{"id":894,"date":"2026-05-12T07:49:40","date_gmt":"2026-05-12T06:49:40","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=894"},"modified":"2026-05-12T07:49:40","modified_gmt":"2026-05-12T06:49:40","slug":"arzteprasident-reinhardt-kassen-sparpaket-erst-nach-der-sommerpause-beschliesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/05\/12\/arzteprasident-reinhardt-kassen-sparpaket-erst-nach-der-sommerpause-beschliesen\/","title":{"rendered":"\u00c4rztepr\u00e4sident Reinhardt: Kassen-Sparpaket erst nach der Sommerpause beschlie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00c4rztepr\u00e4sident Klaus Reinhardt hat die schwarz-rote Koalition aufgefordert, das Sparpaket f\u00fcr die gesetzlichen Krankenkassen anders als geplant nicht mehr vor der Sommerpause im Bundestag zu beschlie\u00dfen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eEin so weitreichendes Gesetz kann man nicht mit der Brechstange durchdr\u00fccken\u201c, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstagsausgaben) vor dem am Dienstag, 12. Mai beginnenden \u00c4rztetag.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Alle Beteiligten br\u00e4uchten ausreichend Zeit, die vorgesehenen Ma\u00dfnahmen auf ihre Auswirkungen f\u00fcr die Patientenversorgung zu pr\u00fcfen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) rechnet bei einer Umsetzung der Krankenkassenreform mit Einsparungen von 16,3 Milliarden Euro im kommenden Jahr \u2013 genug, um das erwartete GKV-Defizit von 15,3 Milliarden Euro zu schlie\u00dfen. Auch die Finanzl\u00fccken in den Folgejahren sollen geschlossen werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Reform sieht eine Reihe von Einschnitten f\u00fcr Versicherte vor. Die Verg\u00fctungen f\u00fcr \u00c4rzte, Krankenh\u00e4user und Pharmahersteller sollen nur noch so schnell wachsen d\u00fcrfen wie die Einnahmen der Kassen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Streit um Kosten\u00fcbernahme der Grundsicherung<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders umstritten ist der Umstand, dass die gesetzlichen Kassen weiterhin f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Kosten f\u00fcr die Versicherung von Grundsicherungs-Beziehenden zahlen sollen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eVor der Sommerpause sollte gar nichts entschieden werden\u201c, mahnte Reinhardt. Stattdessen sollte Warken alle Beteiligten, auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), \u201ean einen Tisch bringen, um tragf\u00e4hige Alternativkonzepte entlang klar definierter Zielmarken zu entwickeln\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Reinhardt kritisierte insbesondere die Pl\u00e4ne der Koalition, die Steuerzusch\u00fcsse f\u00fcr die Krankenversicherung insgesamt zu k\u00fcrzen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><blockquote>\u201eDas ist Haushaltskonsolidierung zulasten der Versicherten, der Patientinnen und Patienten und mittelbar auch der Besch\u00e4ftigten im Gesundheitswesen.\u201c<\/blockquote><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">W\u00fcrde der Bund endlich f\u00fcr die versicherungsfremden Leistungen aufkommen, m\u00fcsste man heute nicht \u00fcber Einspargesetze diskutieren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Stattdessen entziehe der Bundesfinanzminister dem System sogar zus\u00e4tzliche Mittel und versch\u00e4rfe damit die finanzielle Lage der GKV. Im Jahr 2027 solle der Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds um 1,75 Milliarden Euro sinken.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">So notwendig eine Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung sei, d\u00fcrfe \u201eein solidarisch organisiertes Gesundheitssystem seine Leistungen nicht vorrangig an fiskalischen Vorgaben ausrichten, die sich unmittelbar auf die Patientenversorgung auswirken\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ma\u00dfstab m\u00fcsse der medizinisch notwendige Versorgungsbedarf der Bev\u00f6lkerung sein, forderte der \u00c4rztepr\u00e4sident.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Marburger Bund warnt vor \u00c4rztenotstand durch Reformen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der \u00c4rzteverband Marburger Bund hat angesichts der gleichzeitig anstehenden Reformen im Gesundheitswesen und weniger finanziellen Mitteln vor Terminengp\u00e4ssen bei den Arztpraxen gewarnt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eDas wird zu Versorgungsengp\u00e4ssen f\u00fchren\u201c, sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Dienstag im ZDF-\u201eMorgenmagazin\u201c. W\u00fcrden weniger finanzielle Mittel zur Verf\u00fcgung gestellt, werde das m\u00f6glicherweise zu einer Terminreduktion f\u00fchren. Arztpraxen finanzierten auch ihr Personal.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eKostenfreie Termine zur Verf\u00fcgung zu stellen, ohne daf\u00fcr am Ende auch Geld zu bekommen \u2013 das w\u00fcrde man auch in keiner anderen Berufssparte erwarten\u201c, f\u00fcgte Johna hinzu. Das gelte auch bei den Krankenh\u00e4usern, bei denen viele bereits finanziell am Limit seien.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Johna kritisierte, dass in einer Phase, in der viele Reformen anstehen, dem System gleichzeitig finanzielle Mittel entzogen w\u00fcrden. \u201eDas ist letztlich ein Stresstest ohne Sicherheitsnetz\u201c, sagte Johna.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Grund f\u00fcr das fehlende Geld im System seien nicht hohe Geh\u00e4lter, sondern dasss seit vielen Jahren versicherungsfremde Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt w\u00fcrden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Geld k\u00f6nne bei der B\u00fcrokratie eingespart werden. Die Kassen\u00e4rztlichen Vereinigungen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft h\u00e4tten Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Sparvorschl\u00e4ge gemacht. Diese seien \u201eleider weder kommentiert noch aufgenommen\u201c worden, kritisierte Johna. (afp\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":895,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[132],"tags":[29,105,168],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/894"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=894"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/894\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2320,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/894\/revisions\/2320"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/895"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=894"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=894"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=894"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}