{"id":62516,"date":"2026-10-28T16:37:21","date_gmt":"2026-10-28T15:37:21","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=62516"},"modified":"2026-10-28T16:37:21","modified_gmt":"2026-10-28T15:37:21","slug":"ifo-geschaftsklima-steigt-wie-stabil-ist-deutschlands-wirtschaftliche-erholung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/10\/28\/ifo-geschaftsklima-steigt-wie-stabil-ist-deutschlands-wirtschaftliche-erholung\/","title":{"rendered":"ifo-Gesch\u00e4ftsklima steigt: Wie stabil ist Deutschlands wirtschaftliche Erholung?"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\"><div>In K\u00fcrze:<\/div><\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><ul>\n<li>\n<strong>Gesch\u00e4ftsklima verbessert:<\/strong> Der ifo-Index steigt im Oktober auf 90,2 Punkte. Die Unternehmen blicken zuversichtlicher auf die kommenden Monate, bewerten ihre aktuelle Lage aber schlechter.<\/li>\n<li>\n<strong>Industrie mit Hoffnungssignalen:<\/strong> Erstmals seit mehr als drei Jahren fallen Lagebeurteilung und Erwartungen im Verarbeitenden Gewerbe wieder positiv aus.<\/li>\n<li>\n<strong>Arbeitsmarkt profitiert kaum:<\/strong> Trotz des Wirtschaftswachstums rechnet die Bundesregierung mit sinkenden Besch\u00e4ftigtenzahlen. Besonders deutlich zeigt sich der Stellenabbau in der Automobilindustrie.<\/li>\n<\/ul><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober erneut verbessert. Der <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/fakten\/2026-10-26\/ifo-geschaeftsklimaindex-gestiegen-oktober-2026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesch\u00e4ftsklimaindex<\/a> des ifo Instituts stieg von 89,9 Punkten im September auf 90,2 Punkte. Besonders deutlich hellte sich die Stimmung in der Industrie auf. Allerdings beurteilen die befragten Betriebe ihre gegenw\u00e4rtige Gesch\u00e4ftslage insgesamt etwas schlechter als im Vormonat.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die neuen Zahlen von Montag, 26. Oktober, deuten darauf hin, dass die wirtschaftliche Erholung an Breite gewinnen k\u00f6nnte. Zugleich zeigen sie, wie unterschiedlich sich die einzelnen Wirtschaftsbereiche entwickeln. W\u00e4hrend die Industrie zuversichtlicher wird, hat sich die Stimmung bei den Dienstleistern eingetr\u00fcbt. Auch im Handel bleibt die Lage angespannt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Umfrageergebnisse passen damit grunds\u00e4tzlich zur <a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Artikel\/Wirtschaft\/Projektionen-der-Bundesregierung\/projektionen-der-bundesregierung-herbst-2026.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Herbstprojektion<\/a> der Bundesregierung, die f\u00fcr 2026 inzwischen ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent erwartet. Noch im <a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Artikel\/Wirtschaft\/Projektionen-der-Bundesregierung\/projektionen-der-bundesregierung-fruehjahrsprojektion-2026.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fr\u00fchjahr<\/a> hatte sie lediglich 0,5 Prozent prognostiziert. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht darin eine Best\u00e4tigung des wirtschaftlichen Erholungskurses. Die deutsche Wirtschaft befinde sich auf \u201eWachstumskurs\u201c und habe sich \u201eals widerstandsf\u00e4higer erwiesen als erwartet\u201c, hei\u00dft es in der <a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2026\/10\/20261008-reiche-stellt-herbstprojektion-vor.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mitteilung<\/a> ihres Ministeriums.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-pm-slice=\"1 1 []\">Der im Oktober ver\u00f6ffentlichte Konjunkturbericht des Wirtschaftsministeriums zeigt allerdings auch, dass die Erholung bislang nicht \u00fcberall angekommen ist. Zwar st\u00fctzen die staatlichen Ausgaben die Wirtschaft, jedoch ist das Exportgesch\u00e4ft nach einem starken ersten Halbjahr im August den zweiten Monat in Folge r\u00fcckl\u00e4ufig. Unternehmen halten sich zudem weiterhin mit gr\u00f6\u00dferen Investitionen zur\u00fcck. Auch die Verbraucher geben ihr Geld eher vorsichtig aus.<\/p><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Industrie meldet erstmals seit Jahren wieder positive Stimmung<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders auff\u00e4llig ist die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe. Dort stieg der ifo-Gesch\u00e4ftsklima-Saldo von minus 2,7 Punkten im September auf plus 1,2 Punkte im Oktober. Nach Angaben des Instituts mit Sitz in M\u00fcnchen drehten sowohl die Beurteilung der aktuellen Gesch\u00e4ftslage als auch die Gesch\u00e4ftserwartungen erstmals seit mehr als drei Jahren wieder ins Plus.