{"id":7127,"date":"2026-05-29T10:05:14","date_gmt":"2026-05-29T09:05:14","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=7127"},"modified":"2026-05-29T10:05:14","modified_gmt":"2026-05-29T09:05:14","slug":"krisenregion-westafrika-wie-gewalt-gegen-christen-in-nigeria-befeuert-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/05\/29\/krisenregion-westafrika-wie-gewalt-gegen-christen-in-nigeria-befeuert-wird\/","title":{"rendered":"Krisenregion Westafrika: Wie Gewalt gegen Christen in Nigeria befeuert wird"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">W\u00e4hrend Fulani-Islamisten christliche Gemeinden im gesamten Mittelg\u00fcrtel Nigerias verw\u00fcsten, versch\u00e4rfen chinesische Bergbauinteressen, Waffenlieferungen und systematische Landvertreibungen den Konflikt zus\u00e4tzlich. Ganze D\u00f6rfer werden aus einigen der rohstoffreichsten Regionen Westafrikas verdr\u00e4ngt \u2013 oft genau dort, wo sp\u00e4ter neue Bergbauprojekte entstehen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In der Nacht zum 8. Mai griffen Fulani-Islamisten die christliche Gemeinde Ngbrran-Zongo an, ein Dorf im Distrikt Kwall im Verwaltungsbezirk Bassa im Bundesstaat Plateau in Nigeria. Elf Christen wurden get\u00f6tet, darunter der 60-j\u00e4hrige Gemeindevorsteher Sunday Hwie, der 17-j\u00e4hrige Gabriel Sunday, die 25-j\u00e4hrige schwangere Eunice Samuel, die 29-j\u00e4hrige schwangere Laraba Sunday sowie der dreij\u00e4hrige Festus Sunday.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nur wenige Tage zuvor, am 2. Mai, hatten Fulani-Extremisten bereits acht Christen ermordet. Als Angeh\u00f6rige am n\u00e4chsten Morgen die Opfer beerdigen wollten, kehrten die Angreifer zur\u00fcck und griffen die Trauerfeier an.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">T\u00f6tungen und Entf\u00fchrungen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte und Rechtsstaatlichkeit wurden zwischen dem 1. Januar und dem Ostermontag am 6. April dieses Jahres insgesamt 1.402 Christen get\u00f6tet und rund 1.800 entf\u00fchrt. Das entspricht durchschnittlich etwa 450 Todesopfern und 600 Entf\u00fchrungen pro Monat.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch der Weltverfolgungsindex 2026 von Open Doors zeichnet ein dramatisches Bild: Zwischen Oktober 2024 und September 2025 wurden weltweit 4.849 Christen wegen ihres Glaubens get\u00f6tet. 3.490 der Opfer stammten allein aus Nigeria \u2013 rund 72 Prozent aller weltweit registrierten F\u00e4lle. Damit gilt Nigeria inzwischen als eines der gef\u00e4hrlichsten L\u00e4nder der Welt f\u00fcr Christen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die anhaltenden Morde und Entf\u00fchrungen durch Fulani-Extremisten sind seit Jahren dokumentiert. Die US-Kommission f\u00fcr internationale Religionsfreiheit stufte United States Commission on International Religious Freedom deshalb als \u201ebesonders besorgniserregendes Land\u201c ein. Vertreter der Trump-Regierung bezeichneten die Angriffe auf Christen sogar als \u201eV\u00f6lkermord\u201c.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"526\" data-nimg=\"1\" class=\"wp-image-5503654 size-image_700_x mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/05\/id6026298-Deborah-Phillip-1200x901-1-700x526.2ba4d2e827f0437a742f1cd9288de686.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Deborah Phillip, eine Internatsleiterin, wurde zusammen mit den Sch\u00fclern entf\u00fchrt und vier Monate lang festgehalten, bevor sie am 7. Mai 2026 im nigerianischen Bundesstaat Kaduna gegen L\u00f6segeld freigelassen wurde.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Antonio Graceffo<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders ersch\u00fctternd ist das Schicksal von Deborah Phillip, einer Internatsleiterin im Bundesstaat Kaduna. Gemeinsam mit mehreren Sch\u00fclern wurde sie entf\u00fchrt und vier Monate lang festgehalten. Erst am 7. Mai 2026 kam sie gegen L\u00f6segeld frei. Die Zahlung st\u00fcrzte ihre Familie in eine schwere finanzielle Krise.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Begriff \u201eFulanisierung\u201c beschreibt laut Jubal Bitrus Dabo die gewaltsame Aneignung von Land durch Fulani-Milizen. Das teilte der Forscher bei der Christian Awareness Initiative of Nigeria in einem Interview gegen\u00fcber der englischsprachigen Epoch Times mit.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/militaerschlag-gegen-is-trump-wuenscht-toten-terroristen-frohe-weihnachten-a5343999.html\"><h4 class=\"heading-4\">Milit\u00e4rschlag gegen IS: Trump w\u00fcnscht toten Terroristen \u201eFrohe Weihnachten\u201c<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/militaerschlag-gegen-is-trump-wuenscht-toten-terroristen-frohe-weihnachten-a5343999.