{"id":59100,"date":"2026-10-16T09:56:20","date_gmt":"2026-10-16T08:56:20","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=59100"},"modified":"2026-10-16T09:56:20","modified_gmt":"2026-10-16T08:56:20","slug":"china-schock-2-0-warum-deutschland-und-die-eu-ihre-wirtschaftspolitik-uberdenken-mussen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/10\/16\/china-schock-2-0-warum-deutschland-und-die-eu-ihre-wirtschaftspolitik-uberdenken-mussen\/","title":{"rendered":"China-Schock 2.0: Warum Deutschland und die EU ihre Wirtschaftspolitik \u00fcberdenken m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">In K\u00fcrze:<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><ul>\n<li>\n<strong>Wettbewerbsdruck:<\/strong> Chinesische Hersteller werden zunehmend zu Konkurrenten der deutschen Automobil- und Maschinenbauindustrie.<\/li>\n<li>\n<strong>Handelspolitik:<\/strong> Die EU setzt auf Ausgleichsz\u00f6lle und Industriepolitik, riskiert damit aber h\u00f6here Kosten f\u00fcr Unternehmen und Verbraucher.<\/li>\n<li>\n<strong>Standort Deutschland:<\/strong> Investitionen, Innovationen und bessere Produktionsbedingungen sollen die Wettbewerbsf\u00e4higkeit langfristig st\u00e4rken.<\/li>\n<\/ul><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\"><hr><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00a0<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Deutschland verkauft immer weniger Waren nach China, w\u00e4hrend chinesische Produkte zunehmend auf den deutschen Markt gelangen. Im Jahr 2025 exportierten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 81,3 Milliarden Euro in die Volksrepublik, 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Gleichzeitig stiegen die Einfuhren aus China um 8,8 Prozent auf 170,6 Milliarden Euro. Das geht aus <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/02\/PD26_056_51.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zahlen<\/a> des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">\u00dcber Jahrzehnte war China f\u00fcr die deutsche Industrie vor allem ein wichtiger Absatzmarkt. Deutsche Unternehmen lieferten Maschinen, Autos und Industrieanlagen in die Volksrepublik. Doch die Konkurrenz w\u00e4chst. Chinesische Hersteller produzieren inzwischen viele dieser G\u00fcter selbst und konkurrieren zunehmend auch auf europ\u00e4ischen M\u00e4rkten mit deutschen Unternehmen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wirtschaftsforscher sprechen inzwischen von einem zweiten China-Schock. \u201eSeit Anfang der 2020er-Jahre hat sich der Einfluss Chinas jedoch zu einem regelrechten China-Schock 2.0 entwickelt\u201c, schreiben die ING-\u00d6konomen Bert Colijn und Carsten Brzeski in einer <a href=\"https:\/\/think.ing.com\/articles\/europes-china-shock-20\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Analyse<\/a> vom November 2025.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der erste China-Schock folgte auf den Beitritt des Landes zur Welthandelsorganisation im Jahr 2001. Damals gerieten vor allem Hersteller arbeitsintensiver Produkte unter Druck. Heute konkurrieren chinesische Unternehmen zunehmend auch in Industriezweigen, die f\u00fcr Deutschland besonders wichtig sind: Automobilbau, Maschinenbau und Elektrotechnik.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">China wird vom Kunden zum Konkurrenten<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders deutlich wird der Wandel in der Automobilindustrie. Nach <a href=\"https:\/\/www.iea.org\/reports\/global-ev-outlook-2026\/trends-in-electric-cars\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Angaben<\/a> der Internationalen Energieagentur (IEA) wurden 2025 in China rund 13 Millionen Elektroautos verkauft. Rund sechs von zehn weltweit verkauften Elektrofahrzeugen entfielen damit auf den chinesischen Markt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die hohen St\u00fcckzahlen verschaffen chinesischen Herstellern Kostenvorteile. Sie k\u00f6nnen ihre Fabriken besser auslasten und Entwicklungskosten auf mehr Fahrzeuge verteilen. Hinzu kommt ihre starke Stellung bei der Batterieproduktion.