{"id":62933,"date":"2026-10-30T07:01:19","date_gmt":"2026-10-30T06:01:19","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=62933"},"modified":"2026-10-30T07:01:19","modified_gmt":"2026-10-30T06:01:19","slug":"partner-in-unsicheren-zeiten-was-die-eu-und-kanada-planen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/10\/30\/partner-in-unsicheren-zeiten-was-die-eu-und-kanada-planen\/","title":{"rendered":"Partner in unsicheren Zeiten: Was die EU und Kanada planen"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen und des schwierigen Verh\u00e4ltnisses zu den USA r\u00fccken die Europ\u00e4ische Union und Kanada enger zusammen. Zum Abschluss eines zweit\u00e4gigen Gipfels im kanadischen Montreal soll heute eine Reihe von Vorhaben f\u00fcr eine vertiefte Zusammenarbeit vereinbart werden.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Merz spricht von \u201eAllianz f\u00fcr die Zukunft\u201c<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u201eHeute beginnen wir \u2013 die Europ\u00e4ische Union und Kanada \u2013 ein neues Kapitel in unseren Beziehungen\u201c, erkl\u00e4rte Bundeskanzler Friedrich Merz, der selbst nicht dabei sein konnte, w\u00e4hrend seiner Asienreise. Zusammen w\u00fcrden beide Partner eine \u201eAllianz f\u00fcr die Zukunft\u201c gr\u00fcnden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Merz machte damit auch deutlich, dass er den Begriff \u201eassoziierte Mitgliedschaft\u201c weiterhin ablehnt. Mit diesem Ausdruck will EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen eigentlich die neuen Beziehungen zu Kanada beschreiben und qualitativ aufwerten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Einigkeit gibt es indes dar\u00fcber, dass eine einzigartige Verbindung eingegangen werden soll, die auch die Abh\u00e4ngigkeit von anderen L\u00e4ndern reduziert. Dabei geht es um China, aber auch um die USA. Die Politik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat das Vertrauen der Europ\u00e4er und Kanadier in den traditionell wichtigsten Verb\u00fcndeten ersch\u00fcttert.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Das ist geplant<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Laut dem Entwurf f\u00fcr die Gipfel-Abschlusserkl\u00e4rung und einer Rede von der Leyens soll unter anderem in folgenden Bereichen die Kooperation ausgebaut werden:<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Energie und kritische Rohstoffe<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die EU und Kanada wollen st\u00e4rker bei der Energiesicherheit zusammenarbeiten \u2013 etwa durch eine Machbarkeitsstudie f\u00fcr LNG-Exporte nach Europa. Auch soll das Abkommen \u00fcber die nukleare Zusammenarbeit zwischen Kanada und der Europ\u00e4ischen Atomgemeinschaft Euratom modernisiert werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Laut dem Entwurf f\u00fcr die Gipfelerkl\u00e4rung haben Kanada und die Europ\u00e4ische Investitionsbank schon Verhandlungen \u00fcber ein Abkommen abgeschlossen, das europ\u00e4ische Investitionen in die F\u00f6rderung kanadischer Rohstoffvorkommen erleichtern soll.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Dazu geh\u00f6ren insbesondere kritische Rohstoffe wie seltene Erden, die unter anderem f\u00fcr E-Auto-Motoren, Halbleiter und Batterien, Clean-Tech und die Verteidigungsindustrie wichtig sind. Die Importe solcher kritischen Rohstoffe aus Kanada sind zwischen 2024 und 2025 laut EU-Angaben bereits um 62 Prozent gestiegen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Handel und Digitales<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die EU und Kanada m\u00f6chten Handelshemmnisse abbauen, Investitionen f\u00f6rdern und sich verl\u00e4sslicher mit wichtigen G\u00fctern versorgen. Ein neues Digitalhandelsabkommen soll grenz\u00fcberschreitende Gesch\u00e4fte erleichtern.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zwischen 2016 und 2025 nahm der beidseitige Handel mit Waren und Dienstleistungen um 80 Prozent zu. Mit der EU ist Kanada derzeit vor allem \u00fcber das Freihandelsabkommen Ceta eng verbunden. Es wird seit 2017 vorl\u00e4ufig angewendet, ist aber noch immer nicht endg\u00fcltig in Kraft, weil manche EU-Staaten das Abkommen nicht ratifiziert haben. Die EU ist Kanadas zweitgr\u00f6\u00dfter Handelspartner.