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Milit\u00e4rschlag gegen IS: Trump w\u00fcnscht toten Terroristen \u201eFrohe Weihnachten\u201c\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/05\/GettyImages-2248983008-420x280.2ec246d6f5ef65e94682819b38e86eb2.webp\" class=\"wp-image-7124\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/05\/GettyImages-2248983008-420x280.2ec246d6f5ef65e94682819b38e86eb2.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/05\/GettyImages-2248983008-420x280.2ec246d6f5ef65e94682819b38e86eb2-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ziel sei die Vertreibung einheimischer Bev\u00f6lkerungsgruppen zugunsten einer ressourcenbasierten Herrschaftsagenda. Gleichzeitig stehe der Begriff \u201eIslamisierung\u201c f\u00fcr den Versuch, Nigeria schrittweise von einem s\u00e4kularen Staat in einen Staat unter islamischer Doktrin umzuwandeln.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Viele Nigerianer betrachten die Fulani-Bewegung deshalb als Teil eines umfassenderen islamistischen Projekts. Dabo sagte:<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><blockquote>\u201eAll diese Angriffe, all die Unsicherheit \u2013 sie dienen letztlich der Umsetzung dieses Auftrags.\u201c<\/blockquote><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Fulani-Milizen gelten als schwer bewaffnet und gut organisiert. Christliche Gemeinden hingegen verf\u00fcgen meist weder \u00fcber Waffen noch \u00fcber Milizen zu ihrer Verteidigung. Dadurch werden ihre D\u00f6rfer zu leichten Zielen. Augenzeugen berichten, die Angreifer w\u00fcrden oft in Gruppen von mehreren Dutzend bis hin zu Hunderten K\u00e4mpfern auftreten, ausger\u00fcstet mit AK-47-Gewehren und unterwegs auf Motorr\u00e4dern oder in Pick-ups. Bewohner berichten zudem von Drohnen, Panzerf\u00e4usten und weiteren modernen Waffen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Pastor: \u201eSo hat Gott mir das Leben gerettet\u201c<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Pastor Habila Kak aus dem Verwaltungsgebiet Riyom im Bundesstaat Plateau schilderte eindr\u00fccklich, wie er einen Angriff nur knapp \u00fcberlebte.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201e\u00dcberall h\u00f6rte ich Sch\u00fcsse. Eine der Kugeln traf mich hier; sie trat auf der anderen Seite wieder aus\u201c, sagte er und zeigte auf seine Verletzung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Kak konnte nur entkommen, weil er sich w\u00e4hrend der Regenzeit in den Busch fl\u00fcchtete und dort versteckte, w\u00e4hrend die Angreifer sein Dorf verw\u00fcsteten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eSo hat Gott mir das Leben gerettet\u201c, sagte er.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"526\" data-nimg=\"1\" class=\"wp-image-5503688 size-image_700_x mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/05\/id6026295-Habila-Kak-1200x901-1-700x526.01249a7bf05f84f0731cd6e38707db60.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Habila Kak, ein Pastor im Verwaltungsbezirk Riyom im Bundesstaat Plateau, wurde am 4. Mai 2026 bei einem Angriff auf sein Dorf in Jos, Bundesstaat Plateau, Nigeria, von einer Kugel getroffen.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Antonio Graceffo<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">An diesem Tag wurden nach seinen Angaben 36 Menschen ermordet. Die Angreifer brannten H\u00e4user nieder und zerst\u00f6rten alles, was sich darin befand. Auch seine eigene Familie befand sich in einem der angegriffenen H\u00e4user, konnte jedoch fliehen, bevor sich die Flammen ausbreiteten. Andere hatten dieses Gl\u00fcck nicht.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Heute lebt Pastor Kak vertrieben in einer Siedlung, die weiterhin unter st\u00e4ndiger Bedrohung steht.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eWo ich jetzt wohne, haben wir es nicht leicht. Jeden Tag h\u00f6rt man Sch\u00fcsse\u201c, berichtete er.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Er erz\u00e4hlte weiter, dass bewaffnete M\u00e4nner erst vor Kurzem versucht h\u00e4tten, in die Siedlung einzudringen. Nur einheimische Jugendliche, die nachts Wache hielten, h\u00e4tten den Angriff verhindern k\u00f6nnen. Die umliegenden Gemeinden \u2013 darunter auch ein Ort namens Joel \u2013 lebten weiterhin in permanenter Angst.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eEs vergeht kein Tag, an dem man aus diesen Gegenden keine Sch\u00fcsse h\u00f6rt\u201c, sagte Kak.