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die befragten Industrieunternehmen meldeten zudem steigende Neuauftr\u00e4ge und planen, ihre Produktion auszuweiten. Damit gibt es neue Hinweise auf eine Belebung der Industriekonjunktur. Ob daraus ein dauerhafter Aufschwung entsteht, l\u00e4sst sich aus den Stimmungsdaten allein jedoch noch nicht ableiten.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/studie-zahl-der-industriebeschaeftigten-auf-zehnjahrestief-gesunken-a5524111.html\"><h4 class=\"heading-4\">Deutschlands Industrie schrumpft deutlich &#8211; nur noch 6,6 Millionen Besch\u00e4ftigte<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/studie-zahl-der-industriebeschaeftigten-auf-zehnjahrestief-gesunken-a5524111.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Deutschlands Industrie schrumpft deutlich - nur noch 6,6 Millionen Besch\u00e4ftigte\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/vxg5l2nhba-v7-ax-s2048-420x280.2324711ac668df829ef08506cf4e51e2.webp\" class=\"wp-image-62524\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/vxg5l2nhba-v7-ax-s2048-420x280.2324711ac668df829ef08506cf4e51e2.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/vxg5l2nhba-v7-ax-s2048-420x280.2324711ac668df829ef08506cf4e51e2-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wie unterschiedlich die Entwicklung bislang verlaufen ist, zeigen die j\u00fcngsten verf\u00fcgbaren <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/10\/PD26_354_421.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">amtlichen Zahlen<\/a> des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Demnach erhielten deutsche Industriebetriebe im August 10,6 Prozent weniger neue Auftr\u00e4ge als im Juli. Der starke R\u00fcckgang hat allerdings einen besonderen Grund: Im Juli hatten einzelne Unternehmen au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfe Bestellungen erhalten, die im August ausblieben. Ohne solche Gro\u00dfauftr\u00e4ge gingen die Bestellungen lediglich um 0,1 Prozent zur\u00fcck. Gleichzeitig stellten die Industriebetriebe laut <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/10\/PD26_355_421.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Destatis<\/a> im August 0,6 Prozent mehr Waren her als im Vormonat.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das ist kein Widerspruch. Unternehmen arbeiten h\u00e4ufig noch Auftr\u00e4ge ab, die sie bereits Wochen oder Monate zuvor erhalten haben. Deshalb kann die Produktion steigen, obwohl weniger neue Bestellungen eingehen. Ob sich die wirtschaftliche Erholung verstetigt, h\u00e4ngt daher auch davon ab, ob Unternehmen regelm\u00e4\u00dfig neue Auftr\u00e4ge erhalten und wieder st\u00e4rker investieren.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Gro\u00dfauftr\u00e4ge verzerren die Industriezahlen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders deutlich zeigte sich dieser Effekt im sonstigen Fahrzeugbau. Nach au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Bestellungen im Juli brachen die Auftragseing\u00e4nge im August um 61,5 Prozent ein. Zum sonstigen Fahrzeugbau geh\u00f6rt unter anderem die Herstellung von Flugzeugen, Schiffen und Schienenfahrzeugen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Aufschlussreicher ist deshalb der Dreimonatsvergleich, den Destatis ebenfalls in seiner August-Auswertung ber\u00fccksichtigt. Von Juni bis August lagen die Industrieauftr\u00e4ge, einschlie\u00dflich der Gro\u00dfbestellungen, um 1,3 Prozent \u00fcber dem Niveau der vorangegangenen drei Monate. Ohne diese Auftr\u00e4ge ergibt sich dagegen ein R\u00fcckgang um 2,6 Prozent. Die laufende Nachfrage entwickelte sich somit schw\u00e4cher, als es der Gesamtindex vermuten l\u00e4sst.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Gro\u00dfauftr\u00e4ge k\u00f6nnen Betriebe und ihre Zulieferer \u00fcber l\u00e4ngere Zeit auslasten. Ein Auftrag f\u00fcr Schienenfahrzeuge oder Flugzeuge sichert beispielsweise nicht nur Arbeit beim Hersteller, sondern kann auch Unternehmen zugutekommen, die elektronische Bauteile, Maschinen oder technische Dienstleistungen liefern. Wie stark die deutsche Wirtschaft davon profitiert, h\u00e4ngt allerdings davon ab, welcher Teil der Produktion im Inland stattfindet. Werden zahlreiche Komponenten importiert, f\u00e4llt die zus\u00e4tzliche heimische Wertsch\u00f6pfung geringer aus als der gesamte Auftragswert.