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch f\u00fcr die deutsche Automobilindustrie ver\u00e4ndert die Elektromobilit\u00e4t die Anforderungen. W\u00e4hrend bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor Motoren und Getriebe eine zentrale Rolle spielen, gewinnen bei Elektroautos Batterien, Software und elektronische Steuerungssysteme an Bedeutung. Das wirkt sich auch auf die Zulieferer aus.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Eine <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/pressemitteilung\/2024-07-17\/autounternehmen-mit-fokus-auf-e-mobilitaet-suchen-mehr-arbeitskraefte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Untersuchung<\/a> des ifo Instituts zeigt, dass Unternehmen mit Schwerpunkt Elektromobilit\u00e4t andere Fachkr\u00e4fte ben\u00f6tigen als Hersteller, die vor allem auf Verbrennungstechnologie setzen. \u201eDie Unterschiede in der Arbeitsnachfrage spiegeln den tiefgreifenden Strukturwandel in der Automobilbranche wider\u201c, erkl\u00e4rte ifo-Forscher Oliver Falck.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/eu-handelspolitik-berlin-und-paris-wollen-haerter-gegenueber-china-auftreten-a5627871.html\"><h4 class=\"heading-4\">EU-Handelspolitik: Berlin und Paris wollen h\u00e4rter gegen\u00fcber China auftreten<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/eu-handelspolitik-berlin-und-paris-wollen-haerter-gegenueber-china-auftreten-a5627871.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"EU-Handelspolitik: Berlin und Paris wollen h\u00e4rter gegen\u00fcber China auftreten\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/urnnewsmldpa.com20090101240516-99-51523-v3-s2048-420x280.5d1580e32f558d62a58859ba7b07b533.webp\" class=\"wp-image-59107\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/urnnewsmldpa.com20090101240516-99-51523-v3-s2048-420x280.5d1580e32f558d62a58859ba7b07b533.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/urnnewsmldpa.com20090101240516-99-51523-v3-s2048-420x280.5d1580e32f558d62a58859ba7b07b533-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Wettbewerb mit China beschr\u00e4nkt sich allerdings nicht auf die Automobilindustrie. Auch im Maschinenbau geraten europ\u00e4ische Hersteller zunehmend unter Druck. Nach einer <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/economic-bulletin\/focus\/2026\/html\/ecb.ebbox202606_01~5db7b925ff.de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Untersuchung<\/a> der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) haben sich die Warenexportstrukturen Chinas und mehrerer EU-Staaten zwischen 2019 und 2025 zunehmend angeglichen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Besonders ausgepr\u00e4gt war diese Entwicklung in Deutschland. Verantwortlich daf\u00fcr waren nach Angaben der EZB vor allem Maschinen und Fahrzeuge. Damit w\u00e4chst der Wettbewerb zwischen chinesischen und deutschen Herstellern in wichtigen Industriezweigen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Welche Rolle spielen staatliche Subventionen?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Ein Grund f\u00fcr den Aufstieg chinesischer Unternehmen ist die staatliche Industriepolitik. China unterst\u00fctzt ausgew\u00e4hlte Industriezweige mit staatlichen Zusch\u00fcssen, Steuerverg\u00fcnstigungen, g\u00fcnstigen Krediten und verbilligten Grundst\u00fccken.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Laut <a href=\"https:\/\/www.elibrary.imf.org\/display\/book\/9798229037143\/CH004.xml?tab_body=fulltext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Angaben<\/a> des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) erreichte diese F\u00f6rderung 2023 einen gesch\u00e4tzten Umfang von bis zu 4,4 Prozent der chinesischen Wirtschaftsleistung. Besonders stark profitierten die Halbleiterindustrie, die Hightech-Produktion und der Automobilsektor von direkten Zusch\u00fcssen und Steuerverg\u00fcnstigungen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die F\u00f6rderung hat laut IWF allerdings auch wirtschaftliche Nachteile. Subventionierte Unternehmen k\u00f6nnen ihre Produkte g\u00fcnstiger anbieten und ihre Produktion st\u00e4rker ausweiten, als es ohne die staatlichen Eingriffe der Fall w\u00e4re. Dadurch werden Kapital und Arbeitskr\u00e4fte teilweise weniger produktiv eingesetzt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Den daraus entstehenden Verlust an gesamtwirtschaftlicher Produktivit\u00e4t in China beziffern die IWF-Forscher auf rund 1,2 Prozent.