{"id":58649,"date":"2026-10-14T13:43:20","date_gmt":"2026-10-14T12:43:20","guid":{"rendered":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/?p=58649"},"modified":"2026-10-14T13:43:20","modified_gmt":"2026-10-14T12:43:20","slug":"social-media-unter-13-tabu-kabinett-plant-ubergangsregeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/2026\/10\/14\/social-media-unter-13-tabu-kabinett-plant-ubergangsregeln\/","title":{"rendered":"Social Media unter 13 tabu: Kabinett plant \u00dcbergangsregeln"},"content":{"rendered":"<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Plattformen wie TikTok, Snapchat oder Instagram sollen f\u00fcr Kinder unter 13 Jahren in Deutschland k\u00fcnftig tabu sein. Das Bundeskabinett beschloss in Berlin Eckpunkte f\u00fcr \u00dcbergangsregeln, bis entsprechende EU-weite Social-Media-Beschr\u00e4nkungen in Kraft sind. Diese hatte die EU-Kommission im September angek\u00fcndigt. Wegen der Abstimmungen im EU-Parlament und zwischen den Mitgliedsstaaten k\u00f6nnte es theoretisch lange dauern, bis es tats\u00e4chlich dazu kommt.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bundesfamilienministerin Karin Prien zeigte sich zwar optimistisch, dass es z\u00fcgig geht. Sie gehe davon aus, dass im kommenden Jahr auf EU-Ebene eine Regelung erreicht werden k\u00f6nne, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Man warte aber nicht ab, f\u00fcgte sie hinzu. In Deutschland ist demnach eine Reform des Jugendschutzgesetzes geplant. Ziel sei ein Kabinettsbeschluss noch in diesem Jahr. Bevor die Gesetzgebung in Bundestag und Bundesrat abgeschlossen ist, dauere es dann noch ein paar Monate.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Verbot bis 13, danach Stufenmodell<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die geplante Regelung werde Kindern unter 13 Jahren die Nutzung sozialer Netzwerke \u201egrunds\u00e4tzlich untersagen\u201c, hie\u00df es. Ausnahmen solle es f\u00fcr nachweislich kindgerechte Angebote geben. F\u00fcr 13- bis 18-J\u00e4hrige sind abgestufte Beschr\u00e4nkungen vorgesehen. Das \u00e4hnelt, wie auch das geplante Verbot unter 13, den Pl\u00e4nen der EU-Kommission, wonach Jugendliche ab 13 \u201eMini-Konten\u201c nutzen sollen d\u00fcrfen, die von den Eltern eingerichtet und beaufsichtigt werden, mit begrenzten Funktionen und einer Beschr\u00e4nkung auf eine Stunde pro Tag.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die gro\u00dfen Plattformen sehen schon jetzt in ihren Gesch\u00e4ftsbedingungen ein Mindestalter von 13 Jahren vor. Die Internetw\u00e4chter in Br\u00fcssel hatten jedoch wiederholt kritisiert, dass diese Altersgrenze nicht richtig durchgesetzt werde. Das soll sich durch die geplanten EU-weiten Vorgaben \u00e4ndern \u2013 die Plattformen sollen in die Pflicht genommen werden.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Deutschland kann zwar grunds\u00e4tzlich selbst Regeln f\u00fcr die Nutzung durch Kinder und Jugendliche erlassen. Eine verpflichtende Alterskontrolle durch die gro\u00dfen Plattformen kann jedoch nur die EU auf Grundlage ihrer Digitalgesetze durchsetzen.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">Sorge vor k\u00f6rperlichen und psychischen Sch\u00e4den<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">In ihren Eckpunkten begr\u00fcndet die Bundesregierung die geplanten Einschr\u00e4nkungen unter anderem damit, dass mittlerweile jedes vierte Kind problematische Nutzungsmuster in den sozialen Netzwerken zeige. \u201eDas hat tiefgreifende Auswirkungen auf die k\u00f6rperliche und psychische Gesundheit, das Wohlbefinden, die schulischen Leistungen und die sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen.\u201c Insbesondere die Lesekompetenz lasse nach, die Voraussetzung f\u00fcr Bildungserfolg, politische, gesellschaftliche und \u00f6konomische Teilhabe sei.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Verwiesen wird au\u00dferdem auf Gefahren durch Mobbing und Hassrede im Netz, die Konfrontation mit Gewalt- oder Missbrauchsabbildungen, Extremismus und sogenanntes Cyber-Grooming \u2013 also die gezielte Kontaktanbahnung durch Erwachsene unter falscher Identit\u00e4t, etwa mit dem Ziel sexuellen Missbrauchs.<\/div>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Bei der Abstimmung \u00fcber die EU-weiten Social-Media-Regeln will sich die Bundesregierung laut ihrem Eckpunktepapier f\u00fcr ein Verbot suchtf\u00f6rdernder Designs einsetzen. In Anwendungen sollen etwa algorithmische Empfehlungssysteme standardm\u00e4\u00dfig deaktiviert sein m\u00fcssen \u2013 also auf das Verhalten der Nutzer zugeschnittene Empfehlungen. Die EU plant beispielsweise, dass Funktionen wie endloses Scrollen oder das automatische Abspielen von Videos deaktiviert sind.<\/div>\n<h2 class=\"heading-2 mb-3 pt-2  lg:pt-1 xl:pt-2.5\">KI-Seepferdchen und Aufsichtspflicht<\/h2>\n<div class=\"mb-5 xl:mb-[15px]\">Die vom Kabinett beschlossenen Eckpunkte f\u00fcr mehr Kinder- und Jugendmedienschutz sehen auch die Einf\u00fchrung eines \u201eKI-Seepferdchens\u201c im Grundschulalter vor, ein Zertifikat \u00e4hnlich dem Schwimmabzeichen (\u201eSeepferdchen\u201c), damit Kinder fr\u00fch lernen, welche M\u00f6glichkeiten und Gefahren K\u00fcnstliche Intelligenz birgt. Zudem soll die Aufsichtspflicht der Eltern im B\u00fcrgerlichen Gesetzbuch mit Blick auf Anwendungen im Netz konkretisiert werden. Hauptverantwortlich seien zwar die Plattformbetreiber. \u201eAbh\u00e4ngig von Alter und Reifegrad des Kindes bleibt es aber auch Aufgabe der Eltern, die Mediennutzung ihrer Kinder erg\u00e4nzend zu beaufsichtigen.\u201c (dpa\/red)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":58650,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[132,7198],"tags":[1218,29,81,165,38],"news-destination":[],"news-source":[7],"ta_other":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58649"}],"collection":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58649"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58649\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58651,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58649\/revisions\/58651"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58650"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58649"},{"taxonomy":"news-destination","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-destination?post=58649"},{"taxonomy":"news-source","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/news-source?post=58649"},{"taxonomy":"ta_other","embeddable":true,"href":"https:\/\/euapp01.newsmemory.com\/epochtimesde\/news\/wp-json\/wp\/v2\/ta_other?post=58649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}