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Trump-Xi-Treffen: USA fordern Pekings Eingreifen im Streit um Straße von Hormus


In Kürze:

  • Rubio fordert von China aktivere Rolle gegen Iran in der Hormus-Krise
  • Straße von Hormus gilt als kritischer Energiekorridor für Weltmärkte
  • Trump und Xi sprechen in Peking über Handel und offene Schifffahrt

 
US-Außenminister Marco Rubio hat China dazu aufgerufen, eine „aktivere Rolle“ dabei zu übernehmen, den Iran unter Druck zu setzen, die Straße von Hormus offen zu halten. Nach seiner Einschätzung liege es im direkten Interesse Pekings, die Lage zu stabilisieren, da die Blockade der Meerenge die globale Energieversorgung und damit auch die chinesische Wirtschaft stark beeinträchtige.
In einem Interview mit Fox News an Bord der Air Force One, während er US-Präsident Donald Trump auf dessen Reise nach China begleitete, nannte Rubio drei zentrale Gründe für seine Forderung. Erstens seien chinesische Schiffe im Persischen Golf faktisch eingeschränkt unterwegs, da die Lage und mögliche Durchfahrtsregeln unklar seien. Zudem sei ein mit chinesischer Ladung transportiertes Schiff kürzlich getroffen worden, was die Risiken in der Region verdeutliche.
Zweitens könne eine Schließung der Straße von Hormus Asien besonders stark destabilisieren, da viele Länder der Region stark von Energieimporten über diese Route abhängig seien. Drittens verwies er auf Chinas exportorientierte Wirtschaft, die empfindlich auf globale wirtschaftliche Einbrüche reagiere. Sinkende Weltmärkte würden auch die Nachfrage nach chinesischen Produkten deutlich reduzieren.
US-Außenminister Marco Rubio winkt auf dem Weg zur Münchner Sicherheitskonferenz.

US-Außenminister Marco Rubio.

Foto: Alex Brandon/AP Pool/dpa

Internationale Dimension und UN-Sicherheitsrat

Rubio betonte zudem, dass China im Rahmen eines bevorstehenden Votums im UN-Sicherheitsrat eine wichtige Rolle spielen könne. Ein von den USA und ihren Golf-Partnern unterstützter Resolutionsentwurf fordert den Iran unter anderem auf, Angriffe, das Verlegen von Seeminen sowie das Erheben von Gebühren in der Meerenge zu beenden.
Darüber hinaus soll Teheran die Positionen der gelegten Minen offenlegen, deren Beseitigung ermöglichen und humanitäre Korridore unterstützen. Rubio stellte damit die Erwartung in den Raum, dass Peking sich klar positioniert.

Gespräche zwischen USA und China

Parallel dazu hatte Rubio nach eigenen Angaben bereits mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi über die Lage gesprochen. Beide Seiten seien sich demnach einig gewesen, dass keine staatliche oder nichtstaatliche Akteure berechtigt sein dürften, Gebühren für internationale Wasserstraßen zu verlangen. Eine offizielle Bestätigung oder Zusammenfassung dieses Gesprächs wurde jedoch nicht veröffentlicht.
Rubio bezeichnete China gleichzeitig als die „größte geopolitische Herausforderung“ für die USA, aber auch als eine der wichtigsten bilateralen Beziehungen. Konflikte müssten aus seiner Sicht zwar erwartet, aber so geregelt werden, dass Stabilität gewahrt bleibe.
Bei dem Treffen geht es auch um die Handelsbeziehungen der beiden größten Volkswirtschaften.

Bei dem Treffen geht es auch um die Handelsbeziehungen der beiden größten Volkswirtschaften.

Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Trump und Xi in Peking

In Peking führten US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping Gespräche, bei denen laut Weißem Haus die Bedeutung eines „offenen“ Zugangs zur Straße von Hormus betont wurde. Beide Seiten seien sich einig gewesen, dass der „freie Energiefluss“ gewährleistet bleiben müsse. Zudem sei über eine Verbesserung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit gesprochen worden.
Das Treffen sei insgesamt als „gut“ bewertet worden. Konkrete Aussagen zu Taiwan machte das Weiße Haus jedoch nicht, obwohl Xi vor möglichen Konflikten warnte, falls die Taiwan-Frage „falsch gehandhabt“ werde.

Einladung ins Weiße Haus

Im Rahmen seines Besuchs lud Trump den chinesischen Staatschef und dessen Ehefrau Peng Liyuan zu einem Gegenbesuch in die USA ein. Er erklärte während eines Staatsbanketts in der Großen Halle des Volkes, dass er sich auf einen Besuch am 24. September im Weißen Haus freue.
Trump sprach von „äußerst positiven und produktiven Gesprächen“ mit der chinesischen Delegation und von einer Gelegenheit, sich „unter Freunden auszutauschen“.
Xi Jinping betonte in seiner Rede beim Bankett, dass die nationalen Ziele beider Länder miteinander vereinbar seien. Die „große Wiederbelebung der chinesischen Nation“ und Trumps Ziel, „Amerika wieder großartig zu machen“, könnten „Hand in Hand gehen“.
Beide Staaten könnten sich gegenseitig beim wirtschaftlichen Erfolg unterstützen und so zum globalen Wohlstand beitragen.
Langes Händelschütteln zu Beginn.

Langes Händelschütteln zu Beginn.

Foto: Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa

Lage in der Straße von Hormus

Die Straße von Hormus bleibt ein zentraler geopolitischer Brennpunkt. Die Passage ist seit Beginn der Spannungen im Iran-Konflikt nur eingeschränkt nutzbar, was zu starken Schwankungen bei den Energiepreisen geführt hat.
Die USA werfen dem Iran vor, die Schifffahrt durch Minenaktivitäten und Einschränkungen zu behindern. Gleichzeitig gilt seit April eine fragile Waffenruhe in der Region.
China wiederum ist einer der wichtigsten Abnehmer iranischen Öls und setzt sich für eine schnelle Stabilisierung der Lage ein. Über die Meerenge läuft rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports, was ihre strategische Bedeutung unterstreicht.
Mit Material der Nachrichtenagenturen
 
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Rubio Urges China to Take ‘More Active Role’ in Pressuring Iran to Open Strait of Hormuz“. (deutsche Bearbeitung zk)

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