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">K\u00f6nnen Z\u00f6lle die deutsche Industrie sch\u00fctzen?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die EU hat bereits reagiert. Seit Oktober 2024 erhebt sie zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle auf bestimmte Elektroautos aus China. F\u00fcr BYD betr\u00e4gt der Aufschlag beispielsweise 17 Prozent, f\u00fcr SAIC 35,3 Prozent. Grundlage ist eine Untersuchung der Europ\u00e4ischen Kommission zu staatlichen Subventionen. Die S\u00e4tze sind in einer <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=CELEX:02024R2754-20260211\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU-Verordnung<\/a> festgelegt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die zus\u00e4tzlichen Z\u00f6lle verteuern zun\u00e4chst die Einfuhr chinesischer Elektroautos. Geben Hersteller und H\u00e4ndler die h\u00f6heren Kosten an ihre Kunden weiter, steigen die Verkaufspreise. Davon k\u00f6nnten europ\u00e4ische Autobauer profitieren, weil chinesische Modelle einen Teil ihres Preisvorteils verlieren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Allerdings sind auch deutsche Unternehmen betroffen, die Fahrzeuge in China produzieren und nach Europa liefern. So <a href=\"https:\/\/policy.trade.ec.europa.eu\/news\/commission-accepts-price-undertaking-chinese-electric-car-producer-2026-02-10_en?prefLang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vereinbarte<\/a> Volkswagen im Februar 2026 mit der EU-Kommission eine Ausnahme f\u00fcr den Cupra Tavascan. Daf\u00fcr muss der Konzern unter anderem einen Mindestpreis einhalten.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/unsichere-technik-aus-china-maschinenbauer-fordern-importverbote-a5625928.html\"><h4 class=\"heading-4\">Unsichere Technik aus China: Maschinenbauer fordern Importverbote<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/wirtschaft\/unsichere-technik-aus-china-maschinenbauer-fordern-importverbote-a5625928.html\"><div class=\"\"><figure><img alt=\"Unsichere Technik aus China: Maschinenbauer fordern Importverbote\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/bjqfwj6p6f-v6-ax-s2048-420x280.7dd2bef87e7db7cee7af2e852b143d86.webp\" class=\"wp-image-59108\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/bjqfwj6p6f-v6-ax-s2048-420x280.7dd2bef87e7db7cee7af2e852b143d86.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/bjqfwj6p6f-v6-ax-s2048-420x280.7dd2bef87e7db7cee7af2e852b143d86-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure><\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hinzu kommt das Risiko chinesischer Gegenma\u00dfnahmen. Sollte Peking seinerseits europ\u00e4ische Waren mit zus\u00e4tzlichen Z\u00f6llen belegen, k\u00f6nnte dies deutsche Exporteure treffen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Z\u00f6lle k\u00f6nnen Wettbewerbsnachteile durch staatliche Subventionen ausgleichen. Sie l\u00f6sen jedoch nicht die Probleme der europ\u00e4ischen Industrie. Hohe Produktionskosten oder technologische R\u00fcckst\u00e4nde verschwinden dadurch nicht.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Die EU will mehr selbst produzieren<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Deshalb setzt die Europ\u00e4ische Kommission zus\u00e4tzlich auf Industriepolitik. Im M\u00e4rz 2026 stellte sie den <a href=\"https:\/\/single-market-economy.ec.europa.eu\/publications\/industrial-accelerator-act_en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entwurf<\/a> eines sogenannten Industrial Accelerator Act vor. Damit sollen Investitionen erleichtert, Genehmigungen beschleunigt und europ\u00e4ische Produktionsstandorte gest\u00e4rkt werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bei bestimmten \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen und F\u00f6rderprogrammen k\u00f6nnten k\u00fcnftig die Herkunft und die klimafreundliche Herstellung von Industrieprodukten st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden. Beispielsweise k\u00f6nnten bei staatlich gef\u00f6rderten Projekten Anforderungen an den verwendeten Stahl gelten.