{"id":58891,"date":"2026-10-15T10:41:29","date_gmt":"2026-10-15T09:41:29","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=58891"},"modified":"2026-10-15T10:41:29","modified_gmt":"2026-10-15T09:41:29","slug":"kontobetrug-banken-mussen-geld-erst-einmal-erstatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/10\/15\/kontobetrug-banken-mussen-geld-erst-einmal-erstatten\/","title":{"rendered":"Kontobetrug: Banken m\u00fcssen Geld erst einmal erstatten"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Banken m\u00fcssen Opfern von Kontobetrug das Geld zun\u00e4chst sofort erstatten, selbst wenn sie ihnen grobe Fahrl\u00e4ssigkeit vorwerfen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das stellte der Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) in einem Urteil klar. Der Zahlungsdienstleister k\u00f6nne danach die Verluste von Kunden zur\u00fcckfordern, die auf deren grobe Fahrl\u00e4ssigkeit zur\u00fcckzuf\u00fchren seien, hie\u00df es in einer Mitteilung des Gerichtshofs in Luxemburg.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Phishing-Fall aus Polen<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Hintergrund war ein Fall aus Polen, bei dem eine Bankkundin Opfer eines Betrugs durch Phishing wurde.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Frau hatte einen Artikel auf einer Online-Verkaufsplattform angeboten. Ein Betr\u00fcger gab sich als Kaufinteressent aus und schickte ihr einen Link, der angeblich von der Plattform stammte und den Verkauf best\u00e4tigen sollte.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Frau folgte dem Link und landete auf einer Website, die wie die ihrer Bank aussah. Dort gab sie ihre Zugangsdaten f\u00fcr das Online-Banking ein. Tats\u00e4chlich gelangte der T\u00e4ter so an ihre Daten und \u00fcberwies rund 700 Euro auf ein eigenes Konto.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Kundin meldete den Vorgang am n\u00e4chsten Tag ihrer Bank. Das Institut lehnte eine Erstattung aber ab: Die Frau habe den Betrug durch grobe Fahrl\u00e4ssigkeit erm\u00f6glicht. Die Kundin zog vor ein polnisches Gericht, das dem EuGH den Fall zur Kl\u00e4rung vorlegte.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Verbrauchersch\u00fctzer: In Deutschland \u00e4hnliche Praxis von Banken<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Einer Expertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zufolge l\u00e4sst sich in Deutschland eine \u00e4hnliche Praxis beobachten wie in dem polnischen Fall.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Das f\u00fchre f\u00fcr Verbraucher dazu, dass sie viel Aufwand in die Auseinandersetzung mit ihren Zahlungsdienstleistern investieren m\u00fcssen, aufgeben oder ung\u00fcnstige Vergleichsangebote annehmen. Au\u00dferdem scheuen die Menschen aufgrund des Prozesskostenrisikos den Rechtsweg, um eine R\u00fcckerstattung zu erreichen.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die Luxemburger Richter stellten klar: Banken m\u00fcssen Betr\u00e4ge aus solchen Vorg\u00e4ngen sofort erstatten, wenn Kunden sie rechtzeitig informieren.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Nach EU-Recht gebe es nur eine Ausnahme: Wenn es Gr\u00fcnde f\u00fcr den Verdacht gibt, dass Betroffene selbst betr\u00fcgen, und die Bank dies der zust\u00e4ndigen nationalen Beh\u00f6rde schriftlich mitteilt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Der Gerichtshof verwies auf das Ziel, ein hohes Ma\u00df an Verbraucherschutz zu gew\u00e4hrleisten. (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":58892,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[134,7198],"tags":[535,626,29,108,3052,373,17571,17572,66,17573,999,864,1271,17574,3295,116,2873,4295,17575],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58891"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58891"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58891\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58893,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58891\/revisions\/58893"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58892"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58891"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58891"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58891"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=58891"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=58891"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=58891"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}