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Zudem l\u00e4sst sich aus der Statistik nicht durchgehend erkennen, ob die Bestellungen von staatlichen oder privaten Auftraggebern stammen. Aus den Zahlen kann daher nicht abgeleitet werden, in welchem Umfang \u00f6ffentliche Beschaffungsprogramme die Industrieentwicklung tragen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Auch das Baugewerbe beeinflusst die Produktion<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Neben der Industrie sorgte im August eine ungew\u00f6hnliche Entwicklung im Baugewerbe f\u00fcr einen Anstieg der Produktionszahlen, so das Wirtschaftsministerium in einer <a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/Wirtschaftliche-Lage\/2026\/20261014-wirt-lage-deutschland-okt-2026.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung<\/a> vom 14. Oktober. Etwa die H\u00e4lfte des zweiprozentigen Zuwachses im Verarbeitenden Gewerbe im August entfiel auf das Ausbaugewerbe. Dazu geh\u00f6ren etwa Elektroinstallationen, Heizungs- und Sanit\u00e4rarbeiten sowie andere T\u00e4tigkeiten beim Innenausbau von Geb\u00e4uden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das Ministerium h\u00e4lt diesen Anstieg teilweise f\u00fcr vor\u00fcbergehend und rechnet mit einem m\u00f6glichen Gegeneffekt im September. In seinem Bericht zur wirtschaftlichen Lage von Mitte Oktober hei\u00dft es dazu:<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><blockquote>\u201eProduktionsseitig ist f\u00fcr September mit einem R\u00fcckprall der Sonderentwicklung im Ausbaugewerbe zu rechnen.\u201c<\/blockquote><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Produktionsanstieg im August l\u00e4sst noch keinen R\u00fcckschluss auf eine dauerhaft steigende Baut\u00e4tigkeit zu. Die j\u00fcngste ifo-Umfrage liefert allerdings ein positives Signal: Im Bauhauptgewerbe verbesserte sich das Gesch\u00e4ftsklima im Oktober von minus 17,0 auf minus 15,5 Punkte. Die Unternehmen waren zufriedener mit ihren laufenden Gesch\u00e4ften und blickten etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Das Gesch\u00e4ftsklima bleibt dennoch negativ.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Gerade im Wohnungsbau spielen au\u00dferdem die Finanzierungskosten eine wesentliche Rolle. H\u00f6here Kreditzinsen verteuern Bauvorhaben sowohl f\u00fcr private Haushalte als auch f\u00fcr Investoren. Selbst bei bestehendem Wohnraumbedarf k\u00f6nnen Projekte deshalb verschoben werden, wenn sich ihre Finanzierung nicht mehr wirtschaftlich darstellen l\u00e4sst.<\/div>\n<div class=\"paragraph mb-5 pt-2.5 text-center xl:mb-[15px]\"><div class=\"inline-block text-start\"><div class=\"group relative cursor-pointer\">\n<div class=\"\"><figure><img alt=\"In der Industrie wird der Jobabbau nicht mehr so stark vorangetrieben wie zuletzt. (Archivbild)\" loading=\"lazy\" width=\"700\" height=\"430\" data-nimg=\"1\" class=\"size-image_700_x wp-image-5622045 mb-[5px] transition-opacity duration-150\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/smrqz77jjc-v1-ax-s2048-700x430.2915ab64cbfa7e2375da0bff8f430fbb.webp\"><figcaption class=\"cursor-auto\"><p class=\"text-p-5\">In der Industrie wird der Jobabbau nicht mehr so stark vorangetrieben wie zuletzt. (Archivbild).<\/p>\n<div class=\"mt-[5px]\"><p class=\"text-caption min-w-36 italic\">Foto: Julian Stratenschulte\/dpa<\/p><\/div><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<div class=\"absolute right-1 top-1 m-2 rounded bg-black p-1 text-white opacity-50 transition-opacity duration-150 group-hover:opacity-80\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Internationale Nachfrage bleibt unsicher<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr die deutsche Industrie ist das Gesch\u00e4ft mit dem Ausland besonders wichtig. Viele Unternehmen verkaufen ihre Maschinen, Fahrzeuge und chemischen Produkte weltweit. Gehen die Bestellungen aus anderen L\u00e4ndern zur\u00fcck, bekommen das auch deutsche Betriebe und ihre Besch\u00e4ftigten zu sp\u00fcren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die j\u00fcngsten Zahlen zeigen, dass die Nachfrage aus allen Regionen zur\u00fcckgegangen ist. Nach Angaben von <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/10\/PD26_354_421.