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dann hielt er kurz inne und berichtete von einem weiteren Angriff, bei dem ein Pastor, dessen Ehefrau und ihre beiden Kinder get\u00f6tet worden seien.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wer finanziert die Angriffe der Fulani?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die zunehmende H\u00e4ufigkeit und Professionalit\u00e4t der Fulani-Angriffe wirft Fragen nach Finanzierung, Waffenbeschaffung und der gezielten Auswahl bestimmter Regionen auf. Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung liefern illegale Bergbauaktivit\u00e4ten mit chinesischer Beteiligung.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Recherchen von SBM Intelligence enth\u00fcllten Videos, in denen militante Anf\u00fchrer offen damit prahlen, dass chinesische Arbeiter \u201eMiete\u201c zahlen m\u00fcssten, um in ihren Gebieten operieren zu d\u00fcrfen. Ikemesit Effiong, Forschungsleiter von SBM, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber der britischen Zeitung The Times, chinesische Akteure seien \u201edurchaus bereit, jeden zu bezahlen, der bezahlt werden m\u00fcsse\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch die Stiftung f\u00fcr investigativen Journalismus berichtete, dass mit China verbundene Bergbauunternehmen die Terrorgruppe von Dogo Gide bestochen h\u00e4tten, um Zugang zu Minengebieten im Verwaltungsbezirk Shiroro im Bundesstaat Niger zu erhalten. Audioaufnahmen sollen dokumentieren, wie Verhandlungen mit dem inneren Kreis des Terrorf\u00fchrers gef\u00fchrt wurden, bevor die Arbeiten begannen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Billige chinesische Waffen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein lokaler christlicher Vertreter erkl\u00e4rte gegen\u00fcber der Epoch Times, dass Schutzgeldzahlungen chinesischer Unternehmen letztlich zum Kauf von Waffen genutzt w\u00fcrden, die anschlie\u00dfend gegen Christen eingesetzt werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00dcberlebende berichten fast ausnahmslos davon, dass die Angreifer mit AK-47-Gewehren bewaffnet gewesen seien. Besonders verbreitet sind dabei chinesische Varianten wie das Norinco Typ 56. Diese Waffen wurden jahrzehntelang \u00fcber billige Exporte an Milit\u00e4rs, Milizen und nichtstaatliche Gruppen in ganz Afrika geliefert.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach Angaben des Stockholm International Peace Research Institute bezog Nigeria im Jahr 2021 rund 34,4 Prozent seiner Waffenimporte aus China.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hinzu kommt ein weiteres Problem: Als das nigerianische Milit\u00e4r nach 2015 seine Standardwaffe von der AK-47 auf das polnische Gewehr Beryl M762 umstellte, wurden alte Waffenbest\u00e4nde offenbar nie vollst\u00e4ndig kontrolliert oder registriert. Eine von Genocide Watch zitierte Studie deutet darauf hin, dass Waffen aus staatlichen Best\u00e4nden in die H\u00e4nde von Fulani-K\u00e4mpfern gelangt sein k\u00f6nnten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Kritiker sehen darin ein Netzwerk aus Korruption, staatlichem Versagen, organisierter Gewalt und wirtschaftlichen Interessen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das Muster scheint sich vielerorts zu wiederholen: Zun\u00e4chst vertreiben Fulani-Milizen christliche Gemeinden von ihrem Land. Anschlie\u00dfend erwerben chinesische Unternehmen Bergbaulizenzen f\u00fcr genau diese Gebiete.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die vertriebenen Christen kehren sp\u00e4ter oft nur noch als schlecht bezahlte Arbeiter auf ihr ehemaliges Land zur\u00fcck \u2013 wenn \u00fcberhaupt.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"526\" data-nimg=\"1\" class=\"wp-image-5503708 size-image_700_x mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/05\/id6026299-Asabe-Mosses-1200x901-1-700x526.736d4202926220786667b328dd2ae91f.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">Asabe Moses musste mitansehen, wie ihre Kinder und ihr Ehemann ermordet und lebendig verbrannt wurden, als Fulani-Extremisten am 4. Mai 2026 ihr Dorf im nigerianischen Bundesstaat Plateau angriffen.<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Antonio Graceffo<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach einem Massaker im Bundesstaat Plateau sollen Fulani-Gruppen verlassene Minenlager in Barkin Ladi \u00fcbernommen und dort aktiv mit dem Zinnabbau begonnen haben. Laut Genocide Watch wurden die Besatzer dabei sogar von Soldaten der nigerianischen Armee gesch\u00fctzt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders betroffen ist der sogenannte Mittelg\u00fcrtel Nigerias \u2013 die Grenzregion zwischen dem \u00fcberwiegend christlichen S\u00fcden und dem mehrheitlich muslimischen Norden. Genau dort liegen zugleich einige der bedeutendsten Mineralvorkommen Westafrikas.