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">K\u00fcnstliche Intelligenz<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Beide Seiten wollen bei der internationalen Regulierung und Sicherheit K\u00fcnstlicher Intelligenz enger zusammenarbeiten. Kanada und die EU wollen au\u00dferdem den gegenseitigen Zugang zu ihren digitalen M\u00e4rkten erleichtern, darunter zu Cloud- und KI-Dienstleistungen sowie der entsprechenden Infrastruktur. Kanada soll zudem in die europ\u00e4ische Hochleistungsrecheninfrastruktur integriert werden.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wissenschaft und Forschung<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Kanada soll st\u00e4rker in das Programm Erasmus+ eingebunden werden. Au\u00dferdem sollen Hindernisse f\u00fcr Fachkr\u00e4fte und Forscher abgebaut und Berufsqualifikationen leichter anerkannt werden.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Sicherheit, Ukraine, Nahost<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Geplant ist mehr Zusammenarbeit bei Verteidigung, Cyberabwehr und Schutz wichtiger Infrastruktur. Beide Seiten bekr\u00e4ftigen ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine. Kanada ist bereits Teil des EU-Programms Safe f\u00fcr g\u00fcnstige Darlehen zur gemeinsamen Beschaffung von R\u00fcstungsg\u00fctern und soll sich auch am EU-Unterst\u00fctzungskredit f\u00fcr das von Russland angegriffene Land beteiligen. Beide Seiten wollen auch beim Thema Nahost gemeinsam auf L\u00f6sungen hinarbeiten.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Engere Anbindung an die EU<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bis zum n\u00e4chsten Gipfel im Jahr 2027 soll ein Konzept f\u00fcr eine engere Anbindung entstehen \u2013 ohne Vollmitgliedschaft. Regelm\u00e4\u00dfige Treffen sollen helfen, gemeinsame Interessen besser nach au\u00dfen zu vertreten. Von der Leyen machte dabei deutlich, dass sie trotz des Widerstands mehrerer EU-Staaten an der Idee einer \u201eassoziierten Mitgliedschaft\u201c Kanadas festhalten will.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ziel sei eine \u201eAssoziierung ohne Beitritt\u201c und eine Partnerschaft, die einer Mitgliedschaft n\u00e4her komme als alles, was man bisher getan habe. Das Modell k\u00f6nnte ihrer Ansicht nach den engsten Partnern au\u00dferhalb Europas offenstehen, \u201edie bereit sind, zusammen Neuland zu erschlie\u00dfen \u2013 und gemeinsam mit uns den Kurs zu bestimmen\u201c.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Streit um zwei Worte<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Aus dem Entwurf der Gipfelerkl\u00e4rung wurde die umstrittene Mitgliedschaftsbezeichnung gestrichen. Aus Sicht der Bundesregierung h\u00e4tte vor der Verwendung dieser Bezeichnung mit den EU-Mitgliedstaaten dar\u00fcber gesprochen werden sollen \u2013 unter anderem deswegen, weil sie auf Initiative von Bundeskanzler Merz hin schon im Zusammenhang mit dem EU-Beitrittsprozess der Ukraine genutzt wird.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Trump droht mit Konsequenzen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In den USA d\u00fcrfte die Ann\u00e4herung mit gro\u00dfem Interesse verfolgt werden. Trump hatte den Vorsto\u00df f\u00fcr eine assoziierte EU-Mitgliedschaft Kanadas in einer ersten Reaktion als l\u00e4cherlich bezeichnet. F\u00fcr den Fall, dass diese Ann\u00e4herung als \u201efeindseliger Akt\u201c US-Interessen schaden sollte, drohte er mit Konsequenzen. Er w\u00fcrde dann hohe Z\u00f6lle verh\u00e4ngen oder den Handel mit Europa in vielen Bereichen einstellen, warnte er. (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":62934,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[130,7198],"tags":[460,108,373,439,449,1087],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62933"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62933"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62933\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62935,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62933\/revisions\/62935"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62934"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62933"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62933"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62933"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=62933"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=62933"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=62933"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}