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Davon k\u00f6nnten deutsche Unternehmen profitieren, weil bei staatlich gef\u00f6rderten Projekten h\u00e4ufiger Produkte aus Europa zum Einsatz k\u00e4men. Allerdings k\u00f6nnten dadurch auch die Kosten steigen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Wenn beispielsweise f\u00fcr ein Bauprojekt nur Stahl verwendet werden darf, der bestimmte Herkunfts- oder Klimaanforderungen erf\u00fcllt, obwohl anderer Stahl g\u00fcnstiger w\u00e4re, wird das Vorhaben m\u00f6glicherweise teurer.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die EU muss deshalb zwei Interessen miteinander vereinbaren: Einerseits will sie die heimische Industrie und ihre Arbeitspl\u00e4tze st\u00e4rken. Andererseits sind viele europ\u00e4ische Unternehmen auf g\u00fcnstige Rohstoffe und Bauteile aus dem Ausland angewiesen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Werden diese durch neue Vorschriften ausgeschlossen, k\u00f6nnten ihre Produkte teurer und auf dem Weltmarkt weniger konkurrenzf\u00e4hig werden.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Abh\u00e4ngigkeiten verringern, ohne sich abzuschotten<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Neben dem Preiswettbewerb besch\u00e4ftigt die EU ihre Abh\u00e4ngigkeit von chinesischen Rohstoffen und Bauteilen. Mit dem <a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/topics\/competitiveness\/green-deal-industrial-plan\/european-critical-raw-materials-act_de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Critical Raw Materials Act<\/a> will sie die Versorgung mit wichtigen Materialien verbessern.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bis 2030 sollen innerhalb Europas mindestens 10 Prozent des j\u00e4hrlichen Bedarfs an strategischen Rohstoffen gewonnen, 40 Prozent verarbeitet und 25 Prozent durch Recycling gedeckt werden k\u00f6nnen.<\/div>\n<div class=\"heading-4\"><div class=\"related-container heading-4\"><div class=\"offset-md-1-8 none-padding related-articles\">\n<div class=\"label\"><h6 class=\"heading-6\">Mehr dazu<\/h6><\/div>\n<ul class=\"mu-related\"><li class=\"related-article mb-2 flex items-center justify-between\">\n<div class=\"title\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/meinung\/kommentar\/die-handelsspannungen-zwischen-europa-und-china-spitzen-sich-zu-a5622860.html\"><h4 class=\"heading-4\">Die Handelsspannungen zwischen Europa und China spitzen sich zu<\/h4><\/a><\/div>\n<div class=\"mr-2.5 self-start\"><div><div class=\"no-print ml-[15px] cursor-pointer text-black\/[.75]\"><div class=\"add-to-list\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"card-img\"><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/meinung\/kommentar\/die-handelsspannungen-zwischen-europa-und-china-spitzen-sich-zu-a5622860.html\"><div class=\"relative h-fit\">\n<figure><img alt=\"Die Handelsspannungen zwischen Europa und China spitzen sich zu\" loading=\"lazy\" width=\"90\" height=\"60\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/id5655379-GettyImages-1915751404-LSedit-420x280.13e336d8405683f8c4aa94ab7ce03079.webp\" class=\"wp-image-59109\" srcset=\"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/id5655379-GettyImages-1915751404-LSedit-420x280.13e336d8405683f8c4aa94ab7ce03079.webp 420w, https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/10\/id5655379-GettyImages-1915751404-LSedit-420x280.13e336d8405683f8c4aa94ab7ce03079-300x200.webp 300w\" sizes=\"(max-width: 90px) 100vw, 90px\" \/><\/figure>\n<\/div><\/a><\/div>\n<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">F\u00fcr deutsche Hersteller von Batterien, Elektromotoren und Industrieanlagen geht es dabei um Versorgungssicherheit. Fehlt ein wichtiger Rohstoff, kann die Produktion eines wesentlich teureren Endprodukts stillstehen. Eine vollst\u00e4ndige R\u00fcckverlagerung aller Lieferketten nach Europa w\u00e4re jedoch teuer.