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Destatis<\/a>\u00a0gingen die Bestellungen aus dem Ausland im August gegen\u00fcber Juli um 5,4 Prozent zur\u00fcck. Aus den L\u00e4ndern der Eurozone kamen ebenfalls 5,4 Prozent weniger Auftr\u00e4ge, aus anderen L\u00e4ndern 5,5 Prozent weniger. Noch deutlicher fiel mit 17,3 Prozent der R\u00fcckgang der Bestellungen aus Deutschland aus. Allerdings beeinflussten au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfe Einzelauftr\u00e4ge diese Monatszahlen erheblich.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hinzu kommen wirtschaftliche Belastungen, die sich nicht allein durch eine steigende Nachfrage beheben lassen. Das Wirtschaftsministerium bezeichnet in seinem Konjunkturbericht Mitte Oktober von\u00a0 Aussichten f\u00fcr eine \u201ebreit angelegte Belebung der Industriekonjunktur\u201c als \u201enach wie vor verhalten\u201c. Die Schwierigkeiten betreffen damit nicht nur einzelne Unternehmen, sondern die Industrie insgesamt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-pm-slice=\"1 1 []\">Zus\u00e4tzlich belasten gestiegene Energiepreise die Unternehmen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums waren Energieimporte im August 43 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Besonders f\u00fcr Industriebetriebe, die viel Energie ben\u00f6tigen, k\u00f6nnen solche Preissteigerungen zum Problem werden. H\u00f6here Herstellungskosten lassen sich nicht immer an die Kunden weitergeben, ohne Auftr\u00e4ge an g\u00fcnstigere Wettbewerber zu verlieren.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Eine st\u00e4rkere Nachfrage aus dem Ausland k\u00f6nnte der deutschen Industrie helfen. Ob die Unternehmen davon profitieren, h\u00e4ngt jedoch auch davon ab, ob sie ihre Waren zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen anbieten k\u00f6nnen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Besch\u00e4ftigung geht trotz Wachstum zur\u00fcck<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auf dem Arbeitsmarkt d\u00fcrfte von der wirtschaftlichen Erholung zun\u00e4chst wenig zu sp\u00fcren sein. Laut der <a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Artikel\/Wirtschaft\/Projektionen-der-Bundesregierung\/projektionen-der-bundesregierung-herbst-2026.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Herbstprojektion<\/a> soll die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen 2026 um 0,5 Prozent sinken. Auch f\u00fcr 2027 und 2028 rechnet die Regierung mit einem weiteren Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckgang. Die Arbeitslosenquote soll laut Ministerium 2026 und 2027 bei jeweils 6,4 Prozent liegen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wie angespannt die Lage in Teilen der Industrie ist, zeigen die Zahlen der Automobilbranche. Nach <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/08\/PD26_N057_42.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Angaben <\/a>von Destatis arbeiteten dort Ende Juni 2026 rund 691.500 Menschen. Das waren 42.300 Besch\u00e4ftigte beziehungsweise 5,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im gesamten Verarbeitenden Gewerbe ging die Besch\u00e4ftigung im selben Zeitraum um 2,7 Prozent zur\u00fcck.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\">\n<li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/vw-kuendigt-tarifvertraege-was-heisst-das-fuer-beschaeftigte-a5624649.html\"><h4 class=\"heading-4\">VW k\u00fcndigt Tarifvertr\u00e4ge: Was hei\u00dft das f\u00fcr Besch\u00e4ftigte?<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/vw-kuendigt-tarifvertraege-was-heisst-das-fuer-beschaeftigte-a5624649.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"VW k\u00fcndigt Tarifvertr\u00e4ge: Was hei\u00dft das f\u00fcr Besch\u00e4ftigte?\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/35p6cu3coj-v4-ax-s2048-420x280.543ccd3814e9ba883dff1678aac8e35a.webp\" class=\"wp-image-62526\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/35p6cu3coj-v4-ax-s2048-420x280.543ccd3814e9ba883dff1678aac8e35a.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/35p6cu3coj-v4-ax-s2048-420x280.543ccd3814e9ba883dff1678aac8e35a-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li>\n<li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/vorerst-letzte-betriebsversammlung-wo-vw-jetzt-steht-a5595393.html\"><h4 class=\"heading-4\">Vorerst letzte Betriebsversammlung &#8211; Wo VW jetzt steht<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/vorerst-letzte-betriebsversammlung-wo-vw-jetzt-steht-a5595393.