf die staatlichen 1.000 Dollar haben.
Wenige Wochen später kündigten auch Hedgefonds-Gründer Ray Dalio und seine Frau Barbara eine Spende von 75 Millionen Dollar für Kinder unter zehn Jahren im US-Bundesstaat Connecticut an. Nach Angaben der Initiatoren könnten dadurch rund 300.000 Kinder in berechtigten Postleitzahlgebieten jeweils 250 Dollar erhalten.

Michael Dell spricht, während seine Frau, Susan, und Präsident Donald Trump am 2. Dezember 2025 bei einer Ankündigung der Trump-Konten im Weißen Haus zuhören.
Foto: Chip Somodevilla/Getty Images
Finanzministerium warnt vor möglichen Betrugsversuchen
Das US-Finanzministerium rät Eltern, die ihre Kinder bereits für ein Trump Konto angemeldet haben, auf eine offizielle Bestätigungs-E-Mail zur Kontoaktivierung zu achten. Darin werde bestätigt, dass die Anmeldung verarbeitet wurde und die nächsten Schritte zur Freischaltung des Kontos folgen.
Gleichzeitig warnte die Behörde vor möglichen Betrugsversuchen. Aktivierungs-E-Mails würden ausschließlich über die offizielle Adresse [[email protected]](mailto:[email protected]) verschickt. Kontaktaufnahmen per Telefon oder SMS seien nicht vorgesehen.
„Wenn Sie einen Anruf oder eine SMS bezüglich eines Trump Kontos erhalten, antworten Sie nicht – es handelt sich wahrscheinlich um Betrug“, teilte das Finanzministerium mit.
Die Associated Press hat zu diesem Bericht beigetragen.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Trump Accounts App Launched by Treasury: 4 Things to Know“. (deutsche Bearbeitung: zk)