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Critical Raw Materials Act setzt deshalb auch auf breiter gestreute Bezugsquellen: Bei keinem strategischen Rohstoff sollen bis 2030 mehr als 65 Prozent des EU-Bedarfs aus einem einzigen Drittland stammen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Wie sollte Deutschland reagieren?<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Trotz des zunehmenden Wettbewerbs bleiben China und Europa wirtschaftlich eng miteinander verbunden. Nach <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/de\/web\/products-eurostat-news\/w\/ddn-20260410-2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Angaben<\/a> von Eurostat importierte die EU 2025 Waren im Wert von 559,4 Milliarden Euro aus China. Umgekehrt verkauften europ\u00e4ische Unternehmen Waren im Wert von 199,6 Milliarden Euro in die Volksrepublik.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">W\u00fcrde die EU den Handel mit China stark einschr\u00e4nken, h\u00e4tte das auch Folgen f\u00fcr die eigene Wirtschaft. Viele deutsche Unternehmen beziehen beispielsweise elektronische Bauteile, Batterien oder Maschinenkomponenten aus China. M\u00fcssten sie diese bei anderen Herstellern einkaufen, k\u00f6nnten h\u00f6here Kosten entstehen. Das w\u00fcrde ihre Produkte verteuern und den Wettbewerb mit ausl\u00e4ndischen Konkurrenten erschweren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch Verbraucher k\u00f6nnten betroffen sein, etwa durch steigende Preise f\u00fcr Elektroger\u00e4te oder Autos. Umgekehrt k\u00f6nnten chinesische Handelsbeschr\u00e4nkungen deutsche Unternehmen treffen, die ihre Fahrzeuge oder Maschinen nach China verkaufen. Sinkende Exporte k\u00f6nnten zu Produktionsr\u00fcckg\u00e4ngen f\u00fchren und Arbeitspl\u00e4tze gef\u00e4hrden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die EU setzt deshalb auf verschiedene Ma\u00dfnahmen. Zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle sollen Nachteile durch staatliche Subventionen ausgleichen. Neue Handelspartner k\u00f6nnten die Abh\u00e4ngigkeit von chinesischen Lieferungen verringern. Gleichzeitig sollen bessere Investitionsbedingungen, schnellere Genehmigungen und die Entwicklung neuer Technologien die europ\u00e4ische Industrie st\u00e4rken.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der zweite China-Schock unterscheidet sich damit deutlich vom ersten: Chinesische Unternehmen konkurrieren heute zunehmend mit deutschen Auto- und Maschinenbauern. Dabei geht es nicht mehr nur um niedrigere Preise.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Auch bei modernen Technologien und hochwertigen Industrieprodukten hat die chinesische Konkurrenz an Bedeutung gewonnen. F\u00fcr Deutschland stellt sich damit die Frage, wie seine Industrie unter diesen ver\u00e4nderten Bedingungen international wettbewerbsf\u00e4hig bleiben kann.<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":59101,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7737,7198,131],"tags":[518,443,17633,3972,29,1236,17634,463,3835,9071,3034,127,956,17635,17636,1049,260,1087,809,10402],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59100"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59100"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59100\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59110,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59100\/revisions\/59110"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59101"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59100"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59100"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59100"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=59100"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=59100"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=59100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}