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Vorerst letzte Betriebsversammlung - Wo VW jetzt steht\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/uc3q3pqfeo-v8-ax-s2048-420x280.3839747f0305664fdb5fa96079a02426.webp\" class=\"wp-image-62527\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/uc3q3pqfeo-v8-ax-s2048-420x280.3839747f0305664fdb5fa96079a02426.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/uc3q3pqfeo-v8-ax-s2048-420x280.3839747f0305664fdb5fa96079a02426-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Stellenabbau kann auch Unternehmen treffen, die selbst keine Autos herstellen. Wenn Automobilkonzerne weniger Teile bestellen oder Arbeitspl\u00e4tze streichen, bekommen dies etwa Zulieferer, Handwerksbetriebe und Dienstleister in den betroffenen Regionen zu sp\u00fcren. Auch wenn die Industrie wieder mehr produziert, entstehen deshalb nicht zwangsl\u00e4ufig neue Arbeitspl\u00e4tze. Betriebe k\u00f6nnen zun\u00e4chst ihre vorhandenen Maschinen und Mitarbeiter st\u00e4rker auslasten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr die Verbraucher erwartet die Regierung ebenfalls nur eine langsame Verbesserung. In ihrer Herbstprojektion hei\u00dft es, der private Konsum d\u00fcrfte sich \u201etrotz anhaltender Reallohnzuw\u00e4chse\u201c zun\u00e4chst \u201enoch verhalten entwickeln\u201c.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Als Grund nennt das Wirtschaftsministerium die gestiegenen Verbraucherpreise infolge h\u00f6herer Energiekosten. Zwar bleibt vielen Besch\u00e4ftigten nach Abzug der Inflation wieder etwas mehr von ihrem Einkommen. Die h\u00f6heren Lebenshaltungskosten begrenzen jedoch weiterhin den Spielraum f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Anschaffungen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">ifo-Zahlen machen Hoffnung \u2013 entscheidend bleibt die tats\u00e4chliche Entwicklung<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die weitere wirtschaftliche Entwicklung h\u00e4ngt auch davon ab, wie sich die internationalen Konflikte verlaufen. Reiches Ministerium wies bei der Vorstellung der Herbstprojektion ausdr\u00fccklich auf die Lage im Nahen Osten und in der Ukraine hin. Eine dauerhafte L\u00f6sung dieser Krisen, die auch niedrigere Energiepreise zur Folge haben k\u00f6nnte, w\u00fcrde\u00a0\u201edie Erholung beschleunigen\u201c. Anhaltend hohe Rohstoff- und Energiepreise k\u00f6nnten dagegen Unternehmen und Verbraucher zus\u00e4tzlich belasten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><p data-pm-slice=\"1 1 []\">Die Deutsche Bundesbank erwartet nach einer Stagnation\u00a0im dritten Quartal wieder eine st\u00e4rkere wirtschaftliche Entwicklung. In ihrem <a href=\"https:\/\/publikationen.bundesbank.de\/caas\/v1\/media\/1010626\/referenceDoc\/0e19b42c26d538dbe4069e32e4303ee5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Monatsbericht<\/a> vom Oktober geht sie davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal wieder \u201esp\u00fcrbar wachsen\u201c wird.\u00a0Die schw\u00e4chere Entwicklung im dritten Quartal f\u00fchrt sie vorwiegend auf vor\u00fcbergehende Belastungen zur\u00fcck, darunter das Niedrigwasser am Rhein, das Industrieproduktion und Warentransporte beeintr\u00e4chtigte.<\/p><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Oktober-Zahlen des ifo Instituts liefern neue Hinweise auf eine wirtschaftliche Erholung. Besonders die Industrie blickt wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Ob daraus ein dauerhafter Aufschwung wird, muss sich allerdings erst in den tats\u00e4chlichen Auftragseing\u00e4ngen, der Produktion und den Investitionen zeigen. F\u00fcr den Arbeitsmarkt bleibt entscheidend, ob die Unternehmen k\u00fcnftig nicht nur mit besseren Gesch\u00e4ften rechnen, sondern auch wieder zus\u00e4tzliche Besch\u00e4ftigte ben\u00f6tigen.<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":62517,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7737,7198,131],"tags":[10,18264,518,18265,75,8712,1054,3973,121,14757,18266,838,484,254,126,18267,3255,14349,809,1824],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62516"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62516"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62516\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62528,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62516\/revisions\/62528"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62516"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=62516"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=62516"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=62516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}