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die blutigsten Konfliktgebiete \u2013 Riyom, Bokkos und Barkin Ladi \u2013 befinden sich direkt \u00fcber einem der wichtigsten Rohstoffg\u00fcrtel des Kontinents.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach Angaben des nigerianischen Bergbauministeriums hatten die chinesischen Unternehmen Canmax, Jiuling, Avatar New Energy und Asba bis Mitte 2025 Investitionen von mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar in Lithiumprojekte in Nigeria zugesagt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auf meiner Reise durch die Bundesstaaten Plateau und Kaduna zeigte sich mir ein Bild von Angst, Vertreibung und Verw\u00fcstung. Ganze Gemeinschaften haben alles verloren und leben in st\u00e4ndiger Furcht vor dem n\u00e4chsten Angriff.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein Pastor zeigte die Narbe einer Kugel, die seinen K\u00f6rper durchschlagen hatte. Er hatte nur \u00fcberlebt, weil er sich im Busch versteckte. In einem anderen Dorf wurden ein dreij\u00e4hriger Junge und zwei schwangere Frauen w\u00e4hrend eines einzigen \u00dcberfalls ermordet.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die betroffenen Gemeinden verf\u00fcgten weder \u00fcber Waffen noch \u00fcber Schutzmilizen. Was sie jedoch besa\u00dfen, war Land \u2013 mitten in einer der rohstoffreichsten Regionen Afrikas.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2 lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Kritiker: Wirtschaftliche Interessen vor Menschenrechten<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Kritiker werfen China seit Jahren vor, wirtschaftliche Interessen systematisch \u00fcber Menschenrechte zu stellen. Peking blockierte im UN-Sicherheitsrat Resolutionen gegen ethnische und religi\u00f6se Gewalt in Myanmar, um eigene Investitionen zu sch\u00fctzen. Gleichzeitig verhinderte China internationale Debatten \u00fcber die Unterdr\u00fcckung der Uiguren in Xinjiang.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nun ger\u00e4t auch die Rolle chinesischer Akteure in Nigeria zunehmend in den Fokus. Der Vorwurf lautet: W\u00e4hrend die Kommunistische Partei Chinas international von Entwicklung, Stabilit\u00e4t und wirtschaftlicher Zusammenarbeit spricht, profitieren chinesische Unternehmen in Nigeria indirekt von Gewalt, Vertreibung und der systematischen Schw\u00e4chung christlicher Gemeinschaften.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders widerspr\u00fcchlich erscheint Kritikern dabei, dass China einerseits wegen der Unterdr\u00fcckung muslimischer Uiguren in Xinjiang unter Druck steht, gleichzeitig aber in Nigeria Kr\u00e4fte unterst\u00fctzt, die eine fortschreitende Islamisierung f\u00f6rdern.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Solange chinesisches Geld, Waffenstr\u00f6me und wirtschaftliche Interessen weiter mit dem Konflikt verflochten bleiben, d\u00fcrfte die Gewalt im nigerianischen Mittelg\u00fcrtel kaum enden \u2013 und das Leid der christlichen Bev\u00f6lkerung weiter zunehmen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p class=\"p1\"><em>Der Artikel erschien im Original auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"s1\">theepochtimes.com<\/span><\/a> unter dem Titel\u00a0<a href=\"https:\/\/www.theepochtimes.com\/opinion\/ccp-fuels-massacre-of-christians-in-nigeria-6023948\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eCCP Fuels Massacre of Christians in Nigeria\u201c.<\/a> (redaktionelle Bearbeitung il)<\/em><\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":7128,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[130],"tags":[1004,4358,1729,443,1080,4359,4360,1693,62,4361,4362,298,4363,4364,4365,813,444,1070,4366,98,4367,2640,4368,4369,4370,847,4371,299,4372,1899,4373],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7127"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7127"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7127\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7129,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7127\/revisions\/7129"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7128"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7127"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7127"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7127"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=7127"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=7127"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=7127"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}